Auf Kroatien freuen wir uns schon ganz besonders. Wir wollen v.a. Inselhopping machen. Die Landschaft auf den Inseln muss herrlich sein und der Verkehr hoffentlich spärlich.
Reiseupdates
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Heute passieren wir die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien. Wir sind etwas irritiert, dass der Zoll hier noch besetzt ist, und die Pässe überprüft werden.

Schon von Weitem sehen wir die Brücke, welches das kroatische Festland mit der Insel Krk verbindet. Wieder einmal mehr dürfen wir als Fahrradfahrer die Brücke kostenlos passieren, alle anderen müssen einen Obolus entrichten. Von der Insel sehen wir ausser Strassen nicht viel, unser Ziel heisst Cres, die Nachbarinsel von Krk. Auf Cres führt jedoch nur eine Fähre, welche wir gerade noch rechtzeitig erreichen. Ach ja, man beachte die Temperaturen. 25 Grad und Sonnenschein… so soll es sein… 🙂

Wir suchen uns eine ruhigere Streckenführung aus, um nach Rijeka zu gelangen. Ruhiger heisst leider auch hügelig. So kommen wir auch heute wieder auf ein paar hundert Höhenmeter. Als wir uns sozusagen am Ende des Hochplateaus befinden, sehen wir diese Tafel und freuen uns, dass wir hier runter und nicht hochfahren dürfen. 🙂 Bei dieser permanenten Bremserei glühen unsere Bremsscheiben. Die Folge der Hitze ist eine thermische Verformung der Bremsscheiben, was sich in "reibenden" Geräuschen äussert und die präzise Nachstellung der Bremsklötze praktisch verunmöglicht.
In Rijeka angekommen, geniessen wir erst einmal einen super Cappucino mit einem Stück Schokoladenkuchen auf dem "Korzo"und schauen der multi-kulti Menschenmasse zu, wie sie sich durch die Strasse bewegt. Hier gibt es sogar einen dm, wo wir unsere Vorräte an Kokoswasser decken können. In der Innenstadt hat National Geographics mehrere Dutzend Bilder aus Kroatien ausgestellt. Die Labyrinthe von Beli, im Norden der Insel Cres, haben es uns angetan. Da möchten wir auf jeden Fall hin! Vorerst wollen wir auf einem Campingplatz ausserhalb von Rijeka übernachten. Beim Stadt exit entscheiden wir uns fälschlicherweise für eine Fahrt durch den Stadttunnel. Es gibt kein Verbotsschild, also nichts wie rein. Der Tunnel ist alles andere als angenehm. Da die Autos sehr schnell fahren, bewegen wir uns auf dem nur ca. 50 cm breiten, erhöhten Seitenstreifen. Es ist sehr warm, der Schweiss tropft von der Stirne – sicherlich auch wegen der Anspannung. Wie sich herausstellen sollte, wurde der angestrebte Campingplatz geschlossen. Somit werden es auch heute wieder gegen die 80 Km, bis wir unser Zelt aufbauen können.

Was für ein idyllischer Ort. Der Camping Kostrena bei Kraljevica. Wir sitzen am Strand und geniessen unseren Morgenkaffee für einmal nicht aus der Cafetiere sondern als Cappucino von der Bar. Wir kamen gestern so spät an, dass wir nicht mehr kochen wollten. So waren wir doch sehr glücklich darüber, dass es hier auf dem Camping ein kleines Restaurant gab.

Auch in Kroatien ist es an der Küste nicht anders. Hügelig. Von der Fährenanlegestelle bis auf den höchsten Punkt unserer heutigen Route sind es gut und gerne 400 Höhenmeter, das immerhin über 10 Km verteilt. Wir dachten wir sind schlau und nehmen die 1.5 Km kurze Abkürzung. Zur Not stossen wir. Nach über 1h schwitzen, schieben, noch mehr schwitzen und fluchen meinerseits, sind wir auf Anraten eines an der vermeintlichen Abkürzung wohnhaften Kroaten wieder zu unserem Ausgangspunkt, der Anlegestelle der Fähre zurück gekehrt. Der Weg sei kaum zu Fuss begehbar, in so einem schlechten Zustand sei er. Nachdem die eben angelegte Fähre ihre stinkende und lärmende Ladung ausgespuckt hat und diese sich nun die Serpentinen hochquält, machen wir uns, 2h später als ursprünglich angekommen, auf den genau gleichen Weg 🙂

