Wir suchen uns eine ruhigere Streckenführung aus, um nach Rijeka zu gelangen. Ruhiger heisst leider auch hügelig. So kommen wir auch heute wieder auf ein paar hundert Höhenmeter. Als wir uns sozusagen am Ende des Hochplateaus befinden, sehen wir diese Tafel und freuen uns, dass wir hier runter und nicht hochfahren dürfen. 🙂 Bei dieser permanenten Bremserei glühen unsere Bremsscheiben. Die Folge der Hitze ist eine thermische Verformung der Bremsscheiben, was sich in "reibenden" Geräuschen äussert und die präzise Nachstellung der Bremsklötze praktisch verunmöglicht.
In Rijeka angekommen, geniessen wir erst einmal einen super Cappucino mit einem Stück Schokoladenkuchen auf dem "Korzo"und schauen der multi-kulti Menschenmasse zu, wie sie sich durch die Strasse bewegt. Hier gibt es sogar einen dm, wo wir unsere Vorräte an Kokoswasser decken können. In der Innenstadt hat National Geographics mehrere Dutzend Bilder aus Kroatien ausgestellt. Die Labyrinthe von Beli, im Norden der Insel Cres, haben es uns angetan. Da möchten wir auf jeden Fall hin! Vorerst wollen wir auf einem Campingplatz ausserhalb von Rijeka übernachten. Beim Stadt exit entscheiden wir uns fälschlicherweise für eine Fahrt durch den Stadttunnel. Es gibt kein Verbotsschild, also nichts wie rein. Der Tunnel ist alles andere als angenehm. Da die Autos sehr schnell fahren, bewegen wir uns auf dem nur ca. 50 cm breiten, erhöhten Seitenstreifen. Es ist sehr warm, der Schweiss tropft von der Stirne – sicherlich auch wegen der Anspannung. Wie sich herausstellen sollte, wurde der angestrebte Campingplatz geschlossen. Somit werden es auch heute wieder gegen die 80 Km, bis wir unser Zelt aufbauen können.
