Reise Chronologisch

Schweiz (38)

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03.04.2014 - Die einzigen die mich überholen haben einen Elektroantrieb.

Die einzigen die mich überholen haben einen Elektroantrieb. 😉

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26.04.2014 - Heute haben wir zum erste Mal in der Wohnung die ganze Sachen zusammengetragen, welche wir auf die Reise mitnehmen wollen.

Heute haben wir zum erste Mal in der Wohnung die ganze Sachen zusammengetragen, welche wir auf die Reise mitnehmen wollen. Mann-o-Mann…. da kam doch sehr viel Zeugs zusammen und es waren noch keine Kleider dabei. Na, es wird weiterhin spannend bleiben, ich werde auf jeden Fall die Option für einen Gepäckträger prüfen… 🙂
Am Nachmittag sind wir bei Sonnenschein auf die Wiese unten im Hof und haben unser neues Hilleberg Nallo 3 GT Zelt aufgebaut. Ein Traum von einem Zelt. Ohne darin geschlafen zu haben, kann ich jetzt schon sagen, das wird der Hammer. Die Apsis bietet sehr viel Platz, da kann man(n) sich auch bei Regenwetter aufhalten. Sehr viele gut durchdachte Details zeigen, dass die Firma schon seit Jahrzehnten super Zelte produziert. Leider gibt es davon keine Fotos… ich war zu aufgeregt, wie ein kleiner Junge der ein Geschenk auspacken darf.

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05.05.2014 - Langsam Langsam….

Haben wir alles zusammen. Heute konnte ich den Prototypen der B.O.B. Ibex Tischbeine begutachten. Die Inspiration habe ich ursprünglich von der radvielfalt.de Webseite bekommen. Sie nennen es Bob mit Hörnchen. 🙂
Nur Köbi Buri, Mitarbeiter bei meinem lokalen Fahrradhändler des Vertrauens, Fateba.ch, war ihre Variante zu "heiss" oder eben zu kalt. Er wollte davon absehen, zwei Alurohre kalt zu biegen. Das ist vielleicht der Nachteil, wenn man sein Metier versteht. Auf jeden Fall ist das Modell von radvielfalt.de ebenfalls sehr gelungen, wie mir von Jana berichtet wurde, stören die fixen Hörnchen bei der Fahrt nicht und es können ebenfalls die Getränkeflaschenhalter weiterhin benutzt werden. Und eben, bei Ihnen hat die kalte Fusion… ähh.. kalte Biegung wunderbar funktioniert. 🙂
Köbi hat ein Modell entwickelt, welches sich runterklappen lässt und somit bei der Fahrt nicht stört. Natürlich können auch bei diesem Modell die Flaschen weiterhin im Halter transportiert werden. Die Tischbeine werden noch etwas angepasst und behandelt, so dass sie nicht rosten. Wir sind gespannt auf die ersten Live Tests.

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05.05.2014 - 2ter Satz Laufräder

2ter Satz Laufräder

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05.05.2014 - Keep dry

Ein grosses Problem, welches wir auf unserer Schweiz Tour hatten war, dass bei Regen das Hinterrad des Fahrrades, trotz Schutzblech, den ganzen Anhänger und Tasche vollgesaut hat. Köbi Buri hatte auch hier wieder eine super Idee. Er hatte selber einmal eine Tour mit dem Anhänger gemacht und ist dabei auf das selbe Problem gestossen. Anstatt sich darüber aufzuregen, hatte er die simple aber sehr effektive Lösung, ein altes Schutzblech zu zerschneiden und jeweils mit einem "mud flap" zu versehen und dann mit Kabelbindern an der B.O.B. Deichsel zu montieren. Siehe Bild.

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05.05.2014 - Irgendwie passt’s noch nicht so ganz

Mein Brooks B17 Ledersattel in der Farbe Honig ist leider noch nicht wirklich bequem. Ich habe gelesen, dass man sicher 100 Km fahren muss, bis er wirklich bequem ist. Hmm… Ich habe sicher schon mehr als das abgespult und trotzdem ist es noch nicht wirklich der Hammer. Ich verwende auch immer schön das Lederfett Proofide, welches übrigens mit seinem Preis jedem Kaviar Konkurrenz macht, jedoch sehe ich noch nicht wirklich, wie der Sattel weicher werden sollte. Zum Glück sind es bis zu Abreise ja noch fast 2 Monate.

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06.05.2014 - 2ter Satz Laufräder

Heute wurden auch endlich die sehnlichst erwarteten Laufräder von M. fertig. Auch diese sind wie meine, von Köbi Buri von Fateba.ch von Hand eingespeicht worden. Wir haben eine Mavic EN 321 Felge verwendet mit Shimano Deore M756 XT Naben. Details siehe auf unserer Homepage. Leider müssen auch die Kugellager dieser Naben unbedingt mit einer schönen Fettpackung versehen werden. Wenn die Naben geöffnet werden, sind die Kugeln höchstens etwas "feucht" in einer öligen Flüssigkeit. Ich stelle mir da schon was anderes vor. In Zukunft kann M. mit den neuen Laufrädern mit Schwalbe Marathon Mondial Evolution Reifen durch die Gegend düsen. Da muss ich mich wohl langsam sputen um ihr nachzukommen. 🙂

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22.05.2014 - Test der Regensachen

Heute war eigentlich einer der Tage, wo man normalerweise gemütlich mit einem guten Buch auf der Couch sitzend einen dampfenden Tee geniesst. Es hat wie aus Eimern geschüttet und sehr stark gewindet. Also eine super Simulation des Wetters am Nordkapp. 😉 Zum Glück war das nur ein Test. Unsere Regenkleider haben kläglich versagt. Und das schon nach einer Stunde im Regen. Ich hatte Socken und Handschuhe von Sealskin und eine sehr dünne Regen/Windjacke von Ziener im Test. M. die Gamaschen, die Regenhose von Vaude und die Millet Regenjacke. Meine wasserdichten Socken und die Regenhosen von Vaude haben eigentlich sehr gut gehalten. Die Handschuhe waren jedoch bereits nach kurzer Zeit triefend nass. Ich muss fairer weise gestehen, dass bei mir die ganzen Probleme wahrscheinlich durch die völlig überforderte Windjacke verursacht wurden. Diese Jacke ist bestenfalls für ein paar gelegentliche Tropfen ausgelegt. Somit wurde ich am Oberkörper klitschnass und das Wasser ist mir wahrscheinlich am Unterarm runtergelaufen und so in die Handschuhe gelangt. Ich müsste das unbedingt nochmals testen mit einer guten Regenjacke, ansonsten wäre es an der Zeit, die Handschuhe zurück zu bringen. Die Schuhe waren ebenfalls durchnässt, keine Wunder, die sind auch nicht wasserdicht. Vorallem waren wir so was von dreckig, von oben bis unten vollgespritzt, obwohl wir beide die Schutzbleche montiert haben. M. hatte keine wasserdichten Handschuhe an und ihre Finger waren somit am Ende der Tour durchgefroren, was sich in einer Farbe, wie bei frisch zubereitetem Hummer, zeigte. 🙂 Sie hatte leider die "Lüftungs-Reissverschlüsse" ihrer Regenjacke nicht zu 100% geschlossen, so ist auch sie minimal am Oberkörper nass geworden. Sie hatte nur bessere Turnschuhe an und somit wurden auch diese, trotz den Vaude Gamaschen, triefend nass. Das gute daran ist, dass sie mir nun glaubt, dass es an der Zeit ist, sich richtige Schuhe (notabene mit SPD Klickpedalen Einsatz) zu kaufen. 😉 Wie sie damit zu recht kommen wird, wird sicher auch noch spannend. Wir haben alles schon unsere Erfahrungen machen dürfen, mit Schuhen die sich nicht mehr aus der Pedale lösen lassen. 🙁
Mein Brooks Sattel hat während diesem Test ziemlich gelitten. Teilweise ist die Farbe des Leders schon ziemlich verbleicht. Ein Behandlung mit dem Spezial Lederfett hat leider nur für kurze Zeit Abhilfe geschaffen. Das Gute ist, das er nun doch merklich weicher wird. Wie mir u.a. von Jana von Radvielfalt.de berichtet wurde, muss ich eher mit 1000 Km als 100 Km rechnen, bis der Brooks Sattel wirklich weich wird.

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22.05.2014 - Au Backe… die Bremsbacke…

Wir haben den Geburtstag von E. zum Anlass genommen, unser Bike Training an diesem 1. Mai zu machen. Wir sind von Winterthur via Marthalen bis nach Rheinau gefahren, da war leider niemand mehr (meine Communication Skills waren wieder einmal mehr der Hammer) 😉 so sind wir dann anschliessend bis nach Flaach gefahren. Dort kamen wir etwas zu spät an, 16:15 statt 16:00, in Anbetracht dessen, dass wir mit den Bikes unterwegs sind, keine schlechte Zeit.
Auf der Hinfahrt hat sich M. immer wieder beklagt, dass sie nicht so recht in die Gänge kommt. Ich habe sie sehr oft runterschalten gehört. Sie zweifelte immer mehr an ihrer Fitness und hat fast schon die bevorstehende Reise in Frage gestellt. Sie meinte immer, ich rolle so locker vor mich hin, da kann doch was nicht stimmen. Ich entgegnete, dass ich halt fit sei und sie einfach etwas mehr trainieren soll. 😉 Kurz bevor wir in Rheinau ankamen, ging gar nichts mehr. Sie wollte mit meinen Bike fahren um zu schauen, wie es so geht. Ich fuhr mit ihrem. Und wirklich es ging so was von streng. Ich habe also das Bike auf den Kopf gestellt und mir mal die mechanische BB7 Scheibenbremse angeschaut. Au Backe…. die eine Bremsbacke hat permanent an der Scheibe gebremst, so das kein typisches intermittierendes Schleifgeräuch entstand, welches, wenn ich es vernommen hätte, sofort behoben hätte. Dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Kurz nachdem wir los sind, habe ich M. noch gesagt, sie soll die Stell-Schrauben bei den Bremshebeln noch ein Stück rausdrehen, damit die Bremse etwas früher greift. Der Bremshebel musste immer fast bis zum Griff gedrückt werden, bis er eine anständige Bremskraft entwickelt hat. Und da ist es passiert. M. ist also gut 30 Km sozusagen mit angezogener Handbremse gefahren. Was für ein Training… 🙁 Zum Glück nahm sie es mit Humor, und konnte dann beim weitererzählen selber darüber lachen. 🙂 Auf dem Rückweg ist sie mir wieder wie gewohnt davongeflogen und die Welt ist wieder in Ordnung. Wir blieben sehr lange in Rheinau und sind erst um 20:30 los. Leider hatten wir zwei Brainies wieder einmal keine Lichter dabei, obwohl ich mich zu Hause noch gefragt habe ob ich sie vielleicht mitnehmen soll. Wir wurden also von Martin freundlicherweise mit den Lichtern ausgestattet, welche noch irgendwo zu finden waren. Wir haben uns auch noch irgendwelche ulkigen gelben Bänder mit roten Mini LEDs befestigt. Das sah wirklich zum schiessen aus. Ich habe die Ortlieb Lenkertasche an meinem Brezel-Lenker montiert, so dass ich nur an den ganz äusseren Stellen eine Lampe montieren konnte. M. Lenker ist so dick, dass wir keine Lichter anbringen konnten. So habe ich halt zwei Lichter montiert. Die Konstellation sah irgendwie wie bei einem Ufo aus. Die beiden Lichter auf der linken und rechten Seite am Lenker haben irgendwo hingezündet, nur nicht auf die Strasse wo wir fuhren. 🙂 M. bekam dafür das Rücklicht. Diese wurde jedoch ohne Schraubenzieher montiert, es hat sich deshalb schon nach kurzer Zeit nach unten geneigt und war praktisch wertlos. Ich habe es dann, leider viel zu spät, abmontiert und in die Satteltasche bei M. gesteckt. Wie sich auf dem Weg rausstellte, waren die Batterien der einen Lampe nicht mehr der Hammer, so dass ich es gleich ausgeschaltet habe. An gewissen Stellen wurde es mit dieser halb blinden Ufobeleuchtung doch bedenklichen kritisch, zum Glück ist alles gut gegangen. Der Vorteil war, wir konnten den schönen Sternenhimmel geniessen.
Wir sind heute gut 67 Km in 3h 45 gefahren.

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30.05.2014 - Trainingsfahrt mit anschliessender Zugfahrt

Wir sind heute von Winterthur bis nach Jestetten via Rheinau gefahren. Da wir erst um 18:00 los sind, kamen wir entsprechend erst um 20:30 an. Nachdem wir uns bei ElMa verpflegt hatten, mussten wir noch bis zum Bhf Marthalen stressen. Der Bus fuhr lange Zeit hinter uns, wir haben uns aber dagegen entschieden auf den Bus umzusteigen. Wir haben es ziemlich knapp noch auf den 21:59 Zug geschafft. Zum Glück habe ich diesmal die Lichter eingepackt. Auf der Strecke gibt es teilweise keine Strassenbeleuchtung. Für CHF 40 durften wir dann zusammen mit unseren Bikes nach Winterthur fahren. Stolze Preise, dass muss man schon sagen. Alles in Allem waren es am heutigen Tag wieder 40 Km.

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30.05.2014 - Holy $h1t

Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Winterthur
Nach: Gütighausen
Kilometer: 15
Fahrzeit: 1h 5 Min
Pannen: 0
Essen: Fleisch, Pilze und Paprika vom Grill mit Brot
Ausgaben: keine
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 10 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt aber trocken

Wow sind die Dinger schwer oder wo sollen wir das auch alles hinpacken. 😉

Ich bin extra schon um 14:30 von der Arbeit heim, damit wir früh losfahren können. Wir haben uns beide riesig auf diese 3 Tag draussen gefreut. Ich habe ursprünglich gesagt, dass wir locker um 16:00 Uhr gehen können. M. meinte dann, 17:00 Uhr reicht dann auch, sie müsse noch was erledigen. Wir sind also schlussendlich mit 1h 30 Verspätung um 18:30 in Winti losgefahren. Aber erst nach gründlichem Fluchen, Finger tausend mal einklemmen und Knie anschlagen. Denn die Anhänger sind vergleichbar mit BMW K1200 LTs. Wenn sie mal fahren, fahren sie. Aber wehe du musst mit ihnen rangieren. 🙁 Dann ist fertig lustig. Ich habe mir schon fast einen Bruch gehoben, als ich die Dinger vollbepackt in den Lift geschoben habe. Die Dinger waren über voll und ich habe noch nicht einmal alles eingepackt. Vom Essen für eine Woche ganz zu schweigen. Der M. können wir nur beschränkt Gewicht laden, somit werde ich mir wohl oder übel noch einen Gepäckträger und zwei Seitentaschen montieren müssen. Damit wir wenigstens Platz fürs Essen, die Ersatzteile und das Werkzeug haben. Ich bin überzeugt, dass in 4 grossen Packtaschen mehr Platz hat, als auf so einem Hänger. Denn sie zu hoch zu packen sollte man tunlichst vermeiden, ansonsten wird das Fahrverhalten sehr schlecht.
Wer spät losfährt der kommt bekanntlich auch spät an. Wir konnten gerade noch im Tageslicht das Zelt aufbauen und uns einrichten. Margot hat sich um die "Inneneinrichtung" gekümmert, ich ums Feuer und das Essen. Gegessen haben wir im Schein unserer Stirnlampen, das fein hat vom Holzfeuer sehr gut geschmeckt.

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30.05.2014 - Idylle pur

Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Gütighausen
Nach: irgendwo im Grünen zwischen Merishausen und Opfertshofen
Kilometer: 21.3
Fahrzeit: 59 Min
Zeit im Stand: 1
Pannen: 0
Essen: nichts
Ausgaben: keine
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 10 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt

Dieser Zeltplatz ist einfache eine Idylle und da es noch low season ist, sind wir die einzigen, die in einem Zelt schlafen.

Wir haben bei einem Kafee noch spannendes über die Campingplatz Verwalterin erfahren. Sie war selber schon Monate mit dem Bike unterwegs. Eben gerade erst in Argentinien. Alleine, als Frau. Respekt.
Auf dem Zeltplatz haben wir noch ein wenig mit der Blache experimentiert, ob wir sie wirklich brauchen werden ist jedoch fraglich.

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16.06.2014 - Irgendwie haben wir uns das Wetter ein bisschen wärmer vorgestellt.

Irgendwie haben wir uns das Wetter ein bisschen wärmer vorgestellt. Muss wohl die Thermounterhose noch einpacken. 🙁

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21.06.2014 - Wild campen

Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Gütighausen
Nach: Irgendwo im Grünen bei Büttenhard
Kilometer: ca. 32 (Navi kein Strom)
Fahrzeit: ca. 2h 15 Min (Navi kein Strom)
Pannen: 0
Essen: nichts
Ausgaben: keine
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 8 Grad in der Nacht (freezing)
Wetter: Bedeckt

Patrick paranoid links und rechts schauend: Psssst, M., flüstern…..

Wir sind heute von Gütighausen aus in Richtung "irgendwo im Grünen nördlich von Schaffhausen" gefahren. Unterwegs haben wir realisiert, dass wir besser alles Essen für unterwegs, wie auch Gaskocher und Cafetiere auf anstatt in die Taschen packen. Ansonsten müssen wir immer alles mühsam aus der grossen Tasche auspacken. Vor der Brücke von Flurlingen nach Neuhausen haben wir kurz die Karte studiert. Sekunden später stand ein "Local" da und hat uns sehr nett den Weg erklärt. 🙂
Wir haben zwischen Neuhausen und Schaffhausen irgendwo schön am Rhein zu Mittag gegessen. Anschliessend gab es einen Kaffe im Güterhof, bevor wir uns durchs Mühlental in Richtung Merishausen "kämpften". Auf der permanent etwas ansteigenden Strasse bin ich in meinem Tritt gefahren und habe somit M. etwas stehen lassen. Ich werde mir nun, damit ich zum einen den Verkehr beobachten kann und zum anderen immer ein Auge auf M. richten kann, einen Rückspiegel montieren. Wir sind in Merishausen dem kleinen Bach gefolgt, welchen wir zuvor auf der Karte entdeckt haben. Zu unserem Erstaunen, war dieser ausgetrocknet. :-(Wir haben nochmals die Karte konsultiert und sind von Merishausen in Richtung Bibern gefahren. In Bibern fliesst schliesslich die Biber durch und die hat jetzt immer Wasser 🙂 Die Strasse führte am Anfang immer etwas nach oben gegen Schluss wurde sie jedoch so steil, das M. absteigen musste. Da haben wir uns schön verkalkuliert und uns noch den Rest gegeben. Wir haben zuerst jedoch in Merishausen unseren Wassersack und alle Flaschen gefüllt. So konnten wir auf der Höhe auch ein schönes Plätzchen suchen, eines das nicht unbedingt Wasser haben muss. Ich habe mich geweigert, bis nach Bibern zu fahren. Ich war zu kaputt. Wir haben uns also ein schönes Plätzchen zum schlafen gesucht. Ich muss ja nicht erwähnen, dass es mir nicht ganz wohl ist beim wild campieren. Als wir ein vermeintlich schönes Plätzchen gefunden haben und ich ins Feld abbiegen will, ja just in diesem Moment fährt der Bauer mit seinem Subaru vorbei. Suuuuuuper. Ich tue so, als ob mein Velo ein Problem hat, trete auf es ein und warte mit tief gesenktem Kopf bis er vorbei zieht. Sobald er um die Ecke war, sind wir durchs Feld in Richtung Lichtung geradelt. Auf der Lichtung angekommen, sehe ich an beiden Enden jeweils ein Jäger Hochsitz. Na prima. Wir sind sozusagen im Kriegsgebiet. 🙁 Wir sind dann doch geblieben und unser Zelt so platziert, dass es von der Strasse aus nicht zu erkennen war.
Als dann auf der Strasse vor unserem Wäldchen, für uns nicht sichtbar, plötzlich ein Fahrzeug gehalten hat und die Schiebetüren geöffnet wurden und laute Stimmen zu hören waren, habe ich schon eine Schaar von Männern mit Taschenlampen und Gewehren gesehen, die uns aufspüren sollten. Der Subaru fahrende Bauer hat sich Verstärkung geholt.
Ich bin nur noch am Boden gekauert und wollte dass alles möglichst schnell vorbei ist. Wie sich herausstellte, die mutige M. hat sich angeschlichen um zu sehen welches Unheil uns erwarten, waren die bösen Männer gar nicht so böse, sondern es waren ältere Frauen, welche laut schnatternd mit ihren Nordic Walking Stöcken den Weg entlang geklackert sind um ihre allabendliche Runde zu vollziehen. Ich war nervlich am Ende.

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21.06.2014 - Slow Up

Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Schaffhausen, Herblingen
Nach: Winterthur,
Via: Thayngen, Gottmadingen, Ramsen, Hemishofen, Diessenhofen, Truttikon, Andelfingen, Humlikon, Winterthur
Kilometer: 70
Fahrzeit: 5h 45 Min
Pannen: 0
Essen: Hamburger in Buch, Kaffe und Kuchen im Beizli 19
Ausgaben: einige
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: sicher 20 Grad
Wetter: Super Sonnig

Immer nur langsam M….

Wir sind um 6 aufgestanden und 3h später haben wir uns langsam auf den Weg nach Herblingen gemacht. Auf dem Weg habe ich mich artig erkundigt, wie man am schnellsten nach Herblingen kommt. Eine nette Dame hat uns auf einen Wanderweg gelotst. Meine Nachfrage, ob man den auch mit dem Bike fahren kann hat sie bejah. Kurze Zeit später, wir waren schon auf dem Wanderweg unterwegs, hat M. einige Kraftausdrücke verwendet um die plötzlich nicht mehr so nette Dame zu beschreiben. Der Weg war also mit Anhänger nur noch knapp befahrbar. Zumindest ging es immer bergab. In Herblingen trafen wir Mo. und Br. für den Slow up. Ich habe mir anfänglich Gedanken gemacht, wie M. mit dem Anhänger mithalten kann. Als sie dann den ersten und dann den nächsten Velofahrer überholt hatte, waren die ersten Zweifel im Nu verschwunden. Wir mussten sie fast bremsen… 🙂
Das Wetter war herrlich, was gefühlte 1 Mio andere Menschen auch dazu motiviert hat, den Slow Up zu fahren. Wir haben uns dann nach einem ersten Halt in Buch in Ramsen von der Masse abgesetzt und sind via Bibermüli zum Beizli 19 gefahren. Dort gab es dann lecker Kaffe Kuchen… genau nach meinem Geschmack. Die Rückfahrt von Hemishofen nach Winterthur waren dann nochmals 40 Km. Die Fahr war aber sehr schön über Feld- und Waldwege. Alles in allem ein stolzes Stück und das alles bei Vollpackung. Ich war am Abend auch entsprechend müde.

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21.06.2014 - Chasing the rain

Ich wollte heute mal die Regensachen testen und bin mt dem Fahrrad ins Geschäft geradelt. Das Wetter sah vielversprechend aus. Ich dachte auch nie, dass ich mich jemals nach Regen sehnen werde. Auf der ganzen Strecke hin konnte ich die schönsten Regenwolken bewundern, nur just da wo ich fuhr schien zum Teil sogar die Sonne. Halloooo? Was soll das jetzt. Ich in Regenkleider und dann Sonnenschein? Anstelle von Regen hatte ich sowas von Gegenwind dass ich teilweise fast stehengeblieben bin. Auch eine gute Vorbereitung. Nass wurde ich durchs schwitzen nur von Innen. Eklig. 🙁
Ich hatte die neuen Packtaschen montiert und mit etwas Gepäck gefüllt. Ich musste mit Schuhgrösse 44 die Taschen ganz nach hinten schieben. Ich streife nun nur noch ganz selten. Passt also ganz gut.