Wir haben zwei Tage auf dem sehr schönen Camping Kovacine in Cres verbracht, wollten aber eigentlich in den Norden nach Beli, um eben die besagten Labyrinthe zu begehen. Leider hat uns der Regen und unsere Erschöpfung am ersten Tag einen Strich durch die Rechnung gezogen. Wir brechen trotz unsicherer Wettervorhersage bei leicht einsetzendem Nieselregen auf. Unterwegs entwickelt er sich zu einem ausgewachsenen Regen. Nach 30 Min sind meine Regenhandschuhe von SealSkinz klitsch-nass, 30 Min später könnten Fische in meinem rechten Schuh schwimmen. Bisher blieb immer alles trocken. Komisch. Wir sind also ca. 4 Km vor Beli, es geht nur noch bergab. Nach einer Kurve ist es passiert. Erst sehe ich, dass M. das Vorderrad wegrutscht und sie sich der Breite nach auf die Strasse legt, schon segle ich selber dem Asphalt entgegen. Ich spüre sofort stechende Schmerzen in meinen Händen und im Ellenbogen. Leider habe ich kurz vorher die Handschuhe ausgezogen, die Hände sind etwas aufgeschürft. M. kommt daher gerannt, ihre Hände bluten. Sie hatte auch keine Handschuhe an und hat sich die Hände richtig aufgerissen. In diesem Moment kommt ein Auto angefahren, zum Glück in normalem Tempo, und ein Italiener Ehepaar steigt aus und hilft uns. Wir sammeln unsere 7 Sachen von der Strasse zusammen, natürlich alles klitschnass. Uns geht es ausser den blutenden und schmerzenden Stellen am Körper gut, nichts ist gebrochen. (Siehe Bild: Auf der rechten Seite mittig kann man auf der Strasse noch die hellen Schleifspuren unseres Unfalles sehen. Das Foto wurde später, bei Sonnenschein aufgenommen.)
Entsprechend vorsichtig, anfangs noch zu Fuss, machen wir uns weiter auf den Weg zum Beli Camping. In Beli angekommen, geht es nochmals mit 18% Gefälle runter zum Strand und Camping. M. stösst ihr Rad, ich anfänglich auch und fahre dann den Rest.

Für mich war schon, nachdem die Fische sich in meinem rechten Schuh einquartiert hatten klar, dass ich nicht im Zelt schlafen werde. Nach dem Sturz hat nun auch M. gesagt, dass sie drinnen schlafen möchte. Wir waren uns also einig, dass wir uns eine Hütte leisten. Wir sind einfach zu nass und zu müde, ins Zelt zu gehen. Unten heil beim Camping angekommen, bietet sich mir ein Bild der Verwüstung. Der halbe Zeltplatz, mit viel lehmigem Boden, ist Zentimeter hoch unter Wasser. Noch schlimmer, auf dem Camping gibt es keine Hütten zu mieten. Wir fragen an der Bar nach und werden mit einem Fremdenzimmer fündig. Dort haben wir nun unser Lazarett aufgebaut und pflegen unsere sowie die Ausrüstungswunden…

Wir hatten aus unserem Raum in Beli eine traumhafte Aussicht auf das Meer, welche wir während den Regentagen praktisch aus unserem Bett geniessen konnten. Etwas Positives hatte das Ganze, wir kamen seit langem wieder einmal zum lesen unserer e-books und konnten uns so richtig gut erholen.

Wer weiss, was auf dem Bild zu sehen ist? Antworten bitte per E-Mail an info@FromNorthCapeToAthens.com. Die erste richtige Antwort bekommt eine Postkarte zugesandt.

Das schmucke Dörfchen Beli beheimatet ganze 45 Seelen, davon 11 Kinder.

Wir blieben drei Tage in Beli, das gab uns die Möglichkeit zwei Labyrinthe (auf dem Bild das Labyrinth zu Ehren der slowenisch-kroatischen Göttin Vesna), bei schönstem Wetter laufen zu können. Vor ein paar Jahren gabs hier noch das sogenannte "Eco Center", welches u.a. mehrere Trails unterhalten hat, einige davon mit eben diesen Labyrinthen als "Belohnung". Leider wurde das "Eco Center" wegen Auseinandersetzung mit den Behörden der Stadt Cres geschlossen. Hoffentlich überleben die Trails und Labyrinthe, es zieht definitiv Besucher an. Mindestens uns zwei… 🙂

Man beachte das 18% Gefälle vom Dorf Beli runter zum Strand und Camping sowie auch unserer Bleibe. Wir hatten recht zu kämpfen, um unsere Bagage wieder den Berg hinaufzubefördern.

