In Schweden werden wir nur ca. 2 Wochen sein. Von der Grenze bis runter nach Helsingborg sind es nur gerade mal 453 Km.
Reiseupdates
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Auf der Swinesund-Brücke war es dann soweit. Wir haben die Grenze, welche hier natürlich durch den Swinesund Fjord gebildet wird, überschritten. Zum Glück hat uns Schweden empfangen, wie uns Norwegen verabschiedet hat. Mit gelegentlichen kurzen Schauern und ganz viel Gegenwind. Nicht das wir uns noch umgewöhnen müssen… 🙂

Kaum über die Grenze, schiessen die Einkaufszentren wie Pilze aus dem Boden. Wir haben vernommen, dass die Norweger jährlich 10 Mia NOK in Schweden ausgeben. Schweden ist für Norweger wie Deutschland für die Schweizer. Gut vorzustellen, wenn man sich dieses Shopping Mal anschaut, welches 110 Einzelgeschäfte beherbergt. Da kann das "Glattzenter" gleich einpacken. Leider oder vielleicht auch zum Glück sind wir gerade 5 Minuten nach Ladenschluss angekommen, und somit konnten wir auch kein Geld ausgeben. Wir hätten hier gerne etwas gegessen, und ich hätte mich liebend gerne mit "günstigen" Süssigkeiten eingedeckt. Wir haben uns dann mit McDonald`s begnügt (d.h. M. hat sich überwinden können), was sich als fatal rausstellen sollte. Siehe dazu separaten Beitrag…

Wir haben uns vom einzigen offenen, G.M.K lieblings "Schottischen Restaurant", McDonald's verführen lassen. Wir standen beim Bestellen da, wie ein LKW Fahrer in einer Dessou-Abteilung – von "Tuten-und-Blasen" keine Ahnung. Die junge Bedienung wird sich ihre Sache gedacht haben. Die Auswahl ist krass, und wenn man schon seit zehn Jahren oder länger nicht mehr im MAC war, einfach überwältigend. Also was machen wir, wir wählen nicht etwa den In-Burger "El Maco" sondern setzen auf die uns bekannten "Oldtimer". Wir haben uns 20 Chicken Nuggets, zwei Portionen Pommes, zwei Cheesburger und 0.5 L Soda einverleibt. Ms. Körper hat jedoch ein Wörtchen mitgeredet, geht es doch schliesslich ums einverLEIBen, und hat sich vehement gewehrt. Auf dem Weg nach Strömstad mussten wir zwei mal "notlanden", M. hatte Schwindelanfälle und Übelkeit, sie musste sich am Strassenrand hinlegen und Notfalltropfen (E. sei Dank!) zu sich nehmen. Krass. In Zukunft gibts für uns wieder lecker staubtrockenes Vollkornbrot mit einer Möhre drauf 🙂

Dass die Norweger kleine Kinder in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen verspeisen, wissen wir ja schon. Neu ist mir, dass es die Schweden auf die Spitze treiben. Hier gibt es Kinder schon aus dem Automaten – dem "Barne-Mat". Und wie schön sie lächeln, alles sicher nur "Etikettenschwindel". 🙂

Wir sind wieder einmal sehr spät am Zeltplatz angekommen. Es geht zwar noch ohne Taschenlampe aber nur noch knapp. Wir mussten den erst besten Zeltplatz nehmen, da wir einfach nicht mehr weiter konnten. Und nach Ms. "McDonald's-Schwäche-Anfall" wollten wir auch nicht unbedingt weiter fahren. Die Rezeption war geschlossen, also haben wir unser Zelt neben ein paar Zwergenhäuschen aufgestellt. Der Zeltplatz ist praktisch ausgestorben, den Grund dafür sieht man auf dem Bild im Hintergrund über den Zeltplatz führen. Die neue Schnellstrasse E6 lässt den Zeltplatz einfach links liegen.

