Für lediglich 27.– beim Coiffeur Shahoo kann man nicht viel sagen. Ich wollte eigentlich die Haarpracht am Boden noch fotografieren, leider war der ehrgeizige Mann mit dem Staubsauger schneller. Bis er verstand, was ich genau wollte, sind die geschätzten 2 Kg Haare auch schon im Rohr des Staubsaugers verschwunden. Erst jetzt merke ich, wie warm die Haare eigentlich gegeben haben. Ich muss jetzt wohl eher einmal eine Kappe oder ein Bandana anziehen. 🙂 Auf jeden Fall kann ich nun die Haare mit einem Waschlappen waschen… war für eine Erleichterung.
Bei diesem Wetter fällt es einem nicht schwer die Schweiz zu verlassen. 🙂 Heute Abend wird nochmal so richtig geschlemmt in Zürich, die nächsten Monate gibts dann eher was Einfaches und Nahrhaftes. 🙂
Meiner Box wurde nun doch eine Abspeck Kur verordnet. Sie hatte die Masse 150 x 83 x 30 und wurde mit der Hilfe von M. auf die Masse 140 x 70 x 30 reduziert. Dazu musste ich jedoch die Vordergabel abmontieren. Wir hoffen mal, dass alles an einem Stück ankommt und beim zusammensetzen auch noch passt und hoffentlich nicht total verbogen ist.
…scheint es mir bei genauerer Betrachtung nicht mehr zu sein. Was man auf diesem Bild nur ansatzweise sieht (gelbe Tasche im Hintergrund), sind die beiden Ortlieb Taschen, welche auf unsere Anhänger gehören. Ach ja, zwei Lenkertaschen und zwei Seitentaschen für mein Rad fehlen auch noch… wenn das mit dem Flugzeugtransport nur gut geht. 🙁
Den heutigen Mittwoch habe ich bei fateba.ch im Keller verbracht und unsere Bikes in Kartonschachteln verpackt. Ging leider ca. 6h anstatt 3h. Dafür habe ich an meinem Bike noch kleine Sachen ausgebessert, z.B. ein Schutzblech montiert. Ich hatte noch etwas bedenken wegen der Kartongrösse, wir haben offiziell zwei Kartons mit 140 x 30 x 70 angemeldet. M. Bike passte da gerade noch rein, ich wollte mir die mühsame "Zerlege Arbeit" ersparen und habe eine 150 x 30 x 83 Schachtel ausgesucht. Ich musste mich also noch einmal mit der heissgeliebten Scandinavian Airlines Hotline in Verbindung setzen. Dieses Mal wurde ich schon nach sensationellen 5 Minuten bedient. Sie haben dann eine Anfrage gestartet, ob eine grössere Kiste transportiert werden kann. Zum Glück haben sie mir zu diesem Zeitpunkt nicht mitgeteilt, dass sie dafür die bestätigte Kiste aus meiner Reservation löschen mussten. Ich hätte sonst wohl einen Nervenzusammenbruch erlitten.
Die ersten Versuche sehen vielversprechend aus. Ich habe eine Anleitung gelesen, wie das andere gemacht haben. Doch so wie sie das vorschlagen haben, macht es für mich nicht wirklich Sinn. Ich versuche mal meine eigene Technik. 😉
Diesen Pfingstmontag habe ich mehrheitlich im Keller verbracht. Bei über 30 Grad nicht die dümmste Entscheidung. Ich konnte viele kleine Pendenzen erledigen wie z.B. Überall wo möglich ERGO Schraubensicherung auftragen, Sattelstütze fetten, Mudbuster für den Thudbuster installieren, meinen Vorbau richtig montieren (es waren zu wenig Spacers drin, darum hat es nicht richtig geklemmt) Ständer angezogen und mit Schraubensicherung versehen, M. Lenkertasche gefixt und Schraubensicherung angebracht. An M. Laufräder habe ich endlich die Kugellager richtig gefettet, das war auch bitter nötig. Ebenfalls wurde M. BOB Rad auch schön gefettet.
