Die Tücken des Lebens auf dem Schiff

Am Check-In Schalter wurde uns mitgeteilt, dass das Wasser vom Hahnen Trinkwasser sei. Da wir die, mit einer guten Marge versehenen, Wasserflaschen nicht an Bord kaufen wollen, passt das uns ganz gut in Kram. Nur nach dem ersten Tag an dem wir uns den Durst mit dem "Hahnenburger" gestillt haben, wurde es M. plötzlich ganz unwohl im Magen. Sie musste sich die darauf folgenden Tage etwas schonen und konnte nicht wirklich etwas essen. Nun geht es aber wieder und sie haut beim Frühstück wieder so richtig rein. Wir waren erst nicht sicher, ob wir es selber zu verantworten haben da wir ein etwas unkonventionelles Abendessen gegessen haben. Dazu gleich mehr. Das bekannte Problem beim Selbstversorgen ist die Kühlung. Vorallem wenn man mit dem Velo unterwegs ist. Das ist in einer Kabine unserer Preiskategorie nicht anders, einen Kühlschrank sucht man vergebens. M. hat also die Schränke fein säuberlich mit unseren zuvor gekauften Esswaren gefüllt. Da wir dachten, ein Müesli zum Abendessen sie jeweils eine gute Idee, haben wir uns ein Pack gekauft. Da man üblicherweise Milch nimmt um die staubtrockene Mischung runterzukriegen, haben wir uns überlegt, dass wir einfach Milchpulver kaufen und das dann mit Wasser anrühren. Das braucht keine Kühlung. Da unser Norwegisch noch immer inexistent ist und über das begrüssende "Hai Hai" nicht hinausgeht, haben wir uns für ein Produkt entschieden, welches wir kennen. HIPP. Genau. Viele von euch kennen HIPP als Babynahrung. Und genau das war es auch. Wir haben Milchpulver für bis 12-monatige Kinder gekauft, im Glauben etwas gutes zu kaufen. Die Rückseite liest sich wie eine "who-is-who" Liste der bekanntesten Vitamine und Spurenelemente. Kann ja nicht wirklich schlecht sein. Das einzige Problem dabei ist, dass wir keine heisses Wasser haben und das heisse Wasser vom Hahnen zu nehmen ist keine Option. Wer schon mal probiert hat das Pulver in kaltes Wasser einzurühren, wird unsere Mühe verstehen. Wenn man das Zeugs ins Wasser im Becher gibt, bildet sich ersteinmal eine Insel. Diese gilt es nun zu versenken und das natürlich ohne das ganze Pulver auf dem Teppich zu verteilen. Den Atem hält man dabei auch besser an. Wenn das Pulver ersteinmal unter Wasser ist, ist noch lange nicht fertig. Natürlich bilden sich hässliche Klumpen. Diese klein zu kriegen dauert auch wieder eine Weile. Mann ist immer geneigt energischer zu schlagen, wie beim Rahmschlagen, um den Knöllchen den gar aus zu machen. Nur mit einem Löffelchen in einem kleinen Thermo Becher ist dass nicht so der Hammer. Irgendwie will die ganze Suppe nicht so wirklich "homegenisieren". Liegt das vielleicht doch an der fehlenden Hitze? Am Ende haben wir jedenfalls ein weisses Wasser mit vielen kleinen "weissen Pöppeli" drin. Nicht wirklich mit Genuss essen wir unser Müesli, die Mischung war auch eher ein Griff ins Klo. So, nun gilt es herauszufinden, an was es Ms Übelkeit festzumachen gilt. Am Milchpulver, welches eigentlich nicht für Kinder über 12 Monate gedacht ist oder aber am Wasser. Bei meinem "Saumagen" habe ich nicht wirklich viel gespürt, klar es ist nicht wie an Land, kann aber auch das permanente schaukeln des Schiffes sein.