Norwegen

Norwegen

10. Juli 2014 bis irgendwann im August

Wir werden je nach dem wann wir in Honningsvag ankommen und wie ich vorwärts komme mit den Bikes nach dem Flugzeugtransport wieder zusammen zu bauen, entweder mit dem Bike von Honningsvag zum Nordkapp radeln oder aber mit einem Reisecar mitfahren. Die  je 30 km hin und wieder zurück sind für den ersten Tag für uns wohl doch noch etwas weit 🙂 und die Strasse dürfte übervoll sein. Ich sehe gerade, dass nicht die Distanz, sondern viel mehr das Streckenprofil ein Problem darstellen dürfte. Sage und schreibe 1’247 Hm. Nicht schlecht. Und irgendwann müssen wir auch noch unser Zelt auf dem Nordkapp Camping aufschlagen.

honningsvag-nordkapp

Am 12.07.14 läuft unser Schiff, die M/S Finnmarken schon um 05:45 Uhr aus dem Hafen von Honningsvag aus und bringt uns innert 2 Stunden nach Havoysund. Ursprünglich war die Schiffahrt schon am nächsten Tag, also dem 11.07.14 geplant. Das war uns dann doch etwas zu stressig und somit haben wir die Fahrt für den nächsten Tag gebucht. Das war auch eine lange Geschichte mit dem Kontiki Reisebüro, würden wir so nie mehr buchen und nur noch selber organisieren. Wir konnten es drehen und wenden wir wollten, das Reisebüro wollte immer CHF 100, nur schon wenn sie die Maus bewegen müssen. Wir mussten dann die Reservation stehen lassen und haben für EUR 86 alles noch einmal selber online gebucht. War billiger.

In Havoysund beginnt unsere eigentliche Bike Tour. Wir werden uns auf den Weg ins ca. 170 km entfernte Hammerfest machen   Auch für diese Strecke haben wir uns bewusst sehr viel Zeit genommen. Es gibt nichts schlimmeres, als Urlaub mit Stress zu beginnen. 🙂 Auch hier, wie wahrscheinlich in ganz Norwegen, gilt es das Höhenprofil zu beachten. Weitere 2’000 Hm. Man bedenke, wir fahren nicht mit Leichtgewicht Rädern, sondern mit Übergewichtigen Mountainbikes mit je einem Anhänger dran.

havoysund-hammerfest

Von dort legen wir am 17.07.2014 um 12:45 mit der MS Trollfjord ab, also den Hurtigruten, um bis nach Bergen zu tuckern. In Bergen sollten wir am 21.07.14 um 14:30 Uhr ankommen.  Von Bergen bis zur Schwedischen Grenze sind es dann etwas mehr als 1000 Km. Und vorallem mehr als 10’000 Höhenmeter… ach du grüne Neune… hoffentlich sind wir bis dann fit. 🙂 Wenn wir mit einem Schnitt von 40 Km / Tag rechnen, brauchen wir für diese Strecke gut 25 Tage.

bergen-grenze

Titel Bild von http://nordkappinfo.custompublish.com/

Reiseupdates

88 Einträge

10.07.2014 - Welcome to Oslo

Der Flug war kurzweilig und angenehm. Ausser einem Becher mit Wasser gab es jedoch nichts angeboten. Na ja… "Frau Werwolf sagt des ghört so…. des isch jo au en Billigflug"… 🙂
Bei sagenhaften 26 Grad und schönem Wetter sind wir hier in Oslo gelandet.

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10.07.2014 - Die Räder sind auf dem Flieger....

Die Räder sind auf dem Flieger…. bad news es regnet in Strömen und die Kartonschachteln stehen im Regen. Ich hoffe mal, dass das Klebeband die Kisten genügend zusammenhält… 🙂
Es ging eigentlich alles viel zu einfach. Wir sassen ohne Stress, rennen und auf vor dem Boarding Gate auf die Knie fallend um Einlass flehend (Insider Story von London) auf unseren Sitzen.

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10.07.2014 - Which part of "This side up..."

…do you not understand?
Es steht eigentlich klar auf den Kartons drauf, dass die Bikes stehend gelagert werden sollen. Wir hoffen mal, das die Bikes zu mindest im Flieger schön in Reih und Glied gestanden sind. Die Boxen sind jedoch nur etwas feucht und machen immer noch einen soliden Eindruck.
Aber Moment mal… warum sind die Bikes und unser Gepäck überhaupt auf dem Band erschienen? Uns wurde in Zürich am SAS Schalter versichert, dass das Gepäck und die Bikes bis nach Honningsvag durchgecheckt wird. Pustekuchen… zum Glück habe ich nach dem ich einige Schilder gelesen habe, dass man bei Inlandflügen das Gepäck durchs Zoll führen und dann wieder einchecken muss, darauf insistiert, dass wir das Gepäckförderband überprüfen. Und siehe da, unsere nicht zu übersehenden Giganten-Taschen haben schon schön ihre Runden gedreht. Verda…. nichts mit dem Traum, Alles erst in Honningsvag in Empfang zu nehmen.
Wir packen also alles auf zwei Gepäckkarren und in den Lift damit, denn das Check-In ist einen Stock höher. Natürlich sind sie Lifte nicht für Fahrräder gemacht. Somit heisst es alles Runter von Wagen, alles mühsam in den Lift buxieren und die immer länger werdende Schlange im Rücken einfach ignorieren, ebenfalls den Schweiss der einem langsam in die Augen tropft, und ab in den Lift. Oben angekommen, alles aus dem Lift und wieder auf den Wagen… nur, wo sind denn die ganzen freundlichen Airline Mitarbeiter? Die Check-In Halle wird nur noch von ein paar Putzkräften mit Besen bevölkert, alles andere ist wie ausgestorben. Offensichtlich ist hier nach 22:00 Uhr nichts mehr mit einchecken. Ich fluche schon wie ein Rohrspatz, da geht Margot auf eine Security Mitarbeiterin zu und erkundigt sich. Als auch sie mit getrübter Miene zurückkommt, weiss ich, es ist so. Wir müssen die ganze Bagage mit dem Taxi… wohl einer einem Kleinlaster… ins Hotel bringen. Auch und ja… da war doch noch der viel zu kleine Lift… Um es kurz zu machen… wir konnten für viel Geld das Gepäck am Flughafen lassen, müssen am nächsten Tag um 04:45 auf den Bus zum Flughafen … gääääähhhhnnn es ist 00:37…. und alles wieder einchecken. Das der Bus zum Hotel nochmals 140 NOK gekostet hat ist ja klar. 🙂 Dafür ist das Hotelzimmer 1A und sauber.

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12.07.2014 - Eine viel zu kurze Nacht, für mich ohne eine Minute Schlaf.

Eine viel zu kurze Nacht, für mich ohne eine Minute Schlaf. 🙁 Gut werden wir zwei Nächte auf dem Camping sein, da kann ich hoffentlich ein paar Stunden schlafen.
Was uns erst gar nicht aufgefallen ist, um 00:00 ist es bereits in Oslo nicht mehr ganz dunkel. Es fühlt sich an wie 21:30 – 22:00 bei uns. Und dunkler wird es nicht.
Beim Check-out um 05:00 wurden wir von der Dame an der Rezeption gefragt, ob wir ein Lunchpaket und Kaffee zum mitnehmen möchten. Sehr gerne nahmen wir das Angebot an, gab es doch seit dem trockenen "Müesli-Brötli" vom letzten Abend nichts zu essen.
Kaum sind wir durch die Türen des Flughafens getreten, waren wir in einer ganz anderen Welt im Vergleich zum letzten Abend. Die Norweger scheinen ein Volk von Früh-Fliegern zu sein. Der Flughafen war zum bersten voll mit Leuten. Die Gepäckaufbewahrungsschalterangestellte (cooles Wort) hat uns für 350 NOK (bei 6 Gepäckstücken gab es 100 NOK Rabatt) das Gepäck wieder rausgerückt. Wir standen kurz darauf wieder vor unserem geliebtem Lift, wir kannten den Drill ja schon von gestern. Wir haben uns erkundigt, an welchem Schalter wir die grossen Taschen und Bikes einchecken müssen. Uns wurde gesagt, dass wir die grossen Taschen am Schalter x und die kleinen Taschen am Schalter y einchecken müssen. Wir können aber auch versuchen, gleich alles am Schalter x einzuchecken. Klar versuchten wir das, die Schlangen waren einfach zu lang am Schalter y. Wir haben dann ohne Fragen einfach alle Taschen aufs Förderband befördert, zum Glück sehen alle gross aus :-). Die Frage ob wir dafür bezahlt haben, haben wir wie schön einstudiert, unisono mit "YES" beantwortet :-). Wir haben ja schliesslich bei Swiss CHF 75 pro Extra Gepäckstück dafür bezahlt. Nach Adam-Riese würde das bei 4 Stück CHF 300 ergeben. Ich war schockiert, im Internet war bei SAS von Euro 25-40 die Rede. Zum Glück mussten wir das an einem anderen Schalter bezahlen. Als sie mir CHF 150 für die Taschen verrechnet haben, biss ich mir auf die Zunge und habe nicht darauf hingewiesen, dass es eigentlich CHF 300 sein sollten. Auch ich bin lernfähig.. 🙂
Beim Security Check, wir ziehen schon automatisch die Veloschuhe mit den Metalleinsätzen aus, kam dann obwohl alles grün geleuchtet hat trotzdem ein "Bling… " Ein junge Security Dame ist vor mich hingestanden und hat mich mit ihren hübschen Augen angeschaut und irgendetwas sehr schön klingendes auf norwegisch gesagt. Erst als ich sie bat englisch zu sprechen verging mir das Lachen. "You have been selected for a random search" Na super. Ich wurde ihr dann gefragt ob es i.O. ist, wenn Sie mich absucht. Ich mach da also einen auf Tanzbär, auf Kommando Hände hoch, umdrehen, Füsse hoch und natürlich immer schön den Bauch dabei einziehen :-). Nach dieser kurzen Prozedur sind wir dann ohne Probleme bis zum Gate gelaufen. Die Preise sind hier astronomisch hoch, es wird sich weisen ob es nur am Flughafen so ist oder in ganz Norwegen. Wir sind nach einmal umsteigen und zum Glück ohne Gepäck aus und wieder einzuchecken in Honningsvag bei schönstem Wetter, das heisst hier 23 Grad und Sonnenschein gelandet. Leider hat sich unsere Miene schon sehr bald getrübt, als sich herausstellte, dass zwar alles Gepäckstücke geliefert wurden jedoch nicht die Bikes :-(. Nach langem hin und her feilschen mit den Wideroe Leuten konnen wir vereinbaren, dass sie uns die Bikes kostenlos zum Nordkapp Camping bringen werden. Um 18:30 kommt der nächste Flieger, es könnte sein, dass die Velos auf diesem Flug Platz finden. Es könnte sein? Na super.
Der gerufene Taxifahrer hat schön Augen gemacht, als er unsere siebentausend Sachen gesehen hat. Auch er meinte, dass wir mit dem Wetter extremes Glück hatten. Vor gut zwei Wochen hat es noch geschneit. Die Chancen die Mitternachtssonne zu erleben stehen sehr gut meinte er. Uns hat es irgendwie abgelöscht, als wir beim Anflug das Nordkapp gesehen haben. Ein Stück flache Erde mit einem riiiiieeeeeeessseeeen Parkplatz drauf. Eine reine Touristenfalle. Wir haben Angebote für NOK 490 (gut 70 CHF) pro Person gesehen inkl. Carfahrt dorthin.