Hier seht ihr die Aussicht von unserer kleinen Terasse in Beli. Es ist jetzt schon schön, bei schönem Wetter jedoch unbezahlbar… 🙂

Wir haben lange darüber nachgedacht und uns nun schlussendlich durchgerungen und eine Bratpfanne gekauft. Damit sie schön leicht ist, entschieden wir uns für die Crepe Version. Die hat fast keinen Rand und ist nicht wirklich dick. Unsere selbstgemachten Pancakes waren ein Erstversuch, sie gingen trotz Natron nicht wirklich auf und glichen eher übergewichtigen Crepes. 🙂

Wir sind heute nur 20 Km bis nach Cres zurück zum Camping Kovacine gefahren. Das war nach dem Unfall vor ein paar Tagen genug. Wir wollten vor allem bei Zeiten ankommen und nicht im Dunkeln das Zelt aufschlagen. Wir wurden für unseres frühes Ankommen fürstlich belohnt. Siehe Bild…

Auf unserer Fahrt von Cres nach Mali Loscinj mussten wir uns die ersten Kilometer eine sehr schmale und vielbefahrene Strasse hochquälen. Sehr sehr mühsam. Wir wurden mit einer super Sicht auf Cres belohnt.

Bei schönstem Wetter konnten wir von der Insel Cres auf die Insel Mali Loscinj wechseln, welche man im Hintergrund sieht. Auch diese Insel ist recht hügelig, allerdings habe ich mich schon daran gewöhnt. Ich nehme den Anstieg einfach in Angriff und denke nicht, dass es mühsam sein wird. Ich finde, dass es nun einfacher geht…. das ist ja die Hauptsache. 🙂

In letzter Zeit kochen wir sehr viel mit dem MSR Benzinkocher, wir müssen deshalb immer mal wieder Benzin tanken. Auch heute, wir sind gerade etwas ausserhalb von Trogir, steuern wir eine Tankstelle an. Ich fülle also meine 0.5L Benzin und mache mich auf den Weg zur Kasse. Da kommt ein etwas verstört dreinblickender Mann mit zwei PET Flaschen unterm Arm daher. Ich frage mich, was der wohl mit denen will. Als er zu meiner Zapfsäule eilt, stutze ich kurz und schaue ihm zu, was er im Schilde führt. Als er sich meinen Zapfhahnen krallt, stelle ich ihn zur Rede. Er faselt was vor sich hin. Ich mache ihm mit Zeichensprache klar, dass er sich vom Acker machen soll. Er geht zur nächsten Säule und zieht die selbe Show ab. Krass… So kommt er wohl zu seinem Benzin für den Rasenmäher, Moped oder Ähnlichem – offensichtlich auf Kosten anderer.
In Split treffen wir ElMa. Mit ihnen werden wir die nächsten 1.5 Wochen zusammen reisen. Wir haben uns sehr auf dieses Treffen gefreut, haben wir sie doch schon seit Monaten nicht mehr gesehen. Sie bringen uns die bestellten Sachen, wie z.B. Kokoswasser, Akkuladegerät und Wasserfilter mit. Ebenfalls bringen sie eine Fülle von besten selbstgemachten Speisen mit… Hmmm. Da lacht mein Herz.
Sie reisen mit ihrem Ford Transit und wir mit unseren Bikes. Das meiste Gepäck können wir in ihr Auto packen, so haben wir auch ein paar entspannte Tage :-). Es kommt uns vor, als ob wir ein Begleitfahrzeug haben. Ein bisschen wie bei "A long way down". Wir fantasieren auch bereits, dass wir auf dem Zeltplatz die Geschichte unserer Nordkapp bis Athen Reise verbreiten, und sie etwas ausschmücken. Das Schweizer Fernsehen begleitet uns mit einem weissen Ford Transit. 🙂
Oldie und Goldie geniessen die ruhigen Minuten im Bauch der Fähre, welche uns von Split in 50 Minuten zur Insel Brac bringt.

