Wir haben zwei Tage auf dem sehr schönen Camping Kovacine in Cres verbracht, wollten aber eigentlich in den Norden nach Beli, um eben die besagten Labyrinthe zu begehen. Leider hat uns der Regen und unsere Erschöpfung am ersten Tag einen Strich durch die Rechnung gezogen. Wir brechen trotz unsicherer Wettervorhersage bei leicht einsetzendem Nieselregen auf. Unterwegs entwickelt er sich zu einem ausgewachsenen Regen. Nach 30 Min sind meine Regenhandschuhe von SealSkinz klitsch-nass, 30 Min später könnten Fische in meinem rechten Schuh schwimmen. Bisher blieb immer alles trocken. Komisch. Wir sind also ca. 4 Km vor Beli, es geht nur noch bergab. Nach einer Kurve ist es passiert. Erst sehe ich, dass M. das Vorderrad wegrutscht und sie sich der Breite nach auf die Strasse legt, schon segle ich selber dem Asphalt entgegen. Ich spüre sofort stechende Schmerzen in meinen Händen und im Ellenbogen. Leider habe ich kurz vorher die Handschuhe ausgezogen, die Hände sind etwas aufgeschürft. M. kommt daher gerannt, ihre Hände bluten. Sie hatte auch keine Handschuhe an und hat sich die Hände richtig aufgerissen. In diesem Moment kommt ein Auto angefahren, zum Glück in normalem Tempo, und ein Italiener Ehepaar steigt aus und hilft uns. Wir sammeln unsere 7 Sachen von der Strasse zusammen, natürlich alles klitschnass. Uns geht es ausser den blutenden und schmerzenden Stellen am Körper gut, nichts ist gebrochen. (Siehe Bild: Auf der rechten Seite mittig kann man auf der Strasse noch die hellen Schleifspuren unseres Unfalles sehen. Das Foto wurde später, bei Sonnenschein aufgenommen.)
Entsprechend vorsichtig, anfangs noch zu Fuss, machen wir uns weiter auf den Weg zum Beli Camping. In Beli angekommen, geht es nochmals mit 18% Gefälle runter zum Strand und Camping. M. stösst ihr Rad, ich anfänglich auch und fahre dann den Rest.