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12.07.2014 - Schon beim betreten des Zweibettzimmers auf dem Campingplatz hat M.

Schon beim betreten des Zweibettzimmers auf dem Campingplatz hat M. ihre geschulte Nase gerümpft. Es stank irgendwie nach Schweiss. Wir haben es erst probiert und alle unsere Sachen einmal sortiert, doch dann ging es nicht mehr. Wir haben das Zimmer getauscht. Als wir um 18:45 den Flieger wieder haben starten sehen, riefen wir beim Flughafen an. Leider immer noch kein Glück. Es könnte sein, dass die Bikes mit dem 22:00 Flug mitgeschickt werden. Wieder dieser Konditional.

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12.07.2014 - MS Finnmarken

Wir haben es geschafft und sitzen nun gemütlich in den bequemen Sesseln, schlürfen einen Kaffee und geniessen die Aussicht auf die Berge und das Wasser. Um ca. 08:00 Uhr werden wir in Havoysund ankommen und dann von dort unsere ersten 200 km unter die Räder nehmen. Wir hatten extremes Glück und konnten Delfine beobachten, welche unser Schiff während ein paar Minuten begleitet haben.

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12.07.2014 - Mitternachtssonne

July 12, 2014 7:40 am

Schon krass hell ist hier noch um 24:00. Ohne Augenbinden geht es im gelben Innenzelt des Hillebergs warscheinlich nicht. 🙁

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15.07.2014 - FFB

July 15, 2014 12:27 am

Wir haben unterwegs bei einem Achtung Elch Schild angehalten, um es zu fotografieren. Da fuhr ein Auto mit deutscher FFB Nummer an uns vorbei, hält an und setzt zurück. Aus steigt ein pensionierter Norwegen Liebhaber, der für seine Lieben zu Hause die verrückten Schweizer fotografieren möchte. 🙂 Nennen wir ihn mal Franz Ferdinand Bayreuther. Wir unterhalten uns einige Zeit mit ihm und er macht uns Norwegen so richtig schmackhaft. Alles was es braucht ist etwas Sonne. Als Dank, dass er uns fotografieren darf, erhalten wir von Franz Ferdinand viele gute Tipps und jetzt kommts… zwei Flaschen deutsches Bier. Wie haben wir uns nach diesem Bier gesehnt. Er hat uns auch den Tipp gegeben, zum Rastplatz Lillefjord zu gehen und den Wasserfall zu besuchen. So wie er es beschrieben hat, ist es gerade ums Eck. Es waren dann sicher nochmals 15 km. Ist halt alles etwas anders mit dem Auto :-).

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15.07.2014 - Super Moskitos

July 15, 2014 12:28 am

Man wird es nicht glauben, wenn man es nicht am eigenen Leib erfahren würde. Hier in Oslo gibt es wirklich Super Moskitos. Ein negativer Effekt der Mitternachtssonne ist wohl, dass die Mosis im Laufe der Evolution gemerkt haben, dass wenn sie nur Abends stechen, sie hier wort wörtlich keinen Stich haben und sich deshalb darauf eingestellt haben, rund um die Uhr aktiv zu sein. Dann müssen sie wohl einen Titan verstärkten Stechrüssel haben, wie sonst kann man sich erklären, dass sie durch 3 Lagen Kleider stechen können. Dazu kommt, dass sie sich in bester Enterprise Manier beamen. Eben noch flogen sie gut 10 cm von der Hand weg, in der nächsten Sekunde sind sie schon genüsslich am saugen. Krass. Das GPS basierte und von den Drohnen wohl bekannte "hold position" Feature hat wohl auch hier schon seinen Einzug gefunden. Egal wie stark es windet, sie bleiben immer an Ort und Stelle. Und was sicher auch nicht hilft, ist, dass hier in der Regel "kein Schwein" ist; die Mosis also permanent unterernährt sind und sich somit auf alles stürzen, was einen Puls hat :-).

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15.07.2014 - Velos sind endlich da

Unsere Fahrräder sind doch noch mit dem 22:00 Uhr Flug gekommen. Wie die Boxen aussehen, kann man auf dem Bild erkennen. Die komplette vordere Seite meiner Box ist eingedrückt, der Boden halb weggerissen. Gut hat MFM eine sehr gute Verstärkung eingebaut ansonsten wären die losen Teile in der Box auf dem Rollfeld verteilt worden.
Leider hat uns diese Verspätung einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir müssen alles um einen Tag verschieben. Gut haben wir hier auf dem Zeltplatz um einen Tag verlängert, das entspannt die ganze Sache doch merklich. Die Velos wurden uns (nach langem insistieren) bis auf den Zeltplatz geliefert. Hier habe ich mich dann den Velos angenommen, während M. schlafen ging. So sind die Arbeiten immer gerecht verteilt… 🙂

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15.07.2014 - Ein Tag am Meer

Heute ging alles etwas länger, mussten wir doch immer ein paar Hundert Meter vom Schlafplatz bis zum See laufen, um uns zu waschen und das Geschirr zu reinigen. Beim Morgenessen fährt ein Velofahrer vorbei, winkt und steigt dann ab und kommt zu uns in den Strassengraben 🙂 Es stellt sich heraus, dass er im Mai pensioniert wurde und im Juni in Zürich losgefahren ist mit dem Nordkapp als Ziel. Er ist in etwa 6 Wochen hier hoch geradelt. Seine Tagesschnitte sind 100 km, maximal hat er auch schon 170 km in 9h auf dem Sattel hinter sich gebracht. Krass. Die Frage, ob er nicht Probleme mit dem Sitzen hat, bejahte er mit seinem ansteckenden Lachen. Er übernachtet aber meistens irgendwo in einem Hotel, B&B oder ähnlichem und ist somit immer viel schneller wieder auf der Piste. Er brauche ab und zu zwei Nachtessen (Gang Nr. 1 – Rentiergeschnetzeltes mit Salzkartoffeln, Gang Nr. 2 – Lammkeule) , damit er seine Schnitte fahren kann. Dass man beim Radeln sehr viel Energie verbrennt können, wir aus eigener Erfahrung bestätigen. Sein Geheimrezept ist alle 10 km einen riesen Schluck Cola, welches er immer in einer separaten Flasche mitführt. Das verleiht im sozusagen den Turbo.
Wir haben die ultimativ schöne Lokation für unser Nachtlager gefunden. Auf einer kleinen Anhöhe haben wir unser Zelt aufgebaut, ca. 20 Meter vom Meer entfernt mit Sicht auf ein schönes Haus am Hang, welches im Mitternachtssonnenschein wunderbar aussieht. Das Foto wurde übrigens so gegen 22:00 Uhr gemacht. Hier müsste man mal seinen Fotourlaub verbringen. Das Licht ist immer perfekt. Mit gemeinsamen Schieben werden wir die Stahlrösser auch wieder auf die Hauptstrasse bewegen können, da bin ich mir sicher. Wir sind einen ziemlich steilen Abhang runter gefahren, um an diese super Lokation zu gelangen.
Leider hat uns gestern unsere Couchsurfing Host Mimmi abgesagt, wir können also nicht, wie geplant, bei ihr auf der Insel Seiland bei Hammerfest übernachten. Wir werden eine Alternative finden müssen. Da wir aber bereits ca. 15 km vor Hammerfest sind und erst am 17.07 auf die Hurtigruten gehen, haben wir noch seeeehr viel Zeit, um uns eine Bleibe zu suchen.

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15.07.2014 - Malen mit Zahlen

July 15, 2014 12:37 am

Es scheint mir, als haben alle norwegischen Strassenbauer als Kinder gerne das Spiel "Malen mit Zahlen" gespielt und erinnerten sich beim Planen der Strassen wieder daran. So sicher wie das Amen in der Kirche wurden die Punkte (Höhenangaben) von der Kleinsten zu der Höchsten miteinander verbunden. Aus irgendeinem Grund verlaufen die Strassen hier immer über den höchsten Punkt über den Berg. Die müsste man mal in die Schweiz zur Nachhilfe schicken. Da lernt man übrigens auch, wie man einen richtigen Tunnel baut 🙂 Diese hier sind ja schon krass. Das Licht ist spärlich, die Lüftung inexistent und der Lärm ohrenbetäubend. Der Strassenbelag ist wahrscheinlich wegen des Schnees und Eis sehr grob gewählt und somit entsteht ein riesen Lärm, welcher natürlich auf dem Fahrrad noch viel extremer erscheint. Die letzen drei Tage haben wir jeweils Rentiere gesehen, aber heute zum ersten Mal einfach blöd aus der Wäsche glotzend mitten auf der Strasse stehend und sich keinen Millimeter bewegend. Selbst wenn ein grosser Brummi hupt, bewegt sich das Tier nur, wenn es selber will. Aus diesem Grund haben auch alle norwegischen Lastwagen ein Gitter und Rohre vor der Kühlerhaube. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Rentier zu Gulasch verarbeitet wird. Apropos Rentier Gulasch. Da Morgen mein Geburtstag ist, werden auch wir versuchen in Hammerfest ein Rentier Gulasch zu kriegen…. hmmm… und dazu ein feines überteuertes Bier.
Heute musste ich einige Male an Franz Ferdinands Aussage "Alles was es braucht ist ein bisschen Sonne" denken. Mit der Sonne zeigt sich das Wasser in den verschiedensten Blautönen und glitzert in den Sonnenstrahlen einfach herrlichst.

