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Bye Bye Tschörmani

Heute Abend gehts mit dem Nachtzug von Berlin nach München; von dort weiter via Salzburg nach Villach, Österreich. Dann werden wir uns erneut und sehnsüchtig auf unsere Velo schwingen. Das erste Zwischenziel wäre Rijeka, Kroatien. Ab dort beginnt wohl ein spannender und unbekannter Teil unserer Reise. Auf dem Nachtzug haben wir in unserem 4er Schlafwagen einen jungen Deutschen kennengelernt, welcher ebenfalls Albanien bereist. Jedoch mit den ÖV und in "nur" 3 Wochen. Ich müsste M. fragen, was die Wahrscheinlichkeit ist, dass wir mit einer Person den Schlafwagen teilen, die ebenfalls eine nicht so vielbereiste Destination wie Albanien besucht…

Reisen mit dem Öffentlichen Verkehr sind anstrenge…

Wir sind heute und gestern mit der DB von Berlin mit umsteigen in München und Salzburg nach Villach, Österreich gefahren. Hier hat man deutlich den Nachteil gespürt, mit Anhänger zu reisen. Ich möchte sonst meinen Anhänger nicht missen, aber für Reisen mit dem ÖV ist er einfach zu sperrig. Vier Seitentaschen zu entfernen und diese in Zug zu tragen stelle ich mir um ein Vielfaches einfacher vor.
Ich frage mich, wie Leute im Nachtzug überhaupt schlafen können. Vorallem Männer. Bei mir macht es den Anschein, dass meine Neandertaler Gene doch noch recht dominant sind. Ich kann bei dem Gerüttle und Geschüttle kein Auge zu tun. Mein Unterbewusstsein meldet wahrscheinlich bei der kleinsten Erschütterung potentielle Gefahr durch einen herannahenden Säbelzahntiger. M. war wieder einmal nach geschätzten 2 Min im Tiefschlaf.
Leider kennt man hier in München keine Rampen, um mit dem Rad auf den Bahnsteig zu fahren. So mussten wir unsere Räder mit angehängtem Anhänger in den Lift zwängen, was uns immer ganz knapp gelungen ist. Nur einmal, wurde gerade 1 Min (ich habe zugeschaut) bevor wir den Lift erreichten, dieser ausser Betrieb gesetzt. Der Liftmonteur meinte mit einem breiten Grinsen, nachdem er unsere ganze Bagage gesehen hatte, dass wir dann halt die Treppe nehmen müssen. Nicht wirklich nett. Anschliessend haben wir es uns im Café Reichshof in der Wörthstrasse so richtig biomässig gut gehen lassen. Ich habe das Schlemmer Frühstück bestellt, M. hat sich ein Vital Frühstück gegönnt. Ein Traum kann ich nur sagen…

Interessant wars im Bundestag

Wir wurden von zwei Mitarbeitern während 2h durch den Bundestag und die umliegenden Gebäude geführt. Mir blieben vorallem zwei ungefähre Zahlen. Kosten von ca. 10 Mia Euro und Arbeitgeber für ca. 5'000 Personen im Umfeld des Bundestages. Ebenfalls beindruckend, dass 2/3 der Einwohner von Berlin lediglich "Transfergelder" z.B. durch Sozialversicherung empfangen und nur 1/3 ihr Geld durch eine Arbeit verdient. Das Highlight war sicherlich die Aussicht von der Kuppel auf dem Dach, von da aus hat man eine 360 Grad Rundumsicht über ganz Berlin.

Ein Stück Heimat

Bei diesem Anblick schlägt das Herz eines echten Schweizers gleich etwas höher. Da kann man nichts machen. Muss wohl an den Genen liegen 🙂
Wer sie noch nie probiert hat, es gibt sie beim dm. Einfach Klasse, am besten mit einem kalten Glas Milch dazu.

8 mm

So lang sind nun meine Haare. Krass, das hatte ich noch nie. Da muss ich mich erst einmal daran gewöhnen. M. gefällt es auf jeden Fall. Das ist ja auch wichtig :-). Nun heisst es immer auf genügend Sonnenschutz achten.

Welcome To Tschörmani

Kaum in Rostock angekommen, kann ich es mir nicht nehmen lassen, eine Currywurst zu essen. Ich hatte meine letzte wahrscheinlich vor über 20 Jahren in der Fussgängerzone in Singen. Der Hammer, das Ganze kostet nur € 2.50. Inklusive Brötchen. Wir sind endgültig in Deutschland angekommen, die ersten Schilder, die wir in Roststock am Hafen sehen sind von Aldi, Netto und weiteren Discountern.