Zum Frühstück gibt es heute frische Feigen. Diese wachsen hier am Baum auf dem Camping. Wir haben schon festgestellt, dass es mindestens zwei Sorten gibt. Eine wird violett wenn sie reif ist, die andere bleibt hellgrün bis gelb. Wir haben uns auch schon entlang der Strassen von Feigen ernährt. Da haben wir uns aber stets auf die uns bekannten Violetten konzentriert, da wir fälschlicherweise dachten, die Grünen seien unreif 🙂

Das Städtchen Bol und das dazugehörige "Golden Cape" besuchen dutzende von Cars voll mit Touristen. Man sieht das "Golden Cape" im Hintergrund. Im Prinzip ist es nur eine Land-Spitze, die ins Wasser raus ragt.

Wir waren heute auf dem Goldenen Horn, das kann man sich nicht nehmen lassen, wenn man schon neben Bol campiert. Auf einer Tafel wird erklären, wie sich das Horn auf natürliche Weise gebildet haben soll. Ich bin ein bisschen skeptisch und glaube eher, dass ein findiger Kroate, vor vielen Jahren, als Kroatien und vor allem Bol noch nicht touristisch erschlossen waren, auf die geniale Idee kam, eine Landzunge aufzuschütten und drum herum eine Entstehungsgeschichte zu dichten 😉 Ich begründe meine Skepsis damit, dass die Landzunge, welche aus Kies besteht, gut 2m über den Meeresspiegel raus ragt und links und rechts im Meer geht es ziemlich steil runter. Ich kann nicht erkennen, wie genau dort aus den untiefen des Meeres diese Landzunge hätte entstehen sollen.

In Bol wollten wir unbedingt auf den Fischmarkt. M. hat schon lange davon geträumt, dass wir unsere eigenen Scampis braten. So sind ElMa und wir ganz früh raus, um schon ca. 7 Uhr am Hafen zu stehen, wo man ja bekanntlich den frischen Fisch mit dem Boot abliefert. Irgendwo müsste dann hoffentlich auch der Fischmarkt sein. Wir stehen also da und warten. Dazu muss man sagen, dass letzte Nacht ein richtiger Sturm getobt hat, welcher mich wieder einmal wach gehalten hat. Wir fragen in einem Restaurant nach, wo denn nun die Tonnen von Fisch verkauft werden. Die Antwort war, genau da wo wir stehen. Suuuper. Wie wir dann nach und nach begriffen haben, waren alle Fischerboote schon oder viel mehr noch immer im Hafen. Wir haben immer nach grossen Kuttern ausschau gehalten, dabei sind hier alle Nussschalen Fischerboote. Der Sturm war wohl zu stark, so dass niemand raus gefahren ist. Wir gehen leicht depremiert ins nächste Café und bestellen uns einen leckeren Morgenkaffee. Wir sitzen alle schön mit dem Gesicht in der Sonne, als El. plötzlich aufschiesst, in die Ecke rennt und etwas in die Ecke spuckt. Ich dachte erst, ihr sei schlecht und sie müsse sich übergeben. Den Grund sahen wir schnell auf dem Unterteller liegen. Eine dicke fette kroatische Fliege hat wohl letzte Nacht ihre Längen in der Milch geschwommen, bevor sie einen Schwächeanfall wegen H-Milch Unverträglichkeit erlitten hatte und elendiglich ersoffen ist. Die Reaktion vom herbei gerufenen Kellner war wieder einmal filmreif. Er hat wild gestikuliert um uns klar zu machen, dass die Fliege wohl vom Himmel direkt in die Tasse gefallen sein muss. Ja genau, sie hat sich mit doppeltem Rittberger vom Tassenrand in die braune Brühe gestürzt. Als er merkte, dass das bei uns nicht zieht, hat er die Tasse genommen und ist murrend verschwunden. Als er mit einer neuen Tasse angelaufen kam und El. nur schon beim Anblick einer Kaffee Tasse einen Würgereiz verspürt hat, haben wir dankend abgesagt. Er hat die Augen verdreht, den Kaffee wieder mitgenommen und uns wahrscheinlich zum Mond geschickt. Ich habe mir fest vorgenommen, den Kaffee nicht zu bezahlen. Am Ende, muss ich leider zugeben, weiss ich wegen der Hektik nicht, ob ich ihn nun bezahlt habe oder nicht 🙁 Auf jeden Fall hat er für seine unangepasste Reaktion keinen müden Cent Trinkgeld gekriegt.