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21.06.2014 - Generalprobe

Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Winterthur
Nach: Camping Eschenz
Kilometer: 33.1
Fahrzeit: 2h 12 min
Zeit im Stand: 1h 51 min
Pannen: Befestigung der Ortlieb Tasche hat sich gelöst
Essen: Penne mit Sauce und frischen Salat dazu
Ausgaben: etwas mehr als 20 CHF für die Übernachtung
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 16 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt

Jetzt fehlt nur noch das Werkzeug

Die Velos sind nun beide fast zu 100% in dem Zustand, in welchem wir die Reise starten wollen. Bei mir fehlt einfach noch das Werkzeug. Ich werde wahrscheinlich den Raum zwischen den über die Packtaschen quergelegtem Zelt und dem Gepäckträger mit einem wasserdichten Werkzeugsack füllen. Mit den schweren Rädern sind wir heute zum ersten Mal eine weitere Strecke, v.a. auch mit richtig Steigung gefahren. Das Fazit ist, dass M. nicht mehr Gewicht laden darf und ich einfach im kleinen Gang vor mich hintreten muss. Dann geht es. Wir haben das Gewicht gewogen.

Velo P.: 23 Kg (mit Licht und Wasserflaschen gefüllt)
Velo M.: 15 Kg
Seitentasche P.: 8 Kg und 5.5 Kg
Grosse Tasche P.: 18.5 Kg
Grosse Tasche M.: 17 Kg
Zelttasche P.: 3.7 Kg
Regensachen Tasche P.: 3.7 Kg
Lenkertasche P.: 2.5 Kg
Lenkertasche M.: 2 Kg
Werkzeug und Ersatzmaterial P.: 5 Kg
Anhänger M.: 9 Kg
Anhänger P. (mit 2 x Dreibeinstuhl und 1/2 volle Benzinkocher Flasche): 10 Kg

Total Gewicht P.: 80 Kg
Körpergewicht P.: 80 Kg
Total Gewicht M.: 43 Kg
Körpergewicht M.: 50 Kg

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21.06.2014 - Spontan zur Insel Reichenau

Tag Nr. : Vorbereitung
Von: Eschenz
Nach: Camping Sandseele auf der Insel Rheinau
Kilometer: 49.9
Fahrzeit: 3h 15
Pannen: 0
Essen: Fleisch und Salat in Ramsen zu Mittag, Linseneintopf und Mais Tonsalat auf dem Camping
Ausgaben: 23 Euro Camping und
Fitnesslevel: 3/4
Motivationslevel: 4/4
Temperatur: 9 Grad in der Nacht
Wetter: Bedeckt und z.T. Regen, bei der Ankunft Sonnenschein. 🙂

Was für eine wunderschöne Insel und "Mein Popo ist am Zelt…" 🙂

Wir sind in Eschenz gestartet und mussten zum ersten Mal die Regenkleider montieren. Richtig fest hat es jedoch nie geregnet. In Ramsen haben wir dann diese bereits wieder ausgezogen und unser Fleisch gebraten (ich hatte rekordverdächtige 350 g Lammfilet auf dem Teller) und dazu Salat gegessen. Nach einem kleine Schwatz und Konsultationen von Karten, welche weiter östlich gehen als unsere, die bei Singen aufhört, haben wir uns für die Insel Reichenau entschieden. Eins super Entscheidung. Das Radeln auf der Insel war ein Traum. Wir haben uns beim Insel Camping auch nicht von einem Schild, "Keinen Platz mehr, bitte hier wenden!" abbringen lassen. M. meinte sichtlich erschöpft, sie fahre keinen Meter mehr. Der sehr hilfsbereite und äusserst freundliche Mann am Empfang meinte, Fahrräder und Familien mit kleinen Kindern werden nicht weggeschickt. 🙂 Zum Glück war der ZP sehr gut belegt, so wurden wir auf eine "Ausweich-Wiese" verwiesen, welche für Notfälle da ist. Wir hatten die ganze Wiese nur mit ein paar Ballspielenden Kindern zu teilen. Passend wurde genau unser Fleckchen von der Sonne beleuchtet. Es war noch ein Country Konzert auf dem Zeltplatz, wir haben uns jedoch lieber ein Abendessen zubereitet. Wohlgenährt verkriechen wir uns in die warmen Schlafsäcke. Ist bei nur 9 Grad auch bitter nötig. Morgen treffen wir J. und C. zum Frühstück bei der Schifflände.

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21.06.2014 - Frühstück mit J. und C.

Heute sind wir um 7 Uhr raus damit wir um 10 mit C. und J. frühstücken können. Sie sind mit der Fähre und ihren Bikes rübergekommen. Cool sie vor unserer Reise noch einmal treffen zu können. Nach ca. 2h hiess es bereits wieder Abschied nehmen. Wir mussten beide weiter. Das Wetter ist super und es macht uns grossen Spass. In Steckborn haben wir in einem Park 1h Pause gemacht und etwas gegessen.

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21.06.2014 - Auch am Abend einfach sehr schön

Auch am Abend einfach sehr schön

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21.06.2014 - M.

M. Ortlieb Lenkertasche machte schon länger Faxen. Sie klickte nicht mehr schön ein und man musste richtig Kraft aufwenden um sie reinzuklicken. Als ich am Morgen nach dem Zelt putzen rauskrieche, sehe ich M. vor dem Bike stehen und mich fragend ansehen. Sie hat so viel Druck auf die Tasche ausgeübt, dass sie nun völlig schief in der Gegend hängt. Mann muss dazu sagen, dass sie schon länger eine ultra kurze Schraube verloren hat, die das Drahtseil fixiert. Diese werde ich zuhause ersetzen müssen und mit etwas Locktite reinschrauben.

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21.06.2014 - Neues Credo.... alles auf Patricks Bike

Da ich immer noch M. davon fahre, auch bergauf, kriege ich nun als Dank alle Taschen auf meinen Gepäckträger gepackt. 🙂 Jetzt sind wir langsam gleich schnell. M. zieht nun lediglich ihr eigenes Zeugs inkl. ihren Anteil der Küche.

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21.06.2014 - Heute ist es dann doch 2 x passiert

June 21, 2014 3:41 pm

Lange Zeit ging es sehr gut und M. hat sich mit den Klick Pedalen angefreundet und würde auch nie mehr ohne fahren. Sie klickt auch immer schön aus, wenn es die Situation bedingt. Am Anfang habe ich immer schön darauf hingewiesen, dass sie die Schuhe ausklicken muss. Wir sind also heute mit ihren Eltern auf einem kleinen Ausfährtchen, sie haben uns auf einem Teil unserer Route begleitet. Wir haben angehalten um auf Elfi zu warten. Da ist es passiert. Sie hat zwar die rechte Pedale ausgeklickt, ist dann aber seitlich links umgekippt und somit im Stand auf den Betonboden geknallt. Es hat ihr zum Glück nicht viel gemacht. Wir sind dann weiter, ich und M. vorneweg sie und E. hinten dran. An einer Kreuzung warteten wir gut 5 Minuten, bis wir uns entschliessen zurück zu fahren und zu schauen ob es ein Problem gibt. Zum zweiten Mal an einem Tag ist sie mit samt dem Anhänger gestürzt. Dieses Mal zum Glück weich aufs Gras, jedoch einen Abhang herunter. Sie konnte sich nicht mehr selber "befreien", ein paar Spaziergänger mussten ihr helfen und das Bike samt Anhänger wieder auf die Strasse hieven. 🙂 Sie hat das Ganze zum Glück mit Humor genommen und konnte beim Erzählen der Geschichte herzlich lachen.

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21.06.2014 - Video Analyse bei Veloplus

Da ich die Velos selber aufgebaut habe, wollte ich Sicherheit in Bezug auf die Ergonomie. Dazu habe ich uns je einen 1.5 h Termin beim Veloplus in Wetzikon reserviert. Wir haben die Basic Analyse für je CHF 165 gebucht. Für die M. hat es sich gar nicht gelohnt, nach ca. 30 Min war er schon fertig. Einzige Massnahme, den Sattel etwas erhöhen. Kann man auch positiv werten, ich habe alles richtig gemacht. Bei mir war auch nicht viel zu holen, ebenfalls die Sattelhöhe, welche einiges nach oben korrigiert werden musste. Von unserem "Multi-Griff-Lenker" war er nur mässig begeistert, wir haben aber klar gemacht, dass wir diesen behalten möchten. Bei meinem Steuerlager gibt es ein ernsthaftes Problem, Martin von Fateba hat mich auch schon darauf aufmerksam gemacht. Ich muss das ganze Steuerlager mal auseinander bauen und genau betrachten. Wir konnten Dank mir dann doch die gesamten 3 h ausnutzen.
Fazit: Teure Sache mit wenig Gewinn (für uns persönlich)

Für die 26 Km Heimweg per Rad, wir sind mit dem Zug angereist, mussten wir uns für 1h 15 Min in Regenkleider werfen.

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21.06.2014 - Montag im Keller

June 21, 2014 3:42 pm

Diesen Pfingstmontag habe ich mehrheitlich im Keller verbracht. Bei über 30 Grad nicht die dümmste Entscheidung. Ich konnte viele kleine Pendenzen erledigen wie z.B. Überall wo möglich ERGO Schraubensicherung auftragen, Sattelstütze fetten, Mudbuster für den Thudbuster installieren, meinen Vorbau richtig montieren (es waren zu wenig Spacers drin, darum hat es nicht richtig geklemmt) Ständer angezogen und mit Schraubensicherung versehen, M. Lenkertasche gefixt und Schraubensicherung angebracht. An M. Laufräder habe ich endlich die Kugellager richtig gefettet, das war auch bitter nötig. Ebenfalls wurde M. BOB Rad auch schön gefettet.

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21.06.2014 - Verpacken der Anhänger

Die ersten Versuche sehen vielversprechend aus. Ich habe eine Anleitung gelesen, wie das andere gemacht haben. Doch so wie sie das vorschlagen haben, macht es für mich nicht wirklich Sinn. Ich versuche mal meine eigene Technik. 😉

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21.06.2014 - Die Anhänger sind nun endlich verpackt

Zum Glück hatte ich eine fast neue Rolle "Duct Tape". Mit dem lässt sich alles kleben. 🙂

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24.06.2014 - Fahrräder sind verpackt

Den heutigen Mittwoch habe ich bei fateba.ch im Keller verbracht und unsere Bikes in Kartonschachteln verpackt. Ging leider ca. 6h anstatt 3h. Dafür habe ich an meinem Bike noch kleine Sachen ausgebessert, z.B. ein Schutzblech montiert. Ich hatte noch etwas bedenken wegen der Kartongrösse, wir haben offiziell zwei Kartons mit 140 x 30 x 70 angemeldet. M. Bike passte da gerade noch rein, ich wollte mir die mühsame "Zerlege Arbeit" ersparen und habe eine 150 x 30 x 83 Schachtel ausgesucht. Ich musste mich also noch einmal mit der heissgeliebten Scandinavian Airlines Hotline in Verbindung setzen. Dieses Mal wurde ich schon nach sensationellen 5 Minuten bedient. Sie haben dann eine Anfrage gestartet, ob eine grössere Kiste transportiert werden kann. Zum Glück haben sie mir zu diesem Zeitpunkt nicht mitgeteilt, dass sie dafür die bestätigte Kiste aus meiner Reservation löschen mussten. Ich hätte sonst wohl einen Nervenzusammenbruch erlitten.

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24.06.2014 - ...scheint es mir bei genauerer Betrachtung nicht mehr zu sein.

…scheint es mir bei genauerer Betrachtung nicht mehr zu sein. Was man auf diesem Bild nur ansatzweise sieht (gelbe Tasche im Hintergrund), sind die beiden Ortlieb Taschen, welche auf unsere Anhänger gehören. Ach ja, zwei Lenkertaschen und zwei Seitentaschen für mein Rad fehlen auch noch… wenn das mit dem Flugzeugtransport nur gut geht. 🙁

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26.06.2014 - Ich hoffe mal das Update der Norwegen Wetter App beschert uns besseres Wetter.

Ich hoffe mal das Update der Norwegen Wetter App beschert uns besseres Wetter. Ein Wetter Update sozusagen… 😉

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30.06.2014 - Schnipp, Schnapp.

Schnipp, Schnapp. Die Karten werden auf die benötigten Ausschnitte reduziert. So kann man wertvollen Platz sparen.

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30.06.2014 - Time to say goodbye.

Time to say goodbye. Mein Abschiedsznüni wurde mit einem super leckeren Blechkuchen aufgwertet. Herzlichen Dank an B.

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04.07.2014 - Der gesamte Elektronik "Krims-Krams" ist nun auch komplett.

Der gesamte Elektronik “Krims-Krams” ist nun auch komplett. Nun sind wir (ich) langsam bereit für den Abflug…. 🙂

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04.07.2014 - Leider wurde mir von Scandinavian Airlines mitgeteilt, dass sie uns die Bikes in den Kisten NICHT bestätigen können.

Leider wurde mir von Scandinavian Airlines mitgeteilt, dass sie uns die Bikes in den Kisten NICHT bestätigen können. Es bleibt also spannend

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07.07.2014 - Meine Box wurde nun doch noch auf 140x70x30 abgespeckt.

Meine Box wurde nun doch noch auf 140x70x30 abgespeckt. Hoffe die Transport Chancen bei Wideroe steigen dadurch.

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08.07.2014 - Abspeck Kur

Meiner Box wurde nun doch eine Abspeck Kur verordnet. Sie hatte die Masse 150 x 83 x 30 und wurde mit der Hilfe von M. auf die Masse 140 x 70 x 30 reduziert. Dazu musste ich jedoch die Vordergabel abmontieren. Wir hoffen mal, dass alles an einem Stück ankommt und beim zusammensetzen auch noch passt und hoffentlich nicht total verbogen ist.

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08.07.2014 - Letzter Abend in Zürich

Bei diesem Wetter fällt es einem nicht schwer die Schweiz zu verlassen. 🙂 Heute Abend wird nochmal so richtig geschlemmt in Zürich, die nächsten Monate gibts dann eher was Einfaches und Nahrhaftes. 🙂

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08.07.2014 - Schnipp Schnapp zum Zweiten

Für lediglich 27.– beim Coiffeur Shahoo kann man nicht viel sagen. Ich wollte eigentlich die Haarpracht am Boden noch fotografieren, leider war der ehrgeizige Mann mit dem Staubsauger schneller. Bis er verstand, was ich genau wollte, sind die geschätzten 2 Kg Haare auch schon im Rohr des Staubsaugers verschwunden. Erst jetzt merke ich, wie warm die Haare eigentlich gegeben haben. Ich muss jetzt wohl eher einmal eine Kappe oder ein Bandana anziehen. 🙂 Auf jeden Fall kann ich nun die Haare mit einem Waschlappen waschen… war für eine Erleichterung.

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Norwegen (88)

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10.07.2014 - Welcome to Oslo

Der Flug war kurzweilig und angenehm. Ausser einem Becher mit Wasser gab es jedoch nichts angeboten. Na ja… "Frau Werwolf sagt des ghört so…. des isch jo au en Billigflug"… 🙂
Bei sagenhaften 26 Grad und schönem Wetter sind wir hier in Oslo gelandet.

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10.07.2014 - Die Räder sind auf dem Flieger....

Die Räder sind auf dem Flieger…. bad news es regnet in Strömen und die Kartonschachteln stehen im Regen. Ich hoffe mal, dass das Klebeband die Kisten genügend zusammenhält… 🙂
Es ging eigentlich alles viel zu einfach. Wir sassen ohne Stress, rennen und auf vor dem Boarding Gate auf die Knie fallend um Einlass flehend (Insider Story von London) auf unseren Sitzen.

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10.07.2014 - Which part of "This side up..."

…do you not understand?
Es steht eigentlich klar auf den Kartons drauf, dass die Bikes stehend gelagert werden sollen. Wir hoffen mal, das die Bikes zu mindest im Flieger schön in Reih und Glied gestanden sind. Die Boxen sind jedoch nur etwas feucht und machen immer noch einen soliden Eindruck.
Aber Moment mal… warum sind die Bikes und unser Gepäck überhaupt auf dem Band erschienen? Uns wurde in Zürich am SAS Schalter versichert, dass das Gepäck und die Bikes bis nach Honningsvag durchgecheckt wird. Pustekuchen… zum Glück habe ich nach dem ich einige Schilder gelesen habe, dass man bei Inlandflügen das Gepäck durchs Zoll führen und dann wieder einchecken muss, darauf insistiert, dass wir das Gepäckförderband überprüfen. Und siehe da, unsere nicht zu übersehenden Giganten-Taschen haben schon schön ihre Runden gedreht. Verda…. nichts mit dem Traum, Alles erst in Honningsvag in Empfang zu nehmen.
Wir packen also alles auf zwei Gepäckkarren und in den Lift damit, denn das Check-In ist einen Stock höher. Natürlich sind sie Lifte nicht für Fahrräder gemacht. Somit heisst es alles Runter von Wagen, alles mühsam in den Lift buxieren und die immer länger werdende Schlange im Rücken einfach ignorieren, ebenfalls den Schweiss der einem langsam in die Augen tropft, und ab in den Lift. Oben angekommen, alles aus dem Lift und wieder auf den Wagen… nur, wo sind denn die ganzen freundlichen Airline Mitarbeiter? Die Check-In Halle wird nur noch von ein paar Putzkräften mit Besen bevölkert, alles andere ist wie ausgestorben. Offensichtlich ist hier nach 22:00 Uhr nichts mehr mit einchecken. Ich fluche schon wie ein Rohrspatz, da geht Margot auf eine Security Mitarbeiterin zu und erkundigt sich. Als auch sie mit getrübter Miene zurückkommt, weiss ich, es ist so. Wir müssen die ganze Bagage mit dem Taxi… wohl einer einem Kleinlaster… ins Hotel bringen. Auch und ja… da war doch noch der viel zu kleine Lift… Um es kurz zu machen… wir konnten für viel Geld das Gepäck am Flughafen lassen, müssen am nächsten Tag um 04:45 auf den Bus zum Flughafen … gääääähhhhnnn es ist 00:37…. und alles wieder einchecken. Das der Bus zum Hotel nochmals 140 NOK gekostet hat ist ja klar. 🙂 Dafür ist das Hotelzimmer 1A und sauber.

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12.07.2014 - Eine viel zu kurze Nacht, für mich ohne eine Minute Schlaf.

Eine viel zu kurze Nacht, für mich ohne eine Minute Schlaf. 🙁 Gut werden wir zwei Nächte auf dem Camping sein, da kann ich hoffentlich ein paar Stunden schlafen.
Was uns erst gar nicht aufgefallen ist, um 00:00 ist es bereits in Oslo nicht mehr ganz dunkel. Es fühlt sich an wie 21:30 – 22:00 bei uns. Und dunkler wird es nicht.
Beim Check-out um 05:00 wurden wir von der Dame an der Rezeption gefragt, ob wir ein Lunchpaket und Kaffee zum mitnehmen möchten. Sehr gerne nahmen wir das Angebot an, gab es doch seit dem trockenen "Müesli-Brötli" vom letzten Abend nichts zu essen.
Kaum sind wir durch die Türen des Flughafens getreten, waren wir in einer ganz anderen Welt im Vergleich zum letzten Abend. Die Norweger scheinen ein Volk von Früh-Fliegern zu sein. Der Flughafen war zum bersten voll mit Leuten. Die Gepäckaufbewahrungsschalterangestellte (cooles Wort) hat uns für 350 NOK (bei 6 Gepäckstücken gab es 100 NOK Rabatt) das Gepäck wieder rausgerückt. Wir standen kurz darauf wieder vor unserem geliebtem Lift, wir kannten den Drill ja schon von gestern. Wir haben uns erkundigt, an welchem Schalter wir die grossen Taschen und Bikes einchecken müssen. Uns wurde gesagt, dass wir die grossen Taschen am Schalter x und die kleinen Taschen am Schalter y einchecken müssen. Wir können aber auch versuchen, gleich alles am Schalter x einzuchecken. Klar versuchten wir das, die Schlangen waren einfach zu lang am Schalter y. Wir haben dann ohne Fragen einfach alle Taschen aufs Förderband befördert, zum Glück sehen alle gross aus :-). Die Frage ob wir dafür bezahlt haben, haben wir wie schön einstudiert, unisono mit "YES" beantwortet :-). Wir haben ja schliesslich bei Swiss CHF 75 pro Extra Gepäckstück dafür bezahlt. Nach Adam-Riese würde das bei 4 Stück CHF 300 ergeben. Ich war schockiert, im Internet war bei SAS von Euro 25-40 die Rede. Zum Glück mussten wir das an einem anderen Schalter bezahlen. Als sie mir CHF 150 für die Taschen verrechnet haben, biss ich mir auf die Zunge und habe nicht darauf hingewiesen, dass es eigentlich CHF 300 sein sollten. Auch ich bin lernfähig.. 🙂
Beim Security Check, wir ziehen schon automatisch die Veloschuhe mit den Metalleinsätzen aus, kam dann obwohl alles grün geleuchtet hat trotzdem ein "Bling… " Ein junge Security Dame ist vor mich hingestanden und hat mich mit ihren hübschen Augen angeschaut und irgendetwas sehr schön klingendes auf norwegisch gesagt. Erst als ich sie bat englisch zu sprechen verging mir das Lachen. "You have been selected for a random search" Na super. Ich wurde ihr dann gefragt ob es i.O. ist, wenn Sie mich absucht. Ich mach da also einen auf Tanzbär, auf Kommando Hände hoch, umdrehen, Füsse hoch und natürlich immer schön den Bauch dabei einziehen :-). Nach dieser kurzen Prozedur sind wir dann ohne Probleme bis zum Gate gelaufen. Die Preise sind hier astronomisch hoch, es wird sich weisen ob es nur am Flughafen so ist oder in ganz Norwegen. Wir sind nach einmal umsteigen und zum Glück ohne Gepäck aus und wieder einzuchecken in Honningsvag bei schönstem Wetter, das heisst hier 23 Grad und Sonnenschein gelandet. Leider hat sich unsere Miene schon sehr bald getrübt, als sich herausstellte, dass zwar alles Gepäckstücke geliefert wurden jedoch nicht die Bikes :-(. Nach langem hin und her feilschen mit den Wideroe Leuten konnen wir vereinbaren, dass sie uns die Bikes kostenlos zum Nordkapp Camping bringen werden. Um 18:30 kommt der nächste Flieger, es könnte sein, dass die Velos auf diesem Flug Platz finden. Es könnte sein? Na super.
Der gerufene Taxifahrer hat schön Augen gemacht, als er unsere siebentausend Sachen gesehen hat. Auch er meinte, dass wir mit dem Wetter extremes Glück hatten. Vor gut zwei Wochen hat es noch geschneit. Die Chancen die Mitternachtssonne zu erleben stehen sehr gut meinte er. Uns hat es irgendwie abgelöscht, als wir beim Anflug das Nordkapp gesehen haben. Ein Stück flache Erde mit einem riiiiieeeeeeessseeeen Parkplatz drauf. Eine reine Touristenfalle. Wir haben Angebote für NOK 490 (gut 70 CHF) pro Person gesehen inkl. Carfahrt dorthin.