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17.07.2014 - Im Rentierland

Rentiere haben wir hier schon viele gesehen. Elche bekamen wir noch keine zu Gesicht, mal schauen ob es im Süden noch einige dieser riesigen Tiere gibt. Also dieses Mal nicht als Gulasch oder Geschnetzeltes sondern noch mit funktionierendem Puls :-). Hier haben wir übrigens zum ersten Mal mit Franz Ferdinand Bekanntschaft gemacht.

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17.07.2014 - Norwegen at its best

Norwegen wie es besser nicht sein könnte. Bei super Wetter campieren wir im Lillefjord.

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17.07.2014 - Even Heavier Heaven

Den Weg nach Hammerfest mussten wir uns regelrecht verdienen. Hier gibt es passend zur Stadt hammermässig steile Anstiege aber auch hammermässige Aussichten. Die gehen nur noch im aller kleinsten Gang und mit viel Willen. Ich kann meine "Karosse" nur wirklich bewegen, wenn ich sie fahre. Mit stossen mache ich den "Pfau" 🙂 Ich habe uns eine Abmagerungskur auferlegt, also meine Pfunde schmelzen automatisch dahin wie die Butter in der Sonne. Wir werden versuchen, nicht gebrauchte Sachen entweder heimzuschicken, sollten sie von Wert sein, oder aber im Müll zu entsorgen. Auf dem Weg hierhin habe ich fast mein hinteres Rad verloren. Durch die immensen Kräfte, welche durch den schweren Wagen an der Achse ziehen, hat sich wohl der Schnellspanner gelöst. Zum Glück ist es mir beim rangieren des Bikes aufgefallen, somit ist nichts schlimmeres passiert. Man bedenke, wenn ich über eine Bodenwelle gesprungen wäre (springen im Sinne der Grazie eines Elefanten der in der Manege über eine Stange am Boden "läuft") und sich das Rad verabschiedet hätte…
Man wird es nicht glauben, in diesem 7000 Seelen "Dorf" Hammerfest gibt es nur gerade 4 Restaurants. Davon ein Chinese, ein Italiener und sonst noch zwei undefinierbare Absteigen. Es verwundert also nicht, dass wir hier trotz intensivem suchen, kein Rentier haben verspeisen können. Wir hätten natürlich zurückfahren können und das Rentier aus dem Strassengraben holen, welches nur ein paar Minuten bevor wir vorbeigefahren sind, überfahren wurde. Da wir aber keine Lust hatten an meinem Geburtstag selber zu grillieren, haben wir diese Möglichkeit verworfen. Es ging also zum Italienier, da weiss man zumindest was man kriegt. Dachten wir zumindest. Der Italiener ist sehr amerikanisch angehaucht und gleicht eher einem "American Diner" als einem Italiener. Die Pizzen waren auch dementsprechend zubereitet, dass einem "Italiano vero" ein kalter Schauer den Rücken runterläuft. Bei M. z.B. war ein ganzer Cesar Salat mit viel zu viel Sauce auf der Pizza. Ja richtig gelesen. AUF der Pizza. Was zum Geier sucht ein Ceasar Salat auf der Pizza? Der gehört bitte in mundgerechte Stücke zerteilt in eine separate Schüssel. Die darunter zum Vorschein tretende Pizza war aber erstaunlich gut. Ich habe mich für die "Heavier Than Heaven" entschieden. Eine gute Mischung aus vielen Fleischsorten, jedoch ohne Rentier. 🙁

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17.07.2014 - Desert Storm

July 17, 2014 10:15 pm

Die Nacht war nicht gerade angenehm. Wir sind auf jeden Fall froh, im Besitz eines hochwertigen Hilleberg Zeltes zu sein. Es hat hier gestürmt, dass wir dachten das ganze Zelt fliegt uns davon. Unsere Velos haben sich schon bald selbständig zum Schlafen in die Wiese gelegt. Dummerweise ist genau vor unserem Zelt ein staubiger Kiesplatz. Und dieser Staub hat nunmal die Eigenschaft, sich beim kleinsten Lüftchen als Staub sprichwörtlich aus dem Staub zu machen. Natürlich findet dieser fast schon nanopartikelgrosse Staub Einlass in die kleinsten Ritzen im Zelt. In unserem Vorzelt hätten die Kinder hier vom Zeltplatz am Morgen danach Klasse Sandburgen bauen können und auf dem Zelt hat sich eine Patina gebildet wie bei einem guten Wein nach 30 Jahren im Naturkeller. Diesen gilt es morgen vor dem Verpacken, fein säuberlich wieder zu entfernen.
Falls jemand mit uns mitfühlen möchte, kann er folgendes Selbstexperiment durchführen. Man lege sich auf eine Isomatte, stecke den Kopf in einen gelben Plastiksack und binde diesen zu. Dann bittet man eine zweite Person, die beiden Enden des Sackes fest in die Hände zu nehmen und ab und zu hin und her zu reissen und zu schütteln. Dann wird eine Ecke abgeschnitten, durch diese Ecke sprechend werden Wind und Wassergeräusche des nahen Flusses nachgemacht. Das kann ruhig ziemlich laut sein. Jetzt wird ein Fön in dieses Loch eingeführt, ohne zu heizen, einfach nur Luft einblasen. Jetzt wird mit dem Fön fein dosiert immer etwas feiner Sand in den Sack geblasen. Anschliessend wird ein 500 Watt Baustrahler auf den Sack gerichtet. Das imitiert ziemlich passend die Sonne (so fühlt es sich zumindest an, wenn man unter der Augenbinde hervorblinzelt), welche Dank der Mitternachtssonne permanent ins Zelt scheint. Die durch den Baustrahler zusätzlich entstehende Hitze entspricht dem Feeling, welches sich im Zelt ausbreitet, wenn es in der prallen Sonne steht. Schon ziemlich bald ist man schweissgebadet. Viel Spass beim Ausprobieren, wie immer auf eigene Gefahr :-).

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17.07.2014 - Danke für die Geburtstagswünsche

July 17, 2014 10:23 pm

Auf diesem Weg danke ich für all die schönen Geburtstagswünsche.

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17.07.2014 - Rätsel

Wer kennt den Namen des Schiffs aus einem fantastischen Film aus dem Jahre 1999, auf welchem dem Protagonisten ein ähnlich appetitlich aussehender Brei aus einem von der Decke hängenden Dispenser serviert wurde? Antworten bitte an die info ät FromNorthCapeToAthens punkt com E-Mail Adresse oder via Twitter. Richtige Antworten bekommen eine Postkarte.

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17.07.2014 - Cleaning Day

Den heutigen, zweiten Tag auf dem selben Camping haben wir genutzt, um Wäsche zu waschen und unsere Bikes zu putzen und zu schmieren; und nach dem Intermezzo mit meinem Hinterrad nochmals alle Schrauben nachzuziehen 🙂 Wir kamen gestern schon mit dem pensionierten H.P. aus Genf (gebürtiger Zürcher somit klappt's auch mit der Verständigung) ins Gespräch. Er hat sich neben uns mit seinem Golf Cabrio Jg 85 niedergelassen. Beim gemeinsamen Kaffee heute Morgen kam man etwas mehr ins Gespräch und nach dem Austausch von Werkzeug, um eine durchgebrannte Sicherung am Golf zu reparieren, folgte dann die gemeinsame Fahrt zum Einkaufen beim Coop (wir bereiten uns für die Hurtigruten vor, wo wir uns selbst versorgen wollen). Anschliessend kutschierte uns H.P. zu abgelegenen Regionen dieser Insel, welche wir per Velo nur mühsam hätten erreichen können. Unter anderem sind wir zu einer der vielen Anlagen gefahren, wo sie den weltbekannten norwegischen Stockfisch lufttrocknen. Beim betreten haben wir diesen riesigen Kopf gesehen und haben uns gefragt, ob das nun von einem Rentier oder doch Fisch ist. Norweger haben uns erklärt, dass es sich dabei um ein Kopf von einem Dorsch handelt.
Herzlichen Dank hier nochmals an H.P.!

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21.07.2014 - Hurtigruten

Die ersten Stunden auf dem Panorama Deck, Deck 8 waren schon ein kleiner Schock. Rundherum sind alles Leute welche das Pensionsalter sicher schon überschritten haben. In Ms Worten "Wir sind statistische Ausreisser, was das Alter angeht" 🙂 Ca. 80% der Gäste sind Deutsche. Ca. 10% dürften Schweizer sein, sie sind zwar eher ruhig (irgendwie zu verstehen bei dieser deutschen Übermacht) und man erkennt sie nicht wirklich an der Sprache, sondern viel mehr am Bändel, der um den Hals hängt und die Bordkarte hält. Wahrscheinlich nahezu 100% der Schweizer haben über das Kontiki Reisebüro gebucht und das ist dann auch auf dem Bändel ersichtlich 🙂 Die Mehrheit des Rests dürften Norweger sein. Spannend ist, dass wir keinen einzigen "knippswütigen" Asiaten an Board haben. Vielleicht ist eine Bootsfahrt für sie nicht so spannend oder einfach nur zu teuer.
Wir hatten die ganze Fahrt über super Wetter und konnten die meiste Zeit auf dem Sonnendeck verbringen. Wenn das Wetter mitspielt, kann man ohne dabei rot zu werden behaupten, dass es eine der schönsten Schifffahrten, sicherlich Europas, ist. Da es unsere Erste ist, können wir nicht wirklich vergleichen, können jedoch die Schönheit der sanften Hügel, der kleinen Inselchen und auch der manchmal ganz steil aus dem Wasser ragenden Berge betonen. Die Gletscher haben hier über die Zeit zum Teil bizarre Felsformationen gebildet. Gut ist, dass man regelmässig Landgang hat und sich die Beine vertreten kann. Nicht dass das an Bord nicht gehen würden, M. dreht ihre Runden auf Deck 4, das ist rundum begehbar und gibt einen anständigen Rundkurs mit super Aussicht ab.