Da ich die Velos selber aufgebaut habe, wollte ich Sicherheit in Bezug auf die Ergonomie. Dazu habe ich uns je einen 1.5 h Termin beim Veloplus in Wetzikon reserviert. Wir haben die Basic Analyse für je CHF 165 gebucht. Für die M. hat es sich gar nicht gelohnt, nach ca. 30 Min war er schon fertig. Einzige Massnahme, den Sattel etwas erhöhen. Kann man auch positiv werten, ich habe alles richtig gemacht. Bei mir war auch nicht viel zu holen, ebenfalls die Sattelhöhe, welche einiges nach oben korrigiert werden musste. Von unserem "Multi-Griff-Lenker" war er nur mässig begeistert, wir haben aber klar gemacht, dass wir diesen behalten möchten. Bei meinem Steuerlager gibt es ein ernsthaftes Problem, Martin von Fateba hat mich auch schon darauf aufmerksam gemacht. Ich muss das ganze Steuerlager mal auseinander bauen und genau betrachten. Wir konnten Dank mir dann doch die gesamten 3 h ausnutzen.
Fazit: Teure Sache mit wenig Gewinn (für uns persönlich)
Für die 26 Km Heimweg per Rad, wir sind mit dem Zug angereist, mussten wir uns für 1h 15 Min in Regenkleider werfen.
Lange Zeit ging es sehr gut und M. hat sich mit den Klick Pedalen angefreundet und würde auch nie mehr ohne fahren. Sie klickt auch immer schön aus, wenn es die Situation bedingt. Am Anfang habe ich immer schön darauf hingewiesen, dass sie die Schuhe ausklicken muss. Wir sind also heute mit ihren Eltern auf einem kleinen Ausfährtchen, sie haben uns auf einem Teil unserer Route begleitet. Wir haben angehalten um auf Elfi zu warten. Da ist es passiert. Sie hat zwar die rechte Pedale ausgeklickt, ist dann aber seitlich links umgekippt und somit im Stand auf den Betonboden geknallt. Es hat ihr zum Glück nicht viel gemacht. Wir sind dann weiter, ich und M. vorneweg sie und E. hinten dran. An einer Kreuzung warteten wir gut 5 Minuten, bis wir uns entschliessen zurück zu fahren und zu schauen ob es ein Problem gibt. Zum zweiten Mal an einem Tag ist sie mit samt dem Anhänger gestürzt. Dieses Mal zum Glück weich aufs Gras, jedoch einen Abhang herunter. Sie konnte sich nicht mehr selber "befreien", ein paar Spaziergänger mussten ihr helfen und das Bike samt Anhänger wieder auf die Strasse hieven. 🙂 Sie hat das Ganze zum Glück mit Humor genommen und konnte beim Erzählen der Geschichte herzlich lachen.
Da ich immer noch M. davon fahre, auch bergauf, kriege ich nun als Dank alle Taschen auf meinen Gepäckträger gepackt. 🙂 Jetzt sind wir langsam gleich schnell. M. zieht nun lediglich ihr eigenes Zeugs inkl. ihren Anteil der Küche.
M. Ortlieb Lenkertasche machte schon länger Faxen. Sie klickte nicht mehr schön ein und man musste richtig Kraft aufwenden um sie reinzuklicken. Als ich am Morgen nach dem Zelt putzen rauskrieche, sehe ich M. vor dem Bike stehen und mich fragend ansehen. Sie hat so viel Druck auf die Tasche ausgeübt, dass sie nun völlig schief in der Gegend hängt. Mann muss dazu sagen, dass sie schon länger eine ultra kurze Schraube verloren hat, die das Drahtseil fixiert. Diese werde ich zuhause ersetzen müssen und mit etwas Locktite reinschrauben.
Heute sind wir um 7 Uhr raus damit wir um 10 mit C. und J. frühstücken können. Sie sind mit der Fähre und ihren Bikes rübergekommen. Cool sie vor unserer Reise noch einmal treffen zu können. Nach ca. 2h hiess es bereits wieder Abschied nehmen. Wir mussten beide weiter. Das Wetter ist super und es macht uns grossen Spass. In Steckborn haben wir in einem Park 1h Pause gemacht und etwas gegessen.
Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Eschenz
Nach: Camping Sandseele auf der Insel Rheinau
Kilometer: 49.9
Fahrzeit: 3h 15
Pannen: 0
Essen: Fleisch und Salat in Ramsen zu Mittag, Linseneintopf und Mais Tonsalat auf dem Camping
Ausgaben: 23 Euro Camping und
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 9 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt und z.T. Regen, bei der Ankunft Sonnenschein. 🙂
Was für eine wunderschöne Insel und "Mein Popo ist am Zelt…" 🙂
Wir sind in Eschenz gestartet und mussten zum ersten Mal die Regenkleider montieren. Richtig fest hat es jedoch nie geregnet. In Ramsen haben wir dann diese bereits wieder ausgezogen und unser Fleisch gebraten (ich hatte rekordverdächtige 350 g Lammfilet auf dem Teller) und dazu Salat gegessen. Nach einem kleine Schwatz und Konsultationen von Karten, welche weiter östlich gehen als unsere, die bei Singen aufhört, haben wir uns für die Insel Reichenau entschieden. Eins super Entscheidung. Das Radeln auf der Insel war ein Traum. Wir haben uns beim Insel Camping auch nicht von einem Schild, "Keinen Platz mehr, bitte hier wenden!" abbringen lassen. M. meinte sichtlich erschöpft, sie fahre keinen Meter mehr. Der sehr hilfsbereite und äusserst freundliche Mann am Empfang meinte, Fahrräder und Familien mit kleinen Kindern werden nicht weggeschickt. 🙂 Zum Glück war der ZP sehr gut belegt, so wurden wir auf eine "Ausweich-Wiese" verwiesen, welche für Notfälle da ist. Wir hatten die ganze Wiese nur mit ein paar Ballspielenden Kindern zu teilen. Passend wurde genau unser Fleckchen von der Sonne beleuchtet. Es war noch ein Country Konzert auf dem Zeltplatz, wir haben uns jedoch lieber ein Abendessen zubereitet. Wohlgenährt verkriechen wir uns in die warmen Schlafsäcke. Ist bei nur 9 Grad auch bitter nötig. Morgen treffen wir J. und C. zum Frühstück bei der Schifflände.
Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Winterthur
Nach: Camping Eschenz
Kilometer: 33.1
Fahrzeit: 2h 12 min
Zeit im Stand: 1h 51 min
Pannen: Befestigung der Ortlieb Tasche hat sich gelöst
Essen: Penne mit Sauce und frischen Salat dazu
Ausgaben: etwas mehr als 20 CHF für die Übernachtung
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 16 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt
Jetzt fehlt nur noch das Werkzeug
Die Velos sind nun beide fast zu 100% in dem Zustand, in welchem wir die Reise starten wollen. Bei mir fehlt einfach noch das Werkzeug. Ich werde wahrscheinlich den Raum zwischen den über die Packtaschen quergelegtem Zelt und dem Gepäckträger mit einem wasserdichten Werkzeugsack füllen. Mit den schweren Rädern sind wir heute zum ersten Mal eine weitere Strecke, v.a. auch mit richtig Steigung gefahren. Das Fazit ist, dass M. nicht mehr Gewicht laden darf und ich einfach im kleinen Gang vor mich hintreten muss. Dann geht es. Wir haben das Gewicht gewogen.
Velo P.: 23 Kg (mit Licht und Wasserflaschen gefüllt)
Velo M.: 15 Kg
Seitentasche P.: 8 Kg und 5.5 Kg
Grosse Tasche P.: 18.5 Kg
Grosse Tasche M.: 17 Kg
Zelttasche P.: 3.7 Kg
Regensachen Tasche P.: 3.7 Kg
Lenkertasche P.: 2.5 Kg
Lenkertasche M.: 2 Kg
Werkzeug und Ersatzmaterial P.: 5 Kg
Anhänger M.: 9 Kg
Anhänger P. (mit 2 x Dreibeinstuhl und 1/2 volle Benzinkocher Flasche): 10 Kg
Total Gewicht P.: 80 Kg
Körpergewicht P.: 80 Kg
Total Gewicht M.: 43 Kg
Körpergewicht M.: 50 Kg
Ich wollte heute mal die Regensachen testen und bin mt dem Fahrrad ins Geschäft geradelt. Das Wetter sah vielversprechend aus. Ich dachte auch nie, dass ich mich jemals nach Regen sehnen werde. Auf der ganzen Strecke hin konnte ich die schönsten Regenwolken bewundern, nur just da wo ich fuhr schien zum Teil sogar die Sonne. Halloooo? Was soll das jetzt. Ich in Regenkleider und dann Sonnenschein? Anstelle von Regen hatte ich sowas von Gegenwind dass ich teilweise fast stehengeblieben bin. Auch eine gute Vorbereitung. Nass wurde ich durchs schwitzen nur von Innen. Eklig. 🙁
Ich hatte die neuen Packtaschen montiert und mit etwas Gepäck gefüllt. Ich musste mit Schuhgrösse 44 die Taschen ganz nach hinten schieben. Ich streife nun nur noch ganz selten. Passt also ganz gut.
Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Schaffhausen, Herblingen
Nach: Winterthur,
Via: Thayngen, Gottmadingen, Ramsen, Hemishofen, Diessenhofen, Truttikon, Andelfingen, Humlikon, Winterthur
Kilometer: 70
Fahrzeit: 5h 45 Min
Pannen: 0
Essen: Hamburger in Buch, Kaffe und Kuchen im Beizli 19
Ausgaben: einige
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: sicher 20 Grad
Wetter: Super Sonnig
Immer nur langsam M….
Wir sind um 6 aufgestanden und 3h später haben wir uns langsam auf den Weg nach Herblingen gemacht. Auf dem Weg habe ich mich artig erkundigt, wie man am schnellsten nach Herblingen kommt. Eine nette Dame hat uns auf einen Wanderweg gelotst. Meine Nachfrage, ob man den auch mit dem Bike fahren kann hat sie bejah. Kurze Zeit später, wir waren schon auf dem Wanderweg unterwegs, hat M. einige Kraftausdrücke verwendet um die plötzlich nicht mehr so nette Dame zu beschreiben. Der Weg war also mit Anhänger nur noch knapp befahrbar. Zumindest ging es immer bergab. In Herblingen trafen wir Mo. und Br. für den Slow up. Ich habe mir anfänglich Gedanken gemacht, wie M. mit dem Anhänger mithalten kann. Als sie dann den ersten und dann den nächsten Velofahrer überholt hatte, waren die ersten Zweifel im Nu verschwunden. Wir mussten sie fast bremsen… 🙂
Das Wetter war herrlich, was gefühlte 1 Mio andere Menschen auch dazu motiviert hat, den Slow Up zu fahren. Wir haben uns dann nach einem ersten Halt in Buch in Ramsen von der Masse abgesetzt und sind via Bibermüli zum Beizli 19 gefahren. Dort gab es dann lecker Kaffe Kuchen… genau nach meinem Geschmack. Die Rückfahrt von Hemishofen nach Winterthur waren dann nochmals 40 Km. Die Fahr war aber sehr schön über Feld- und Waldwege. Alles in allem ein stolzes Stück und das alles bei Vollpackung. Ich war am Abend auch entsprechend müde.
Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Gütighausen
Nach: Irgendwo im Grünen bei Büttenhard
Kilometer: ca. 32 (Navi kein Strom)
Fahrzeit: ca. 2h 15 Min (Navi kein Strom)
Pannen: 0
Essen: nichts
Ausgaben: keine
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 8 Grad in der Nacht (freezing)
Wetter: Bedeckt
Patrick paranoid links und rechts schauend: Psssst, M., flüstern…..
Wir sind heute von Gütighausen aus in Richtung "irgendwo im Grünen nördlich von Schaffhausen" gefahren. Unterwegs haben wir realisiert, dass wir besser alles Essen für unterwegs, wie auch Gaskocher und Cafetiere auf anstatt in die Taschen packen. Ansonsten müssen wir immer alles mühsam aus der grossen Tasche auspacken. Vor der Brücke von Flurlingen nach Neuhausen haben wir kurz die Karte studiert. Sekunden später stand ein "Local" da und hat uns sehr nett den Weg erklärt. 🙂
Wir haben zwischen Neuhausen und Schaffhausen irgendwo schön am Rhein zu Mittag gegessen. Anschliessend gab es einen Kaffe im Güterhof, bevor wir uns durchs Mühlental in Richtung Merishausen "kämpften". Auf der permanent etwas ansteigenden Strasse bin ich in meinem Tritt gefahren und habe somit M. etwas stehen lassen. Ich werde mir nun, damit ich zum einen den Verkehr beobachten kann und zum anderen immer ein Auge auf M. richten kann, einen Rückspiegel montieren. Wir sind in Merishausen dem kleinen Bach gefolgt, welchen wir zuvor auf der Karte entdeckt haben. Zu unserem Erstaunen, war dieser ausgetrocknet. :-(Wir haben nochmals die Karte konsultiert und sind von Merishausen in Richtung Bibern gefahren. In Bibern fliesst schliesslich die Biber durch und die hat jetzt immer Wasser 🙂 Die Strasse führte am Anfang immer etwas nach oben gegen Schluss wurde sie jedoch so steil, das M. absteigen musste. Da haben wir uns schön verkalkuliert und uns noch den Rest gegeben. Wir haben zuerst jedoch in Merishausen unseren Wassersack und alle Flaschen gefüllt. So konnten wir auf der Höhe auch ein schönes Plätzchen suchen, eines das nicht unbedingt Wasser haben muss. Ich habe mich geweigert, bis nach Bibern zu fahren. Ich war zu kaputt. Wir haben uns also ein schönes Plätzchen zum schlafen gesucht. Ich muss ja nicht erwähnen, dass es mir nicht ganz wohl ist beim wild campieren. Als wir ein vermeintlich schönes Plätzchen gefunden haben und ich ins Feld abbiegen will, ja just in diesem Moment fährt der Bauer mit seinem Subaru vorbei. Suuuuuuper. Ich tue so, als ob mein Velo ein Problem hat, trete auf es ein und warte mit tief gesenktem Kopf bis er vorbei zieht. Sobald er um die Ecke war, sind wir durchs Feld in Richtung Lichtung geradelt. Auf der Lichtung angekommen, sehe ich an beiden Enden jeweils ein Jäger Hochsitz. Na prima. Wir sind sozusagen im Kriegsgebiet. 🙁 Wir sind dann doch geblieben und unser Zelt so platziert, dass es von der Strasse aus nicht zu erkennen war.