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12.07.2014 - Schon beim betreten des Zweibettzimmers auf dem Campingplatz hat M.

Schon beim betreten des Zweibettzimmers auf dem Campingplatz hat M. ihre geschulte Nase gerümpft. Es stank irgendwie nach Schweiss. Wir haben es erst probiert und alle unsere Sachen einmal sortiert, doch dann ging es nicht mehr. Wir haben das Zimmer getauscht. Als wir um 18:45 den Flieger wieder haben starten sehen, riefen wir beim Flughafen an. Leider immer noch kein Glück. Es könnte sein, dass die Bikes mit dem 22:00 Flug mitgeschickt werden. Wieder dieser Konditional.

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12.07.2014 - MS Finnmarken

Wir haben es geschafft und sitzen nun gemütlich in den bequemen Sesseln, schlürfen einen Kaffee und geniessen die Aussicht auf die Berge und das Wasser. Um ca. 08:00 Uhr werden wir in Havoysund ankommen und dann von dort unsere ersten 200 km unter die Räder nehmen. Wir hatten extremes Glück und konnten Delfine beobachten, welche unser Schiff während ein paar Minuten begleitet haben.

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12.07.2014 - Mitternachtssonne

July 12, 2014 7:40 am

Schon krass hell ist hier noch um 24:00. Ohne Augenbinden geht es im gelben Innenzelt des Hillebergs warscheinlich nicht. 🙁

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15.07.2014 - FFB

July 15, 2014 12:27 am

Wir haben unterwegs bei einem Achtung Elch Schild angehalten, um es zu fotografieren. Da fuhr ein Auto mit deutscher FFB Nummer an uns vorbei, hält an und setzt zurück. Aus steigt ein pensionierter Norwegen Liebhaber, der für seine Lieben zu Hause die verrückten Schweizer fotografieren möchte. 🙂 Nennen wir ihn mal Franz Ferdinand Bayreuther. Wir unterhalten uns einige Zeit mit ihm und er macht uns Norwegen so richtig schmackhaft. Alles was es braucht ist etwas Sonne. Als Dank, dass er uns fotografieren darf, erhalten wir von Franz Ferdinand viele gute Tipps und jetzt kommts… zwei Flaschen deutsches Bier. Wie haben wir uns nach diesem Bier gesehnt. Er hat uns auch den Tipp gegeben, zum Rastplatz Lillefjord zu gehen und den Wasserfall zu besuchen. So wie er es beschrieben hat, ist es gerade ums Eck. Es waren dann sicher nochmals 15 km. Ist halt alles etwas anders mit dem Auto :-).

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15.07.2014 - Super Moskitos

July 15, 2014 12:28 am

Man wird es nicht glauben, wenn man es nicht am eigenen Leib erfahren würde. Hier in Oslo gibt es wirklich Super Moskitos. Ein negativer Effekt der Mitternachtssonne ist wohl, dass die Mosis im Laufe der Evolution gemerkt haben, dass wenn sie nur Abends stechen, sie hier wort wörtlich keinen Stich haben und sich deshalb darauf eingestellt haben, rund um die Uhr aktiv zu sein. Dann müssen sie wohl einen Titan verstärkten Stechrüssel haben, wie sonst kann man sich erklären, dass sie durch 3 Lagen Kleider stechen können. Dazu kommt, dass sie sich in bester Enterprise Manier beamen. Eben noch flogen sie gut 10 cm von der Hand weg, in der nächsten Sekunde sind sie schon genüsslich am saugen. Krass. Das GPS basierte und von den Drohnen wohl bekannte "hold position" Feature hat wohl auch hier schon seinen Einzug gefunden. Egal wie stark es windet, sie bleiben immer an Ort und Stelle. Und was sicher auch nicht hilft, ist, dass hier in der Regel "kein Schwein" ist; die Mosis also permanent unterernährt sind und sich somit auf alles stürzen, was einen Puls hat :-).

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15.07.2014 - Velos sind endlich da

Unsere Fahrräder sind doch noch mit dem 22:00 Uhr Flug gekommen. Wie die Boxen aussehen, kann man auf dem Bild erkennen. Die komplette vordere Seite meiner Box ist eingedrückt, der Boden halb weggerissen. Gut hat MFM eine sehr gute Verstärkung eingebaut ansonsten wären die losen Teile in der Box auf dem Rollfeld verteilt worden.
Leider hat uns diese Verspätung einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir müssen alles um einen Tag verschieben. Gut haben wir hier auf dem Zeltplatz um einen Tag verlängert, das entspannt die ganze Sache doch merklich. Die Velos wurden uns (nach langem insistieren) bis auf den Zeltplatz geliefert. Hier habe ich mich dann den Velos angenommen, während M. schlafen ging. So sind die Arbeiten immer gerecht verteilt… 🙂

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15.07.2014 - Ein Tag am Meer

Heute ging alles etwas länger, mussten wir doch immer ein paar Hundert Meter vom Schlafplatz bis zum See laufen, um uns zu waschen und das Geschirr zu reinigen. Beim Morgenessen fährt ein Velofahrer vorbei, winkt und steigt dann ab und kommt zu uns in den Strassengraben 🙂 Es stellt sich heraus, dass er im Mai pensioniert wurde und im Juni in Zürich losgefahren ist mit dem Nordkapp als Ziel. Er ist in etwa 6 Wochen hier hoch geradelt. Seine Tagesschnitte sind 100 km, maximal hat er auch schon 170 km in 9h auf dem Sattel hinter sich gebracht. Krass. Die Frage, ob er nicht Probleme mit dem Sitzen hat, bejahte er mit seinem ansteckenden Lachen. Er übernachtet aber meistens irgendwo in einem Hotel, B&B oder ähnlichem und ist somit immer viel schneller wieder auf der Piste. Er brauche ab und zu zwei Nachtessen (Gang Nr. 1 – Rentiergeschnetzeltes mit Salzkartoffeln, Gang Nr. 2 – Lammkeule) , damit er seine Schnitte fahren kann. Dass man beim Radeln sehr viel Energie verbrennt können, wir aus eigener Erfahrung bestätigen. Sein Geheimrezept ist alle 10 km einen riesen Schluck Cola, welches er immer in einer separaten Flasche mitführt. Das verleiht im sozusagen den Turbo.
Wir haben die ultimativ schöne Lokation für unser Nachtlager gefunden. Auf einer kleinen Anhöhe haben wir unser Zelt aufgebaut, ca. 20 Meter vom Meer entfernt mit Sicht auf ein schönes Haus am Hang, welches im Mitternachtssonnenschein wunderbar aussieht. Das Foto wurde übrigens so gegen 22:00 Uhr gemacht. Hier müsste man mal seinen Fotourlaub verbringen. Das Licht ist immer perfekt. Mit gemeinsamen Schieben werden wir die Stahlrösser auch wieder auf die Hauptstrasse bewegen können, da bin ich mir sicher. Wir sind einen ziemlich steilen Abhang runter gefahren, um an diese super Lokation zu gelangen.
Leider hat uns gestern unsere Couchsurfing Host Mimmi abgesagt, wir können also nicht, wie geplant, bei ihr auf der Insel Seiland bei Hammerfest übernachten. Wir werden eine Alternative finden müssen. Da wir aber bereits ca. 15 km vor Hammerfest sind und erst am 17.07 auf die Hurtigruten gehen, haben wir noch seeeehr viel Zeit, um uns eine Bleibe zu suchen.

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15.07.2014 - Malen mit Zahlen

July 15, 2014 12:37 am

Es scheint mir, als haben alle norwegischen Strassenbauer als Kinder gerne das Spiel "Malen mit Zahlen" gespielt und erinnerten sich beim Planen der Strassen wieder daran. So sicher wie das Amen in der Kirche wurden die Punkte (Höhenangaben) von der Kleinsten zu der Höchsten miteinander verbunden. Aus irgendeinem Grund verlaufen die Strassen hier immer über den höchsten Punkt über den Berg. Die müsste man mal in die Schweiz zur Nachhilfe schicken. Da lernt man übrigens auch, wie man einen richtigen Tunnel baut 🙂 Diese hier sind ja schon krass. Das Licht ist spärlich, die Lüftung inexistent und der Lärm ohrenbetäubend. Der Strassenbelag ist wahrscheinlich wegen des Schnees und Eis sehr grob gewählt und somit entsteht ein riesen Lärm, welcher natürlich auf dem Fahrrad noch viel extremer erscheint. Die letzen drei Tage haben wir jeweils Rentiere gesehen, aber heute zum ersten Mal einfach blöd aus der Wäsche glotzend mitten auf der Strasse stehend und sich keinen Millimeter bewegend. Selbst wenn ein grosser Brummi hupt, bewegt sich das Tier nur, wenn es selber will. Aus diesem Grund haben auch alle norwegischen Lastwagen ein Gitter und Rohre vor der Kühlerhaube. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Rentier zu Gulasch verarbeitet wird. Apropos Rentier Gulasch. Da Morgen mein Geburtstag ist, werden auch wir versuchen in Hammerfest ein Rentier Gulasch zu kriegen…. hmmm… und dazu ein feines überteuertes Bier.
Heute musste ich einige Male an Franz Ferdinands Aussage "Alles was es braucht ist ein bisschen Sonne" denken. Mit der Sonne zeigt sich das Wasser in den verschiedensten Blautönen und glitzert in den Sonnenstrahlen einfach herrlichst.

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17.07.2014 - Im Rentierland

Rentiere haben wir hier schon viele gesehen. Elche bekamen wir noch keine zu Gesicht, mal schauen ob es im Süden noch einige dieser riesigen Tiere gibt. Also dieses Mal nicht als Gulasch oder Geschnetzeltes sondern noch mit funktionierendem Puls :-). Hier haben wir übrigens zum ersten Mal mit Franz Ferdinand Bekanntschaft gemacht.

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17.07.2014 - Norwegen at its best

Norwegen wie es besser nicht sein könnte. Bei super Wetter campieren wir im Lillefjord.

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17.07.2014 - Even Heavier Heaven

Den Weg nach Hammerfest mussten wir uns regelrecht verdienen. Hier gibt es passend zur Stadt hammermässig steile Anstiege aber auch hammermässige Aussichten. Die gehen nur noch im aller kleinsten Gang und mit viel Willen. Ich kann meine "Karosse" nur wirklich bewegen, wenn ich sie fahre. Mit stossen mache ich den "Pfau" 🙂 Ich habe uns eine Abmagerungskur auferlegt, also meine Pfunde schmelzen automatisch dahin wie die Butter in der Sonne. Wir werden versuchen, nicht gebrauchte Sachen entweder heimzuschicken, sollten sie von Wert sein, oder aber im Müll zu entsorgen. Auf dem Weg hierhin habe ich fast mein hinteres Rad verloren. Durch die immensen Kräfte, welche durch den schweren Wagen an der Achse ziehen, hat sich wohl der Schnellspanner gelöst. Zum Glück ist es mir beim rangieren des Bikes aufgefallen, somit ist nichts schlimmeres passiert. Man bedenke, wenn ich über eine Bodenwelle gesprungen wäre (springen im Sinne der Grazie eines Elefanten der in der Manege über eine Stange am Boden "läuft") und sich das Rad verabschiedet hätte…
Man wird es nicht glauben, in diesem 7000 Seelen "Dorf" Hammerfest gibt es nur gerade 4 Restaurants. Davon ein Chinese, ein Italiener und sonst noch zwei undefinierbare Absteigen. Es verwundert also nicht, dass wir hier trotz intensivem suchen, kein Rentier haben verspeisen können. Wir hätten natürlich zurückfahren können und das Rentier aus dem Strassengraben holen, welches nur ein paar Minuten bevor wir vorbeigefahren sind, überfahren wurde. Da wir aber keine Lust hatten an meinem Geburtstag selber zu grillieren, haben wir diese Möglichkeit verworfen. Es ging also zum Italienier, da weiss man zumindest was man kriegt. Dachten wir zumindest. Der Italiener ist sehr amerikanisch angehaucht und gleicht eher einem "American Diner" als einem Italiener. Die Pizzen waren auch dementsprechend zubereitet, dass einem "Italiano vero" ein kalter Schauer den Rücken runterläuft. Bei M. z.B. war ein ganzer Cesar Salat mit viel zu viel Sauce auf der Pizza. Ja richtig gelesen. AUF der Pizza. Was zum Geier sucht ein Ceasar Salat auf der Pizza? Der gehört bitte in mundgerechte Stücke zerteilt in eine separate Schüssel. Die darunter zum Vorschein tretende Pizza war aber erstaunlich gut. Ich habe mich für die "Heavier Than Heaven" entschieden. Eine gute Mischung aus vielen Fleischsorten, jedoch ohne Rentier. 🙁

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17.07.2014 - Desert Storm

July 17, 2014 10:15 pm

Die Nacht war nicht gerade angenehm. Wir sind auf jeden Fall froh, im Besitz eines hochwertigen Hilleberg Zeltes zu sein. Es hat hier gestürmt, dass wir dachten das ganze Zelt fliegt uns davon. Unsere Velos haben sich schon bald selbständig zum Schlafen in die Wiese gelegt. Dummerweise ist genau vor unserem Zelt ein staubiger Kiesplatz. Und dieser Staub hat nunmal die Eigenschaft, sich beim kleinsten Lüftchen als Staub sprichwörtlich aus dem Staub zu machen. Natürlich findet dieser fast schon nanopartikelgrosse Staub Einlass in die kleinsten Ritzen im Zelt. In unserem Vorzelt hätten die Kinder hier vom Zeltplatz am Morgen danach Klasse Sandburgen bauen können und auf dem Zelt hat sich eine Patina gebildet wie bei einem guten Wein nach 30 Jahren im Naturkeller. Diesen gilt es morgen vor dem Verpacken, fein säuberlich wieder zu entfernen.
Falls jemand mit uns mitfühlen möchte, kann er folgendes Selbstexperiment durchführen. Man lege sich auf eine Isomatte, stecke den Kopf in einen gelben Plastiksack und binde diesen zu. Dann bittet man eine zweite Person, die beiden Enden des Sackes fest in die Hände zu nehmen und ab und zu hin und her zu reissen und zu schütteln. Dann wird eine Ecke abgeschnitten, durch diese Ecke sprechend werden Wind und Wassergeräusche des nahen Flusses nachgemacht. Das kann ruhig ziemlich laut sein. Jetzt wird ein Fön in dieses Loch eingeführt, ohne zu heizen, einfach nur Luft einblasen. Jetzt wird mit dem Fön fein dosiert immer etwas feiner Sand in den Sack geblasen. Anschliessend wird ein 500 Watt Baustrahler auf den Sack gerichtet. Das imitiert ziemlich passend die Sonne (so fühlt es sich zumindest an, wenn man unter der Augenbinde hervorblinzelt), welche Dank der Mitternachtssonne permanent ins Zelt scheint. Die durch den Baustrahler zusätzlich entstehende Hitze entspricht dem Feeling, welches sich im Zelt ausbreitet, wenn es in der prallen Sonne steht. Schon ziemlich bald ist man schweissgebadet. Viel Spass beim Ausprobieren, wie immer auf eigene Gefahr :-).

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17.07.2014 - Danke für die Geburtstagswünsche

July 17, 2014 10:23 pm

Auf diesem Weg danke ich für all die schönen Geburtstagswünsche.

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17.07.2014 - Rätsel

Wer kennt den Namen des Schiffs aus einem fantastischen Film aus dem Jahre 1999, auf welchem dem Protagonisten ein ähnlich appetitlich aussehender Brei aus einem von der Decke hängenden Dispenser serviert wurde? Antworten bitte an die info ät FromNorthCapeToAthens punkt com E-Mail Adresse oder via Twitter. Richtige Antworten bekommen eine Postkarte.

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17.07.2014 - Cleaning Day

Den heutigen, zweiten Tag auf dem selben Camping haben wir genutzt, um Wäsche zu waschen und unsere Bikes zu putzen und zu schmieren; und nach dem Intermezzo mit meinem Hinterrad nochmals alle Schrauben nachzuziehen 🙂 Wir kamen gestern schon mit dem pensionierten H.P. aus Genf (gebürtiger Zürcher somit klappt's auch mit der Verständigung) ins Gespräch. Er hat sich neben uns mit seinem Golf Cabrio Jg 85 niedergelassen. Beim gemeinsamen Kaffee heute Morgen kam man etwas mehr ins Gespräch und nach dem Austausch von Werkzeug, um eine durchgebrannte Sicherung am Golf zu reparieren, folgte dann die gemeinsame Fahrt zum Einkaufen beim Coop (wir bereiten uns für die Hurtigruten vor, wo wir uns selbst versorgen wollen). Anschliessend kutschierte uns H.P. zu abgelegenen Regionen dieser Insel, welche wir per Velo nur mühsam hätten erreichen können. Unter anderem sind wir zu einer der vielen Anlagen gefahren, wo sie den weltbekannten norwegischen Stockfisch lufttrocknen. Beim betreten haben wir diesen riesigen Kopf gesehen und haben uns gefragt, ob das nun von einem Rentier oder doch Fisch ist. Norweger haben uns erklärt, dass es sich dabei um ein Kopf von einem Dorsch handelt.
Herzlichen Dank hier nochmals an H.P.!

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21.07.2014 - Hurtigruten

Die ersten Stunden auf dem Panorama Deck, Deck 8 waren schon ein kleiner Schock. Rundherum sind alles Leute welche das Pensionsalter sicher schon überschritten haben. In Ms Worten "Wir sind statistische Ausreisser, was das Alter angeht" 🙂 Ca. 80% der Gäste sind Deutsche. Ca. 10% dürften Schweizer sein, sie sind zwar eher ruhig (irgendwie zu verstehen bei dieser deutschen Übermacht) und man erkennt sie nicht wirklich an der Sprache, sondern viel mehr am Bändel, der um den Hals hängt und die Bordkarte hält. Wahrscheinlich nahezu 100% der Schweizer haben über das Kontiki Reisebüro gebucht und das ist dann auch auf dem Bändel ersichtlich 🙂 Die Mehrheit des Rests dürften Norweger sein. Spannend ist, dass wir keinen einzigen "knippswütigen" Asiaten an Board haben. Vielleicht ist eine Bootsfahrt für sie nicht so spannend oder einfach nur zu teuer.
Wir hatten die ganze Fahrt über super Wetter und konnten die meiste Zeit auf dem Sonnendeck verbringen. Wenn das Wetter mitspielt, kann man ohne dabei rot zu werden behaupten, dass es eine der schönsten Schifffahrten, sicherlich Europas, ist. Da es unsere Erste ist, können wir nicht wirklich vergleichen, können jedoch die Schönheit der sanften Hügel, der kleinen Inselchen und auch der manchmal ganz steil aus dem Wasser ragenden Berge betonen. Die Gletscher haben hier über die Zeit zum Teil bizarre Felsformationen gebildet. Gut ist, dass man regelmässig Landgang hat und sich die Beine vertreten kann. Nicht dass das an Bord nicht gehen würden, M. dreht ihre Runden auf Deck 4, das ist rundum begehbar und gibt einen anständigen Rundkurs mit super Aussicht ab.

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21.07.2014 - ..ist ja eigentlich nichts besonderes, wenn man aus der Gegend der nicht untergehenden Mitternachtssonne kommt jedoch schon.

..ist ja eigentlich nichts besonderes, wenn man aus der Gegend der nicht untergehenden Mitternachtssonne kommt jedoch schon. So gegen 23:15 ging die Sonne, hier für uns zum ersten Mal ersichtlich, wieder unter.

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21.07.2014 - Die Tücken des Lebens auf dem Schiff

Am Check-In Schalter wurde uns mitgeteilt, dass das Wasser vom Hahnen Trinkwasser sei. Da wir die, mit einer guten Marge versehenen, Wasserflaschen nicht an Bord kaufen wollen, passt das uns ganz gut in Kram. Nur nach dem ersten Tag an dem wir uns den Durst mit dem "Hahnenburger" gestillt haben, wurde es M. plötzlich ganz unwohl im Magen. Sie musste sich die darauf folgenden Tage etwas schonen und konnte nicht wirklich etwas essen. Nun geht es aber wieder und sie haut beim Frühstück wieder so richtig rein. Wir waren erst nicht sicher, ob wir es selber zu verantworten haben da wir ein etwas unkonventionelles Abendessen gegessen haben. Dazu gleich mehr. Das bekannte Problem beim Selbstversorgen ist die Kühlung. Vorallem wenn man mit dem Velo unterwegs ist. Das ist in einer Kabine unserer Preiskategorie nicht anders, einen Kühlschrank sucht man vergebens. M. hat also die Schränke fein säuberlich mit unseren zuvor gekauften Esswaren gefüllt. Da wir dachten, ein Müesli zum Abendessen sie jeweils eine gute Idee, haben wir uns ein Pack gekauft. Da man üblicherweise Milch nimmt um die staubtrockene Mischung runterzukriegen, haben wir uns überlegt, dass wir einfach Milchpulver kaufen und das dann mit Wasser anrühren. Das braucht keine Kühlung. Da unser Norwegisch noch immer inexistent ist und über das begrüssende "Hai Hai" nicht hinausgeht, haben wir uns für ein Produkt entschieden, welches wir kennen. HIPP. Genau. Viele von euch kennen HIPP als Babynahrung. Und genau das war es auch. Wir haben Milchpulver für bis 12-monatige Kinder gekauft, im Glauben etwas gutes zu kaufen. Die Rückseite liest sich wie eine "who-is-who" Liste der bekanntesten Vitamine und Spurenelemente. Kann ja nicht wirklich schlecht sein. Das einzige Problem dabei ist, dass wir keine heisses Wasser haben und das heisse Wasser vom Hahnen zu nehmen ist keine Option. Wer schon mal probiert hat das Pulver in kaltes Wasser einzurühren, wird unsere Mühe verstehen. Wenn man das Zeugs ins Wasser im Becher gibt, bildet sich ersteinmal eine Insel. Diese gilt es nun zu versenken und das natürlich ohne das ganze Pulver auf dem Teppich zu verteilen. Den Atem hält man dabei auch besser an. Wenn das Pulver ersteinmal unter Wasser ist, ist noch lange nicht fertig. Natürlich bilden sich hässliche Klumpen. Diese klein zu kriegen dauert auch wieder eine Weile. Mann ist immer geneigt energischer zu schlagen, wie beim Rahmschlagen, um den Knöllchen den gar aus zu machen. Nur mit einem Löffelchen in einem kleinen Thermo Becher ist dass nicht so der Hammer. Irgendwie will die ganze Suppe nicht so wirklich "homegenisieren". Liegt das vielleicht doch an der fehlenden Hitze? Am Ende haben wir jedenfalls ein weisses Wasser mit vielen kleinen "weissen Pöppeli" drin. Nicht wirklich mit Genuss essen wir unser Müesli, die Mischung war auch eher ein Griff ins Klo. So, nun gilt es herauszufinden, an was es Ms Übelkeit festzumachen gilt. Am Milchpulver, welches eigentlich nicht für Kinder über 12 Monate gedacht ist oder aber am Wasser. Bei meinem "Saumagen" habe ich nicht wirklich viel gespürt, klar es ist nicht wie an Land, kann aber auch das permanente schaukeln des Schiffes sein.

