Heute, ich traue mich es fast nicht zu schreiben, haben wir wieder 27 Grad und Sonnenschein. In der Schweiz, so haben wir vernommen, sei der Sommer nicht so der Hammer. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass wir hier einen Jahrhundertsommer erleben….? 🙂
Wir sehnen uns also nach einer Abkühlung und finden diesen einladenden See mit einer super Badestelle. Wir geniessen das kühle Nass, da kommt ein Päärchen dazu mit zwei Hunden und zwei Stücken Styropor, wahrscheinlich als Schwimmhilfe. Der eine Hund ist von der Sorte "Ameise auf Steoriden" und würde wahrscheinlich im Wasser untergehen wie ein Stein. Sie stellen den völlig verängstigten Hund auf diese Styropor Schwimminsel und haben sichtlich Spass dabei. Um den grossen Hund von der Sorte "Strassenkötermischung" ins Wasser zu bringen, wirft der Junge immer wieder weisse Dinger ins Wasser und schreit den Namen des Hundes gefühlte 10'000 Mal. Irgendwann springt der Hund ins Wasser und schwimmt zu den weissen Dingern. Dann werden weitere Stücke geworfen, um ihn im Wasser zu behalten. Das Ganze nervt leider doch schon recht. Auf einmal wird mir klar, was er dem Hund zuwirft. Das sind Stücke der beiden Styroporplatten. Eine Platte schwimmt sogar durch den aufbrausenden Wind als Ganzes davon, interessiert aber weder ihn noch seine Begleitung. Wir trocknen uns am Ufer ab und sind von der Art und Weise schockiert, wie leider viele Norweger mit der wunderschönen Natur umgehen. Als Fahrradfahrer sieht man sehr viel Müll, der die Strassen säumt. Auf dem wunderschönen See schwimmen nun unzählige Styroporteile, hoffen wir mal, dass sie einem Tier als Nestbau Material dienen.
Das "Styropormonster" hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
