July 15, 2014 12:37 am
Es scheint mir, als haben alle norwegischen Strassenbauer als Kinder gerne das Spiel "Malen mit Zahlen" gespielt und erinnerten sich beim Planen der Strassen wieder daran. So sicher wie das Amen in der Kirche wurden die Punkte (Höhenangaben) von der Kleinsten zu der Höchsten miteinander verbunden. Aus irgendeinem Grund verlaufen die Strassen hier immer über den höchsten Punkt über den Berg. Die müsste man mal in die Schweiz zur Nachhilfe schicken. Da lernt man übrigens auch, wie man einen richtigen Tunnel baut 🙂 Diese hier sind ja schon krass. Das Licht ist spärlich, die Lüftung inexistent und der Lärm ohrenbetäubend. Der Strassenbelag ist wahrscheinlich wegen des Schnees und Eis sehr grob gewählt und somit entsteht ein riesen Lärm, welcher natürlich auf dem Fahrrad noch viel extremer erscheint. Die letzen drei Tage haben wir jeweils Rentiere gesehen, aber heute zum ersten Mal einfach blöd aus der Wäsche glotzend mitten auf der Strasse stehend und sich keinen Millimeter bewegend. Selbst wenn ein grosser Brummi hupt, bewegt sich das Tier nur, wenn es selber will. Aus diesem Grund haben auch alle norwegischen Lastwagen ein Gitter und Rohre vor der Kühlerhaube. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Rentier zu Gulasch verarbeitet wird. Apropos Rentier Gulasch. Da Morgen mein Geburtstag ist, werden auch wir versuchen in Hammerfest ein Rentier Gulasch zu kriegen…. hmmm… und dazu ein feines überteuertes Bier.
Heute musste ich einige Male an Franz Ferdinands Aussage "Alles was es braucht ist ein bisschen Sonne" denken. Mit der Sonne zeigt sich das Wasser in den verschiedensten Blautönen und glitzert in den Sonnenstrahlen einfach herrlichst.