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21.07.2014 - Meine neue Frisur

Könnt ihr hier bewundern. Die untergehende Sonne hat durch unser Bullauge einen schönen orangen Kreis in unserer Kajüte gezaubert. Da konnte ich nicht widerstehen mich darin abzulichten. Keine Angst, mit meinen Ohren stimmt noch alles, ist lediglich die Perspektive die mich wie das "Monster" von "Goonies" aussehen lässt. 🙂

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21.07.2014 - Unsere Koje (oder sagt man Kajüte?)

Wir hausen sozusagen im Keller des Schiffs, auf Deck 3. Eine kleine Anektode dazu. Vom Deck 4 wo die Rezeption sich befindet, wird jeweils eine Brücke ausgefahren und die Personen steigen aus um ihren Landgang zu geniessen. Wir stehen zu vorderst in der Reihe und warten darauf, bis das Tor sich öffnet. Dann kommen ein paar Leute die Treppe vom Deck 3 hoch. Da fragt eine Frau entsetzt, "Wo kommen die denn her?" Ihr Mann sagt ihr in einem fast schon herablassenden Ton, "Das sind die Kabinen mit den "Bullaugen". "Ach Gott, da unten gibts noch Kabinen?", war ihr Kommentar 🙂 Und genau da sind wir. Obwohl es auf dem gleichen Deck ist wie die Autos sowie sonstigen Güter die das Schiff sonst noch transportiert, ist es eigentlich ganz angenehm. Die Bullaugen kann man sogar verschliessen, wir haben also seit Tagen wieder einmal dunkel und können so auch unser Schlafmanko wieder aufholen. Die Betten sind erstaunlich bequem, obwohl etwas schmal, sind sie doch für meine 184cm genügend lang. Die Frage ist nun, sind sie so bequem weil wir sie mit unseren Isomatten vergleichen?

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26.07.2014 - Selfcatering auf dem Boot

Wer braucht schon im Restaurant ein überteuertes Abendessen einzunehmen?! Wir geniessen hier u.a. das letzte Bier von Franz Ferdinand. Man beachte das Rentier auf dem Bild. Natürlich in seiner reinsten Form als Trockenfleisch und in hauchdünne Scheiben geschnitten…lecker!

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26.07.2014 - Suchbild

Finde den Fehler. Alles wurde uns genau so serviert, wir haben am Bild nichts verändert. Wir hatten einen "Latte-Machiato", einen "Scone" und ein "Pain auch Chocolat" bestellt.

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26.07.2014 - Bryggen

Das weltbekannte und durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Bryggen Viertel in Bergen. Die Holzhäuser sind bunt bemalt und alle etwas schief… waren wohl etwas angeheitert die guten Zimmermänner als sie die Häuser gebaut haben :-).

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26.07.2014 - Der Todesberg

Man schaue sich den Höhenverlauf über Zeit einmal an. Am Schluss war die Strasse so steil, dass es mir das Vorderrad angehoben hat. Da konnte ich nur noch müüüüühsam schieben…

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26.07.2014 - Welche Spur?

Welche Spur wählen wir nun? Wir stehen in Halhjem am Hafen für die Fähre nach Sandvikvagen an und sobald sie anlegt, sind wir auch schon drauf. Fussgänger und Fahrradfahrer haben Vorrang. Beim Schaffner haben wir vorher sozusagen wortlos und mit Kreditkarte ein Ticket gekauft. Oben am höchsten Punkt auf der Fähre angelangt, wir haben die Velos die Rampe hochgeschoben, schaue ich nochmals aufs Ticket und hääää? Til Vage? Falscher Zielhafen… !! also auf die Stahlrösser und wieder runter vom Schiff wie's "Bisiwetter". Mit in die falsche S-Bahn einsteigen hat M. schon häufig ihre einschlägigen Erfahrungen gemacht. 🙂 Sie dachte sich wohl, warum nicht einfach mal auf die falsche Fähre…

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26.07.2014 - Die Hängebrücken

Wir sind heute gleich über zwei Hängebrücken gefahren, u.a. auf die pittoreske Insel Bomlo. Was für ein Spektakel! Wie man sieht steht Margots Flagge und der Windsack waagerecht. Es hat gepustet wie blöde. Man musste also gut dagegen lehnen, damit man fahren konnte. Aber wehe es kommt ein Pfeiler, da stellt der Wind wie auf Knopfdruck ab und man muss schnell das Gewicht verlagern, sonst fällt man auf die andere Seite.

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26.07.2014 - Crazy Ösis

Crazy Ösis

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26.07.2014 - "Kindlifresser"

Kennst Du den "Kindlifresser-Brunnen" in Bern? Dort werden der Sage nach Kindli, also kleine Kinder gefressen. Hier in Norwegen ist es noch viel extremer. Hier werden praktisch an jeder Ecke Kinder gefressen, zumindest werden sie angepriesen. Siehe dazu das Bild. Solche Schilder sind hier sehr oft zu sehen. Dazu gibt es zu sagen, "barn" heisst auf norwegisch Kind. Und "leker" braucht man nicht zu übersetzen, das ist ja offensichtlich :-).Ich nehme an, die Wörter unter dem Bild sind die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in welchen man die Kinder serviert bekommt :-).

Somit weisst du sicher auch, was ein "Barnehage" ist. Wir machen das mal zusammen. Barne wird wohl die Mehrzahl von Barn sein, also Kinder. Und Hage, wenn man es auf schweizerdeutsch übersetzt, bedeutes das Zaun. Und wie nennt man nun eine Einrichtung, welche einen Zaun um Kinder legt, also die Kinder irgendwo drinnen behält? Genau, Kindergarten. (Kein Witz) Ok ok… etwas weit hergeholt, M. hat's nicht kapiert. 🙂

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26.07.2014 - Ein Bad für Götter

Was gibt es schöneres als, in einem genau richtig temperierten norwegischen See, bei 27 Grad zwischen dutzenden von blühenden Seerosen zu baden? Da macht es auch nichts aus, dass die Badehose noch zuunterst in der Tasche ist. Wer braucht die schon… 🙂 Die vorbeifahrenden Autofahrer haben zwar ihre Hälse verdreht, aber das kümmert uns wenig….

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26.07.2014 - Lecker Makrele

Wir kommen wieder einmal spät am Abend an. Es ist eine Badestelle mit frischem Wasser. Der kleine saubere Bach führt genau richtig temperiertes Wasser für eine erfrischende Ganzkörperwäsche. Die vorhandene Toilette meiden wir lieber und greifen zur Schaufel. Da sind wir mittlerweile Experten 🙂 Wir haben das Zelt aufgebaut, schon kommen zwei Kombis angebraust und parkieren uns rückwärts fast zu. Ich dachte schon, die kommen zum Saufgelage hierher, dem leider überall rumliegenden Müll nach zu urteilen. Es steigen drei junge Norweger aus, sie öffnen die Kofferraumtür und zum Vorschein kommt ein Riesen Subwoofer und Lautsprecher. Ich denke schon an das Schlimmste, da erspähe ich die Angelruten. Diese schnappen sie sich auch und gehen im Meer fischen. Nach wenigen Minuten hat der erste bereits einen Fisch gefangen. Er nimmt ihn raus und in typischer Winkingermanier, schlägt er den Fisch mit der Faust tot. Krass… ich habe das immer zivilisiert mit einem speziellen Holz gemacht. Er nimmt den Fisch, schmeisst den mehrere Meter weit ans Land als sei das eine lokale Sportart und wirft die Angel gleich wieder aus. Kurze Zeit später beisst schon der nächste an. Wahnsinnig wie schnell das geht. Hierher müsste man mal zum Fischen kommen. Nach ca. 30 Minuten hat er 7 Fische gefangen, genauer Makrelen. Sie kommen zu uns, quatschen ein wenig und bieten uns dann netterweise zwei der wunderschönen Fische an. Wir nehmen das Angebot dankend an, wieder einmal (mit Franz Ferdinands Bier hat es ja auch so geklappt) kommt genau das, auf was wir uns am meisten freuen, wie von selber zu uns. Ich nehme die Fische aus, und lege sie auf den Brändli Grill. Leider flutschen sie von dem ins Feuer. Also wieder aus dem Feuer fischen und waschen im Fluss. Vom rumliegenden Einweggrill schnell das Gitter weggenommen und auf unseren Grill geklemmt, schon halten die Fische sicher. M. besorgt uns von der nahen Sägerei zwei schöne Brettchen, auf denen geniessen wir den super leckeren Fisch.

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26.07.2014 - Am Strassenrand gibt es immer mal wieder feinste Beeren, Himbeeren, Johannisbeeren und wie auf dem Bild Heidelbeeren.

Am Strassenrand gibt es immer mal wieder feinste Beeren, Himbeeren, Johannisbeeren und wie auf dem Bild Heidelbeeren. Von wem M., das vom Rad springen und sich in die Beerenbüsche hechten hat, ist wohl jedem klar…:-)

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02.08.2014 - Outdoor Dusche

Wer braucht schon Geberit wenn man diese Dusche sieht?

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02.08.2014 - Styropormonster

Heute, ich traue mich es fast nicht zu schreiben, haben wir wieder 27 Grad und Sonnenschein. In der Schweiz, so haben wir vernommen, sei der Sommer nicht so der Hammer. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass wir hier einen Jahrhundertsommer erleben….? 🙂
Wir sehnen uns also nach einer Abkühlung und finden diesen einladenden See mit einer super Badestelle. Wir geniessen das kühle Nass, da kommt ein Päärchen dazu mit zwei Hunden und zwei Stücken Styropor, wahrscheinlich als Schwimmhilfe. Der eine Hund ist von der Sorte "Ameise auf Steoriden" und würde wahrscheinlich im Wasser untergehen wie ein Stein. Sie stellen den völlig verängstigten Hund auf diese Styropor Schwimminsel und haben sichtlich Spass dabei. Um den grossen Hund von der Sorte "Strassenkötermischung" ins Wasser zu bringen, wirft der Junge immer wieder weisse Dinger ins Wasser und schreit den Namen des Hundes gefühlte 10'000 Mal. Irgendwann springt der Hund ins Wasser und schwimmt zu den weissen Dingern. Dann werden weitere Stücke geworfen, um ihn im Wasser zu behalten. Das Ganze nervt leider doch schon recht. Auf einmal wird mir klar, was er dem Hund zuwirft. Das sind Stücke der beiden Styroporplatten. Eine Platte schwimmt sogar durch den aufbrausenden Wind als Ganzes davon, interessiert aber weder ihn noch seine Begleitung. Wir trocknen uns am Ufer ab und sind von der Art und Weise schockiert, wie leider viele Norweger mit der wunderschönen Natur umgehen. Als Fahrradfahrer sieht man sehr viel Müll, der die Strassen säumt. Auf dem wunderschönen See schwimmen nun unzählige Styroporteile, hoffen wir mal, dass sie einem Tier als Nestbau Material dienen.
Das "Styropormonster" hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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02.08.2014 - Kreativität

Topfuntersetzer made aus Tannenzapfen

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02.08.2014 - Energieverschwendung

nene… bei mir sicher nicht. Jemand anderes hätte wohl die G.O.R.P. (Good Old Raisens and Peanuts) Mischung weggeworfen, da sich die Maltesers in der Sonne verflüssigt haben. Ich greife dagegen zu einem Löffel und energetisiere mich auf diese Art.

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02.08.2014 - Help yourself

Einmal mehr mussten wir unsere "Bagage" einer Diät unterziehen. Den Ausschlag hat ein anderer Fahrradreisender gegeben, welchen ich auf der Fähre nach Stavanger beobachtet habe, wie er unsere Bikes gemustert und dabei ziemlich sicher ein "Fluchwort" gemurmelt hat. Er war ziemlich spartanisch unterwegs, hat sich z.B. Ersatzspeichen mit Klebeband an den Rahmen geklebt. Der Entschluss war also gefasst, an unserem Ruhetag nochmals auszumisten. Auf dem Foto sieht man die Ausbeute. Grob kommt das Zeugs auf der rechten Seite mit der Post nach Hause und auf der linken in den Müll.. Hmm Müll passt mir irgendwie nicht so recht. Z.B. die Mückenmützen haben wir kein einziges Mal verwendet, das wäre dann doch etwas zu schade. Wir legen also alles, was sich nicht lohnt,nach Hause zu schicken, im Aufenthaltsraum mit dem Schild "Please help yourself" aus. Bis am Abend ist alles bis auf ein paar Zundhölzer weg. Genial…. Insgesamt haben wir 1.8 Kg nach Hause geschickt, vorallem die Fahrradlichter und 1.2 Kg verschenkt, respektive dem Müll übergeben. Wir haben von Hammerfest aus schon einmal 1.7 Kg nach Hause geschickt. Ist also schon noch beachtlich, was man zuviel mitnehmen kann. 🙂 Bei uns bis jetzt 4.7 Kg.

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02.08.2014 - Jan from Danemark

August 2, 2014 9:50 pm

Wir haben in einem von Rumänen (diese trifft man hier recht oft) betriebenen italienischen Restaurant in Haugesund einen leckeren Kaffee getrunken. Wenn man täglich einen schwarzen Espresso trinkt, lechzt man regelrecht nach einer milchigen Ausführung. Wir schlendern also aus der Stadt heraus, und ich benutze noch kurz die Toilette. Als ich rauskommen, spricht M. mit jemandem. Ich denke darüber nach, ob ich rüber gehen und mich an dem Gespräch beteiligen soll. Wir hatten schon manch interessantes Gespräch geführt. Aber eigentlich wollen wir unbedingt weiter und aus der Stadt raus. Ich entschliesse mich, auf die andere Strassenseite zu gehen. Fehler… Der gute Mann gibt mir die Hand; warum gibt der mir die Hand, einem Fremden, denke ich mir? "Hello, I'm Jan from Denmark". Wir reden so dahin, er hat auch schon Europa mit einer Gruppe bereist, haben Strassenmusik gemacht usw. Dann aus heiterem Himmel die Frage: "Do you believe in Jesus?". Ohhh Gott. Ich denke ich bin im falschen Film und könnte mich ohrfeigen, über die Strasse gegangen zu sein. Wie sollen wir ihn nun wieder loswerden, wir haben es eigentlich eilig. M. managed das wunderbar, und wir sind schon bald wieder auf dem Bike. Unterwegs, es wird langsam dunkel, und wir mögen nicht mehr, springen wir über unseren eigenen Schatten und läuten an einem Haus und fragen nach Wasser. Ohne Wasser sind wir ziemlich aufgeschmissen und weit und breit hat es keine Pfütze, die man mit dem Katadyn anzapfen könnte. Als wir Ausschau halten nach einem Schlafplatz, überholt uns ein Bauer auf seinem Traktor, hält an und fragt, ob wir einen Platz zum schlafen suchen. Er verhilft uns zu einem wunderschönen Ort bei einer Gruppe von Nadelbäumen auf einer gemähten Wiese. (Siehe weitere Beiträge vom 25. Juli)

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02.08.2014 - Systemwechsel

Vom Aufstehen bis zum Losfahren dauert es bei uns immer gut und gerne 4h. Das beinhaltet Morgentoilette und Frühstücken. Das ist einfach zu lange. Wir haben unsere "Tagwache" Zeit schon auf 7 Uhr vorverlegt. Unser System, dass wir die Küche und das Essen in den transparenten Boxen in der grossen Tasche auf den Anhängern haben, hat eigentlich nur einen Vorteil: Man kann alles auf einmal rausnehmen. Ansonsten braucht es einfach sehr viel Platz und die ganze Tasche muss immer ausgeräumt werden, damit man ran kommt. Wir verabschieden uns also auch von den Boxen und verstauen alles, was wir zum kochen und essen benötigen in die beiden Seitentaschen. Der Systemwechsel wird sich auszahlen, wir benötigen praktisch 1h weniger. Wenn wir irgendwo ankommen, machen wir die grossen Taschen zwar noch auf, nehmen jedoch nur zwei Packsäcke oben raus.

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02.08.2014 - UFOs im Wald

Wahnsinn was es alles gibt. Man nehme ein UFO ähnliches Ding, hänge es mit drei Spannsets an grossen, kräftigen Bäumen auf, lasse die Strickleiter herunter und besteige sein Raumschiff. Gute Nacht….

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02.08.2014 - Herrliches Plätzchen am See

Schöne Plätze zum Wild-Campen gibt es in Norwegen sehr viele. Einfach cool.

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02.08.2014 - Zum ersten Mal Regen und dann ist es passiert

August 2, 2014 9:55 pm

Heute hat es, seit wir in Norwegen sind (das sind nun doch schon 18 Tage) zum ersten Mal 2-3h so richtig geschüttet. Wir waren auf dem Weg vom Camping Stavanger nach Orrevegen, da ist es passiert. In einer nassen und schmierigen Unterführung ist M. das Vorderrad weggerutscht, und sie ist mit der rechten Seite auf den Beton geknallt. Eine zufällig anwesende Gruppe Chinesen waren schockiert und haben mir "Sir…Sir"gerufen und nach hinten gezeigt, wo M. tapfer wie eine Rennfahrerin auch schon wieder neben ihrem auf der Seite liegenden Schwertransport stand. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Zum guten Glück ist ausser einem Schreck und einer blauen Popo Backe nicht viel passiert.

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02.08.2014 - Preikestollen (Pulpit Rock)

604 m ragt die 30 m breite Steinkanzel in den Lysefjord hinaus. Nach 40 Min Schifffahrt, 25 Min Busfahrt und 1h Fussmarsch erreicht man von Stavanger aus die Plattform. Ein echtes Spektakel, jedoch nur was für Schwindelfreie. Wir sind extra um 05:30 raus, damit wir die 07:30 Fähre kriegen. Gut sind wir mit der ersten gefahren, als wir bereits wieder auf dem Rückweg sind, kommen uns Menschenmassen entgegen. M. sieht man auf dem Foto mittig am Rand sitzen.

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02.08.2014 - Kleine Hängebrücke

Was für eine willkommene Abwechslung. Auf unserem Weg mussten wir diese kleine Hängebrücke überqueren. Eigentlich keine grosse Sache, wenn man aber die schweren Dinger rüber schieben muss, und die Bretter so weit auseinander sind, dass sich das Rad des Anhängers darin verklemmt, dann kann es doch noch etwas schwieriger werden…

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02.08.2014 - Energiemangel

Ich leide permanent unter Energiemangel, so fühlt es sich zumindest an. Und Wasser trinken mag ich irgendwie auch nicht mehr. Ich kriege fast das Gefühl, dass die gut 4-5 Liter, die ich pro Tag trinke, mehr Mineralien aus meinem Körper ausschwemmen, als dass zugeführt werden. Wir versuchen uns deshalb mit dem Kokain, so sieht das weisse Pulver in Zipper Bags verpackt zumindest aus, immer etwas Energie zuzuführen. Wir sprechen auch immer vom Zaubertrank, wenn wir vor einer grossen Steigung stehen oder oben am Berg uns stärken. Was uns noch fehlt, ist ein richtiges isotonisches Getränk, sowas wie Isostar. In dem Norweger Zeugs, das man übrigens fast nirgends findet, ist nur Zuckerhaltiges drin, jedoch keine Spurenelemente usw. Es ist auch wahnsinnig, was ich hier in mich reinstopfe. Überall kommt eine dicke Schicht Mayo drauf, das habe ich wahrscheinlich seit bald 10 Jahren nicht mehr gegessen; nicht die halbstarke Version sondern die mit der Cholesterin Warnung drauf. 🙂 Vor kurzem mussten wir an einem lokalen Fastfood Laden anhalten, und wir haben uns Burger, halbes Hähnchen und Pommes gegönnt. Wir hatten einfach soooo eine Lust auf was Salziges. Vielleicht hat ja jemand Lust, Zeit und das Wissen, um meinen Energiebedarf zu berechnen? Wir fahren im Schnitt 60-70 Km mit 700 Höhenmeter pro Tag, das während 4h30 , mit 60 Kg Gepäck Pässe hoch und runter…ich wiege wahrscheinlich noch 79 Kg und bin 1.84m gross.

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02.08.2014 - Ohne Worte
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02.08.2014 - Aussicht aus dem Zelt
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02.08.2014 - Einsamer Badesee

Am Abend war niemand mehr an diesem wunderschönen Badesee. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

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02.08.2014 - Die Todesstrasse

Hier machen wir unsere erste Bekanntschaft mit einem der gefürchteten "Schotterwegen" auf dieser Norwegen Route. Leider wussten wir vorher nichts davon, uns lagen lediglich die Streckendaten ohne Höhenprofil vor. Ich hoffe man kann sehen, wie steil die Strasse wirklich ist.

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02.08.2014 - Tesla

Es ist schon bemerkenswert was hier an Teslas rumfahren. Nicht nur die, meiner Meinung nach edelste Ausführung eines Elektromobils, kurvt hier rum, sondern auch andere E-Mobile von Peugeot, BMW, Renault usw. sind hier öfters zu sehen als Rentiere oder Elche. Der Grund, so wurde uns von einem in Norwegen lebenden Schweizer mitgeteilt, sind die extrem tiefen Steuern und Strassenabgaben, die man mit einem E-Mobil bezahlt. Desweiteren dürfen die speziellen Taxi und Bussspuren benutzt werden. Wenn das nicht genügend Argumente sind, sich einen Tesla zu leisten?!

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02.08.2014 - Alpstein

Hier eine Nachricht an M. in die regnerische Schweiz. So sieht die norwegische Variante des Hauses im Alpsteingebiet beim Säntis aus. Ach ja, natürlich bei Sonnenschein.

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02.08.2014 - Auflösung

August 2, 2014 10:4 pm

Auf der "Nebuchadnezza" wurde Neo im Film Matrix der wunderbare Brei vorgesetzt. Herzliche Gratulation dem Gewinner S. aus E. 🙂

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02.08.2014 - Nächstes Suchbild

Was schwimmt denn hier im Wasser? Als ich ihn zuletzt im Wasser habe ausmachen können, meine Augen waren so verquollen von den Tränen, die ich ihm nachgeweint habe :-), hat sich frech eine Libelle darauf gesetzt, sich gesonnt und sich an der künstlichen Insel erfreut. Den zweiten habe ich dann der Müllabfuhr vom pittoresken Dörfchen Feda gespendet. 🙁

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02.08.2014 - Nachtlager

Und so sieht ein Nachtlager aus, wenn man dutzende von Kilometern mit schwerbeladenem Bike auf Pferdepfaden verbracht hat. Wir konnten einfach nicht mehr weiter und haben direkt auf der Radroute (man sieht das rote Schild im Hintergrund) gezeltet. Es gab sonst keine flache Fläche. Auch hier galt wiederum, möglichst viel Energie zu sich zu nehmen. Ich habe 1 1/2 Büchsen Bohnen, eine Dose Makrelen Filet und drei Eier verdrückt. Um hier nochmals die Prioritäten zwischen Mann und Frau zu veranschaulichen. Kaum ist das Zelt gestanden, habe ich auch schon die erste Büchse Bohnen mit meinem Schweizer Sackmesser aufgeschlitzt und zum kochen getan. Ich musste mich echt beherrschen, mir diese reine Energie nicht gleich aus der Dose, in bester "Popeye-isst-Spinat-aus-der-Dose-Variante", in den Rachen zu stürzen. Mein System hat nach Energie verlangt. M. dagegen hat sich ihr Necessaire geschnappt und am Fluss ihre Abendtoilette gemacht. Ihr System hat nach Sauberkeit verlangt. Ich habe mich lediglich mit einem Waschlappen und Wasser aus dem Bidon gewaschen, an Bach runter mochte ich nicht mehr gehen.