Diese spezielle Sicht aufs Meer bot sich uns auf der Fahrt von Bol nach Sumartin – kurz vor Sumartin, wo wir die Fähre nach Makarska nehmen. Wir wurden an einen gefrorenen Bergsee erinnert.

Auf der Höhe von Crepina, in der Gegend von Opuzen, liegt eine riesige Ebene eingebettet zwischen imposanten Bergen. Hier verkaufen viele ihre lokalen Produkte an kleinen Ständen…

Wirklich imposant war die Ebene bei Opuzen. Hier werden vor allem Mandarinen angebaut. Wir haben uns gefragt, warum wohl so viele Wassergräben zwischen den Plantagen angelegt wurden – zur Bewässerung oder um eine feucht-warmes Klima zu erzeugen?

Den ganzen Abend schon ist ein Kater bei uns auf dem Camping. Ich mag den Flohbeutel nicht wirklich streicheln und schicke ihn immer weg. Als Dankeschön entscheidet er sich, die Nacht auf meiner Badehose auf dem Anhänger zu verbringen und mir die Flöhe so zu schenken :-).

Hier in Neum (BiH) haben wir einen kleinen privaten Camping gefunden. Klein war nur der Camping, der Preis war, zumindest anfänglich, horrend. Sie wollten 245 Kuna, also etwa 40 CHF, für einen Standard, welcher höchsten 10 CHF wert gewesen wäre. Türen an den Klos und Duschen sucht man vergebens, warmes Wasser gab es nur bei der einen Dusche. Den Abwasch musste man im Mini Lavabo im Bad machen. Nach etwas verhandeln, haben wir 180 Kuna, ca. CHF 30 dafür bezahlt. Immer noch viel zu viel, immerhin bekommen sie das Gefühl, dass der Touri nicht einfach jeden Preis bezahlt.

Auf der Insel Peljesac muss man einfach Muscheln essen. Im Glasklaren Wasser rund um die Insel, sind unzählige Muschelfarmen angesiedelt. Auf dem Foto sieht man einen Zweimann Muschel Betrieb, der hintere am Steuer ist zugleich auch der Taucher, welcher unter Wasser nach dem Rechten schaut. An jeder Boje hängen unzählige Muscheln.

Bei Ston wurde eine 6 Km lange Festungsmauer gebaut, welche heute von Touristen sehr gut besucht wird. Einen gewissen Teil kann man sogar begehen. Wir haben uns lediglich das Städtchen Bol angesehen, wir hatten keine Lust uns einzureihen, um den beschwerlichen Aufstieg auf der Mauer zu machen. Wir treiben sonst schon genügend Sport 😉

Lange musste ich warten, um diese Schönheit ablichten zu können. Ma. hat sie direkt auf der Strasse, wo wir am Camping Prapratno an der Rezeption auf Einlass gewartet haben, gesichtet. Stolz ist sie über den Teer gestiefelt, hatte etwas von einer Dame in Stöckelschuhen. Erst als sie im nahen Grün verschwunden ist, konnte sie sich wieder beruhigen. Das andere Insekt, welches ich immer mal in freier Wildbahn erleben wollte, ist das "tote Blatt". Dieses bekam ich auf dem Camping Aloa bei Bol auch zu Gesicht, aber leider nur im Mund einer kleinen verspielten Katze, welche genüsslich darauf herumgekaut hat, es wieder rausgespuckt hat, um kurze Zeit später wieder darauf rumzukauen. Alle meine Bemühungen die Katze dazu zu bewegen vom Insekt abzulassen, sind gescheitert. Am Ende war es wirklich ein totes "totes Blatt" :-(.

Im schönen Örtchen Ston haben wir bei einem kleinen Fischladen 4 Kilo Muscheln für 4 Personen gekauft. Das für 48 Kuna, umgerechnet gerade mal CHF 7. Ma. hat es sich später anders überlegt, so assen wir zu dritt 4 Kilo Muscheln. Übrig blieben ganze 2 Kilo Schalen. Wahnsinn. Leider hat der sehr schöne Camping nur noch heute offen, dann ist die Saison zu Ende. Aus unserem Plan hier 2-3 Tage zu bleiben, wird leider nichts, und so machen wir uns auf den Weg zur Insel Mljet.

