Die Verkehrsanalphabeten

Heute fuhren wir von Kamenari nach Lepetari mit einer kurzen Fährverbindung von ca. 10 Min. Für uns hat das schlappe Euro 2 gekostet. Damit haben wir uns einige Kilometer und vorallem einen Pass erspart. Auf der Fähre haben einige Passagiere unsere Goldie und Oldie bestaunt und sogar fotografiert. Unter Männern entstand eine angeregte Diskussion um die Anhänger. Die Kupplung wurde genauestens untersucht. Wir beide wurden hingegen augeblendet 🙂
Dann spricht uns aber doch noch ein älterer Herr in perfektem Deutsch an. Er kommt aus Cetinje in Montenegro, lebt aber in Augsburg. Er warnt uns von den rutschigen, montenegrinischen Strassen und den "Verkehrsanalphabeten" 🙂 Was für ein passender Ausdruck. Er hat uns erzählt, dass er gerade auf der Fahrt zur Fähre beobachtet hätte, wie fünf Mountainbiker in einen Verkehrskreisel eingefahren sind. Vier kamen heil raus, der fünfte, obwohl im Recht, wurde von einem Autofahrer abgeschossen. Wir haben anschliessend auf der Fahrt darüber sinniert, wie man in Montenegro wohl zum Führerschein kommt, und ob es überhaupt eine Fahrschule gibt? Die Frage wurde uns durch ein vorbeifahrendes Fahrschulauto mit Fahrschüler (notabene am Sonntag) beantwortet.