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02.08.2014 - Achtung Pferde

So steht es an diesem Weg angeschrieben. Als Pferdeweg oder meinetwegen als ein T1 Wanderweg sollte man diesen Trampelpfad taxieren, jedoch sicher nicht als eine Fahrradroute. Mit vollbepacktem Radel, sei es mit Seitentaschen oder wie wir mit Anhänger, kann man diesen Weg bestimmt nicht fahren. Nicht mal runter geht das, da bräuchte man einen Klettergurt. Wir haben heute einige Kilometer auf Schotterpisten verdrahteselt, diese extrem steile Passage hat mir dann jedoch den Rest gegeben. Ich war körperlich am Ende und wusste nicht ob ich weinen oder lachen sollte… Das sollen irgendwelche alten Handelswege mit nationaler Be… ach bleib mir fern mit so 'nem Scheiss. Hier sollte man ein paar Tonnen TNT und Teer verwenden und gut isses.

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02.08.2014 - ...in Ms Necessaire entdeckt.

…in Ms Necessaire entdeckt. Vielleicht sollten wir uns mal überlegen, das Pferd, anstatt es in einer Dose mit uns zuschleppen, vor die Räder zu spannen… 🙂 Oder noch besser auf ihm die "norwegischen Radweg-Schotter-Pisten" bereiten. 🙂 Wenn man das Dosenpferd zumindest essen könnte, aber nein, man streicht es sich in Salbenform auf die müden Beine 🙂

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02.08.2014 - Veranschaulichung

Da ich im Moment sehr viel von beschwerlichen Wegen und vielen Höhenmetern schreibe, hier nochmals ein Bild zur Veranschaulichung. Wir sind nicht etwa auf leichtgewichtigen und auf höchstleistung getrimmten Carbon Turnier-Rössern unterwegs sondern vielmehr auf übergewichtige Ponys vom Kinderzoo nebenan. Respekt auch vor Ms Leistung. Das schöne daran ist, dass ich praktisch dabei zuschauen kann, wie ihre "Wädli" von Tag zu Tag definierter werden.

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06.08.2014 - Live Update

Da genau diese Woche die Fähre von Risør nach Øysang in der Werft zwecks Überholung ist, und wir heute schon fast 70 Km geradelt sind und der Umweg von 35 Km einfach nicht mehr drinliegt, haben wir uns kurzfristig entschlossen, den Bus zu nehmen. Wir warten also auf unseren Bus, da kommt ein anderer ca. 30 Min früher. Wir essen gemütlich zu Abend, dann überlegt sich M. den Chauffeur zu fragen, ob er nicht auch Richtung Larvik fährt. Natürlich tut er das und ist auch der einzige Bus, der Velos mitnehmen kann. Auf einmal bricht Hektik aus. Wir haben 4 Minuten alles in die kleinen Stauräume des Buses zu verpacken. Der Chaffeur packt fleissig mit an, so schaffen wir das rechtzeitg. Ach ja, der Bus hat WLAN. Krass. Leider ist das iPad im Stauraum, ich tippe mühsam auf dem iPhone.

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07.08.2014 - Im Griff

haben die Norweger, wie man PET Flaschen recyclet. Auf den kleinen Flaschen erheben sie 1 Kr Pfand, auf den grossen 2.5 Kr. Die Flaschen können dann zu irgendeiner Verkaufsstelle gebracht werden, dort wartet ein schwarzes Loch schon geduldig auf den Rohstoff. Die Flaschen werden ins Loch gelegt, ein Förderband zieht sie ein, die Marsianer (wie bei der Postsortiermaschine bei "Men in Black") scannt sie und anschliessend werden sie gleich geschreddert. Raus kommt ein Zettel, welchen man an der Kasse einlösen kann. Genial….

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07.08.2014 - The Klevens in Mandal

Wir waren heute auf dem Zeltplatz bei Mandal und haben anschliessend den kleinen Hafen angeschaut. Zu unserer Verwunderung haben wir dann folgenden Text gefunden…:-)
Leider hat es die ganze Zeit sehr stark geregnet, dies ist unser erster richtiger Regentag in Norwegen seit über 20 Tagen.

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07.08.2014 - Enthusiasmus auf dem Rastplatz

Wir haben es heute bis Mandal geschafft, der südlichsten Stadt von Norwegen mit ca. 13 500 Einwohnern und dem längsten Strand von Norwegen mit 800m. An einer Raststätte, wir wollten eigentlich unser Wasser auffüllen, wurden wir enthusiastisch von einem Norweger erwartet. Kaum haben wir unsere Räder gestoppt, kam er auch schon, und fragte ob wir englisch sprechen. Er kommt aus Mandal und hat sich letzte Woche einen Camper gekauft. Stolz steht er vor diesem auf dem Rastplatz, und wir kommen ins Gespräch. Er hat sich sehr für unsere Reise und unser Equipment interessiert. Da es langsam am Eindunkeln war, hat er uns angeboten, dass wir bei ihm im Garten zelten können. Mitten in der Stadt. Schon sehr hilfsbereit diese Norweger, das muss man sagen. Er hat uns auch vom Zeltplatz bei Mandal erzählt, dort sind wir dann auch hin. Irgendwie haben wir noch Mühe damit, bei jemandem privat zu zelten. Wir wurden bereits zum zweiten Male eingeladen. Auf dem Zeltplatz gab es WLAN, somit kamst du in den Genuss von 18 Reiseupdates, welche sich über die Zeit so angesammelt haben 🙂
Dieses Foto wurde uns von G.I.S. am nächsten Tag per E-Mail zugestellt. Er schrieb u.a. Folgendes:

"I met you Saturday a few km outside Mandal. Your "short trip" in Europe and
good mood impressed me a lot.

I had to stop on top of the next hill and take a few photos on distance of
you, this stretch of the road is some of the worst in our area, so hope
everything went well."

Wie cool. Jetzt sieht man uns auch mal "in Action"…

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07.08.2014 - Und wieder ist es passiert

August 7, 2014 7:12 pm

Beim Bergauffahren einer der vielen Passstrassen ist es noch einmal passiert. M. hat runtergeschalten, die Kette ist vom Kettenblatt gefallen, und sie konnte sich nicht rechtzeitig aus den Klickpedalen lösen. Sie ist also mit Fahrrad und Anhänger in den Strassengraben gestürtzt. Ich bin leider schon oben auf dem höchsten Punkt bei 220 MüM gestanden und wusste von nichts. Auf einmal hält ein Holländer bei mir an und meint, dass meine Frau kommen würde, sie laufe. Ich wusste das sie schiebt und habe mich bedankt. Als sie dann ankam, hat sie mir ganz aufgelöst von der Geschichte erzählt. Ihr Knie war blutig und ihr unterer Rücken hat Schürfungen aufgewiesen. Ich habe alles schön mit Desinfektionsmittel behandelt. Zum Glück ist nicht mehr passiert. Auf einmal taucht ein Fahrradreisender aus Litauen auf. Er hat seinen Job in London gekündigt und ist mit dem Fahrrad von London aus auf dem Weg nach Hause, für immer. Wie er die ganze Strecke ohne Karte hat meistern können, ist uns ein Rätsel.

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07.08.2014 - Schleckmäuler

Die Norweger sind definitv ein "Süsses Völkchen". Sie stehen total auf Eis, vor allem Softeis, welches hier "Soft Is" heisst. Diese kann man in tausend Variationen haben.
Praktisch in jedem Supermarkt gibt es Behälter, aus welchen man sich Süssigkeiten selber in eine Tüte abfüllen kann. Hier in Kristiansand gibt es sogar einen gaaaaaanzen Laden voll mit Süssigkeiten. Die Kinder sind schon ganz wild am Süssigkeiten baggern, die Eltern schleppen die schwere Last mit Schweiss auf der Stirn zur Kasse. Dort werden sie wieder etwas Gewicht los, der Spass kostet richtig was. Ich konnte es mir jedoch nicht nehmen lassen und habe mich auch bedient. Nicht unbedingt an dem Gummizeugs, auch da habe ich zwar zugelangt, mir haben es aber hauptsächlich die kleinen bohnenförmigen "Zeltli" angetan. Ich fühlte mich ein bisschen wie im Harry Potter Buch, wo sie in "Diagon Alley" so ähnliche Bonbons einkaufen gehen. Bei HP gibt es abgefahrene Geschmäcker wie "Ohrenschmalz", hier z.B. "Buttered Popcorn", "Strawberry Cheescake" und "Toasted Marshmallow". Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass "Jelly Beans" aus den USA kommt.

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07.08.2014 - Ein Wienerli aus Biofleisch von glücklichen Tieren mit einem Vollkorn Brötchen ohne E-Zusatzstoffe...

Ein Wienerli aus Biofleisch von glücklichen Tieren mit einem Vollkorn Brötchen ohne E-Zusatzstoffe… (es braucht manchmal eine rosarote Brille auf dieser Reise)…das alles für nicht mal CHF 2, da muss ich nicht zwei mal nachdenken. Du kleines Würstchen wirst mein zweites Frühstück sein.

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07.08.2014 - Das waren noch Zeiten

Ob man mit so einem Velo auch eine Reise durch Europa machen könnte? Ein Gepäckträger ist auf jeden Fall vorhanden. Die Weichheit des Sattels lässt sich mit einem Spannset einstellen. Spannendes Konzept. 🙂

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07.08.2014 - Auflösung Suchbild

hier sind meine beiden neuen Handschuhe. Was im Wasser geschwommen ist war nicht wie von ElMa geraten mein geliebter Crocs Schuh sondern mein Handschuh. Ich habe ihn zum fotografieren auf das Geländer gelegt, natürlich kam genau in diesem Augenblick eine Böe. Jegliche Rettungsversuche schlugen leider fehl, der Handschuh hat sich entschlossen genau in der Mitte des Baches davon zu schwimmen.

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07.08.2014 - hier in Norwegen sind die "CampingGaz" Kartuschen seltenes Gut.

hier in Norwegen sind die "CampingGaz" Kartuschen seltenes Gut. Der Primus macht seinem Namen alle Ehre und ist unbestritten der"Branchen Primus". Wir haben nun eine gefunden, jedoch nur die grosse Version. Somit gibt es mehr zu schleppen. Den "CampingGaz" Kocher benutzen wir hauptsächlich, wenn es schnell gehen soll. Also z.B. für den Kaffee am Mittag.

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07.08.2014 - Unglaublich

hier in Norwegen gibt es riesige Seen mit Trinkwasser. Selbstverständlich ist hier jeglicher Wassersport wie auch Fischen strengstens verboten.

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07.08.2014 - Geschichte

Wir besuchten das Freiluftmuseum bei Arendal und haben Bauten aus den unterschiedlichsten Epochen angeschaut. Diese wurden 1:1 an ihrem ursprünglichen Ort abgebaut und im Freiluftmuseum wieder aufgebaut. Auf dem Bild zu sehen, sind Vorratshäuser in welchen das Essen gelagert wurde. Sie wurden erhöht gebaut um es den Nagetieren schwerer zu machen, sich an den mühsam geernteten Vorräten satt zu fressen.

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07.08.2014 - Freude

hätte wohl die SVP an diesem Schild. Nur die Richtung des Pfeils stimmt noch nicht… 🙂

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07.08.2014 - Griechenland

wir kommen. Wir bereiten uns bei einem von M. zubereiteten griechischen Salat schon einmal auf die Zeit in Griechenland vor. Hmmm… ich freue mich schon auf das griechische Essen. Wir ihr seht, ist Essen etwas Primäres auf dieser Reise…;-)

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07.08.2014 - Friedlich

Unsere workhorses "Oldie" und "Goldie" für einmal ohne Gepäck den "Frei-Tag" auf der Wiese am geniessen. :-I

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07.08.2014 - Sandefjord

Wir haben unsere "Feuerwehrübung" mit der Busfahrt sehr gut überstanden. Minus ein Spannset. Das ging irgendwo unterwegs verloren.
Wir stehen um 21:15 mitten auf dem Parkplatz einer 24×7 Stunden Tankstelle irgendwie so, als ob wir gerade mit einer Raumkapsel gelandet wären. Jedenfalls werden wir entsprechend von den verdutzten Autofahrern angestarrt. 🙂 Wir hängen die Anhänger wieder an und verstauen alles, was wir mit uns führen. Ich kann es mir nicht nehmen lassen, mir ein Würstchen von der Tanke zu holen. M. nimmt zumindest etwas zögernd einen Bissen von meinem. Gerade am Parkplatz sehe ich ein Motel, für mich ist die Entscheidung bereits getroffen. Ich sehe mich in 15 Minuten bereits frisch geduscht im Bett schnarchen. Weit gefehlt… das war nur meine Entscheidung… M. hat sich durchgesetzt, und so sind wir um 21:45 und fast im Dunkeln noch Richtung Zeltplatz gefahren. Nur wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es ein Zeltplatz ist. Ich habe ehrlich gesagt schon etwas gewettert, es gibt im englischen ein Sprichwort "A bird in hand is worth seven in the bush". Was frei übersetzt heisst, was man hat, das hat man. Und ich fuhr von meinem sicheren Plätzchen auf der Schnellstrasse irgendwohin ins Grüne, wo wir nicht einmal wussten, ob man da wirklich wild campieren kann. Ich zitiere M., die ganz selbstsicher meinte "hab ich Dir doch gesagt", und so finden wir Einzug auf diesem herzigen Camping "Gramholmen" am Wasser. Zur Hinreise muss man sagen, dass wir unsere "grossen" Fahrradlichter zwecks Gewichtsreduktion nach Hause geschickt haben. Wir haben uns daher beide die Stirnlampen montiert und sind so mit blinkendem Rücklicht Richtung Zeltplatz gefahren… Ich noch mit einer neon-gelben Windjacke und einer orangen Leuchtweste darüber. Das hat sicher abgefahren ausgesehen. 🙂 Auf dem Zeltplatz gegen 23:30 angekommen, wurden wir auf dunklem Weg vom Verwalter angesprochen. Zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch. Er ist gebürtiger Däne und hat perfektes Deutsch gelernt nur durchs schauen der zwei deutschen Sendern, von den dreien, welche sie zu Hause empfangen haben. Verblüffend. Wir kriegen im Kaffee betteln noch zwei gerollte Pizzas mit Chicken. Die Bedienung, fast eine Kopie von Adele, bedient uns in perfektem Englisch, sogar mit englischem Akzent. Ich hätte schwören können, dass sie Engländerin ist. Und jetzt kommts. Sie hätte Englisch hauptsächlich vom TV schauen gelernt. In Norwegen leben nur gerade 5 Millionen Menschen, es lohnt sich somit für die Filmstudios nicht zu synchronisieren, und deshalb sind die ganzen Serien und Filme in Originalsprache und nur mit Untertitel zu sehen. Da soll mir mal einer sagen, Fernsehen verblödet nur… 🙂

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09.08.2014 - das und viel mehr hat das Farris Bad Hotel in Larvik zu bieten.

das und viel mehr hat das Farris Bad Hotel in Larvik zu bieten. Es beherbergt den grössten Spa Bereich in Norwegen und dieser wiederum eine einzigartige Grotte mit mineralreichem Quellwasser. Hier verbringen wir gestandene drei Stunden: Jacuzzi, Kneipp, Trepidarium, milde Sauna, Eisbecken, Grotte, Eisbecken, Herbal Bath, Eisbecken, Eukalyptus Dampfbad, Eisbecken, Dusche -> fertig. Wir fühlen uns "rejuvenated" aber auch wohlig erschöpft und geniessen das moderne und edle Ambiente aus Holz, Stein, Skulpturen und schwarz-weiss Fotographie an den Wänden. Was für ein Kontrast zu den mittlerweile über 20 permanent in der Natur verbrachten Tagen. Das Zimmer mit Sicht aufs Meer und Atrium kennzeichnet sich für uns vor allem durch das HOCH gelegene king-size Bett aus. Auf dem hängen wir nach einem ausgiebigen Frühstück (essen, essen, essen) auch jetzt noch, lesen, schreiben bis zum ultimativen check-out um 12 Uhr. Wow! Einen grosses Dankeschön an die InGus für die Idee (vollkommen im nature-grove wären wir selber nicht darauf gekommen), das Organisieren und die super grosszügige Einladung! We owe you!

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09.08.2014 - Zwischenbilanz

Tage on Tour: 28 (davon 4 auf Hurtigrutenschiff)
Fahrzeit Total: 72 h
Kilometer Total: 990
Höhenmeter Total: 11'200
Pannen: Keine nennenswerten. Am meisten machen uns kleine Steinchen zu schaffen, die es entweder bei der Schaltung (siehe Bild) oder zwischen den Belägen der Scheibenbremse einklemmt. Ich habe mir angewöhnt, regelmässig bei Tankstellen mit dem Reifenpumpgerät die Bremsen durchzublasen. Es gilt immer mal wieder die Ketten und Kettenblätter zu reinigen, respektive zu schmieren.

Auf dem Foto ist gleich auch noch eine tote Raupe zu sehen. Im Norden war es eine echte Plage. Der Winter war zu wenig hart, so haben die meisten Raupen überlebt. Auf einer Strasse hat sich ganz rechts sogar ein dunkler Streifen gebildet, ich dachte erst, das seien Ölspuren. Wie sich herausstellte, waren das alles überfahrene Raupen, welche von den Büschen rechts von der Strasse auf die linke Strassenseite rüber "räupeln" wollten. Leider kamen die meisten max. 1m weit, dann waren sie platt. 🙂

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09.08.2014 - Kalorienverbrauch

ICK hat uns freundlicherweise ausgerechnet, wieviele Kalorien wir täglich benötigen. Bei mir sind das ca. 4'500 – 5'000 bei M. ca. 3'500. Bei mir heisst das konkret pro Tag:
190 g Fett
430 g Kohlenhydrate
250 g Eiweiss
Wow… da muss ich mich beim nächsten Burger nicht mehr schlecht fühlen. 🙂

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09.08.2014 - EL-Nummer

Es ist mir aufgefallen, dass die Nummernschilder aller Elektroautos, also zumindest der Teslas, mit EL beginnen. Spannend…. Was das wohl zu bedeuten hat?

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12.08.2014 - Jetzt auch noch mit GPS Daten.

Jetzt auch noch mit GPS Daten. 😉 sind bei der Mittagspause. En Guete.

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15.08.2014 - Rockwool

Wir sind in Moss an einem Produktionswerk der Rockwool (Steinwolle) Fabrik vorbeigefahren. Es ist also wirklich so, dass ein Gestein als Grundlage für die Isolation dient. Ich dachte immer, das sei nur ein Name.

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15.08.2014 - Spieglein, Spieglein an der Wand

wer sind die krassesten Biker im Vikingerland….? "P. und M. das ist doch klar, die fahren mit dem Rad vom Norkapp bis nach Athen…"

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15.08.2014 - Frederikstad

In Frederikstad gibt es die kleinen Fähren gratis zur Benutzung für Fahrräder und Fussgänger. Sie bringt einen zur Altstadt, welche ursprünglich eine Festung war. Einfach wunderbar, in was für einem guten Zustand diese noch ist. Man kann dort heutzutage vorallem in kleinen Boutiquen shoppen und in schönen Kaffees "Kaffee & Kuchen" geniessen. Natürlich konnten wir uns das nicht nehmen lassen…

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15.08.2014 - Recycling

Wie das mit dem Recycling der Petflaschen und Aludosen in Norwegen funktioniert, habe ich ja bereits erklärt. Was mich jedoch fasziniert, ist die Infrastruktur. Es hat immer ein "Lavabo" mit Seife und heissem Wasser daneben und man kann die Tüte, mit welcher man das Leergut zurückgebracht hat, offziell in einen Mülleimer werfen.

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15.08.2014 - Alterskontrolle

In Norwegen bezahlt man die Zigaretten ganz normal an der Kasse, je nachdem mit oder ohne Alterskontrolle und kriegt dann einen Kassenbon mit Strichcode drauf. Diesen scannt man an diesen Boxen und erhält als Gegenleistung seine Glimmstengel oder wie hier in Norwegen fast noch üblicher, seine Dose Snus.

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15.08.2014 - Glückspieler

Wir wissen ja mittlerweile so einiges über die Norweger. Ein wichtiges Attribut fehlt jedoch noch. Sie sind verrückt nach Glücksspielen. In jedem Kiosk oder Einkaufszentrum steht so eine Spielwand mit Tippscheinen, gratis Zeitung mit Resultaten der Pferderennen usw. sowie Live Resultate auf dem Bildschirm. Da es verboten ist Glückspiel auf Kredit zu machen, muss immer eine separate Kasse für Bargeld vorhanden sein. Die Norweger kaufen, so wurde uns das gesagt, sehr viel auf Kredit. Da macht die Regel mit dem Glückspiel sicher Sinn.

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15.08.2014 - Turbo zünden

Der Turbo wird gezündet, wenn man im Rückspiegel die tief grauen Wolken herannahen sieht und vorne noch die Sonne scheint. Wir wurden dann leider doch noch eingeholt und mussten uns in Regenkleider werfen. Nach 15-20 Minuten war dann der Spuk auch schon vorbei. Gemein ist jeweils, dass man sich nicht sicher ist, ob es nun Sinn mach, sich einzupacken, da es ja nur kurz regnen könnte. Aber wehe man macht das dann nicht, und es schüttet so richtig, dann ist man bis auf die Knochen nass. Tja..prost! Somit lautet die Faustregel (wenn nicht gerade ein Unterstand vorhanden ist), sich bei den ersten Regentropfen blitzartig in die Regenklamotten zu schmeissen.

