Es scheint, als ob wir an unserem letzten Biketag nochmals alle Eindrücke hätten durchleben sollen, damit wir uns auch ja daran erinnern. Es ist sehr anspruchsvoll. Wir befinden uns auf einer Hochebene auf ca. 500 MüM, der Himmel ist wolkenbedeckt und das Thermometer zeigt lediglich 9 Grad. Mit "wind-chill Faktor" sind das wahrscheinlich nur gerade 6 Grad. Auch heute habe ich wiedereinmal meine warmen Sachen in der Tasche, so fahre ich mit kurzen Hosen, immer etwas fröstelnd. Kurz vor Stefani werden wir noch einmal von fünf bis sechs Hunden verfolgt, zum Glück kann der Bauer sie zurückpfeiffen. Als wir dann vor einer Bäckerei halt machen, ich noch immer wie auf Nadeln nach der Attacke, fallen auch noch unsere beiden Velos um. Die Stimmung ist irgendwie am Nullpunkt, und ich freue mich, dass uns die junge Bedienung extra zwei Stühle aus der Backstube besorgt und uns in der Bäckerei etwas zu Kräften und Wärme kommen lässt. Sie offeriert uns auch zwei Tees, obwohl sie diesen eigentlich nicht im Angebot hat. Sie spricht nur wenig Englisch, trotzdem können wir uns einiges erzählen. Wir erfahren von ihr, dass unsere geplante Route so nicht befahrbar ist, da dort eine Rally stattfindet. So machen wir uns auf die letzten Höhenmeter, um anschliessend über 500 Höhen Meter wieder runter ans Meer zu fahren. Die Stimmung hebt sich wieder, das Wetter wird schöner und vorallem wieder fast 20 Grad warm.