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21.07.2014 - ..ist ja eigentlich nichts besonderes, wenn man aus der Gegend der nicht untergehenden Mitternachtssonne kommt jedoch schon.

..ist ja eigentlich nichts besonderes, wenn man aus der Gegend der nicht untergehenden Mitternachtssonne kommt jedoch schon. So gegen 23:15 ging die Sonne, hier für uns zum ersten Mal ersichtlich, wieder unter.

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21.07.2014 - Die Tücken des Lebens auf dem Schiff

Am Check-In Schalter wurde uns mitgeteilt, dass das Wasser vom Hahnen Trinkwasser sei. Da wir die, mit einer guten Marge versehenen, Wasserflaschen nicht an Bord kaufen wollen, passt das uns ganz gut in Kram. Nur nach dem ersten Tag an dem wir uns den Durst mit dem "Hahnenburger" gestillt haben, wurde es M. plötzlich ganz unwohl im Magen. Sie musste sich die darauf folgenden Tage etwas schonen und konnte nicht wirklich etwas essen. Nun geht es aber wieder und sie haut beim Frühstück wieder so richtig rein. Wir waren erst nicht sicher, ob wir es selber zu verantworten haben da wir ein etwas unkonventionelles Abendessen gegessen haben. Dazu gleich mehr. Das bekannte Problem beim Selbstversorgen ist die Kühlung. Vorallem wenn man mit dem Velo unterwegs ist. Das ist in einer Kabine unserer Preiskategorie nicht anders, einen Kühlschrank sucht man vergebens. M. hat also die Schränke fein säuberlich mit unseren zuvor gekauften Esswaren gefüllt. Da wir dachten, ein Müesli zum Abendessen sie jeweils eine gute Idee, haben wir uns ein Pack gekauft. Da man üblicherweise Milch nimmt um die staubtrockene Mischung runterzukriegen, haben wir uns überlegt, dass wir einfach Milchpulver kaufen und das dann mit Wasser anrühren. Das braucht keine Kühlung. Da unser Norwegisch noch immer inexistent ist und über das begrüssende "Hai Hai" nicht hinausgeht, haben wir uns für ein Produkt entschieden, welches wir kennen. HIPP. Genau. Viele von euch kennen HIPP als Babynahrung. Und genau das war es auch. Wir haben Milchpulver für bis 12-monatige Kinder gekauft, im Glauben etwas gutes zu kaufen. Die Rückseite liest sich wie eine "who-is-who" Liste der bekanntesten Vitamine und Spurenelemente. Kann ja nicht wirklich schlecht sein. Das einzige Problem dabei ist, dass wir keine heisses Wasser haben und das heisse Wasser vom Hahnen zu nehmen ist keine Option. Wer schon mal probiert hat das Pulver in kaltes Wasser einzurühren, wird unsere Mühe verstehen. Wenn man das Zeugs ins Wasser im Becher gibt, bildet sich ersteinmal eine Insel. Diese gilt es nun zu versenken und das natürlich ohne das ganze Pulver auf dem Teppich zu verteilen. Den Atem hält man dabei auch besser an. Wenn das Pulver ersteinmal unter Wasser ist, ist noch lange nicht fertig. Natürlich bilden sich hässliche Klumpen. Diese klein zu kriegen dauert auch wieder eine Weile. Mann ist immer geneigt energischer zu schlagen, wie beim Rahmschlagen, um den Knöllchen den gar aus zu machen. Nur mit einem Löffelchen in einem kleinen Thermo Becher ist dass nicht so der Hammer. Irgendwie will die ganze Suppe nicht so wirklich "homegenisieren". Liegt das vielleicht doch an der fehlenden Hitze? Am Ende haben wir jedenfalls ein weisses Wasser mit vielen kleinen "weissen Pöppeli" drin. Nicht wirklich mit Genuss essen wir unser Müesli, die Mischung war auch eher ein Griff ins Klo. So, nun gilt es herauszufinden, an was es Ms Übelkeit festzumachen gilt. Am Milchpulver, welches eigentlich nicht für Kinder über 12 Monate gedacht ist oder aber am Wasser. Bei meinem "Saumagen" habe ich nicht wirklich viel gespürt, klar es ist nicht wie an Land, kann aber auch das permanente schaukeln des Schiffes sein.

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21.07.2014 - Meine neue Frisur

Könnt ihr hier bewundern. Die untergehende Sonne hat durch unser Bullauge einen schönen orangen Kreis in unserer Kajüte gezaubert. Da konnte ich nicht widerstehen mich darin abzulichten. Keine Angst, mit meinen Ohren stimmt noch alles, ist lediglich die Perspektive die mich wie das "Monster" von "Goonies" aussehen lässt. 🙂

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21.07.2014 - Unsere Koje (oder sagt man Kajüte?)

Wir hausen sozusagen im Keller des Schiffs, auf Deck 3. Eine kleine Anektode dazu. Vom Deck 4 wo die Rezeption sich befindet, wird jeweils eine Brücke ausgefahren und die Personen steigen aus um ihren Landgang zu geniessen. Wir stehen zu vorderst in der Reihe und warten darauf, bis das Tor sich öffnet. Dann kommen ein paar Leute die Treppe vom Deck 3 hoch. Da fragt eine Frau entsetzt, "Wo kommen die denn her?" Ihr Mann sagt ihr in einem fast schon herablassenden Ton, "Das sind die Kabinen mit den "Bullaugen". "Ach Gott, da unten gibts noch Kabinen?", war ihr Kommentar 🙂 Und genau da sind wir. Obwohl es auf dem gleichen Deck ist wie die Autos sowie sonstigen Güter die das Schiff sonst noch transportiert, ist es eigentlich ganz angenehm. Die Bullaugen kann man sogar verschliessen, wir haben also seit Tagen wieder einmal dunkel und können so auch unser Schlafmanko wieder aufholen. Die Betten sind erstaunlich bequem, obwohl etwas schmal, sind sie doch für meine 184cm genügend lang. Die Frage ist nun, sind sie so bequem weil wir sie mit unseren Isomatten vergleichen?

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26.07.2014 - Selfcatering auf dem Boot

Wer braucht schon im Restaurant ein überteuertes Abendessen einzunehmen?! Wir geniessen hier u.a. das letzte Bier von Franz Ferdinand. Man beachte das Rentier auf dem Bild. Natürlich in seiner reinsten Form als Trockenfleisch und in hauchdünne Scheiben geschnitten…lecker!

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26.07.2014 - Suchbild

Finde den Fehler. Alles wurde uns genau so serviert, wir haben am Bild nichts verändert. Wir hatten einen "Latte-Machiato", einen "Scone" und ein "Pain auch Chocolat" bestellt.

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26.07.2014 - Bryggen

Das weltbekannte und durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Bryggen Viertel in Bergen. Die Holzhäuser sind bunt bemalt und alle etwas schief… waren wohl etwas angeheitert die guten Zimmermänner als sie die Häuser gebaut haben :-).

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26.07.2014 - Der Todesberg

Man schaue sich den Höhenverlauf über Zeit einmal an. Am Schluss war die Strasse so steil, dass es mir das Vorderrad angehoben hat. Da konnte ich nur noch müüüüühsam schieben…

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26.07.2014 - Welche Spur?

Welche Spur wählen wir nun? Wir stehen in Halhjem am Hafen für die Fähre nach Sandvikvagen an und sobald sie anlegt, sind wir auch schon drauf. Fussgänger und Fahrradfahrer haben Vorrang. Beim Schaffner haben wir vorher sozusagen wortlos und mit Kreditkarte ein Ticket gekauft. Oben am höchsten Punkt auf der Fähre angelangt, wir haben die Velos die Rampe hochgeschoben, schaue ich nochmals aufs Ticket und hääää? Til Vage? Falscher Zielhafen… !! also auf die Stahlrösser und wieder runter vom Schiff wie's "Bisiwetter". Mit in die falsche S-Bahn einsteigen hat M. schon häufig ihre einschlägigen Erfahrungen gemacht. 🙂 Sie dachte sich wohl, warum nicht einfach mal auf die falsche Fähre…

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26.07.2014 - Die Hängebrücken

Wir sind heute gleich über zwei Hängebrücken gefahren, u.a. auf die pittoreske Insel Bomlo. Was für ein Spektakel! Wie man sieht steht Margots Flagge und der Windsack waagerecht. Es hat gepustet wie blöde. Man musste also gut dagegen lehnen, damit man fahren konnte. Aber wehe es kommt ein Pfeiler, da stellt der Wind wie auf Knopfdruck ab und man muss schnell das Gewicht verlagern, sonst fällt man auf die andere Seite.

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26.07.2014 - Crazy Ösis

Crazy Ösis

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26.07.2014 - "Kindlifresser"

Kennst Du den "Kindlifresser-Brunnen" in Bern? Dort werden der Sage nach Kindli, also kleine Kinder gefressen. Hier in Norwegen ist es noch viel extremer. Hier werden praktisch an jeder Ecke Kinder gefressen, zumindest werden sie angepriesen. Siehe dazu das Bild. Solche Schilder sind hier sehr oft zu sehen. Dazu gibt es zu sagen, "barn" heisst auf norwegisch Kind. Und "leker" braucht man nicht zu übersetzen, das ist ja offensichtlich :-).Ich nehme an, die Wörter unter dem Bild sind die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in welchen man die Kinder serviert bekommt :-).

