Was macht Man(n), wenn Frauchen frierend und müde auf dem Bett sitzend sagt, sie mache keinen Schritt mehr aus dem Zimmer, Mann aber vor Hunger nicht schlafen wird? Er geht runter, es ist 21:15 Uhr also bereits dunkel, nimmt Frauchens viel zu kleines Bike, da seines nur mühsam vom Anhänger zu befreien ist, und düst los in die dunkle Nacht. Der Weg, nur ca. 1.4 Km zum angeblich besten Indian Take-Away in Kopenhagen. Um die linke Hand die Stirnlampe gebunden, mit der rechten die Bremse umklammernd…Immer wieder stossen die Knie an die Brust, das Bike ist viel zu klein. Die Reaktion der Partygänger ist auch dementsprechend amüsiert. Paranoid links und rechts schauend, ob einen die Autofahrer auch sehen, gehts am Hauptbahnhof vorbei, das Gekreische und die Menschenmassen nehmen exponentiell zu. So auch das ängstliche hin und her schauen. Es sind Sirenen zu hören, und Blaulicht spiegelt sich auf den nassen Strassen. Es kommt definitiv das Gefühl auf, mit dem Fahrrad irgendwo durch eine amerikanische Grossstadt zu fahren. Nicht gerade lustig, nur gerade 1m über dem Boden sitzend völlig schwarz gekleidet.
Er macht sich beim Inder zum Affen, redet mit Händen und Füssen, am Schluss klappt jedoch alles. Um 22:10 wird gemütlich auf dem Bett gegessen. Was wir essen? Hoffentlich Hühnchen, wie bestellt. Er sagt ihr nicht, dass er beim Warten auf das Essen rausgefunden hat, dass es auch einen Delivery Service gegeben hätte. 🙂 Es schmeckt sehr und gibt Dank den Gewürzen auch von innen warm.
