Nachtlager

Und so sieht ein Nachtlager aus, wenn man dutzende von Kilometern mit schwerbeladenem Bike auf Pferdepfaden verbracht hat. Wir konnten einfach nicht mehr weiter und haben direkt auf der Radroute (man sieht das rote Schild im Hintergrund) gezeltet. Es gab sonst keine flache Fläche. Auch hier galt wiederum, möglichst viel Energie zu sich zu nehmen. Ich habe 1 1/2 Büchsen Bohnen, eine Dose Makrelen Filet und drei Eier verdrückt. Um hier nochmals die Prioritäten zwischen Mann und Frau zu veranschaulichen. Kaum ist das Zelt gestanden, habe ich auch schon die erste Büchse Bohnen mit meinem Schweizer Sackmesser aufgeschlitzt und zum kochen getan. Ich musste mich echt beherrschen, mir diese reine Energie nicht gleich aus der Dose, in bester "Popeye-isst-Spinat-aus-der-Dose-Variante", in den Rachen zu stürzen. Mein System hat nach Energie verlangt. M. dagegen hat sich ihr Necessaire geschnappt und am Fluss ihre Abendtoilette gemacht. Ihr System hat nach Sauberkeit verlangt. Ich habe mich lediglich mit einem Waschlappen und Wasser aus dem Bidon gewaschen, an Bach runter mochte ich nicht mehr gehen.