Als dann auf der Strasse vor unserem Wäldchen, für uns nicht sichtbar, plötzlich ein Fahrzeug gehalten hat und die Schiebetüren geöffnet wurden und laute Stimmen zu hören waren, habe ich schon eine Schaar von Männern mit Taschenlampen und Gewehren gesehen, die uns aufspüren sollten. Der Subaru fahrende Bauer hat sich Verstärkung geholt.
Ich bin nur noch am Boden gekauert und wollte dass alles möglichst schnell vorbei ist. Wie sich herausstellte, die mutige M. hat sich angeschlichen um zu sehen welches Unheil uns erwarten, waren die bösen Männer gar nicht so böse, sondern es waren ältere Frauen, welche laut schnatternd mit ihren Nordic Walking Stöcken den Weg entlang geklackert sind um ihre allabendliche Runde zu vollziehen. Ich war nervlich am Ende.
Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Gütighausen
Nach: irgendwo im Grünen zwischen Merishausen und Opfertshofen
Kilometer: 21.3
Fahrzeit: 59 Min
Zeit im Stand: 1
Pannen: 0
Essen: nichts
Ausgaben: keine
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 10 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt
Dieser Zeltplatz ist einfache eine Idylle und da es noch low season ist, sind wir die einzigen, die in einem Zelt schlafen.
Wir haben bei einem Kafee noch spannendes über die Campingplatz Verwalterin erfahren. Sie war selber schon Monate mit dem Bike unterwegs. Eben gerade erst in Argentinien. Alleine, als Frau. Respekt.
Auf dem Zeltplatz haben wir noch ein wenig mit der Blache experimentiert, ob wir sie wirklich brauchen werden ist jedoch fraglich.
Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Winterthur
Nach: Gütighausen
Kilometer: 15
Fahrzeit: 1h 5 Min
Pannen: 0
Essen: Fleisch, Pilze und Paprika vom Grill mit Brot
Ausgaben: keine
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 10 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt aber trocken
Wow sind die Dinger schwer oder wo sollen wir das auch alles hinpacken. 😉
Ich bin extra schon um 14:30 von der Arbeit heim, damit wir früh losfahren können. Wir haben uns beide riesig auf diese 3 Tag draussen gefreut. Ich habe ursprünglich gesagt, dass wir locker um 16:00 Uhr gehen können. M. meinte dann, 17:00 Uhr reicht dann auch, sie müsse noch was erledigen. Wir sind also schlussendlich mit 1h 30 Verspätung um 18:30 in Winti losgefahren. Aber erst nach gründlichem Fluchen, Finger tausend mal einklemmen und Knie anschlagen. Denn die Anhänger sind vergleichbar mit BMW K1200 LTs. Wenn sie mal fahren, fahren sie. Aber wehe du musst mit ihnen rangieren. 🙁 Dann ist fertig lustig. Ich habe mir schon fast einen Bruch gehoben, als ich die Dinger vollbepackt in den Lift geschoben habe. Die Dinger waren über voll und ich habe noch nicht einmal alles eingepackt. Vom Essen für eine Woche ganz zu schweigen. Der M. können wir nur beschränkt Gewicht laden, somit werde ich mir wohl oder übel noch einen Gepäckträger und zwei Seitentaschen montieren müssen. Damit wir wenigstens Platz fürs Essen, die Ersatzteile und das Werkzeug haben. Ich bin überzeugt, dass in 4 grossen Packtaschen mehr Platz hat, als auf so einem Hänger. Denn sie zu hoch zu packen sollte man tunlichst vermeiden, ansonsten wird das Fahrverhalten sehr schlecht.