Somit weisst du sicher auch, was ein "Barnehage" ist. Wir machen das mal zusammen. Barne wird wohl die Mehrzahl von Barn sein, also Kinder. Und Hage, wenn man es auf schweizerdeutsch übersetzt, bedeutes das Zaun. Und wie nennt man nun eine Einrichtung, welche einen Zaun um Kinder legt, also die Kinder irgendwo drinnen behält? Genau, Kindergarten. (Kein Witz) Ok ok… etwas weit hergeholt, M. hat's nicht kapiert. 🙂

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26.07.2014 - Ein Bad für Götter

Was gibt es schöneres als, in einem genau richtig temperierten norwegischen See, bei 27 Grad zwischen dutzenden von blühenden Seerosen zu baden? Da macht es auch nichts aus, dass die Badehose noch zuunterst in der Tasche ist. Wer braucht die schon… 🙂 Die vorbeifahrenden Autofahrer haben zwar ihre Hälse verdreht, aber das kümmert uns wenig….

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26.07.2014 - Lecker Makrele

Wir kommen wieder einmal spät am Abend an. Es ist eine Badestelle mit frischem Wasser. Der kleine saubere Bach führt genau richtig temperiertes Wasser für eine erfrischende Ganzkörperwäsche. Die vorhandene Toilette meiden wir lieber und greifen zur Schaufel. Da sind wir mittlerweile Experten 🙂 Wir haben das Zelt aufgebaut, schon kommen zwei Kombis angebraust und parkieren uns rückwärts fast zu. Ich dachte schon, die kommen zum Saufgelage hierher, dem leider überall rumliegenden Müll nach zu urteilen. Es steigen drei junge Norweger aus, sie öffnen die Kofferraumtür und zum Vorschein kommt ein Riesen Subwoofer und Lautsprecher. Ich denke schon an das Schlimmste, da erspähe ich die Angelruten. Diese schnappen sie sich auch und gehen im Meer fischen. Nach wenigen Minuten hat der erste bereits einen Fisch gefangen. Er nimmt ihn raus und in typischer Winkingermanier, schlägt er den Fisch mit der Faust tot. Krass… ich habe das immer zivilisiert mit einem speziellen Holz gemacht. Er nimmt den Fisch, schmeisst den mehrere Meter weit ans Land als sei das eine lokale Sportart und wirft die Angel gleich wieder aus. Kurze Zeit später beisst schon der nächste an. Wahnsinnig wie schnell das geht. Hierher müsste man mal zum Fischen kommen. Nach ca. 30 Minuten hat er 7 Fische gefangen, genauer Makrelen. Sie kommen zu uns, quatschen ein wenig und bieten uns dann netterweise zwei der wunderschönen Fische an. Wir nehmen das Angebot dankend an, wieder einmal (mit Franz Ferdinands Bier hat es ja auch so geklappt) kommt genau das, auf was wir uns am meisten freuen, wie von selber zu uns. Ich nehme die Fische aus, und lege sie auf den Brändli Grill. Leider flutschen sie von dem ins Feuer. Also wieder aus dem Feuer fischen und waschen im Fluss. Vom rumliegenden Einweggrill schnell das Gitter weggenommen und auf unseren Grill geklemmt, schon halten die Fische sicher. M. besorgt uns von der nahen Sägerei zwei schöne Brettchen, auf denen geniessen wir den super leckeren Fisch.

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26.07.2014 - Am Strassenrand gibt es immer mal wieder feinste Beeren, Himbeeren, Johannisbeeren und wie auf dem Bild Heidelbeeren.

Am Strassenrand gibt es immer mal wieder feinste Beeren, Himbeeren, Johannisbeeren und wie auf dem Bild Heidelbeeren. Von wem M., das vom Rad springen und sich in die Beerenbüsche hechten hat, ist wohl jedem klar…:-)

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02.08.2014 - Outdoor Dusche

Wer braucht schon Geberit wenn man diese Dusche sieht?

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02.08.2014 - Styropormonster

Heute, ich traue mich es fast nicht zu schreiben, haben wir wieder 27 Grad und Sonnenschein. In der Schweiz, so haben wir vernommen, sei der Sommer nicht so der Hammer. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass wir hier einen Jahrhundertsommer erleben….? 🙂
Wir sehnen uns also nach einer Abkühlung und finden diesen einladenden See mit einer super Badestelle. Wir geniessen das kühle Nass, da kommt ein Päärchen dazu mit zwei Hunden und zwei Stücken Styropor, wahrscheinlich als Schwimmhilfe. Der eine Hund ist von der Sorte "Ameise auf Steoriden" und würde wahrscheinlich im Wasser untergehen wie ein Stein. Sie stellen den völlig verängstigten Hund auf diese Styropor Schwimminsel und haben sichtlich Spass dabei. Um den grossen Hund von der Sorte "Strassenkötermischung" ins Wasser zu bringen, wirft der Junge immer wieder weisse Dinger ins Wasser und schreit den Namen des Hundes gefühlte 10'000 Mal. Irgendwann springt der Hund ins Wasser und schwimmt zu den weissen Dingern. Dann werden weitere Stücke geworfen, um ihn im Wasser zu behalten. Das Ganze nervt leider doch schon recht. Auf einmal wird mir klar, was er dem Hund zuwirft. Das sind Stücke der beiden Styroporplatten. Eine Platte schwimmt sogar durch den aufbrausenden Wind als Ganzes davon, interessiert aber weder ihn noch seine Begleitung. Wir trocknen uns am Ufer ab und sind von der Art und Weise schockiert, wie leider viele Norweger mit der wunderschönen Natur umgehen. Als Fahrradfahrer sieht man sehr viel Müll, der die Strassen säumt. Auf dem wunderschönen See schwimmen nun unzählige Styroporteile, hoffen wir mal, dass sie einem Tier als Nestbau Material dienen.
Das "Styropormonster" hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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02.08.2014 - Kreativität

Topfuntersetzer made aus Tannenzapfen

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02.08.2014 - Energieverschwendung

nene… bei mir sicher nicht. Jemand anderes hätte wohl die G.O.R.P. (Good Old Raisens and Peanuts) Mischung weggeworfen, da sich die Maltesers in der Sonne verflüssigt haben. Ich greife dagegen zu einem Löffel und energetisiere mich auf diese Art.

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02.08.2014 - Help yourself

Einmal mehr mussten wir unsere "Bagage" einer Diät unterziehen. Den Ausschlag hat ein anderer Fahrradreisender gegeben, welchen ich auf der Fähre nach Stavanger beobachtet habe, wie er unsere Bikes gemustert und dabei ziemlich sicher ein "Fluchwort" gemurmelt hat. Er war ziemlich spartanisch unterwegs, hat sich z.B. Ersatzspeichen mit Klebeband an den Rahmen geklebt. Der Entschluss war also gefasst, an unserem Ruhetag nochmals auszumisten. Auf dem Foto sieht man die Ausbeute. Grob kommt das Zeugs auf der rechten Seite mit der Post nach Hause und auf der linken in den Müll.. Hmm Müll passt mir irgendwie nicht so recht. Z.B. die Mückenmützen haben wir kein einziges Mal verwendet, das wäre dann doch etwas zu schade. Wir legen also alles, was sich nicht lohnt,nach Hause zu schicken, im Aufenthaltsraum mit dem Schild "Please help yourself" aus. Bis am Abend ist alles bis auf ein paar Zundhölzer weg. Genial…. Insgesamt haben wir 1.8 Kg nach Hause geschickt, vorallem die Fahrradlichter und 1.2 Kg verschenkt, respektive dem Müll übergeben. Wir haben von Hammerfest aus schon einmal 1.7 Kg nach Hause geschickt. Ist also schon noch beachtlich, was man zuviel mitnehmen kann. 🙂 Bei uns bis jetzt 4.7 Kg.

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02.08.2014 - Jan from Danemark

August 2, 2014 9:50 pm

Wir haben in einem von Rumänen (diese trifft man hier recht oft) betriebenen italienischen Restaurant in Haugesund einen leckeren Kaffee getrunken. Wenn man täglich einen schwarzen Espresso trinkt, lechzt man regelrecht nach einer milchigen Ausführung. Wir schlendern also aus der Stadt heraus, und ich benutze noch kurz die Toilette. Als ich rauskommen, spricht M. mit jemandem. Ich denke darüber nach, ob ich rüber gehen und mich an dem Gespräch beteiligen soll. Wir hatten schon manch interessantes Gespräch geführt. Aber eigentlich wollen wir unbedingt weiter und aus der Stadt raus. Ich entschliesse mich, auf die andere Strassenseite zu gehen. Fehler… Der gute Mann gibt mir die Hand; warum gibt der mir die Hand, einem Fremden, denke ich mir? "Hello, I'm Jan from Denmark". Wir reden so dahin, er hat auch schon Europa mit einer Gruppe bereist, haben Strassenmusik gemacht usw. Dann aus heiterem Himmel die Frage: "Do you believe in Jesus?". Ohhh Gott. Ich denke ich bin im falschen Film und könnte mich ohrfeigen, über die Strasse gegangen zu sein. Wie sollen wir ihn nun wieder loswerden, wir haben es eigentlich eilig. M. managed das wunderbar, und wir sind schon bald wieder auf dem Bike. Unterwegs, es wird langsam dunkel, und wir mögen nicht mehr, springen wir über unseren eigenen Schatten und läuten an einem Haus und fragen nach Wasser. Ohne Wasser sind wir ziemlich aufgeschmissen und weit und breit hat es keine Pfütze, die man mit dem Katadyn anzapfen könnte. Als wir Ausschau halten nach einem Schlafplatz, überholt uns ein Bauer auf seinem Traktor, hält an und fragt, ob wir einen Platz zum schlafen suchen. Er verhilft uns zu einem wunderschönen Ort bei einer Gruppe von Nadelbäumen auf einer gemähten Wiese. (Siehe weitere Beiträge vom 25. Juli)

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02.08.2014 - Systemwechsel

Vom Aufstehen bis zum Losfahren dauert es bei uns immer gut und gerne 4h. Das beinhaltet Morgentoilette und Frühstücken. Das ist einfach zu lange. Wir haben unsere "Tagwache" Zeit schon auf 7 Uhr vorverlegt. Unser System, dass wir die Küche und das Essen in den transparenten Boxen in der grossen Tasche auf den Anhängern haben, hat eigentlich nur einen Vorteil: Man kann alles auf einmal rausnehmen. Ansonsten braucht es einfach sehr viel Platz und die ganze Tasche muss immer ausgeräumt werden, damit man ran kommt. Wir verabschieden uns also auch von den Boxen und verstauen alles, was wir zum kochen und essen benötigen in die beiden Seitentaschen. Der Systemwechsel wird sich auszahlen, wir benötigen praktisch 1h weniger. Wenn wir irgendwo ankommen, machen wir die grossen Taschen zwar noch auf, nehmen jedoch nur zwei Packsäcke oben raus.