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Schweden (22)

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15.08.2014 - Von Norwegen nach Schweden

Auf der Swinesund-Brücke war es dann soweit. Wir haben die Grenze, welche hier natürlich durch den Swinesund Fjord gebildet wird, überschritten. Zum Glück hat uns Schweden empfangen, wie uns Norwegen verabschiedet hat. Mit gelegentlichen kurzen Schauern und ganz viel Gegenwind. Nicht das wir uns noch umgewöhnen müssen… 🙂

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15.08.2014 - Shopping Paradies

Kaum über die Grenze, schiessen die Einkaufszentren wie Pilze aus dem Boden. Wir haben vernommen, dass die Norweger jährlich 10 Mia NOK in Schweden ausgeben. Schweden ist für Norweger wie Deutschland für die Schweizer. Gut vorzustellen, wenn man sich dieses Shopping Mal anschaut, welches 110 Einzelgeschäfte beherbergt. Da kann das "Glattzenter" gleich einpacken. Leider oder vielleicht auch zum Glück sind wir gerade 5 Minuten nach Ladenschluss angekommen, und somit konnten wir auch kein Geld ausgeben. Wir hätten hier gerne etwas gegessen, und ich hätte mich liebend gerne mit "günstigen" Süssigkeiten eingedeckt. Wir haben uns dann mit McDonald`s begnügt (d.h. M. hat sich überwinden können), was sich als fatal rausstellen sollte. Siehe dazu separaten Beitrag…

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15.08.2014 - McDonald's zum letzten

Wir haben uns vom einzigen offenen, G.M.K lieblings "Schottischen Restaurant", McDonald's verführen lassen. Wir standen beim Bestellen da, wie ein LKW Fahrer in einer Dessou-Abteilung – von "Tuten-und-Blasen" keine Ahnung. Die junge Bedienung wird sich ihre Sache gedacht haben. Die Auswahl ist krass, und wenn man schon seit zehn Jahren oder länger nicht mehr im MAC war, einfach überwältigend. Also was machen wir, wir wählen nicht etwa den In-Burger "El Maco" sondern setzen auf die uns bekannten "Oldtimer". Wir haben uns 20 Chicken Nuggets, zwei Portionen Pommes, zwei Cheesburger und 0.5 L Soda einverleibt. Ms. Körper hat jedoch ein Wörtchen mitgeredet, geht es doch schliesslich ums einverLEIBen, und hat sich vehement gewehrt. Auf dem Weg nach Strömstad mussten wir zwei mal "notlanden", M. hatte Schwindelanfälle und Übelkeit, sie musste sich am Strassenrand hinlegen und Notfalltropfen (E. sei Dank!) zu sich nehmen. Krass. In Zukunft gibts für uns wieder lecker staubtrockenes Vollkornbrot mit einer Möhre drauf 🙂

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15.08.2014 - "Chindi-Fresser" ad extremis

Dass die Norweger kleine Kinder in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen verspeisen, wissen wir ja schon. Neu ist mir, dass es die Schweden auf die Spitze treiben. Hier gibt es Kinder schon aus dem Automaten – dem "Barne-Mat". Und wie schön sie lächeln, alles sicher nur "Etikettenschwindel". 🙂

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15.08.2014 - Erster schwedischer Zeltplatz

Wir sind wieder einmal sehr spät am Zeltplatz angekommen. Es geht zwar noch ohne Taschenlampe aber nur noch knapp. Wir mussten den erst besten Zeltplatz nehmen, da wir einfach nicht mehr weiter konnten. Und nach Ms. "McDonald's-Schwäche-Anfall" wollten wir auch nicht unbedingt weiter fahren. Die Rezeption war geschlossen, also haben wir unser Zelt neben ein paar Zwergenhäuschen aufgestellt. Der Zeltplatz ist praktisch ausgestorben, den Grund dafür sieht man auf dem Bild im Hintergrund über den Zeltplatz führen. Die neue Schnellstrasse E6 lässt den Zeltplatz einfach links liegen.

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15.08.2014 - Badespass in Strömstad

Kaum habe ich unsere Räder in Strömstad abgesperrt, tönt es auch schon "Au Scheisse…". Ich drehe mich zu M. um und sehe uns schon wieder im Sportladen stehen und einen Handschuh kaufen. Darin haben wir ja nun Übung. 🙂 Nur leider ist es dieses Mal nicht der Handschuh sondern der Fahrradcomputer. Au Backe. Mit all den "wichtigen" Daten drauf. Zum Glück ist dieser "regendicht", somit auch eine gewisse Zeit wasserdicht. Ich also wie vom Affen gebissen und sicher nicht weniger elegant als so einer, die Notleiter runter, in bester "Cliff-Hanger" Manier nur noch an einem kleinen Finger an der Leiter hängend den rettenden Griff ins kühle Nass wagend. Tja und im nu war der kleine Flüchtling wieder im Trockenen. Das alles ging so schnell, das M. nicht einmal den Fotoapparat hat zücken können…

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15.08.2014 - eine Frau fürs leben.

eine Frau fürs leben. Was er ihr bieten kann: eine Luxusjacht. Es ist schon bemerkenswert, dass wirklich fast jeder Norweger, wie auch Schwede, der irgendwo am Wasser wohnt, sein eigenes "Böötchen" besitzt. Neben den Nussschalen haben sie auch eine Vorliebe für Ferienhäuschen. Praktisch jeder besitzt auch ein solches. Kein Wunder, ganz passable kleine Hüttchen gibt es schon für CHF 50'000, und das Land dazu wird einem praktisch nachgeworfen. Es hat ja massig Platz hier in Norwegen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ebenfalls fast jeder Norweger auch ein Handwerker ist? Nahezu jedes zweite Auto hat eine Anhängerkupplung und sehr, sehr oft karren sie irgendwas mit ihrem "Anhängerle" von A nach B. Ich frage mich jeweils, ob die denn keinen anständigen Job in einem Büro haben… 🙂

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15.08.2014 - Fucking Åmål

Wer den Film noch nicht kennt, dem sei er wärmstens empfohlen. Keine leichte Kost, aber das ist ja meistens so bei tiefgründigen Filmen. Der Film spielt jedenfalls in Åmål, der Ortschaft, die ich sofort auf dem Schild erkannte.

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15.08.2014 - Verbieten

Es sollte unbedingt per Gesetz verboten werden, Ortschaften nach Essen zu benennen. Wie soll sich so ein hungriger Fahrradfahrer überhaupt noch konzentrieren können, ohne bereits schon wieder an die nächste Mahlzeit zu denken?!

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15.08.2014 - Marshmallows?

Ich kann langsam nachvollziehen, wie sich wohl ein Wüstendurchquerer fühlt, wenn er dehydriert ist und sich nach Wasser sehnt. Ich sehe hier zum Beispiel schon Ansätze von Marshmallows und und wenn ich Ms. Wädchen sehe wenn ich hinter ihr her radle, sehne ich mich oft nach Hühnchenschenkel… 🙂

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15.08.2014 - Alternativer Antrieb

Da wir immer wieder mit Gegenwind zu kämpfen haben, denken wir öfters über alternative Antriebsmethoden nach. Wir sinnierten schon über ein Windsegel, nur das hilft nur wirklich, wenn der Wind von hinten bläst. Eine Windturbine auf dem Helm montiert, würde sicher genügend Energie leisten, nur wird sie zu schwer sein. Wir haben alle Pläne verworfen ausser dem Gasantrieb. Da sind wir sogar bis in die Testphase fortgeschritten. Wir kochen also Linsen mit Blumenkohl. Die Produktion des TREIBstoffes beginnt schon kurze Zeit später. Leider wird ein grosser Teil davon bereits im Zelt freigesetzt, und verpufft, leider nicht so schnell wie gewünscht, wirkungslos. Am nächsten Tag auf dem Bike wird immer noch Treibstoff freigesetzt, das ist ja schon mal suuuper. Jetzt müssen wir nur noch das Timing mit dem Feuerzeug richtig hinkriegen, dann wäre es eine passable Lösung. Wahrscheinlich wird es eine Selbstzündung sein, es ist immer so wackelig vom fahrenden Rad aus einhändig zum andern rüberzulangen.

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15.08.2014 - Kafeepause

Kafeepause

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15.08.2014 - Kaffeepause

Sitzen gerade im Espresso House in Stenungsund und geniessen einen feinen Kaffee Latte mit gratis WLAN. Den Tipp haben wir von T. und K. erhalten, zwei Fahrradreisende aus Hamburg, welche wir gestern auf dem Zeltplatz Löfgrens ins Lysekil getroffen haben. Wir hoffen sie entweder in Hamburg oder Winterthur wiederzusehen. Sie sind bereits wieder auf dem Heimweg und starten am Montag ihren Arbeitsalltag. Guten Start wünschen wir, bei uns geht es noch etwas länger… Bis Februar 2015…. yeeaaahhh.

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18.08.2014 - M....

M…. meine Begleitung, nicht nur auf dieser Reise sondern auch sonst im Leben… 🙂

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18.08.2014 - Ich bin auch schon mal blind dem Navi gefolgt.

Ich bin auch schon mal blind dem Navi gefolgt. Wir wollten auf die andere Seite des Bodensees, der Weg führte irgendwo bei Konstanz bergab, ich schaue auf das Navi, es geht immer noch gerade aus…. alles wunderbar… ich fahre… auf einmal Hafen… aehhh bitte was?… Wasser…. hmmm… passt mir gar nicht… dann ahhh Fähre…. ahhh nach Überlingen…. tönt richtig, somit weiter fahren… wir also auf die Fähre drauf, als letztes Auto, die Lucke klappt hoch und schon sind wir unterwegs. Zum Glück war es die richtige Fähre. Alles eine Sache von höchstens einer Minute…spooky. Man stelle sich nun vor, es wartet keine Fähre…. 🙂

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18.08.2014 - Schlanker Besserwisser

Ich weiss ja nicht, wie die "Blechpolizisten" bei euch aussehen, bei uns jedenfalls sind es zum Teil recht hässliche, fast quadratische graue Kisten. In Schweden dagegen, sehen sie richtig sportlich aus… nicht dass sie deswegen weniger korrekt sind. Irgendwie konnte ich im gelben Blitz einen Smiley erkennen… alles nur Einbildung?

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18.08.2014 - Wie bitte kriegt man so was hin?

Immer wieder sehe ich diese Musters auf den Strassen. Auch schon in Norwegen ist mir dieses Phänomen aufgefallen. Beschleunigen die wie die Irren, oder haben sie möglicherweise einen Anhänger, den sie hin und her schleudern? Da es meistens auf einer abfallenden Strasse ist, könnte es auch mit der Handbremse und kräftigem reissen des Steuerrades auf die Strasse "gemalt" werden. Oder sind es in etwa Quads?!

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18.08.2014 - Bitte was?

Natürlich immer "Min Kaffe". Vorallem früh Morgens… da kenne ich gar keinen Spass, wenn es um Kaffee geht. Wir schleppen deshalb auch eine richtige Cafetiere mit, mit welcher man(n) einen leckeren Espresso zubereiten kann. Eines der wenigen Luxusstücke, die wir, oder viel mehr ich, mit uns schleppen.

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18.08.2014 - Schwedisches Kräftfesten

Wir wurden von einer ehemaligen Schulfreundin von M., welche in Onsala (30 km von Göteborg) wohnt, zum alljährlichen "Kräftfesten" eingeladen. Dabei werden Unmengen von frischen Shrimps und vorallem "Kräft", also Krebsen verspiesen. Hierbei singt man immer mal wieder aus dem "Liederbuch", wie es auf dem Foto ersichtlich ist, ein Lied gesungen. Es geht nicht wirklich um den Text, das Wichtige ist, dass am Ende des Liedes jeweils ein Shotglas mit Schwedischem Aqua Vit auf ex gekippt wird…Skol! Natürlich wird die Stimmung immer besser….
Wir haben uns auf jeden Fall sehr amüsiert und uns die Bäuche mit Seafood vollgeschlagen. Davon hatten wir schon lange geträumt… A dream came true… sozusagen…:-)

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18.08.2014 - Seafood

Wir wurden wirklich von E. & F. verwöhnt. Am nächsten Tag gab es lecker Pasta Marinara mit frischen Muscheln und Shrimps und Fisch. Wir konnten auch dieses Mal nicht genug kriegen… Hmmm, welch ein Genuss!…besser als man das je in good old Italy haben kann. Vielen Dank!!!
Morgen heisst es wieder ab auf die Bikes… Im Moment regnet es hier in Onsala bei 11 Grad…. brrr….

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18.08.2014 - EL-Nummern Zusatz

Zu den mit EL beginnenden Autoschildern in Norwegen wollte ich noch sagen, dass es einen ganz praktischen Grund hat. Die Norweger bezahlen nämlich Autobahngebühren, welche je nach Gebrauch der Autobahn anfallen. Deshalb werden an automatischen Erfassungsstationen die Nummern "gescanned". Dabei werden gleich alle Nummer mit EL beginnend aussortiert, das trifft für alle reinen Elektrofahrzeuge zu. Hybrid Autos haben eine andere Nummer. Die Elektroautos werden in Norwegen extrem gefördert.
So bezahlt man keine:

Und man darf als "suplement" die für Taxis und Busse reservierten Fahrstreifen benutzen. Stau gehört somit der Vergangenheit an.

Wir konnten in Erfahrung bringen, dass Tesla letztes Jahr 20'000 Autos produziert hat, und sage und schreibe 10% davon in Norwegen verkauft hat. Kein Wunder habe ich diese immer und überall gesehen…
In Schweden sehen wir vorallem Volvos…

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18.08.2014 - Flüchtlingslager?

Nicht ganz… so sah unser Zelt aus, als wir gewaschen haben und es dann zu regnen begonnen hat. Somit mussten wir unsere Wäsche im Zelt aufhängen. M. hatte die brillante Idee (sie wurde sogleich kopiert), die Wäsche im sehr grossen Koch- und Aufenthaltsraum des Zeltplatzes aufzuhängen. Am nächsten Morgen war alles ziemlich trocken, die Merino Teile kann ich ohne Probleme auch noch etwas "restfeucht" anziehen. Das ist ja gerade das Geniale.

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Dänemark (36)

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23.08.2014 - Ferien am Strand

Auch Kühe brauchen ab und zu mal eine Auszeit am Meer… :-). Wer möchte hier nicht Kühe "hüten"?

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23.08.2014 - Herr der Ringe

Ein Haus wie aus Herr der Ringe. Das Beste ist, der Pilz ist sogar bewohnt.

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23.08.2014 - Übeltäter

Wer kann den wenige Millimeter grossen Glassplitter sehen, der unseren praktisch unplattbaren "Schwalbe Marathon Evolution" Reifen durchlöchert hat? Natürlich hat M. den platten Reifen just in dem Moment bemerkt, als es begonnen hat zu Regnen. So haben wir (ich) sozusagen unter erschwerten Bedingungen unseren ersten Platten geflickt.

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23.08.2014 - Schwedische Sprache

Auch die schwedische Sprache ist der deutschen, vorallem aber der schweizer-deutschen Sprache sehr ähnlich.

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23.08.2014 - WTF?

Warum will man bitte seinen Hund duschen? Ich will ja nicht mekern, der Zeltplatz auf dem wir übernachteten, bot genau den richtigen "Luxus". Nur das ständige Geplärre aus den omnipräsenten Radiolautsprechern ging uns etwas auf den Kecks.

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23.08.2014 - Sturm

Wir wurden auf dem Zeltplatz südlich von Varberg von einem ziemlich heftigen Sturm überrascht. Die skandinavischen Medien haben auf jeden Fall darüber berichtet. Auf dem Zeltplatz gab es zeitweise 10 cm tief Wasser, da die Abläufe in der Strasse überfordert waren. Wir hätten auf jeden Fall einen Werbefilm für unseren Zelthersteller "Hilleberg" drehen können. "Hilleberg trotz jedem Sturm…" Der Wind hat wie wahnsinnig am Zelt gezogen, zum Glück habe ich darauf bestanden, dass wir das Zelt mit allen vorhandenen Heringen sichern. M. hatte den Eindruck, dass wir gleich abheben. Ich habe ihr von der im Zelt innen angebrachten Etikette vorgelesen, dass es im Windkanal getestet wurde und ca. 6 x robuster ist als handelsübliche Zelte. Diese Gutenachtgeschichte hat sie beruhigt und einschlafen lassen 🙂 Wie stark es gewindet hat (man sprach von bis zu 60 Km/h) sieht man an unseren Kleidern. Diese konnten wir, inklusive Handschuhen, einfach an den Zaun "kleben". Der Wind hat so stark und kontinuierlich geblasen, dass die Kleidungsstücke subito trocken waren.

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23.08.2014 - Nach dem Sturm

Uns wurde beim Mittagessen gesagt, dass nördlich von Hamstad, genau dort wo wir hinfahren wollen, es schwere Überschwemmungen gegeben hat, und wir unbedingt auf den Hauptstrassen und nicht auf den Fahrradwegen fahren sollen. Das hat sich als ein sehr hilfreicher Hinweis erwiesen, stellenweise zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Auch wir sind wieder einmal mehr ins schlechte Wetter geraten, an Bilder machen war nicht zu denken. Auf dem Foto kann man erkennen, dass es nun einen See gibt, wo vorher keiner war.

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23.08.2014 - Wettervorhersage

Wer will bei so einer Vorhersage raus, geschweige denn aufs Bike? Na wir. Wir kamen trotz des krassen Seitenwindes gute 75 Km weit.

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23.08.2014 - Steinpilz oder nicht?

Wir wussten es nicht. Wir sind durch einen wunderbaren Wald gefahren, in dem es von Pilzen nur so gewimmelt hat. Mir ist dieser Pilz, welcher am Fusse einer Eiche wuchs, wegen seiner schieren Grösse aufgefallen. Er war gut und gerne im Durchmesser so gross wie mein Schuh.

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23.08.2014 - Tagesmenü

Wir haben die "Dagens" Menüs in Schweden lieben gelernt. Da kriegt man für umgerechnet CHF 10 pro Person ein richtiges Menü, mit Salat, Hauptspeise, Filterkaffe und manchmal einem kleinen Dessert. Hier gab es ein typisch schwedisches Mahl. Ich würde es mal mit Kartoffelpuffer, viel Speck und roten Beeren betiteln. Normalerweise nimmt man bei solchen Gerichten nur schon beim Anblick 1Kg zu, wir stürzen uns jedoch auf die Kalorien, die sind im nu wieder abgestrampelt.

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23.08.2014 - Tagesmenü

Was unter ONS steht, haben wir gegessen. Siehe Bild beim anderen Beitrag.

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23.08.2014 - Frankreich?

Ich wurde beim Anblick dieser Treppe irgendwie an Frankreich erinnert. Es ist der Aufgang zum "Kärnan" Turm in Helsingborg.

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23.08.2014 - Dänemark

Seit heute sind wir in Dänemark. Wir freuen uns auf noch flachere Strassen und möglichst viel Rückenwind.

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23.08.2014 - Bad Luck

Kaum sind wir 10 Minuten in Dänemark unterwegs, bemerkt M., dass ihr Bike sich komisch verhält. Das Problem ist schnell lokalisiert. Die Kette ist am A. Ich mache kurzen Prozess und tausche die Kette komplett aus. Bei erst 2'000 Km 😉 könnte man diese auch reparieren und so weiterfahren, aber wieso habe ich zwei Ersatzketten mitgenommen, wenn ich diese nicht einsetze?

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23.08.2014 - Alte Häuser

Immer wieder stossen wir auf diese wunderschönen Häuser mit ihren speziellen Dächern aus "reet". An der dänischen Küste entlang, gibt es zum Teil ganze kleine Dörfer mit diesen Häusern. Ein Augenschmaus….

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23.08.2014 - Louisiana

Louisiana

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23.08.2014 - Louisiana

Auf dem Weg Richtung Kopenhagen fahren wir an einer Hochzeitsgesellschaft vorbei. Kurze Zeit später sehen wir ganze Menschenmassen, alle ziemlich gut gekleidet in dieselbe Richtung laufen. Wir fragen uns, ob die wohl alle in die Kirche gehen? Plötzlich sehen wir das Schild "Louisiana", wir halten kurz an, die Bedeutung verbirgt sich jedoch hinter Bäumen. Als wir wieder losfahren wollen, spricht uns eine Dame an und fragt, ob wir "Louisiana" suchen. Wir verneinen und geben zu, nicht einmal zu wissen, was Louisiana ist. Es ist eines der bekanntesten Museen, zumindest in Dänemark, wenn nicht sogar in ganz Europa, für zeitgemässe Kunst. Sie sagt uns immer und immer wieder, dass wir unbedingt hin müssen, das sei eine einmalige Gelegenheit. Es gibt u.a. die Sonderausstellung von Emil Nolde. Na gut…kann man sicherlich auch mal im Kunsthaus Zürich erleben. Bei einem Bäcker kaufen wir ein und werden zum zweiten Mal darauf angesprochen, ob wir Louisiana besucht hätten, wir seien soeben daran vorbei gefahren. Als uns die dritte Person, als wir die Backwaren vor der Bäckerei verspeisen, das Museum ans Herz gelegt hat, konnten wir es uns nicht nehmen lassen und sind zurück gefahren. Der Fokus war dann auf der temporären und sehr gelungenen Ausstellung über Nolde. Seine frühen Werke haben uns besonders gefallen. Das Museum hat tatsächlich unglaubliche Dimensionen und eine reiche Sammlung an weltbekannten Werken. Sehr gefreut haben wir uns über die grosse permanente Ausstellung des bekannten Schweizer Künstlers "Alberto Giacometti".

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23.08.2014 - Kopenhagen Skyline

Diese wunderschöne Aussicht bot unser Zimmer im 9ten Stock des WakeUp Hotels. Hier kriegt man eigentlich recht faire Deals, wenn man nicht wie wir erst 1h vorher bucht. 🙂

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23.08.2014 - Fast Food

Was macht Man(n), wenn Frauchen frierend und müde auf dem Bett sitzend sagt, sie mache keinen Schritt mehr aus dem Zimmer, Mann aber vor Hunger nicht schlafen wird? Er geht runter, es ist 21:15 Uhr also bereits dunkel, nimmt Frauchens viel zu kleines Bike, da seines nur mühsam vom Anhänger zu befreien ist, und düst los in die dunkle Nacht. Der Weg, nur ca. 1.4 Km zum angeblich besten Indian Take-Away in Kopenhagen. Um die linke Hand die Stirnlampe gebunden, mit der rechten die Bremse umklammernd…Immer wieder stossen die Knie an die Brust, das Bike ist viel zu klein. Die Reaktion der Partygänger ist auch dementsprechend amüsiert. Paranoid links und rechts schauend, ob einen die Autofahrer auch sehen, gehts am Hauptbahnhof vorbei, das Gekreische und die Menschenmassen nehmen exponentiell zu. So auch das ängstliche hin und her schauen. Es sind Sirenen zu hören, und Blaulicht spiegelt sich auf den nassen Strassen. Es kommt definitiv das Gefühl auf, mit dem Fahrrad irgendwo durch eine amerikanische Grossstadt zu fahren. Nicht gerade lustig, nur gerade 1m über dem Boden sitzend völlig schwarz gekleidet.
Er macht sich beim Inder zum Affen, redet mit Händen und Füssen, am Schluss klappt jedoch alles. Um 22:10 wird gemütlich auf dem Bett gegessen. Was wir essen? Hoffentlich Hühnchen, wie bestellt. Er sagt ihr nicht, dass er beim Warten auf das Essen rausgefunden hat, dass es auch einen Delivery Service gegeben hätte. 🙂 Es schmeckt sehr und gibt Dank den Gewürzen auch von innen warm.

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23.08.2014 - Vermissten Anzeige

Wir sind schon zwei Spezialisten. Immer wieder laufen uns Sachen davon. Unterdessen vermissen wir zwei Fahrradhandschuhe von M. und eine Leuchtweste von mir. Ein Putztuch ist auch irgendwo auf einer Parkbank in Kopenhagen liegengeblieben… zsssss… wo kommen wir da auch hin? Seit heute Morgen vermisse ich nun auch meine NEUE Leuchtweste. Das ist wirklich zum "heulen".

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29.08.2014 - Kopenhagen ist definitiv eine Stadt für Radfahrer.

Kopenhagen ist definitiv eine Stadt für Radfahrer. Die Infrastruktur ist hervorragend. Überall gibt es Radstreifen, an Rotlichtern warten zum Teil mehr Radfahrer als Automobilisten. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass es auch für Radfahrer Regeln gibt. Braucht es auch, wenn zum Teil 2-3 nebeneinander fahren. Es wird z.B. erwartet, dass man seine Hand hebt, um anzuzeigen, dass man anhalten möchte. So haben die anderen genügend Zeit zu reagieren und auszuweichen.
Super sind auch die Rotlichter, welche in Sekunden anzeigen, wie lange es noch dauert, bis es von rot nach grün wechselt, respektive umgekehrt. Vor den Einkaufshäusern gibt es Fahrradständer, die gut und gerne 50-100 m lang sind. Von so was träumen wir in der Schweiz.