Kaum habe ich unsere Räder in Strömstad abgesperrt, tönt es auch schon "Au Scheisse…". Ich drehe mich zu M. um und sehe uns schon wieder im Sportladen stehen und einen Handschuh kaufen. Darin haben wir ja nun Übung. 🙂 Nur leider ist es dieses Mal nicht der Handschuh sondern der Fahrradcomputer. Au Backe. Mit all den "wichtigen" Daten drauf. Zum Glück ist dieser "regendicht", somit auch eine gewisse Zeit wasserdicht. Ich also wie vom Affen gebissen und sicher nicht weniger elegant als so einer, die Notleiter runter, in bester "Cliff-Hanger" Manier nur noch an einem kleinen Finger an der Leiter hängend den rettenden Griff ins kühle Nass wagend. Tja und im nu war der kleine Flüchtling wieder im Trockenen. Das alles ging so schnell, das M. nicht einmal den Fotoapparat hat zücken können…

eine Frau fürs leben. Was er ihr bieten kann: eine Luxusjacht. Es ist schon bemerkenswert, dass wirklich fast jeder Norweger, wie auch Schwede, der irgendwo am Wasser wohnt, sein eigenes "Böötchen" besitzt. Neben den Nussschalen haben sie auch eine Vorliebe für Ferienhäuschen. Praktisch jeder besitzt auch ein solches. Kein Wunder, ganz passable kleine Hüttchen gibt es schon für CHF 50'000, und das Land dazu wird einem praktisch nachgeworfen. Es hat ja massig Platz hier in Norwegen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ebenfalls fast jeder Norweger auch ein Handwerker ist? Nahezu jedes zweite Auto hat eine Anhängerkupplung und sehr, sehr oft karren sie irgendwas mit ihrem "Anhängerle" von A nach B. Ich frage mich jeweils, ob die denn keinen anständigen Job in einem Büro haben… 🙂

Wer den Film noch nicht kennt, dem sei er wärmstens empfohlen. Keine leichte Kost, aber das ist ja meistens so bei tiefgründigen Filmen. Der Film spielt jedenfalls in Åmål, der Ortschaft, die ich sofort auf dem Schild erkannte.

Es sollte unbedingt per Gesetz verboten werden, Ortschaften nach Essen zu benennen. Wie soll sich so ein hungriger Fahrradfahrer überhaupt noch konzentrieren können, ohne bereits schon wieder an die nächste Mahlzeit zu denken?!

Ich kann langsam nachvollziehen, wie sich wohl ein Wüstendurchquerer fühlt, wenn er dehydriert ist und sich nach Wasser sehnt. Ich sehe hier zum Beispiel schon Ansätze von Marshmallows und und wenn ich Ms. Wädchen sehe wenn ich hinter ihr her radle, sehne ich mich oft nach Hühnchenschenkel… 🙂

Da wir immer wieder mit Gegenwind zu kämpfen haben, denken wir öfters über alternative Antriebsmethoden nach. Wir sinnierten schon über ein Windsegel, nur das hilft nur wirklich, wenn der Wind von hinten bläst. Eine Windturbine auf dem Helm montiert, würde sicher genügend Energie leisten, nur wird sie zu schwer sein. Wir haben alle Pläne verworfen ausser dem Gasantrieb. Da sind wir sogar bis in die Testphase fortgeschritten. Wir kochen also Linsen mit Blumenkohl. Die Produktion des TREIBstoffes beginnt schon kurze Zeit später. Leider wird ein grosser Teil davon bereits im Zelt freigesetzt, und verpufft, leider nicht so schnell wie gewünscht, wirkungslos. Am nächsten Tag auf dem Bike wird immer noch Treibstoff freigesetzt, das ist ja schon mal suuuper. Jetzt müssen wir nur noch das Timing mit dem Feuerzeug richtig hinkriegen, dann wäre es eine passable Lösung. Wahrscheinlich wird es eine Selbstzündung sein, es ist immer so wackelig vom fahrenden Rad aus einhändig zum andern rüberzulangen.
Sitzen gerade im Espresso House in Stenungsund und geniessen einen feinen Kaffee Latte mit gratis WLAN. Den Tipp haben wir von T. und K. erhalten, zwei Fahrradreisende aus Hamburg, welche wir gestern auf dem Zeltplatz Löfgrens ins Lysekil getroffen haben. Wir hoffen sie entweder in Hamburg oder Winterthur wiederzusehen. Sie sind bereits wieder auf dem Heimweg und starten am Montag ihren Arbeitsalltag. Guten Start wünschen wir, bei uns geht es noch etwas länger… Bis Februar 2015…. yeeaaahhh.
M…. meine Begleitung, nicht nur auf dieser Reise sondern auch sonst im Leben… 🙂

Ich bin auch schon mal blind dem Navi gefolgt. Wir wollten auf die andere Seite des Bodensees, der Weg führte irgendwo bei Konstanz bergab, ich schaue auf das Navi, es geht immer noch gerade aus…. alles wunderbar… ich fahre… auf einmal Hafen… aehhh bitte was?… Wasser…. hmmm… passt mir gar nicht… dann ahhh Fähre…. ahhh nach Überlingen…. tönt richtig, somit weiter fahren… wir also auf die Fähre drauf, als letztes Auto, die Lucke klappt hoch und schon sind wir unterwegs. Zum Glück war es die richtige Fähre. Alles eine Sache von höchstens einer Minute…spooky. Man stelle sich nun vor, es wartet keine Fähre…. 🙂