Wer spät losfährt der kommt bekanntlich auch spät an. Wir konnten gerade noch im Tageslicht das Zelt aufbauen und uns einrichten. Margot hat sich um die "Inneneinrichtung" gekümmert, ich ums Feuer und das Essen. Gegessen haben wir im Schein unserer Stirnlampen, das fein hat vom Holzfeuer sehr gut geschmeckt.
Wir sind heute von Winterthur bis nach Jestetten via Rheinau gefahren. Da wir erst um 18:00 los sind, kamen wir entsprechend erst um 20:30 an. Nachdem wir uns bei ElMa verpflegt hatten, mussten wir noch bis zum Bhf Marthalen stressen. Der Bus fuhr lange Zeit hinter uns, wir haben uns aber dagegen entschieden auf den Bus umzusteigen. Wir haben es ziemlich knapp noch auf den 21:59 Zug geschafft. Zum Glück habe ich diesmal die Lichter eingepackt. Auf der Strecke gibt es teilweise keine Strassenbeleuchtung. Für CHF 40 durften wir dann zusammen mit unseren Bikes nach Winterthur fahren. Stolze Preise, dass muss man schon sagen. Alles in Allem waren es am heutigen Tag wieder 40 Km.
Wir haben den Geburtstag von E. zum Anlass genommen, unser Bike Training an diesem 1. Mai zu machen. Wir sind von Winterthur via Marthalen bis nach Rheinau gefahren, da war leider niemand mehr (meine Communication Skills waren wieder einmal mehr der Hammer) 😉 so sind wir dann anschliessend bis nach Flaach gefahren. Dort kamen wir etwas zu spät an, 16:15 statt 16:00, in Anbetracht dessen, dass wir mit den Bikes unterwegs sind, keine schlechte Zeit.
Auf der Hinfahrt hat sich M. immer wieder beklagt, dass sie nicht so recht in die Gänge kommt. Ich habe sie sehr oft runterschalten gehört. Sie zweifelte immer mehr an ihrer Fitness und hat fast schon die bevorstehende Reise in Frage gestellt. Sie meinte immer, ich rolle so locker vor mich hin, da kann doch was nicht stimmen. Ich entgegnete, dass ich halt fit sei und sie einfach etwas mehr trainieren soll. 😉 Kurz bevor wir in Rheinau ankamen, ging gar nichts mehr. Sie wollte mit meinen Bike fahren um zu schauen, wie es so geht. Ich fuhr mit ihrem. Und wirklich es ging so was von streng. Ich habe also das Bike auf den Kopf gestellt und mir mal die mechanische BB7 Scheibenbremse angeschaut. Au Backe…. die eine Bremsbacke hat permanent an der Scheibe gebremst, so das kein typisches intermittierendes Schleifgeräuch entstand, welches, wenn ich es vernommen hätte, sofort behoben hätte. Dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Kurz nachdem wir los sind, habe ich M. noch gesagt, sie soll die Stell-Schrauben bei den Bremshebeln noch ein Stück rausdrehen, damit die Bremse etwas früher greift. Der Bremshebel musste immer fast bis zum Griff gedrückt werden, bis er eine anständige Bremskraft entwickelt hat. Und da ist es passiert. M. ist also gut 30 Km sozusagen mit angezogener Handbremse gefahren. Was für ein Training… 🙁 Zum Glück nahm sie es mit Humor, und konnte dann beim weitererzählen selber darüber lachen. 🙂 Auf dem Rückweg ist sie mir wieder wie gewohnt davongeflogen und die Welt ist wieder in Ordnung. Wir blieben sehr lange in Rheinau und sind erst um 20:30 los. Leider hatten wir zwei Brainies wieder einmal keine Lichter dabei, obwohl ich mich zu Hause noch gefragt habe ob ich sie vielleicht mitnehmen soll. Wir wurden also von Martin freundlicherweise mit den Lichtern ausgestattet, welche noch irgendwo zu finden waren. Wir haben uns auch noch irgendwelche ulkigen gelben Bänder mit roten Mini LEDs befestigt. Das sah wirklich zum schiessen aus. Ich habe die Ortlieb Lenkertasche an meinem Brezel-Lenker montiert, so dass ich nur an den ganz äusseren Stellen eine Lampe montieren konnte. M. Lenker ist so dick, dass wir keine Lichter anbringen konnten. So habe ich halt zwei Lichter montiert. Die Konstellation sah irgendwie wie bei einem Ufo aus. Die beiden Lichter auf der linken und rechten Seite am Lenker haben irgendwo hingezündet, nur nicht auf die Strasse wo wir fuhren. 🙂 M. bekam dafür das Rücklicht. Diese wurde jedoch ohne Schraubenzieher montiert, es hat sich deshalb schon nach kurzer Zeit nach unten geneigt und war praktisch wertlos. Ich habe es dann, leider viel zu spät, abmontiert und in die Satteltasche bei M. gesteckt. Wie sich auf dem Weg rausstellte, waren die Batterien der einen Lampe nicht mehr der Hammer, so dass ich es gleich ausgeschaltet habe. An gewissen Stellen wurde es mit dieser halb blinden Ufobeleuchtung doch bedenklichen kritisch, zum Glück ist alles gut gegangen. Der Vorteil war, wir konnten den schönen Sternenhimmel geniessen.