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29.08.2014 - Stromversorgung

Eine Stadt wie Kopenhagen will mit Strom versorgt werden. Klar baut man ein Kraftwerk ausserhalb und nicht mitten in der Stadt. Auf dem Weg raus aus Kopenhagen sind wir an einem solchen vorbei gefahren. Sieht irgendwie wie eine Kulisse aus "Futurama" aus :-).

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29.08.2014 - Wir bekennen Farbe

Die Dänen sind stolz auf ihr Land. Immer wieder findet man kleine Fähnchen, welche ihre Gärten zieren. Ich wollte unsere Freude an diesem Land bekunden und habe mir so ein Fähnchen, für immer ausgeliehen 🙂 Erst dann wurde mir bewusst, dass Dänemark und die Schweiz eigentlich sehr ähnliche Flaggen haben. Die Schweizer Fahne ist lediglich quadratisch und hat einen leicht anderen rot Ton. Leider war das dänische Fähnchen nicht für das dänische Wetter gemacht und hat sich nach ca. 2h Regen und Wind in seine Bestandteile aufgelöst und übers dänische Land verteilt. Der Kreis hat sich somit geschlossen :-).

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29.08.2014 - Google Translator?

Hier wurde wohl eher auf Google Translator gesetzt anstatt auf die seriösen Dienste eines Dolmetschers :-)…

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29.08.2014 - Jööööö

So herzig. Leider haben wir die Entenfamilie nie "live" erlebt.

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29.08.2014 - Kirche am Abgrund

Der im Hintergrund ersichtliche Kreidefels hat dem Meer nicht viel entgegenzuhalten, so kommt es auch, dass immer mehr Land im Meer versinkt. Im Jahre 1928 ist es passiert und ein Teil der Kirche in Stevns Klint ist im Meer versunken. Die nun gesicherte Kirche kann besucht werden, vom Balkon hat man eine herrliche Aussicht.

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29.08.2014 - Vorbereitung

Ich bereite mich bereits für die "Kaffe-Kuchen" Zeit in Meck-Po vor…. hmmmm…. Leider gab es nur Filterkaffee, ich kann mich mit der braunen Brühe irgendwie noch immer nicht so richtig anfreunden.

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29.08.2014 - Kreisel

Selbst in den Kreiseln gibt es in Dänemark eine spezielle Radspur. Die Automobilisten sind immer sehr vorsichtig und gewähren einem den Vortritt. An das dürfen wir uns nicht zu fest gewöhnen, in Albanien und Montenegro wird man als Fahrradfahrer wohl eher als Verkehrshindernis betrachtet, und es wird eher gehupt als 2 m links an einem vorbei gefahren. Aber wir werden sehen und berichten.

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31.08.2014 - Camping Petra

Heute haben wir wieder einmal 80 Km zurückgelegt. Nach 72 Km war das Zelt aufgebaut und ich bereits im Zelt liegend bereit zum schlafen gehen. Aber alles der Reihe nach.
Nach eben 72 Km sind wir gemäss Radreiseführer an unserem Tagesziel angekommen. Beim Camping. Nur leider ist kein Schild zu sehen, welches den Camping ankündigt. Das ist ja schon einmal sehr "strange". Wir sehen lediglich ein Hotel, dahinter können wir Wohnwagen ausmachen. Das müsste doch der Camping sein. Wir fahren hin und tatsächlich, da stehen sie, die Campingwagen. Wir sehen jedoch auch hier kein Schild, welches den Weg zur Rezeption anzeigt. Wir fahren auf den Platz und sehen alles nur leere Camper. Da erspähen wir plötzlich eine Person, welche sich vor uns zu verstecken scheint. Komisch…. ich habe kein gutes Gefühl, hatte ich beim hinfahren schon nicht und möchte weiter. M. mag nicht mehr und macht ziemlich klar, dass ich nicht so tun und wir uns hier installieren sollen. Wir finden nur die Herrentoiletten, von den Frauentoiletten nichts zu sehen, für die Duschen braucht es 5 Kronen Stücke. Diese sollten uns zum Verhängnis werden. Wir bauen also das Zelt auf und können noch immer niemanden ausmachen. Bei der Einfahrt haben wir gesehen, dass es ein privater Camping mit Namen "Camping Petra" ist. Ich pumpe die Iso-Matten auf und lege mich auch schon darauf, um etwas zu entspannen. Ich bin heute ziemlich fertig. M. möchte als erstes duschen, leider haben wir kein dänisches Geld, denn wir sind ja nur 3 Tage hier, und man kann eigentlich fast alles mit der Kreditkarte bezahlen. Sie zieht also los, um im Hotel nach 5 Kronen Stücken zu fragen, welche sie von der Kreditkarte abbuchen möchte. Ich döse langsam dahin…. sie kommt wieder und sagt. "Wir müssen weg…." ich denke ich bin im falschen Film. Sie erklärt, dass sie soeben mit dem Besitzer des Hotel gesprochen habe. Er hat ihr sehr unmissverständlich und extrem unfreundlich zu verstehen gegeben, dass wir hier weg müssen. Dies sei ein privater Zeltplatz. M. hat erklärt, dass wir schon über 70 Km gefahren sind, und es schon dunkel wird, und wir natürlich bereit sind, etwas für die Übernachtung zu bezahlen. Das hat den Herren im Anzug nicht die Bohne interessiert, und wir mussten das Zelt wieder abbauen. Auf dem Weg zum nächsten Zeltplatz haben wir uns schöne Namen für den Herren im Anzug ausgedacht.

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31.08.2014 - Camping Praesto

Wir kommen nach 80 Km und bereits beim Eindunkeln um 20:30 Uhr auf dem Camping in mitten von Praesto an. Die Rezeption ist natürlich seit 18:00 Uhr nicht mehr besetzt, wir schminken uns die Dusche bereits ab, wir haben noch immer keine dänische Münzen. Da kommt ein alter Mann daher und gibt sich als Campingwart zu erkennen. Er fragt, ob wir englisch oder deutsch mit ihm reden möchten. Wir sagen deutsch. Fehler…. während den nächsten 2-3 Minuten Einführung und Erklärung, wie wir zum Bankomaten kommen, um Bargeld zu beziehen (er nimmt nur Bargeld), verstehe ich nur bruchstückhaft Wörter. Er hätte ebenso gut dänisch reden können :-). Zum Abschluss des Tages leere ich die gesamte Pfanne mit Pasta in das Lavabo, ich habe den Deckel auf die Pfanne gehalten und diesen offenbar ein wenig zu stark angehoben, damit das Wasser abfliessen kann. Zum Glück waren wir alleine in der Küche, sonst hätten wohl alle fluchtartig die Küche verlassen; mein Fluchen war doch etwas gar heftig. Ich wusch die Pasta 3-4 mal mit heissem Wasser ab, wegwerfen konnte ich diese nicht, wir hatten kein zweites Pack übrig.

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31.08.2014 - What you see is what you smell

Das Zeugs hat so gestunken, wie es aussieht. Ich musste aufpassen, nicht vom Rad zu fallen, so penetrant war der Gestank 🙂

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31.08.2014 - Ps Reiseweisheiten

Wenn du auf den "Popo" eines Windrades zufährst, bist du am Arsch. Dann fährst du gegen den Wind.

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31.08.2014 - Hügelgräber

Ein Hügelgrab? Obwohl M. von der Strasse aus so eines vermutet hat, hat sich bei genauerer Betrachtung heraussgestellt, dass hier wohl niemand begraben wurde… 😉

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31.08.2014 - Hügelgräber II

Hier sieht man ein Hügelgrab, hinter der imposanten Buche. Eigentlich sehr unspektakulär. Spannend finde ich, dass fast immer ein mächtiger Baum auf oder unmittelbar neben dem Grab wächst. Auf dem Weg haben wir bereits früher Hügelgräber gesichtet, auf welchen mächtige Eichen tronten. Leider konnte ich wegen des schlechten Wetters davon keine Aufnahme machen.

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31.08.2014 - Hünengrab

Hier sieht man ein Hünengrab mit Steinformationen, welches sich dadurch von einem Hügelgrab unterscheidet. Auch hier wächst wieder ein mächtiger Baum daneben.

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31.08.2014 - Bye Bye Dänemark

Wir warten gespannt, bis sich die Schranke hebt und wir auf die Fähre "Prinz Joachim" fahren können. Mit dieser setzen wir in ungefähr 2 h nach Rostock über und unsere Skandinavien Reise endet somit. Schön war es. Spannend war es. Anstrengend war es. Wir sind zeitweise an unsere Grenzen gekommen und bedanken uns bei allen Mutmachern unterwegs – die vielen "thumb ups" von Autofahrern, die gelegentlichen "Hopp Schwiiz" von Einheimischen und Touristen. Nach mehr als 2000 zurückgelegten Km, denke ich, sind wir durchtrainiert. Wir haben die Elemente Wind & Wasser so gut kennengelernt, wie nie zuvor. Es gab viele wunderbare Begegnungen und einige von diesen schienen, wie im richtigen Augenblick passiert zu sein. Norwegen mit seinen tiefblauen Fjorden und der abschnittsweise unberührten Natur ist schön; Schweden konnten wir entlang der Westküste bei sonnigem Wetter zwischen Ängelholm über Båstad nach Helsingborg geniessen. Am besten hat uns aber Dänemark entlang der Ostküste nach Kopenhagen gefallen: Weitsicht, wunderschöne Strände, Wälder mit uralten Eichen und Buchen, die sich bis hin zum Meer erstrecken, naturbelassene Hecken, schmucke Bauernhöfe und mittelalterliche Städtchen. Hierher kommen wieder!

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Deutschland (9)

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31.08.2014 - Welcome To Tschörmani

Kaum in Rostock angekommen, kann ich es mir nicht nehmen lassen, eine Currywurst zu essen. Ich hatte meine letzte wahrscheinlich vor über 20 Jahren in der Fussgängerzone in Singen. Der Hammer, das Ganze kostet nur € 2.50. Inklusive Brötchen. Wir sind endgültig in Deutschland angekommen, die ersten Schilder, die wir in Roststock am Hafen sehen sind von Aldi, Netto und weiteren Discountern.

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31.08.2014 - Güstrow - Büstrow Kanal

Einige Kilometer konnten wir entlang dem schönen Kanal zwischen Güstrow und Büstrow radeln. Der Weg aus Betonplatten hat ein wenig Nostalgie verspüren lassen. Wir haben uns vorallem am flachen Terrain und Rückenwind erfreut…ENDLICH!

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31.08.2014 - 8 mm

So lang sind nun meine Haare. Krass, das hatte ich noch nie. Da muss ich mich erst einmal daran gewöhnen. M. gefällt es auf jeden Fall. Das ist ja auch wichtig :-). Nun heisst es immer auf genügend Sonnenschutz achten.

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31.08.2014 - Ein Stück Heimat

Bei diesem Anblick schlägt das Herz eines echten Schweizers gleich etwas höher. Da kann man nichts machen. Muss wohl an den Genen liegen 🙂
Wer sie noch nie probiert hat, es gibt sie beim dm. Einfach Klasse, am besten mit einem kalten Glas Milch dazu.

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31.08.2014 - Das kann kein Zufall sein

Je nach dem wie man "Pizza Hot" ausspricht, tönt es wie die weltbekannte "Pizza Hut" Kette 🙂

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31.08.2014 - Kaffee und Kuchen an der Müritz

Wir sitzen auf der Terasse des Seehotels in Krakow am See und geniessen das schöne Wetter und ganz klar "Kaffee-Kuchen"…unser neues Motto für Meck-Po 🙂

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06.09.2014 - Interessant wars im Bundestag

Wir wurden von zwei Mitarbeitern während 2h durch den Bundestag und die umliegenden Gebäude geführt. Mir blieben vorallem zwei ungefähre Zahlen. Kosten von ca. 10 Mia Euro und Arbeitgeber für ca. 5'000 Personen im Umfeld des Bundestages. Ebenfalls beindruckend, dass 2/3 der Einwohner von Berlin lediglich "Transfergelder" z.B. durch Sozialversicherung empfangen und nur 1/3 ihr Geld durch eine Arbeit verdient. Das Highlight war sicherlich die Aussicht von der Kuppel auf dem Dach, von da aus hat man eine 360 Grad Rundumsicht über ganz Berlin.

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06.09.2014 - Wir sind heute und gestern mit der DB von Berlin mit umsteigen in München und Salzburg nach Villach, Österreich gefahren.

Wir sind heute und gestern mit der DB von Berlin mit umsteigen in München und Salzburg nach Villach, Österreich gefahren. Hier hat man deutlich den Nachteil gespürt, mit Anhänger zu reisen. Ich möchte sonst meinen Anhänger nicht missen, aber für Reisen mit dem ÖV ist er einfach zu sperrig. Vier Seitentaschen zu entfernen und diese in Zug zu tragen stelle ich mir um ein Vielfaches einfacher vor.
Ich frage mich, wie Leute im Nachtzug überhaupt schlafen können. Vorallem Männer. Bei mir macht es den Anschein, dass meine Neandertaler Gene doch noch recht dominant sind. Ich kann bei dem Gerüttle und Geschüttle kein Auge zu tun. Mein Unterbewusstsein meldet wahrscheinlich bei der kleinsten Erschütterung potentielle Gefahr durch einen herannahenden Säbelzahntiger. M. war wieder einmal nach geschätzten 2 Min im Tiefschlaf.
Leider kennt man hier in München keine Rampen, um mit dem Rad auf den Bahnsteig zu fahren. So mussten wir unsere Räder mit angehängtem Anhänger in den Lift zwängen, was uns immer ganz knapp gelungen ist. Nur einmal, wurde gerade 1 Min (ich habe zugeschaut) bevor wir den Lift erreichten, dieser ausser Betrieb gesetzt. Der Liftmonteur meinte mit einem breiten Grinsen, nachdem er unsere ganze Bagage gesehen hatte, dass wir dann halt die Treppe nehmen müssen. Nicht wirklich nett. Anschliessend haben wir es uns im Café Reichshof in der Wörthstrasse so richtig biomässig gut gehen lassen. Ich habe das Schlemmer Frühstück bestellt, M. hat sich ein Vital Frühstück gegönnt. Ein Traum kann ich nur sagen…

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06.09.2014 - Bye Bye Tschörmani

Heute Abend gehts mit dem Nachtzug von Berlin nach München; von dort weiter via Salzburg nach Villach, Österreich. Dann werden wir uns erneut und sehnsüchtig auf unsere Velo schwingen. Das erste Zwischenziel wäre Rijeka, Kroatien. Ab dort beginnt wohl ein spannender und unbekannter Teil unserer Reise. Auf dem Nachtzug haben wir in unserem 4er Schlafwagen einen jungen Deutschen kennengelernt, welcher ebenfalls Albanien bereist. Jedoch mit den ÖV und in "nur" 3 Wochen. Ich müsste M. fragen, was die Wahrscheinlichkeit ist, dass wir mit einer Person den Schlafwagen teilen, die ebenfalls eine nicht so vielbereiste Destination wie Albanien besucht…

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Österreich (13)

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02.09.2014 - Übermütig

Wenn man stundenlang auf dem Bike sitzt, kann man schon auf dumme Ideen kommen… 🙂

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02.09.2014 - Sesamstrasse

Wo ist nur das {Name auf Schild}-Monster hin? Hat sich wohl verkrümelt 🙂

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02.09.2014 - Mit solchen Warnungen ist nicht zu spassen.

Mit solchen Warnungen ist nicht zu spassen. Ganze Waldstücke scheinen hier im ehemaligen Osten noch mit Munition belastet zu sein.

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02.09.2014 - Stärkung

Was gibt es wohl besseres zur Stärkung, wenn man sich gerade auf Rekordfahrt befindet, als ein gutes Brot mit "Schweineschmalz, Grieben und Salz".

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02.09.2014 - Enttäuschung

Wir konnten weder ein hohles Holzpferd noch Brad Pitt mit gestähltem Oberkörper und im Lendenschurz rumhüpfen sehen….

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02.09.2014 - Nur im Osten

Sowas kann es wohl nur noch im ehemaligen Osten geben. Ich habe bei uns noch nie ein Autokino gesehen. Ob es noch in Betrieb ist, kann ich nicht sagen, wir sind nicht bis hin gefahren. Wir hätten mit "Oldie & Goldie" wohl auch kein Zutritt ins AUTOkino bekommen 😉

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02.09.2014 - Rekordfahrt

Ich habe zu M. gesagt, wenn wir mal 100 Km schaffen können, dann wird dies in MeckPo sein. Die Bedingungen sind hier einfach perfekt. Flache Strassen, kein Wind und wenig Regen. So kam es dann auch, dass wir heute einen neuen Rekord von 100 Km in 6h aufgestellt haben. Wir haben mit dem einzigen nicht-Wassergetränk, welches wir dabei hatten, angestossen. Einem feinen Kalium-haltigen Kokoswasser. Wir hätten sicher noch 20 – 30 Km weiterfahren können, leider wurde es aber langsam dunkel. Wir haben zu viel Zeit benötigt, um unsere Seitentaschen von der ausgelaufenen Sahne zu reinigen. Das Velo ist umgestürzt, und da ist die Sahnepackung aufgesprungen. Schöne Schweinerei…

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02.09.2014 - Wer sitzt den da?

Wenn Ihr mal eine gute Adresse zum Übernachten braucht in Berlin, in der Nähe des Brandenburgertors usw., dann kann ich euch das Arte Luise Kunsthotel an der Luisenstrasse 19 in Berlin empfehlen. Für wenig Geld kriegt man eine sehr gute Leistung.

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02.09.2014 - Winter-Quartier

Wir durften letzte Nacht im www.winter-quartier.de (Gemeinde Dechtow, ca. 60 Km nord-westlich von Berlin) übernachten. Wir wurden von unserer Freundin A. eingeladen, welche mit ihrer Familie in dieser herrlichen, mit Architekturpreis gekrönten Residenz Urlaub macht. Tja…man kanns nicht anderes sagen…wir wurden rundum verwöhnt, durften wir A.s edles Zimmer mit Himmelbett und Rosenwäsche benutzen und abends am heiteren Familientisch die sechs Stunden geschmorte Sonntagsente mitgeniessen. An dieser Stelle ein grosses DANKESCHÖN!
Für Morgen wurden wir sogar zu einer privaten Führung im Bundestag eingeladen. Zustande kommt sie aufgrund besonderer Beziehungen von A.s Papa. Da müssen wir es sicher bis Berlin schaffen!

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06.09.2014 - Wir hatten leider das Glück, genau in der Woche in Villach anzukommen, in der die 60'000 Seelengemeinde von bis zu 100'000 Harley Davidson V

Wir hatten leider das Glück, genau in der Woche in Villach anzukommen, in der die 60'000 Seelengemeinde von bis zu 100'000 Harley Davidson Verrückten besucht wird. HD Europa macht jedes Jahr an einem anderen Ort eine wöchige Party. Krass. Da hier in Villach alles hohe Berge sind, gibt es natürlich auch jede Menge Pässe. Und natürlich mussten die harten Jungs mit ihren "Knatter-Bechern" über jeden Pass heizen. Das sind ja keine normalen Maschinen, die scheinen irgendwie mit einem russischen Lastwagen verwandt zu sein, so wie die tönen. Am Rotlicht wird natürlich nicht auf zwei kleine Fahrradfahrer Rücksicht genommen, sondern es wird möglichst schneller als alle anderen weggefahren, und das natürlich mit entsprechender Untermalung mit Lärm und Gestank. Wir wollten nur unsere Ruhe, ich bin auch tagsüber mit Oropax rumgelaufen. Wir kamen bei all dem Lärm schon an unsere Grenzen…

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06.09.2014 - Lithopunktur durch Marko Pogacnik

In Villach hat Marko Pogacnik zusammen mit lokalen Künstlern hauptsächlich Steinsäulen, welche nach seinen Vorgaben erstellt worden sind, an Lithopunktur Punkten aufgestellt. Sehr schöne Kunst ist es auf jeden Fall…

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06.09.2014 - Wir mussten unsere geliebten Pufuleti bisher bei Freunden von Rumänien importieren lassen (A.

Wir mussten unsere geliebten Pufuleti bisher bei Freunden von Rumänien importieren lassen (A. danke noch für Deine Tüte; das war unser "znacht" im Zug :-)). Nun gibt es sie auch in Österreich beim Grossverteiler…

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06.09.2014 - Nach Österreich kommen wir nach Italien

Ganz unverhofft sind wir noch durch Italien gefahren. Von Villach führte der Weg über Tarvisio. Dort haben wir uns zwei gelungene (da italienisch) Cappucinos und ein Profiterol gegönnt. Hmmm. Anschliessend frisch gestärkt den Predil Pass hoch, der bildet die Grenze zwischen Italien und Slowenien.

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Slowenien (16)

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06.09.2014 - Unser erster offizieller Pass

Mit dem Predil Pass auf 1156 müM haben wir unseren ersten offiziellen Pass auf dieser Reise überquert. Der hat seinen Namen "Pass" wirklich verdient, wir haben bei angenehmen 18 Grad und leichtem Sonnenschein geschwitzt. Ein besonderer Ansporn waren die "Thumbs up", "Respektvolles Kopfnicken" und ein "Hopp Schwiiz"…man staune, man staune…von Harley Davidson Fahrern!
Das ist die Wiedergutmachung 🙂

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06.09.2014 - Willkommen in Slowenien

Unsere Ankunft in Slowenien mussten wir natürlich feiern. Auch dieses Mal mit einem feinen Kokoswasser, das gab's für nicht einmal 4 Euro/Liter bei Interspar in Villach. Suuuuper.

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06.09.2014 - Julier Alpen

Als wir im Buchhandel die Karte studiert haben, ist mir aufgefallen, dass hier von den Julier Alpen gesprochen wird. Aeeh… Moment. Wenn wir Alpen und die dazugehörigen Pässe gewollt hätten, wären wir in der Schweiz geblieben. Alles studieren und nachfragen bringt nichts, wir müssen über diese uns fremden Alpen und somit über einen Pass. Den Zug nehmen wollten wir nicht, das ist was für "Memmen" 😉 Wir haben uns dann gegen den "Wurzenpass" mit seinen 18 % Steigung entschieden. Uns wurden von Mottoradfahren richtige Schauer Märchen erzählt: man könne da oben kaum stehen, so steil sei es…

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08.09.2014 - Region um Bovec, das Wassersport Mekka

Hier entlang der Soca hat sich ein wahres Wassersport Mekka entwickelt. Und mit Wassersport meine ich richtigen Sport, nicht die amerikanische Variante mit vielen PS und lauten Motoren. Hier kann man alles machen, von Kajak fahren bis zum White Water Rafting. Es kurvt auch jeder mit irgendeinem Wassergerät auf dem Dach rum. Als wir zum ersten Mal über die Soca fahren, wissen wir auch warum. Die Farbe des Flusses ist einfach bezaubernd.

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08.09.2014 - Wir folgten einem "gepünktelten" Radweg auf unserer Karte und endeten in der Wüste.