Ich weiss ja nicht, wie die "Blechpolizisten" bei euch aussehen, bei uns jedenfalls sind es zum Teil recht hässliche, fast quadratische graue Kisten. In Schweden dagegen, sehen sie richtig sportlich aus… nicht dass sie deswegen weniger korrekt sind. Irgendwie konnte ich im gelben Blitz einen Smiley erkennen… alles nur Einbildung?

Immer wieder sehe ich diese Musters auf den Strassen. Auch schon in Norwegen ist mir dieses Phänomen aufgefallen. Beschleunigen die wie die Irren, oder haben sie möglicherweise einen Anhänger, den sie hin und her schleudern? Da es meistens auf einer abfallenden Strasse ist, könnte es auch mit der Handbremse und kräftigem reissen des Steuerrades auf die Strasse "gemalt" werden. Oder sind es in etwa Quads?!

Natürlich immer "Min Kaffe". Vorallem früh Morgens… da kenne ich gar keinen Spass, wenn es um Kaffee geht. Wir schleppen deshalb auch eine richtige Cafetiere mit, mit welcher man(n) einen leckeren Espresso zubereiten kann. Eines der wenigen Luxusstücke, die wir, oder viel mehr ich, mit uns schleppen.

Wir wurden von einer ehemaligen Schulfreundin von M., welche in Onsala (30 km von Göteborg) wohnt, zum alljährlichen "Kräftfesten" eingeladen. Dabei werden Unmengen von frischen Shrimps und vorallem "Kräft", also Krebsen verspiesen. Hierbei singt man immer mal wieder aus dem "Liederbuch", wie es auf dem Foto ersichtlich ist, ein Lied gesungen. Es geht nicht wirklich um den Text, das Wichtige ist, dass am Ende des Liedes jeweils ein Shotglas mit Schwedischem Aqua Vit auf ex gekippt wird…Skol! Natürlich wird die Stimmung immer besser….
Wir haben uns auf jeden Fall sehr amüsiert und uns die Bäuche mit Seafood vollgeschlagen. Davon hatten wir schon lange geträumt… A dream came true… sozusagen…:-)

Wir wurden wirklich von E. & F. verwöhnt. Am nächsten Tag gab es lecker Pasta Marinara mit frischen Muscheln und Shrimps und Fisch. Wir konnten auch dieses Mal nicht genug kriegen… Hmmm, welch ein Genuss!…besser als man das je in good old Italy haben kann. Vielen Dank!!!
Morgen heisst es wieder ab auf die Bikes… Im Moment regnet es hier in Onsala bei 11 Grad…. brrr….

Zu den mit EL beginnenden Autoschildern in Norwegen wollte ich noch sagen, dass es einen ganz praktischen Grund hat. Die Norweger bezahlen nämlich Autobahngebühren, welche je nach Gebrauch der Autobahn anfallen. Deshalb werden an automatischen Erfassungsstationen die Nummern "gescanned". Dabei werden gleich alle Nummer mit EL beginnend aussortiert, das trifft für alle reinen Elektrofahrzeuge zu. Hybrid Autos haben eine andere Nummer. Die Elektroautos werden in Norwegen extrem gefördert.
So bezahlt man keine:
Und man darf als "suplement" die für Taxis und Busse reservierten Fahrstreifen benutzen. Stau gehört somit der Vergangenheit an.
Wir konnten in Erfahrung bringen, dass Tesla letztes Jahr 20'000 Autos produziert hat, und sage und schreibe 10% davon in Norwegen verkauft hat. Kein Wunder habe ich diese immer und überall gesehen…
In Schweden sehen wir vorallem Volvos…

Nicht ganz… so sah unser Zelt aus, als wir gewaschen haben und es dann zu regnen begonnen hat. Somit mussten wir unsere Wäsche im Zelt aufhängen. M. hatte die brillante Idee (sie wurde sogleich kopiert), die Wäsche im sehr grossen Koch- und Aufenthaltsraum des Zeltplatzes aufzuhängen. Am nächsten Morgen war alles ziemlich trocken, die Merino Teile kann ich ohne Probleme auch noch etwas "restfeucht" anziehen. Das ist ja gerade das Geniale.