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02.08.2014 - UFOs im Wald

Wahnsinn was es alles gibt. Man nehme ein UFO ähnliches Ding, hänge es mit drei Spannsets an grossen, kräftigen Bäumen auf, lasse die Strickleiter herunter und besteige sein Raumschiff. Gute Nacht….

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02.08.2014 - Herrliches Plätzchen am See

Schöne Plätze zum Wild-Campen gibt es in Norwegen sehr viele. Einfach cool.

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02.08.2014 - Zum ersten Mal Regen und dann ist es passiert

August 2, 2014 9:55 pm

Heute hat es, seit wir in Norwegen sind (das sind nun doch schon 18 Tage) zum ersten Mal 2-3h so richtig geschüttet. Wir waren auf dem Weg vom Camping Stavanger nach Orrevegen, da ist es passiert. In einer nassen und schmierigen Unterführung ist M. das Vorderrad weggerutscht, und sie ist mit der rechten Seite auf den Beton geknallt. Eine zufällig anwesende Gruppe Chinesen waren schockiert und haben mir "Sir…Sir"gerufen und nach hinten gezeigt, wo M. tapfer wie eine Rennfahrerin auch schon wieder neben ihrem auf der Seite liegenden Schwertransport stand. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Zum guten Glück ist ausser einem Schreck und einer blauen Popo Backe nicht viel passiert.

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02.08.2014 - Preikestollen (Pulpit Rock)

604 m ragt die 30 m breite Steinkanzel in den Lysefjord hinaus. Nach 40 Min Schifffahrt, 25 Min Busfahrt und 1h Fussmarsch erreicht man von Stavanger aus die Plattform. Ein echtes Spektakel, jedoch nur was für Schwindelfreie. Wir sind extra um 05:30 raus, damit wir die 07:30 Fähre kriegen. Gut sind wir mit der ersten gefahren, als wir bereits wieder auf dem Rückweg sind, kommen uns Menschenmassen entgegen. M. sieht man auf dem Foto mittig am Rand sitzen.

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02.08.2014 - Kleine Hängebrücke

Was für eine willkommene Abwechslung. Auf unserem Weg mussten wir diese kleine Hängebrücke überqueren. Eigentlich keine grosse Sache, wenn man aber die schweren Dinger rüber schieben muss, und die Bretter so weit auseinander sind, dass sich das Rad des Anhängers darin verklemmt, dann kann es doch noch etwas schwieriger werden…

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02.08.2014 - Energiemangel

Ich leide permanent unter Energiemangel, so fühlt es sich zumindest an. Und Wasser trinken mag ich irgendwie auch nicht mehr. Ich kriege fast das Gefühl, dass die gut 4-5 Liter, die ich pro Tag trinke, mehr Mineralien aus meinem Körper ausschwemmen, als dass zugeführt werden. Wir versuchen uns deshalb mit dem Kokain, so sieht das weisse Pulver in Zipper Bags verpackt zumindest aus, immer etwas Energie zuzuführen. Wir sprechen auch immer vom Zaubertrank, wenn wir vor einer grossen Steigung stehen oder oben am Berg uns stärken. Was uns noch fehlt, ist ein richtiges isotonisches Getränk, sowas wie Isostar. In dem Norweger Zeugs, das man übrigens fast nirgends findet, ist nur Zuckerhaltiges drin, jedoch keine Spurenelemente usw. Es ist auch wahnsinnig, was ich hier in mich reinstopfe. Überall kommt eine dicke Schicht Mayo drauf, das habe ich wahrscheinlich seit bald 10 Jahren nicht mehr gegessen; nicht die halbstarke Version sondern die mit der Cholesterin Warnung drauf. 🙂 Vor kurzem mussten wir an einem lokalen Fastfood Laden anhalten, und wir haben uns Burger, halbes Hähnchen und Pommes gegönnt. Wir hatten einfach soooo eine Lust auf was Salziges. Vielleicht hat ja jemand Lust, Zeit und das Wissen, um meinen Energiebedarf zu berechnen? Wir fahren im Schnitt 60-70 Km mit 700 Höhenmeter pro Tag, das während 4h30 , mit 60 Kg Gepäck Pässe hoch und runter…ich wiege wahrscheinlich noch 79 Kg und bin 1.84m gross.

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02.08.2014 - Ohne Worte
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02.08.2014 - Aussicht aus dem Zelt
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02.08.2014 - Einsamer Badesee

Am Abend war niemand mehr an diesem wunderschönen Badesee. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

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02.08.2014 - Die Todesstrasse

Hier machen wir unsere erste Bekanntschaft mit einem der gefürchteten "Schotterwegen" auf dieser Norwegen Route. Leider wussten wir vorher nichts davon, uns lagen lediglich die Streckendaten ohne Höhenprofil vor. Ich hoffe man kann sehen, wie steil die Strasse wirklich ist.

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02.08.2014 - Tesla

Es ist schon bemerkenswert was hier an Teslas rumfahren. Nicht nur die, meiner Meinung nach edelste Ausführung eines Elektromobils, kurvt hier rum, sondern auch andere E-Mobile von Peugeot, BMW, Renault usw. sind hier öfters zu sehen als Rentiere oder Elche. Der Grund, so wurde uns von einem in Norwegen lebenden Schweizer mitgeteilt, sind die extrem tiefen Steuern und Strassenabgaben, die man mit einem E-Mobil bezahlt. Desweiteren dürfen die speziellen Taxi und Bussspuren benutzt werden. Wenn das nicht genügend Argumente sind, sich einen Tesla zu leisten?!

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02.08.2014 - Alpstein

Hier eine Nachricht an M. in die regnerische Schweiz. So sieht die norwegische Variante des Hauses im Alpsteingebiet beim Säntis aus. Ach ja, natürlich bei Sonnenschein.

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02.08.2014 - Auflösung

August 2, 2014 10:4 pm

Auf der "Nebuchadnezza" wurde Neo im Film Matrix der wunderbare Brei vorgesetzt. Herzliche Gratulation dem Gewinner S. aus E. 🙂

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02.08.2014 - Nächstes Suchbild

Was schwimmt denn hier im Wasser? Als ich ihn zuletzt im Wasser habe ausmachen können, meine Augen waren so verquollen von den Tränen, die ich ihm nachgeweint habe :-), hat sich frech eine Libelle darauf gesetzt, sich gesonnt und sich an der künstlichen Insel erfreut. Den zweiten habe ich dann der Müllabfuhr vom pittoresken Dörfchen Feda gespendet. 🙁

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02.08.2014 - Nachtlager

Und so sieht ein Nachtlager aus, wenn man dutzende von Kilometern mit schwerbeladenem Bike auf Pferdepfaden verbracht hat. Wir konnten einfach nicht mehr weiter und haben direkt auf der Radroute (man sieht das rote Schild im Hintergrund) gezeltet. Es gab sonst keine flache Fläche. Auch hier galt wiederum, möglichst viel Energie zu sich zu nehmen. Ich habe 1 1/2 Büchsen Bohnen, eine Dose Makrelen Filet und drei Eier verdrückt. Um hier nochmals die Prioritäten zwischen Mann und Frau zu veranschaulichen. Kaum ist das Zelt gestanden, habe ich auch schon die erste Büchse Bohnen mit meinem Schweizer Sackmesser aufgeschlitzt und zum kochen getan. Ich musste mich echt beherrschen, mir diese reine Energie nicht gleich aus der Dose, in bester "Popeye-isst-Spinat-aus-der-Dose-Variante", in den Rachen zu stürzen. Mein System hat nach Energie verlangt. M. dagegen hat sich ihr Necessaire geschnappt und am Fluss ihre Abendtoilette gemacht. Ihr System hat nach Sauberkeit verlangt. Ich habe mich lediglich mit einem Waschlappen und Wasser aus dem Bidon gewaschen, an Bach runter mochte ich nicht mehr gehen.

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02.08.2014 - Achtung Pferde

So steht es an diesem Weg angeschrieben. Als Pferdeweg oder meinetwegen als ein T1 Wanderweg sollte man diesen Trampelpfad taxieren, jedoch sicher nicht als eine Fahrradroute. Mit vollbepacktem Radel, sei es mit Seitentaschen oder wie wir mit Anhänger, kann man diesen Weg bestimmt nicht fahren. Nicht mal runter geht das, da bräuchte man einen Klettergurt. Wir haben heute einige Kilometer auf Schotterpisten verdrahteselt, diese extrem steile Passage hat mir dann jedoch den Rest gegeben. Ich war körperlich am Ende und wusste nicht ob ich weinen oder lachen sollte… Das sollen irgendwelche alten Handelswege mit nationaler Be… ach bleib mir fern mit so 'nem Scheiss. Hier sollte man ein paar Tonnen TNT und Teer verwenden und gut isses.

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02.08.2014 - ...in Ms Necessaire entdeckt.

…in Ms Necessaire entdeckt. Vielleicht sollten wir uns mal überlegen, das Pferd, anstatt es in einer Dose mit uns zuschleppen, vor die Räder zu spannen… 🙂 Oder noch besser auf ihm die "norwegischen Radweg-Schotter-Pisten" bereiten. 🙂 Wenn man das Dosenpferd zumindest essen könnte, aber nein, man streicht es sich in Salbenform auf die müden Beine 🙂

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02.08.2014 - Veranschaulichung

Da ich im Moment sehr viel von beschwerlichen Wegen und vielen Höhenmetern schreibe, hier nochmals ein Bild zur Veranschaulichung. Wir sind nicht etwa auf leichtgewichtigen und auf höchstleistung getrimmten Carbon Turnier-Rössern unterwegs sondern vielmehr auf übergewichtige Ponys vom Kinderzoo nebenan. Respekt auch vor Ms Leistung. Das schöne daran ist, dass ich praktisch dabei zuschauen kann, wie ihre "Wädli" von Tag zu Tag definierter werden.