Nein nicht ganz. Ma. hat sich lediglich ganz lang gemacht, um etwas unter dem Bett in seinem Ford Transit "Dalmatina" hervorzuholen 🙂

Ich kenne mich mit Autos zu wenig aus, vor allem wenn das Emblem an der Front fehlt. Das gebe ich offen zu 🙂 Für mich sieht das auf jeden Fall wie eine kleine nette Sammlung von Fiat Cinquecentos aus…

In Pomena kam mir dieses witzige Auto im Kuhlook vor die Linse. Mit Fell und Schwanz, nur der Euter hat gefehlt… 🙂

Die kroatische Insel Mljet ist wieder einmal ziemlich bergig, trotzdem wollen wir mit dem Bike rumkurven. Wir klappern also die möglichen Campings ab, ElMa mit dem Auto schon voraus. Der erste Camp ist geschlossen, der nächste ebenso. Wir beschliessen am Strassenrand zu warten und abzuwarten ob ElMa beim dritten und letzten Camp mehr Glück haben. Als auch dieser zu ist, beschliessen wir, Oldie und Goldie im Busch zu verstecken und auch mit dem Auto zu fahren. Ca. 30 Km später werden wir in Pomena mit einem Appartement fündig. Wir bleiben 2 Tage da und geniessen den schönen Nationalpark. Als wir Oldie und Goldie wieder aus dem Busch holen, sind wir etwas enttäuscht. Weder ein kleines Bikechen noch ein kleines Anhängerchen sind zu sehen…. 🙂 Sie waren einfach zu artig.

Ich habe schon einen Beitrag über unsere Bemühungen in Norwegen geschrieben, irgendwie an mehr Energie zu gelangen. Ich glaube wir haben langsam die optimale Lösung gefunden. Sie heisst "Erneuerbare Energie". In allen bisher bereisten Balkanstaaten gab es innert nützlicher Distanz, auch am Sonntag, Nachschub der erneuerbaren Energiequelle: dem BUREK :-)… ein feines Gebäck aus Teig, welches wahlweise mit Schafskäse oder Fleisch gefüllt ist. Das Ganze wird dann noch in viel Fett gebacken, die Fettspuren kann man am Papier erkennen. TIPP: Den Burek immer in einer Plastiktüte aufbewahren, ansonsten wird alles fettig.

Nicht dass wir 6 Eier gegessen hätten. M. und ich jeweils 2, ElMa jeweils eines… hier kam unsere geliebte Crepe Pfanne zum Einsatz. Einfach super, wie nichts haften bleibt…

In Tstreno sind wir auf ein Arboretum gestossen, welches unter anderem diese mächtige Platane beherbergt. Man schätzt sie auf 450 Jahre, der Stammdurchmesser beträgt 3.8m und der Kronendurchmesser ca. 45m. Sie ist ganze 41m hoch. Wahnsinn daneben zu stehen.

Einen Besuch in Dubrovnik können wir jedem wärmstens ans Herz legen. Die Stadt wurde zwar während dem Krieg 1991 stark beschädigt, jedoch hat man sie wieder in ihren Originalzustand zurückversetzt. Speziell zu erwähnen gilt die Festungsmauer, welche auf ihrer ganzen Länge begangen werden kann. Das kann gut und gerne 3h in Anspruch nehmen. In der Stadt kriegt man wirklich das Gefühl, man sei ins Mittelalter zurückversetzt. Hierbei stören auch die in den engen Gassen beherbergten, unzähligen Geschäfte und Restaurants nicht. Gut, die Fluten von Touristen, welche auch ausserhalb der Hauptsaison noch zahlreich sind, wollen verpflegt werden. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Altstadt am Wasser liegt, die Unterkünfte meistens am Berg. So mussten wir jeden Tag ca. 500 Treppenstufen gehen, um vom Appartement in die Altstadt zu gelangen.

Nach 11 Tagen heisst es Abschied nehmen von ElMa. Wir haben die Zeit zusammen sehr genossen, so sind beim Abschied auch die Tränen gekullert 🙂 Wir brechen auf zu neuen Abenteuern in Montenegro, Albanien und Griechenland, sie fahren in 2-3 Tagen wieder zurück in die Schweiz. Es war eine super Idee, die zwei letzten Tage in Dubrovnik zu verbringen. Die Stadt ist einmalig.