Wir sind heute gut 67 Km in 3h 45 gefahren.
Heute war eigentlich einer der Tage, wo man normalerweise gemütlich mit einem guten Buch auf der Couch sitzend einen dampfenden Tee geniesst. Es hat wie aus Eimern geschüttet und sehr stark gewindet. Also eine super Simulation des Wetters am Nordkapp. 😉 Zum Glück war das nur ein Test. Unsere Regenkleider haben kläglich versagt. Und das schon nach einer Stunde im Regen. Ich hatte Socken und Handschuhe von Sealskin und eine sehr dünne Regen/Windjacke von Ziener im Test. M. die Gamaschen, die Regenhose von Vaude und die Millet Regenjacke. Meine wasserdichten Socken und die Regenhosen von Vaude haben eigentlich sehr gut gehalten. Die Handschuhe waren jedoch bereits nach kurzer Zeit triefend nass. Ich muss fairer weise gestehen, dass bei mir die ganzen Probleme wahrscheinlich durch die völlig überforderte Windjacke verursacht wurden. Diese Jacke ist bestenfalls für ein paar gelegentliche Tropfen ausgelegt. Somit wurde ich am Oberkörper klitschnass und das Wasser ist mir wahrscheinlich am Unterarm runtergelaufen und so in die Handschuhe gelangt. Ich müsste das unbedingt nochmals testen mit einer guten Regenjacke, ansonsten wäre es an der Zeit, die Handschuhe zurück zu bringen. Die Schuhe waren ebenfalls durchnässt, keine Wunder, die sind auch nicht wasserdicht. Vorallem waren wir so was von dreckig, von oben bis unten vollgespritzt, obwohl wir beide die Schutzbleche montiert haben. M. hatte keine wasserdichten Handschuhe an und ihre Finger waren somit am Ende der Tour durchgefroren, was sich in einer Farbe, wie bei frisch zubereitetem Hummer, zeigte. 🙂 Sie hatte leider die "Lüftungs-Reissverschlüsse" ihrer Regenjacke nicht zu 100% geschlossen, so ist auch sie minimal am Oberkörper nass geworden. Sie hatte nur bessere Turnschuhe an und somit wurden auch diese, trotz den Vaude Gamaschen, triefend nass. Das gute daran ist, dass sie mir nun glaubt, dass es an der Zeit ist, sich richtige Schuhe (notabene mit SPD Klickpedalen Einsatz) zu kaufen. 😉 Wie sie damit zu recht kommen wird, wird sicher auch noch spannend. Wir haben alles schon unsere Erfahrungen machen dürfen, mit Schuhen die sich nicht mehr aus der Pedale lösen lassen. 🙁
Mein Brooks Sattel hat während diesem Test ziemlich gelitten. Teilweise ist die Farbe des Leders schon ziemlich verbleicht. Ein Behandlung mit dem Spezial Lederfett hat leider nur für kurze Zeit Abhilfe geschaffen. Das Gute ist, das er nun doch merklich weicher wird. Wie mir u.a. von Jana von Radvielfalt.de berichtet wurde, muss ich eher mit 1000 Km als 100 Km rechnen, bis der Brooks Sattel wirklich weich wird.
