Bye Bye Albanien

Wir verlassen heute Albanien mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vorallem M. fühlte sich in Albanien etwas unfrei. Sobald wir die Grenze überschritten haben, hat sich der Zustand schlagartig verbessert. Allerdings möchte ich betonen, dass alle Bedenken, welche wir gegenüber Albaniens Bevölkerung hatten, sich als falsch herausgestellt haben. Die Menschen hier sind in aller Regel sehr herzlich. Wir haben uns z.B. in einem Dorf nach dem Weg erkundigt, da kam ein Mann aus dem Garten und hat uns zwei Granatäpfel überreicht. Oder ein anderes Mal sind wir am Gemüsemarkt einkaufen gegangen, und der Verkäufer gab uns noch extra Gemüse gratis dazu. Auf dem Weg von Mamminas zum Kap Rodon sitzen wir in einem Kaffee und geniessen unseren "Express", als der Kellner vorbei kommt und meint, der Mann von nebenan hätte unseren Kaffee bezahlt. Es heisst, dass sich viele Albaner am sogenannten "Kanun", einem archaischen und mündlich übermittelten "Gewohnheitsgesetz" orientieren, in dem die Ehrenstellung des Gastes betont wird.
Abschliessend können wir sagen, dass uns das Land und die Menschen begeistert haben, lediglich mit den streunenden Hunden und dem Müll hatten wir unsere liebe Mühe.