Die Rache der Moskitos

Auf den Gegenschlag der Moskitos musste ich nur genau eine Nacht warten. Hinterlistig wie sie sind, griffen sie im Dunkeln an. Zum Glück ist unser Mückengitter am Innenzelt immer schön geschlossen, da können die Mosis noch lange rumsurren, ist mir schnurz-piep-egal. Ich liege also schön auf meiner Matratze und träume von meiner Heldentat von letzer Nacht, da wache ich auf mit schmerzender Hüfte. Hmm. Die Luft meiner Luftmatratze ist fast raus und ich liege auf dem Boden. Ich höre es regnen und renne, also vielmehr schäle ich mich aus dem Zelt – fühlt sich irgendwie an, wie wenn ein 80-Jähriger sich aus einem tiefer gelegtem Sportauto quält, und sammle alle Sachen zusammen, welche ich zum lüften rausgehängt habe. Kaum im Innenzelt angekommen, bemerke ich den fiesen Hinterhalt. Ich bin so rasch aus dem Zelt gestürmt, dass ich vergessen habe, das Moskitonetz zum Innenzelt zu schliessen. Natürlich warteten einige Mücken hämisch grinsend auf mich im Innenzelt. Als ich die allerletzte in die ewigen Jagdgründe geschickt habe und das Licht ausmache, sehe ich wie sich eine Letze in den hintersten Winkel bei Ms. Schlafsack versteckt. Hmm. Die lasse ich leben, wird mir schon nichts antun. Das war ein grosser Fehler. Natürlich hat mir die fiese Sa. genau einen Stich ins Gesicht verpasst. Nachdem ich das Zelt fast geräumt habe, sehe ich sie auf Ms. weissen Leintuch sitzen. Zum Glück fliegt sie gleich davon um auf dem schwarzen Boden zu landen. Als ich sie platt klatsche, bleibt ein roter Blutfleck zurück. Man stelle sich Ms. Reaktion vor, wenn dieser auf ihrem geliebtem weissen Leintuch zu sehen wäre. 🙂