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06.08.2014 - Live Update

Da genau diese Woche die Fähre von Risør nach Øysang in der Werft zwecks Überholung ist, und wir heute schon fast 70 Km geradelt sind und der Umweg von 35 Km einfach nicht mehr drinliegt, haben wir uns kurzfristig entschlossen, den Bus zu nehmen. Wir warten also auf unseren Bus, da kommt ein anderer ca. 30 Min früher. Wir essen gemütlich zu Abend, dann überlegt sich M. den Chauffeur zu fragen, ob er nicht auch Richtung Larvik fährt. Natürlich tut er das und ist auch der einzige Bus, der Velos mitnehmen kann. Auf einmal bricht Hektik aus. Wir haben 4 Minuten alles in die kleinen Stauräume des Buses zu verpacken. Der Chaffeur packt fleissig mit an, so schaffen wir das rechtzeitg. Ach ja, der Bus hat WLAN. Krass. Leider ist das iPad im Stauraum, ich tippe mühsam auf dem iPhone.

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07.08.2014 - Im Griff

haben die Norweger, wie man PET Flaschen recyclet. Auf den kleinen Flaschen erheben sie 1 Kr Pfand, auf den grossen 2.5 Kr. Die Flaschen können dann zu irgendeiner Verkaufsstelle gebracht werden, dort wartet ein schwarzes Loch schon geduldig auf den Rohstoff. Die Flaschen werden ins Loch gelegt, ein Förderband zieht sie ein, die Marsianer (wie bei der Postsortiermaschine bei "Men in Black") scannt sie und anschliessend werden sie gleich geschreddert. Raus kommt ein Zettel, welchen man an der Kasse einlösen kann. Genial….

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07.08.2014 - The Klevens in Mandal

Wir waren heute auf dem Zeltplatz bei Mandal und haben anschliessend den kleinen Hafen angeschaut. Zu unserer Verwunderung haben wir dann folgenden Text gefunden…:-)
Leider hat es die ganze Zeit sehr stark geregnet, dies ist unser erster richtiger Regentag in Norwegen seit über 20 Tagen.

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07.08.2014 - Enthusiasmus auf dem Rastplatz

Wir haben es heute bis Mandal geschafft, der südlichsten Stadt von Norwegen mit ca. 13 500 Einwohnern und dem längsten Strand von Norwegen mit 800m. An einer Raststätte, wir wollten eigentlich unser Wasser auffüllen, wurden wir enthusiastisch von einem Norweger erwartet. Kaum haben wir unsere Räder gestoppt, kam er auch schon, und fragte ob wir englisch sprechen. Er kommt aus Mandal und hat sich letzte Woche einen Camper gekauft. Stolz steht er vor diesem auf dem Rastplatz, und wir kommen ins Gespräch. Er hat sich sehr für unsere Reise und unser Equipment interessiert. Da es langsam am Eindunkeln war, hat er uns angeboten, dass wir bei ihm im Garten zelten können. Mitten in der Stadt. Schon sehr hilfsbereit diese Norweger, das muss man sagen. Er hat uns auch vom Zeltplatz bei Mandal erzählt, dort sind wir dann auch hin. Irgendwie haben wir noch Mühe damit, bei jemandem privat zu zelten. Wir wurden bereits zum zweiten Male eingeladen. Auf dem Zeltplatz gab es WLAN, somit kamst du in den Genuss von 18 Reiseupdates, welche sich über die Zeit so angesammelt haben 🙂
Dieses Foto wurde uns von G.I.S. am nächsten Tag per E-Mail zugestellt. Er schrieb u.a. Folgendes:

"I met you Saturday a few km outside Mandal. Your "short trip" in Europe and
good mood impressed me a lot.

I had to stop on top of the next hill and take a few photos on distance of
you, this stretch of the road is some of the worst in our area, so hope
everything went well."

Wie cool. Jetzt sieht man uns auch mal "in Action"…

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07.08.2014 - Und wieder ist es passiert

August 7, 2014 7:12 pm

Beim Bergauffahren einer der vielen Passstrassen ist es noch einmal passiert. M. hat runtergeschalten, die Kette ist vom Kettenblatt gefallen, und sie konnte sich nicht rechtzeitig aus den Klickpedalen lösen. Sie ist also mit Fahrrad und Anhänger in den Strassengraben gestürtzt. Ich bin leider schon oben auf dem höchsten Punkt bei 220 MüM gestanden und wusste von nichts. Auf einmal hält ein Holländer bei mir an und meint, dass meine Frau kommen würde, sie laufe. Ich wusste das sie schiebt und habe mich bedankt. Als sie dann ankam, hat sie mir ganz aufgelöst von der Geschichte erzählt. Ihr Knie war blutig und ihr unterer Rücken hat Schürfungen aufgewiesen. Ich habe alles schön mit Desinfektionsmittel behandelt. Zum Glück ist nicht mehr passiert. Auf einmal taucht ein Fahrradreisender aus Litauen auf. Er hat seinen Job in London gekündigt und ist mit dem Fahrrad von London aus auf dem Weg nach Hause, für immer. Wie er die ganze Strecke ohne Karte hat meistern können, ist uns ein Rätsel.

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07.08.2014 - Schleckmäuler

Die Norweger sind definitv ein "Süsses Völkchen". Sie stehen total auf Eis, vor allem Softeis, welches hier "Soft Is" heisst. Diese kann man in tausend Variationen haben.
Praktisch in jedem Supermarkt gibt es Behälter, aus welchen man sich Süssigkeiten selber in eine Tüte abfüllen kann. Hier in Kristiansand gibt es sogar einen gaaaaaanzen Laden voll mit Süssigkeiten. Die Kinder sind schon ganz wild am Süssigkeiten baggern, die Eltern schleppen die schwere Last mit Schweiss auf der Stirn zur Kasse. Dort werden sie wieder etwas Gewicht los, der Spass kostet richtig was. Ich konnte es mir jedoch nicht nehmen lassen und habe mich auch bedient. Nicht unbedingt an dem Gummizeugs, auch da habe ich zwar zugelangt, mir haben es aber hauptsächlich die kleinen bohnenförmigen "Zeltli" angetan. Ich fühlte mich ein bisschen wie im Harry Potter Buch, wo sie in "Diagon Alley" so ähnliche Bonbons einkaufen gehen. Bei HP gibt es abgefahrene Geschmäcker wie "Ohrenschmalz", hier z.B. "Buttered Popcorn", "Strawberry Cheescake" und "Toasted Marshmallow". Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass "Jelly Beans" aus den USA kommt.

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07.08.2014 - Ein Wienerli aus Biofleisch von glücklichen Tieren mit einem Vollkorn Brötchen ohne E-Zusatzstoffe...

Ein Wienerli aus Biofleisch von glücklichen Tieren mit einem Vollkorn Brötchen ohne E-Zusatzstoffe… (es braucht manchmal eine rosarote Brille auf dieser Reise)…das alles für nicht mal CHF 2, da muss ich nicht zwei mal nachdenken. Du kleines Würstchen wirst mein zweites Frühstück sein.

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07.08.2014 - Das waren noch Zeiten

Ob man mit so einem Velo auch eine Reise durch Europa machen könnte? Ein Gepäckträger ist auf jeden Fall vorhanden. Die Weichheit des Sattels lässt sich mit einem Spannset einstellen. Spannendes Konzept. 🙂

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07.08.2014 - Auflösung Suchbild

hier sind meine beiden neuen Handschuhe. Was im Wasser geschwommen ist war nicht wie von ElMa geraten mein geliebter Crocs Schuh sondern mein Handschuh. Ich habe ihn zum fotografieren auf das Geländer gelegt, natürlich kam genau in diesem Augenblick eine Böe. Jegliche Rettungsversuche schlugen leider fehl, der Handschuh hat sich entschlossen genau in der Mitte des Baches davon zu schwimmen.

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07.08.2014 - hier in Norwegen sind die "CampingGaz" Kartuschen seltenes Gut.

hier in Norwegen sind die "CampingGaz" Kartuschen seltenes Gut. Der Primus macht seinem Namen alle Ehre und ist unbestritten der"Branchen Primus". Wir haben nun eine gefunden, jedoch nur die grosse Version. Somit gibt es mehr zu schleppen. Den "CampingGaz" Kocher benutzen wir hauptsächlich, wenn es schnell gehen soll. Also z.B. für den Kaffee am Mittag.

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07.08.2014 - Unglaublich

hier in Norwegen gibt es riesige Seen mit Trinkwasser. Selbstverständlich ist hier jeglicher Wassersport wie auch Fischen strengstens verboten.

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07.08.2014 - Geschichte

Wir besuchten das Freiluftmuseum bei Arendal und haben Bauten aus den unterschiedlichsten Epochen angeschaut. Diese wurden 1:1 an ihrem ursprünglichen Ort abgebaut und im Freiluftmuseum wieder aufgebaut. Auf dem Bild zu sehen, sind Vorratshäuser in welchen das Essen gelagert wurde. Sie wurden erhöht gebaut um es den Nagetieren schwerer zu machen, sich an den mühsam geernteten Vorräten satt zu fressen.

