Wir haben den Geburtstag von E. zum Anlass genommen, unser Bike Training an diesem 1. Mai zu machen. Wir sind von Winterthur via Marthalen bis nach Rheinau gefahren, da war leider niemand mehr (meine Communication Skills waren wieder einmal mehr der Hammer) 😉 so sind wir dann anschliessend bis nach Flaach gefahren. Dort kamen wir etwas zu spät an, 16:15 statt 16:00, in Anbetracht dessen, dass wir mit den Bikes unterwegs sind, keine schlechte Zeit.
Auf der Hinfahrt hat sich M. immer wieder beklagt, dass sie nicht so recht in die Gänge kommt. Ich habe sie sehr oft runterschalten gehört. Sie zweifelte immer mehr an ihrer Fitness und hat fast schon die bevorstehende Reise in Frage gestellt. Sie meinte immer, ich rolle so locker vor mich hin, da kann doch was nicht stimmen. Ich entgegnete, dass ich halt fit sei und sie einfach etwas mehr trainieren soll. 😉 Kurz bevor wir in Rheinau ankamen, ging gar nichts mehr. Sie wollte mit meinen Bike fahren um zu schauen, wie es so geht. Ich fuhr mit ihrem. Und wirklich es ging so was von streng. Ich habe also das Bike auf den Kopf gestellt und mir mal die mechanische BB7 Scheibenbremse angeschaut. Au Backe…. die eine Bremsbacke hat permanent an der Scheibe gebremst, so das kein typisches intermittierendes Schleifgeräuch entstand, welches, wenn ich es vernommen hätte, sofort behoben hätte. Dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Kurz nachdem wir los sind, habe ich M. noch gesagt, sie soll die Stell-Schrauben bei den Bremshebeln noch ein Stück rausdrehen, damit die Bremse etwas früher greift. Der Bremshebel musste immer fast bis zum Griff gedrückt werden, bis er eine anständige Bremskraft entwickelt hat. Und da ist es passiert. M. ist also gut 30 Km sozusagen mit angezogener Handbremse gefahren. Was für ein Training… 🙁 Zum Glück nahm sie es mit Humor, und konnte dann beim weitererzählen selber darüber lachen. 🙂 Auf dem Rückweg ist sie mir wieder wie gewohnt davongeflogen und die Welt ist wieder in Ordnung. Wir blieben sehr lange in Rheinau und sind erst um 20:30 los. Leider hatten wir zwei Brainies wieder einmal keine Lichter dabei, obwohl ich mich zu Hause noch gefragt habe ob ich sie vielleicht mitnehmen soll. Wir wurden also von Martin freundlicherweise mit den Lichtern ausgestattet, welche noch irgendwo zu finden waren. Wir haben uns auch noch irgendwelche ulkigen gelben Bänder mit roten Mini LEDs befestigt. Das sah wirklich zum schiessen aus. Ich habe die Ortlieb Lenkertasche an meinem Brezel-Lenker montiert, so dass ich nur an den ganz äusseren Stellen eine Lampe montieren konnte. M. Lenker ist so dick, dass wir keine Lichter anbringen konnten. So habe ich halt zwei Lichter montiert. Die Konstellation sah irgendwie wie bei einem Ufo aus. Die beiden Lichter auf der linken und rechten Seite am Lenker haben irgendwo hingezündet, nur nicht auf die Strasse wo wir fuhren. 🙂 M. bekam dafür das Rücklicht. Diese wurde jedoch ohne Schraubenzieher montiert, es hat sich deshalb schon nach kurzer Zeit nach unten geneigt und war praktisch wertlos. Ich habe es dann, leider viel zu spät, abmontiert und in die Satteltasche bei M. gesteckt. Wie sich auf dem Weg rausstellte, waren die Batterien der einen Lampe nicht mehr der Hammer, so dass ich es gleich ausgeschaltet habe. An gewissen Stellen wurde es mit dieser halb blinden Ufobeleuchtung doch bedenklichen kritisch, zum Glück ist alles gut gegangen. Der Vorteil war, wir konnten den schönen Sternenhimmel geniessen.
Wir sind heute gut 67 Km in 3h 45 gefahren.
