Heute haben wir wieder einmal 80 Km zurückgelegt. Nach 72 Km war das Zelt aufgebaut und ich bereits im Zelt liegend bereit zum schlafen gehen. Aber alles der Reihe nach.
Nach eben 72 Km sind wir gemäss Radreiseführer an unserem Tagesziel angekommen. Beim Camping. Nur leider ist kein Schild zu sehen, welches den Camping ankündigt. Das ist ja schon einmal sehr "strange". Wir sehen lediglich ein Hotel, dahinter können wir Wohnwagen ausmachen. Das müsste doch der Camping sein. Wir fahren hin und tatsächlich, da stehen sie, die Campingwagen. Wir sehen jedoch auch hier kein Schild, welches den Weg zur Rezeption anzeigt. Wir fahren auf den Platz und sehen alles nur leere Camper. Da erspähen wir plötzlich eine Person, welche sich vor uns zu verstecken scheint. Komisch…. ich habe kein gutes Gefühl, hatte ich beim hinfahren schon nicht und möchte weiter. M. mag nicht mehr und macht ziemlich klar, dass ich nicht so tun und wir uns hier installieren sollen. Wir finden nur die Herrentoiletten, von den Frauentoiletten nichts zu sehen, für die Duschen braucht es 5 Kronen Stücke. Diese sollten uns zum Verhängnis werden. Wir bauen also das Zelt auf und können noch immer niemanden ausmachen. Bei der Einfahrt haben wir gesehen, dass es ein privater Camping mit Namen "Camping Petra" ist. Ich pumpe die Iso-Matten auf und lege mich auch schon darauf, um etwas zu entspannen. Ich bin heute ziemlich fertig. M. möchte als erstes duschen, leider haben wir kein dänisches Geld, denn wir sind ja nur 3 Tage hier, und man kann eigentlich fast alles mit der Kreditkarte bezahlen. Sie zieht also los, um im Hotel nach 5 Kronen Stücken zu fragen, welche sie von der Kreditkarte abbuchen möchte. Ich döse langsam dahin…. sie kommt wieder und sagt. "Wir müssen weg…." ich denke ich bin im falschen Film. Sie erklärt, dass sie soeben mit dem Besitzer des Hotel gesprochen habe. Er hat ihr sehr unmissverständlich und extrem unfreundlich zu verstehen gegeben, dass wir hier weg müssen. Dies sei ein privater Zeltplatz. M. hat erklärt, dass wir schon über 70 Km gefahren sind, und es schon dunkel wird, und wir natürlich bereit sind, etwas für die Übernachtung zu bezahlen. Das hat den Herren im Anzug nicht die Bohne interessiert, und wir mussten das Zelt wieder abbauen. Auf dem Weg zum nächsten Zeltplatz haben wir uns schöne Namen für den Herren im Anzug ausgedacht.