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07.08.2014 - Freude

hätte wohl die SVP an diesem Schild. Nur die Richtung des Pfeils stimmt noch nicht… 🙂

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07.08.2014 - Griechenland

wir kommen. Wir bereiten uns bei einem von M. zubereiteten griechischen Salat schon einmal auf die Zeit in Griechenland vor. Hmmm… ich freue mich schon auf das griechische Essen. Wir ihr seht, ist Essen etwas Primäres auf dieser Reise…;-)

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07.08.2014 - Friedlich

Unsere workhorses "Oldie" und "Goldie" für einmal ohne Gepäck den "Frei-Tag" auf der Wiese am geniessen. :-I

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07.08.2014 - Sandefjord

Wir haben unsere "Feuerwehrübung" mit der Busfahrt sehr gut überstanden. Minus ein Spannset. Das ging irgendwo unterwegs verloren.
Wir stehen um 21:15 mitten auf dem Parkplatz einer 24×7 Stunden Tankstelle irgendwie so, als ob wir gerade mit einer Raumkapsel gelandet wären. Jedenfalls werden wir entsprechend von den verdutzten Autofahrern angestarrt. 🙂 Wir hängen die Anhänger wieder an und verstauen alles, was wir mit uns führen. Ich kann es mir nicht nehmen lassen, mir ein Würstchen von der Tanke zu holen. M. nimmt zumindest etwas zögernd einen Bissen von meinem. Gerade am Parkplatz sehe ich ein Motel, für mich ist die Entscheidung bereits getroffen. Ich sehe mich in 15 Minuten bereits frisch geduscht im Bett schnarchen. Weit gefehlt… das war nur meine Entscheidung… M. hat sich durchgesetzt, und so sind wir um 21:45 und fast im Dunkeln noch Richtung Zeltplatz gefahren. Nur wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es ein Zeltplatz ist. Ich habe ehrlich gesagt schon etwas gewettert, es gibt im englischen ein Sprichwort "A bird in hand is worth seven in the bush". Was frei übersetzt heisst, was man hat, das hat man. Und ich fuhr von meinem sicheren Plätzchen auf der Schnellstrasse irgendwohin ins Grüne, wo wir nicht einmal wussten, ob man da wirklich wild campieren kann. Ich zitiere M., die ganz selbstsicher meinte "hab ich Dir doch gesagt", und so finden wir Einzug auf diesem herzigen Camping "Gramholmen" am Wasser. Zur Hinreise muss man sagen, dass wir unsere "grossen" Fahrradlichter zwecks Gewichtsreduktion nach Hause geschickt haben. Wir haben uns daher beide die Stirnlampen montiert und sind so mit blinkendem Rücklicht Richtung Zeltplatz gefahren… Ich noch mit einer neon-gelben Windjacke und einer orangen Leuchtweste darüber. Das hat sicher abgefahren ausgesehen. 🙂 Auf dem Zeltplatz gegen 23:30 angekommen, wurden wir auf dunklem Weg vom Verwalter angesprochen. Zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch. Er ist gebürtiger Däne und hat perfektes Deutsch gelernt nur durchs schauen der zwei deutschen Sendern, von den dreien, welche sie zu Hause empfangen haben. Verblüffend. Wir kriegen im Kaffee betteln noch zwei gerollte Pizzas mit Chicken. Die Bedienung, fast eine Kopie von Adele, bedient uns in perfektem Englisch, sogar mit englischem Akzent. Ich hätte schwören können, dass sie Engländerin ist. Und jetzt kommts. Sie hätte Englisch hauptsächlich vom TV schauen gelernt. In Norwegen leben nur gerade 5 Millionen Menschen, es lohnt sich somit für die Filmstudios nicht zu synchronisieren, und deshalb sind die ganzen Serien und Filme in Originalsprache und nur mit Untertitel zu sehen. Da soll mir mal einer sagen, Fernsehen verblödet nur… 🙂

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09.08.2014 - das und viel mehr hat das Farris Bad Hotel in Larvik zu bieten.

das und viel mehr hat das Farris Bad Hotel in Larvik zu bieten. Es beherbergt den grössten Spa Bereich in Norwegen und dieser wiederum eine einzigartige Grotte mit mineralreichem Quellwasser. Hier verbringen wir gestandene drei Stunden: Jacuzzi, Kneipp, Trepidarium, milde Sauna, Eisbecken, Grotte, Eisbecken, Herbal Bath, Eisbecken, Eukalyptus Dampfbad, Eisbecken, Dusche -> fertig. Wir fühlen uns "rejuvenated" aber auch wohlig erschöpft und geniessen das moderne und edle Ambiente aus Holz, Stein, Skulpturen und schwarz-weiss Fotographie an den Wänden. Was für ein Kontrast zu den mittlerweile über 20 permanent in der Natur verbrachten Tagen. Das Zimmer mit Sicht aufs Meer und Atrium kennzeichnet sich für uns vor allem durch das HOCH gelegene king-size Bett aus. Auf dem hängen wir nach einem ausgiebigen Frühstück (essen, essen, essen) auch jetzt noch, lesen, schreiben bis zum ultimativen check-out um 12 Uhr. Wow! Einen grosses Dankeschön an die InGus für die Idee (vollkommen im nature-grove wären wir selber nicht darauf gekommen), das Organisieren und die super grosszügige Einladung! We owe you!

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09.08.2014 - Zwischenbilanz

Tage on Tour: 28 (davon 4 auf Hurtigrutenschiff)
Fahrzeit Total: 72 h
Kilometer Total: 990
Höhenmeter Total: 11'200
Pannen: Keine nennenswerten. Am meisten machen uns kleine Steinchen zu schaffen, die es entweder bei der Schaltung (siehe Bild) oder zwischen den Belägen der Scheibenbremse einklemmt. Ich habe mir angewöhnt, regelmässig bei Tankstellen mit dem Reifenpumpgerät die Bremsen durchzublasen. Es gilt immer mal wieder die Ketten und Kettenblätter zu reinigen, respektive zu schmieren.

Auf dem Foto ist gleich auch noch eine tote Raupe zu sehen. Im Norden war es eine echte Plage. Der Winter war zu wenig hart, so haben die meisten Raupen überlebt. Auf einer Strasse hat sich ganz rechts sogar ein dunkler Streifen gebildet, ich dachte erst, das seien Ölspuren. Wie sich herausstellte, waren das alles überfahrene Raupen, welche von den Büschen rechts von der Strasse auf die linke Strassenseite rüber "räupeln" wollten. Leider kamen die meisten max. 1m weit, dann waren sie platt. 🙂

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09.08.2014 - Kalorienverbrauch

ICK hat uns freundlicherweise ausgerechnet, wieviele Kalorien wir täglich benötigen. Bei mir sind das ca. 4'500 – 5'000 bei M. ca. 3'500. Bei mir heisst das konkret pro Tag:
190 g Fett
430 g Kohlenhydrate
250 g Eiweiss
Wow… da muss ich mich beim nächsten Burger nicht mehr schlecht fühlen. 🙂

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09.08.2014 - EL-Nummer

Es ist mir aufgefallen, dass die Nummernschilder aller Elektroautos, also zumindest der Teslas, mit EL beginnen. Spannend…. Was das wohl zu bedeuten hat?

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12.08.2014 - Jetzt auch noch mit GPS Daten.

Jetzt auch noch mit GPS Daten. 😉 sind bei der Mittagspause. En Guete.

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15.08.2014 - Rockwool

Wir sind in Moss an einem Produktionswerk der Rockwool (Steinwolle) Fabrik vorbeigefahren. Es ist also wirklich so, dass ein Gestein als Grundlage für die Isolation dient. Ich dachte immer, das sei nur ein Name.

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15.08.2014 - Spieglein, Spieglein an der Wand

wer sind die krassesten Biker im Vikingerland….? "P. und M. das ist doch klar, die fahren mit dem Rad vom Norkapp bis nach Athen…"

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15.08.2014 - Frederikstad

In Frederikstad gibt es die kleinen Fähren gratis zur Benutzung für Fahrräder und Fussgänger. Sie bringt einen zur Altstadt, welche ursprünglich eine Festung war. Einfach wunderbar, in was für einem guten Zustand diese noch ist. Man kann dort heutzutage vorallem in kleinen Boutiquen shoppen und in schönen Kaffees "Kaffee & Kuchen" geniessen. Natürlich konnten wir uns das nicht nehmen lassen…

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15.08.2014 - Recycling

Wie das mit dem Recycling der Petflaschen und Aludosen in Norwegen funktioniert, habe ich ja bereits erklärt. Was mich jedoch fasziniert, ist die Infrastruktur. Es hat immer ein "Lavabo" mit Seife und heissem Wasser daneben und man kann die Tüte, mit welcher man das Leergut zurückgebracht hat, offziell in einen Mülleimer werfen.

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15.08.2014 - Alterskontrolle

In Norwegen bezahlt man die Zigaretten ganz normal an der Kasse, je nachdem mit oder ohne Alterskontrolle und kriegt dann einen Kassenbon mit Strichcode drauf. Diesen scannt man an diesen Boxen und erhält als Gegenleistung seine Glimmstengel oder wie hier in Norwegen fast noch üblicher, seine Dose Snus.

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15.08.2014 - Glückspieler

Wir wissen ja mittlerweile so einiges über die Norweger. Ein wichtiges Attribut fehlt jedoch noch. Sie sind verrückt nach Glücksspielen. In jedem Kiosk oder Einkaufszentrum steht so eine Spielwand mit Tippscheinen, gratis Zeitung mit Resultaten der Pferderennen usw. sowie Live Resultate auf dem Bildschirm. Da es verboten ist Glückspiel auf Kredit zu machen, muss immer eine separate Kasse für Bargeld vorhanden sein. Die Norweger kaufen, so wurde uns das gesagt, sehr viel auf Kredit. Da macht die Regel mit dem Glückspiel sicher Sinn.

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15.08.2014 - Turbo zünden

Der Turbo wird gezündet, wenn man im Rückspiegel die tief grauen Wolken herannahen sieht und vorne noch die Sonne scheint. Wir wurden dann leider doch noch eingeholt und mussten uns in Regenkleider werfen. Nach 15-20 Minuten war dann der Spuk auch schon vorbei. Gemein ist jeweils, dass man sich nicht sicher ist, ob es nun Sinn mach, sich einzupacken, da es ja nur kurz regnen könnte. Aber wehe man macht das dann nicht, und es schüttet so richtig, dann ist man bis auf die Knochen nass. Tja..prost! Somit lautet die Faustregel (wenn nicht gerade ein Unterstand vorhanden ist), sich bei den ersten Regentropfen blitzartig in die Regenklamotten zu schmeissen.

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