Heute wurden auch endlich die sehnlichst erwarteten Laufräder von M. fertig. Auch diese sind wie meine, von Köbi Buri von Fateba.ch von Hand eingespeicht worden. Wir haben eine Mavic EN 321 Felge verwendet mit Shimano Deore M756 XT Naben. Details siehe auf unserer Homepage. Leider müssen auch die Kugellager dieser Naben unbedingt mit einer schönen Fettpackung versehen werden. Wenn die Naben geöffnet werden, sind die Kugeln höchstens etwas "feucht" in einer öligen Flüssigkeit. Ich stelle mir da schon was anderes vor. In Zukunft kann M. mit den neuen Laufrädern mit Schwalbe Marathon Mondial Evolution Reifen durch die Gegend düsen. Da muss ich mich wohl langsam sputen um ihr nachzukommen. 🙂
Mein Brooks B17 Ledersattel in der Farbe Honig ist leider noch nicht wirklich bequem. Ich habe gelesen, dass man sicher 100 Km fahren muss, bis er wirklich bequem ist. Hmm… Ich habe sicher schon mehr als das abgespult und trotzdem ist es noch nicht wirklich der Hammer. Ich verwende auch immer schön das Lederfett Proofide, welches übrigens mit seinem Preis jedem Kaviar Konkurrenz macht, jedoch sehe ich noch nicht wirklich, wie der Sattel weicher werden sollte. Zum Glück sind es bis zu Abreise ja noch fast 2 Monate.
Ein grosses Problem, welches wir auf unserer Schweiz Tour hatten war, dass bei Regen das Hinterrad des Fahrrades, trotz Schutzblech, den ganzen Anhänger und Tasche vollgesaut hat. Köbi Buri hatte auch hier wieder eine super Idee. Er hatte selber einmal eine Tour mit dem Anhänger gemacht und ist dabei auf das selbe Problem gestossen. Anstatt sich darüber aufzuregen, hatte er die simple aber sehr effektive Lösung, ein altes Schutzblech zu zerschneiden und jeweils mit einem "mud flap" zu versehen und dann mit Kabelbindern an der B.O.B. Deichsel zu montieren. Siehe Bild.
Haben wir alles zusammen. Heute konnte ich den Prototypen der B.O.B. Ibex Tischbeine begutachten. Die Inspiration habe ich ursprünglich von der radvielfalt.de Webseite bekommen. Sie nennen es Bob mit Hörnchen. 🙂
Nur Köbi Buri, Mitarbeiter bei meinem lokalen Fahrradhändler des Vertrauens, Fateba.ch, war ihre Variante zu "heiss" oder eben zu kalt. Er wollte davon absehen, zwei Alurohre kalt zu biegen. Das ist vielleicht der Nachteil, wenn man sein Metier versteht. Auf jeden Fall ist das Modell von radvielfalt.de ebenfalls sehr gelungen, wie mir von Jana berichtet wurde, stören die fixen Hörnchen bei der Fahrt nicht und es können ebenfalls die Getränkeflaschenhalter weiterhin benutzt werden. Und eben, bei Ihnen hat die kalte Fusion… ähh.. kalte Biegung wunderbar funktioniert. 🙂
Köbi hat ein Modell entwickelt, welches sich runterklappen lässt und somit bei der Fahrt nicht stört. Natürlich können auch bei diesem Modell die Flaschen weiterhin im Halter transportiert werden. Die Tischbeine werden noch etwas angepasst und behandelt, so dass sie nicht rosten. Wir sind gespannt auf die ersten Live Tests.
Heute haben wir zum erste Mal in der Wohnung die ganze Sachen zusammengetragen, welche wir auf die Reise mitnehmen wollen. Mann-o-Mann…. da kam doch sehr viel Zeugs zusammen und es waren noch keine Kleider dabei. Na, es wird weiterhin spannend bleiben, ich werde auf jeden Fall die Option für einen Gepäckträger prüfen… 🙂
Am Nachmittag sind wir bei Sonnenschein auf die Wiese unten im Hof und haben unser neues Hilleberg Nallo 3 GT Zelt aufgebaut. Ein Traum von einem Zelt. Ohne darin geschlafen zu haben, kann ich jetzt schon sagen, das wird der Hammer. Die Apsis bietet sehr viel Platz, da kann man(n) sich auch bei Regenwetter aufhalten. Sehr viele gut durchdachte Details zeigen, dass die Firma schon seit Jahrzehnten super Zelte produziert. Leider gibt es davon keine Fotos… ich war zu aufgeregt, wie ein kleiner Junge der ein Geschenk auspacken darf.