Wir folgten einem "gepünktelten" Radweg auf unserer Karte und endeten in der Wüste. Wir mussten unsere übergewichtigen Goldie & Oldie durch den tiefen Sand schieben, nur um festzustellen, dass der Weg, welcher direkt am Fluss verlaufen soll, wohl bei dem vielen Wasser einfach weggespült wurde. So musste die Karawane umdrehen und die Wüste wieder verlassen. Einziger Pluspunkt, es war bereits eine Spur im Sand, was es doch deutlich einfacher machte.

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08.09.2014 - Vollkornbrot sucht man in Slowenien vergebens

Da braucht Man(n) nicht mal mehr eine Ausrede. Es gibt schlechtweg kein Vollkornbrot beim Bäcker – zumindest auf dem Lande. Ich habe mich für die gesunde Variante "Speck Schnecke" entschieden 🙂

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08.09.2014 - Die Soca mit ihrem kristallklarem und türkisblauem Wasser begleitet uns seit Bovec.

Die Soca mit ihrem kristallklarem und türkisblauem Wasser begleitet uns seit Bovec. Eine wahre Freude dem Wasserlauf mit den Augen zu folgen. Immer wieder blitzt das türkisblaue Wasser auf unserer Tour zwischen den Bäumen hindurch. So eine Farbe würde ich höchstens irgendwo am Meer erwarten, sicherlich nicht bei einem Fluss. Als wir über eine Brücke fuhren, wurden wir an das "Maggia-Tal" im Tessin (Schweiz) erinnert. Ich muss zugeben, hier gefällt es mir besser, der Farbe wegen 🙂

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08.09.2014 - Sich zu verfahren kann auch seine Vorteile haben

Wir befinden uns beim blauen Dreieck und hätten in Cepovan links auf die Strasse 608 abbiegen sollen, um auf unsere geplante Route zu kommen. Was man auf dem Plan nicht sieht, ist erstens die schon weit fortgeschrittene Zeit, (wir sind müde, und es wird langsam dunkel) und zweitens den Höhenunterschied. Wir sind bis zu diesem Punkt über eine längere Strecke mit mindestens 30 Sachen den Berg runtergebrettert. Es müssen also einige Höhenmeter bis rauf zu Cepovan sein. Ich studiere die Karte und merke, wenn wir den ursprünglich geplanten Weg gefahren wären, wir nochmals 400 Höhenmeter hätten bezwingen müssen. Der Entscheid ist schnell gefällt, wir fahren weiter runter bis nach Nova Gorica. Eine herrliche Abfahrt, unsere Bremsen scheinen zu glühen. Es tut sich ein sehr schöne Aussicht auf Nova Gorica mit seinen beiden Brücken und der türkisblauen Soca auf. Es hat leider nur für ein Bild im Kopf gereicht, aber die halten bekanntlich eh am längsten.
Für alle, die nicht in meinen Kopf sehen können (das sind hoffentlich alle ;-)), gibt es hier ein Bild zu sehen:
http://bahnbilder.warumdenn.net/pics/anders/664_117_Optima.jpg

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08.09.2014 - Nova Gorica

Von der Stadt haben wir ausser unserem Hotel Sabotin (es gab keinen Zeltplatz) leider nicht viel gesehen. Es war wieder einmal dunkel, als wir geputzt und gestriegelt waren. Ein junger und sehr gesprächiger Rezeptionsmitarbeiter hat uns erklärt, dass es hier eh nicht viel zu sehen gibt – die Eisenbahnbrücke, den neu renovierten Zentralplatz oder eben halt die Casinos, von denen die Stadt lebt. Vor allem Italiener kommen hierher, um in den Casinos ihr Glück zu versuchen. Im Hotel waren sicher 90% der Gäste italienisch sprechend. Eine Gruppe Italiener hat unsere Fahrräder bestaunt, und nachdem wir erklärt haben, was wir bereits gemacht, respektive noch vor uns haben, meinte eine ältere Dame zu M. "deine Mutter muss sehr stolz sein auf dich…"…. grins, grins
Die Fahrradwege sind hier sehr gut am Boden markiert, nur mit den Schildern happert es noch ein wenig. So kam es dann auch, dass wir uns verfahren haben und zum x-ten Mal bereits unerwartet auf einer Piazza in Italien standen.

Textauszug aus Wikipedia
Die Stadt Nova Gorica entstand infolge der Grenzziehung zwischen Italien und Jugoslawien im Frieden von Paris von 1947, die die Stadt Görz teilte. Der Großteil der Stadt verblieb bei Italien, kleinere Vorstädte und der 1945 von jugoslawischen Partisanen besetzte Bahnhof der Wocheiner Bahn wurden Jugoslawien zuerkannt. Die Staatsgrenze verläuft über den Bahnhofsvorplatz (Piazza Transalpina). 1948 wurde der Grundstein für Nova Gorica gelegt, eine Stadt vom Reißbrett als neues urbanes Zentrum für die jugoslawische Seite der Grenze. Seit Gründung der Universität Nova Gorica im Jahre 1995 ist Nova Gorica eine Universitätsstadt.

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08.09.2014 - M.

M. fuhr in Slovenien anfangs nur mit der slowenischen Flagge. Sie wurde immer und immer wieder auf Slowenisch angesprochen, und sie musste dann jedes mal erklären, dass sie kein Slowenisch spricht. Sie hat nun beide Flaggen "gehisst" und jetzt ist auf einmal klar, dass auch sie Schweizerin ist… 🙂

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08.09.2014 - Ich lege mich kurz vor Stanjel auf eine Bank, um im Schatten der Bäume etwas zu dösen.

Ich lege mich kurz vor Stanjel auf eine Bank, um im Schatten der Bäume etwas zu dösen. Es war eine anstrengende Fahrt hier hoch. Ich hätte jetzt gern ein kühles Bier, denke ich mir. Wo ist den eigentlich FFB mit dem Biernachschub? (Insiderwissen, welches man aus den Updates aus Norwegen braucht) Mein Blick wandert übers Blätterdach, und was sehe ich da… Hopfen… ich setze mich auf, um richtig zu schauen… ja es ist Hopfen, der sich hier an Sträuchern und sogar am Baum hin zur Sonne windet. Der Grundstein wäre somit gelegt, um meinen Traum zu erfüllen, leider reicht uns die Zeit dafür nicht…

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08.09.2014 - Hier bloss nicht falsch abbiegen

Wir sind in San Lorenzo, einmal mehr Italien, angelangt und wissen nicht mehr weiter. Unsere Karte ist einfach zu ungenau und die Wegweiser kann man bestenfalls "rauchen". Wir fahren ein Stück bergabwärts einem Strässchen entlang, dann tut sich diese Aussicht auf. Unten im Tal, auf dem Bild nicht zu sehen, befindet sich Triest. Notabene auf Meereshöhe. Wir sind einige hundert Meter über dem Meer und müssten eigentlich weiter in die Höhe. Wir fragen also lieber nach dem Weg…

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08.09.2014 - Unser erster Blick aufs Meer

Herrlich ist es, wiedereinmal das Meer zu sehen. Seit mehreren Tagen, wenn nicht sogar schon Wochen, fahren wir im Inland. Da ist das Meer erneut eine willkommene Abwechslung.

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14.09.2014 - Hmmm Porcheta (Spanferkel)

Wenn wir durch die Dörfer fahren, habe ich immer wieder diesen feinen Geruch von Holzfeuer und gebratenem Fleisch in der Nase. Ich frage mich schon, was so gut riecht und bin mir sicher, dass ich davon mal kosten möchte 🙂 Heute fahren wir wieder durch ein Dorf. An der Strasse steht ein überdimensionierter Ofen, welcher eben diesen feinen Duft verströmt. Davor sitzt ein altes Mannchen und liest die Zeitung. Ich gehe hin und frage, also vielmehr gestikuliere ich, ich spreche immer noch kein Slovenisch, ob ich reinschauen darf. Der Mann nickt. Wow… was sehe ich da, ein Spanferkel. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Leider sind wir zu früh dran, und ich kann davon nicht kosten. Ein Foto schiessen darf ich jedoch. Ich bin mir sicher, dass ich auch in Kroatien mal zur rechten Zeit an einem "Spanferkel Ofen" vorbei fahre….

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14.09.2014 - WiFi, ein wichtiges "Verkaufsargument"

Die Unterkünfte hier in Slowenien, preisen immer ihr WLAN, also WiFi an. Irgendwie scheint es hier noch nicht alltäglich zu sein. Ist es ja bei uns in Unterkünften, wenn ich recht überlege, eigentlich auch noch nicht. Krass ist nur, dass man, wenn man im Ausland auf reisen ist, sich fast schon Unterkünfte aussucht, welche WLAN anbieten. Ich erinnere mich an Norwegen, da "tanzte der Bär" im WLAN Bereich des Camping Platzes. Dort wurden Festbänke aufgestellt und mit Verlängerungskabel und Stromleisten die Möglichkeit geschaffen, seine ganzen Gadgets zu laden. Eigentlich eine traurige Entwicklung. Ich bin zwar auch auf Strom und WLAN angewiesen, aber ich versuche immerhin meinen Strom selber zu erzeugen 🙂 – mit dem Forumslader von Jens During. Einfach mal Google danach fragen.

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14.09.2014 - Raketenabschussrampe a la James Bond

Ich sehe diese mehrere Meter trichterförmige Vertiefung im Gras und werde augenblicklich an einen älteren James Bond Film erinnert, wo sich ein Teil des Filmes in einer Raketenbasis abspielt. Leider weiss ich den Titel im Moment nicht. "Mann lebt nur zweimal"? Ich warte darauf, bis sich der dunkelgrüne Deckel zur Seite schiebt und Leute in weissen Anzügen rauskommen 🙂

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Kroatien (42)

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14.09.2014 - Willkommen in Kroatien

Heute passieren wir die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien. Wir sind etwas irritiert, dass der Zoll hier noch besetzt ist, und die Pässe überprüft werden.

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14.09.2014 - Kroatische Insel Krk

Schon von Weitem sehen wir die Brücke, welches das kroatische Festland mit der Insel Krk verbindet. Wieder einmal mehr dürfen wir als Fahrradfahrer die Brücke kostenlos passieren, alle anderen müssen einen Obolus entrichten. Von der Insel sehen wir ausser Strassen nicht viel, unser Ziel heisst Cres, die Nachbarinsel von Krk. Auf Cres führt jedoch nur eine Fähre, welche wir gerade noch rechtzeitig erreichen. Ach ja, man beachte die Temperaturen. 25 Grad und Sonnenschein… so soll es sein… 🙂

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15.09.2014 - Rijeka, die kroatische Stadt am Meer

Wir suchen uns eine ruhigere Streckenführung aus, um nach Rijeka zu gelangen. Ruhiger heisst leider auch hügelig. So kommen wir auch heute wieder auf ein paar hundert Höhenmeter. Als wir uns sozusagen am Ende des Hochplateaus befinden, sehen wir diese Tafel und freuen uns, dass wir hier runter und nicht hochfahren dürfen. 🙂 Bei dieser permanenten Bremserei glühen unsere Bremsscheiben. Die Folge der Hitze ist eine thermische Verformung der Bremsscheiben, was sich in "reibenden" Geräuschen äussert und die präzise Nachstellung der Bremsklötze praktisch verunmöglicht.
In Rijeka angekommen, geniessen wir erst einmal einen super Cappucino mit einem Stück Schokoladenkuchen auf dem "Korzo"und schauen der multi-kulti Menschenmasse zu, wie sie sich durch die Strasse bewegt. Hier gibt es sogar einen dm, wo wir unsere Vorräte an Kokoswasser decken können. In der Innenstadt hat National Geographics mehrere Dutzend Bilder aus Kroatien ausgestellt. Die Labyrinthe von Beli, im Norden der Insel Cres, haben es uns angetan. Da möchten wir auf jeden Fall hin! Vorerst wollen wir auf einem Campingplatz ausserhalb von Rijeka übernachten. Beim Stadt exit entscheiden wir uns fälschlicherweise für eine Fahrt durch den Stadttunnel. Es gibt kein Verbotsschild, also nichts wie rein. Der Tunnel ist alles andere als angenehm. Da die Autos sehr schnell fahren, bewegen wir uns auf dem nur ca. 50 cm breiten, erhöhten Seitenstreifen. Es ist sehr warm, der Schweiss tropft von der Stirne – sicherlich auch wegen der Anspannung. Wie sich herausstellen sollte, wurde der angestrebte Campingplatz geschlossen. Somit werden es auch heute wieder gegen die 80 Km, bis wir unser Zelt aufbauen können.

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15.09.2014 - Camping bei Kraljevica

Was für ein idyllischer Ort. Der Camping Kostrena bei Kraljevica. Wir sitzen am Strand und geniessen unseren Morgenkaffee für einmal nicht aus der Cafetiere sondern als Cappucino von der Bar. Wir kamen gestern so spät an, dass wir nicht mehr kochen wollten. So waren wir doch sehr glücklich darüber, dass es hier auf dem Camping ein kleines Restaurant gab.

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16.09.2014 - Kroatische Insel Cres

Auch in Kroatien ist es an der Küste nicht anders. Hügelig. Von der Fährenanlegestelle bis auf den höchsten Punkt unserer heutigen Route sind es gut und gerne 400 Höhenmeter, das immerhin über 10 Km verteilt. Wir dachten wir sind schlau und nehmen die 1.5 Km kurze Abkürzung. Zur Not stossen wir. Nach über 1h schwitzen, schieben, noch mehr schwitzen und fluchen meinerseits, sind wir auf Anraten eines an der vermeintlichen Abkürzung wohnhaften Kroaten wieder zu unserem Ausgangspunkt, der Anlegestelle der Fähre zurück gekehrt. Der Weg sei kaum zu Fuss begehbar, in so einem schlechten Zustand sei er. Nachdem die eben angelegte Fähre ihre stinkende und lärmende Ladung ausgespuckt hat und diese sich nun die Serpentinen hochquält, machen wir uns, 2h später als ursprünglich angekommen, auf den genau gleichen Weg 🙂

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16.09.2014 - Unfallstelle auf dem Weg nach Beli

Wir haben zwei Tage auf dem sehr schönen Camping Kovacine in Cres verbracht, wollten aber eigentlich in den Norden nach Beli, um eben die besagten Labyrinthe zu begehen. Leider hat uns der Regen und unsere Erschöpfung am ersten Tag einen Strich durch die Rechnung gezogen. Wir brechen trotz unsicherer Wettervorhersage bei leicht einsetzendem Nieselregen auf. Unterwegs entwickelt er sich zu einem ausgewachsenen Regen. Nach 30 Min sind meine Regenhandschuhe von SealSkinz klitsch-nass, 30 Min später könnten Fische in meinem rechten Schuh schwimmen. Bisher blieb immer alles trocken. Komisch. Wir sind also ca. 4 Km vor Beli, es geht nur noch bergab. Nach einer Kurve ist es passiert. Erst sehe ich, dass M. das Vorderrad wegrutscht und sie sich der Breite nach auf die Strasse legt, schon segle ich selber dem Asphalt entgegen. Ich spüre sofort stechende Schmerzen in meinen Händen und im Ellenbogen. Leider habe ich kurz vorher die Handschuhe ausgezogen, die Hände sind etwas aufgeschürft. M. kommt daher gerannt, ihre Hände bluten. Sie hatte auch keine Handschuhe an und hat sich die Hände richtig aufgerissen. In diesem Moment kommt ein Auto angefahren, zum Glück in normalem Tempo, und ein Italiener Ehepaar steigt aus und hilft uns. Wir sammeln unsere 7 Sachen von der Strasse zusammen, natürlich alles klitschnass. Uns geht es ausser den blutenden und schmerzenden Stellen am Körper gut, nichts ist gebrochen. (Siehe Bild: Auf der rechten Seite mittig kann man auf der Strasse noch die hellen Schleifspuren unseres Unfalles sehen. Das Foto wurde später, bei Sonnenschein aufgenommen.)
Entsprechend vorsichtig, anfangs noch zu Fuss, machen wir uns weiter auf den Weg zum Beli Camping. In Beli angekommen, geht es nochmals mit 18% Gefälle runter zum Strand und Camping. M. stösst ihr Rad, ich anfänglich auch und fahre dann den Rest.

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16.09.2014 - Unser Lazarett auf Beli

Für mich war schon, nachdem die Fische sich in meinem rechten Schuh einquartiert hatten klar, dass ich nicht im Zelt schlafen werde. Nach dem Sturz hat nun auch M. gesagt, dass sie drinnen schlafen möchte. Wir waren uns also einig, dass wir uns eine Hütte leisten. Wir sind einfach zu nass und zu müde, ins Zelt zu gehen. Unten heil beim Camping angekommen, bietet sich mir ein Bild der Verwüstung. Der halbe Zeltplatz, mit viel lehmigem Boden, ist Zentimeter hoch unter Wasser. Noch schlimmer, auf dem Camping gibt es keine Hütten zu mieten. Wir fragen an der Bar nach und werden mit einem Fremdenzimmer fündig. Dort haben wir nun unser Lazarett aufgebaut und pflegen unsere sowie die Ausrüstungswunden…

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16.09.2014 - A room with a view... (Ein Raum mit Aussicht)

Wir hatten aus unserem Raum in Beli eine traumhafte Aussicht auf das Meer, welche wir während den Regentagen praktisch aus unserem Bett geniessen konnten. Etwas Positives hatte das Ganze, wir kamen seit langem wieder einmal zum lesen unserer e-books und konnten uns so richtig gut erholen.

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16.09.2014 - Rätselbild

Wer weiss, was auf dem Bild zu sehen ist? Antworten bitte per E-Mail an info@FromNorthCapeToAthens.com. Die erste richtige Antwort bekommt eine Postkarte zugesandt.

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16.09.2014 - Das Dörfchen Beli von oben

Das schmucke Dörfchen Beli beheimatet ganze 45 Seelen, davon 11 Kinder.

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16.09.2014 - Die Labyrinthe von Beli

Wir blieben drei Tage in Beli, das gab uns die Möglichkeit zwei Labyrinthe (auf dem Bild das Labyrinth zu Ehren der slowenisch-kroatischen Göttin Vesna), bei schönstem Wetter laufen zu können. Vor ein paar Jahren gabs hier noch das sogenannte "Eco Center", welches u.a. mehrere Trails unterhalten hat, einige davon mit eben diesen Labyrinthen als "Belohnung". Leider wurde das "Eco Center" wegen Auseinandersetzung mit den Behörden der Stadt Cres geschlossen. Hoffentlich überleben die Trails und Labyrinthe, es zieht definitiv Besucher an. Mindestens uns zwei… 🙂

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16.09.2014 - Ps Reiseweisheiten

Man beachte das 18% Gefälle vom Dorf Beli runter zum Strand und Camping sowie auch unserer Bleibe. Wir hatten recht zu kämpfen, um unsere Bagage wieder den Berg hinaufzubefördern.

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16.09.2014 - Die Aussicht von unserer Terrasse in Beli

Hier seht ihr die Aussicht von unserer kleinen Terasse in Beli. Es ist jetzt schon schön, bei schönem Wetter jedoch unbezahlbar… 🙂

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16.09.2014 - Ein neu erworbenes Stück Luxus

Wir haben lange darüber nachgedacht und uns nun schlussendlich durchgerungen und eine Bratpfanne gekauft. Damit sie schön leicht ist, entschieden wir uns für die Crepe Version. Die hat fast keinen Rand und ist nicht wirklich dick. Unsere selbstgemachten Pancakes waren ein Erstversuch, sie gingen trotz Natron nicht wirklich auf und glichen eher übergewichtigen Crepes. 🙂

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16.09.2014 - Wir sind heute nur 20 Km bis nach Cres zurück zum Camping Kovacine gefahren.

Wir sind heute nur 20 Km bis nach Cres zurück zum Camping Kovacine gefahren. Das war nach dem Unfall vor ein paar Tagen genug. Wir wollten vor allem bei Zeiten ankommen und nicht im Dunkeln das Zelt aufschlagen. Wir wurden für unseres frühes Ankommen fürstlich belohnt. Siehe Bild…

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16.09.2014 - Cres von oben

Auf unserer Fahrt von Cres nach Mali Loscinj mussten wir uns die ersten Kilometer eine sehr schmale und vielbefahrene Strasse hochquälen. Sehr sehr mühsam. Wir wurden mit einer super Sicht auf Cres belohnt.

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16.09.2014 - Die kroatische Insel Mali Loscinj

Bei schönstem Wetter konnten wir von der Insel Cres auf die Insel Mali Loscinj wechseln, welche man im Hintergrund sieht. Auch diese Insel ist recht hügelig, allerdings habe ich mich schon daran gewöhnt. Ich nehme den Anstieg einfach in Angriff und denke nicht, dass es mühsam sein wird. Ich finde, dass es nun einfacher geht…. das ist ja die Hauptsache. 🙂

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02.10.2014 - Benzindieb mit PET Flaschen

In letzter Zeit kochen wir sehr viel mit dem MSR Benzinkocher, wir müssen deshalb immer mal wieder Benzin tanken. Auch heute, wir sind gerade etwas ausserhalb von Trogir, steuern wir eine Tankstelle an. Ich fülle also meine 0.5L Benzin und mache mich auf den Weg zur Kasse. Da kommt ein etwas verstört dreinblickender Mann mit zwei PET Flaschen unterm Arm daher. Ich frage mich, was der wohl mit denen will. Als er zu meiner Zapfsäule eilt, stutze ich kurz und schaue ihm zu, was er im Schilde führt. Als er sich meinen Zapfhahnen krallt, stelle ich ihn zur Rede. Er faselt was vor sich hin. Ich mache ihm mit Zeichensprache klar, dass er sich vom Acker machen soll. Er geht zur nächsten Säule und zieht die selbe Show ab. Krass… So kommt er wohl zu seinem Benzin für den Rasenmäher, Moped oder Ähnlichem – offensichtlich auf Kosten anderer.

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02.10.2014 - Wir treffen ElMa...:-)))

In Split treffen wir ElMa. Mit ihnen werden wir die nächsten 1.5 Wochen zusammen reisen. Wir haben uns sehr auf dieses Treffen gefreut, haben wir sie doch schon seit Monaten nicht mehr gesehen. Sie bringen uns die bestellten Sachen, wie z.B. Kokoswasser, Akkuladegerät und Wasserfilter mit. Ebenfalls bringen sie eine Fülle von besten selbstgemachten Speisen mit… Hmmm. Da lacht mein Herz.
Sie reisen mit ihrem Ford Transit und wir mit unseren Bikes. Das meiste Gepäck können wir in ihr Auto packen, so haben wir auch ein paar entspannte Tage :-). Es kommt uns vor, als ob wir ein Begleitfahrzeug haben. Ein bisschen wie bei "A long way down". Wir fantasieren auch bereits, dass wir auf dem Zeltplatz die Geschichte unserer Nordkapp bis Athen Reise verbreiten, und sie etwas ausschmücken. Das Schweizer Fernsehen begleitet uns mit einem weissen Ford Transit. 🙂
Oldie und Goldie geniessen die ruhigen Minuten im Bauch der Fähre, welche uns von Split in 50 Minuten zur Insel Brac bringt.

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02.10.2014 - Zum Frühstück gibt es heute frische Feigen.

Zum Frühstück gibt es heute frische Feigen. Diese wachsen hier am Baum auf dem Camping. Wir haben schon festgestellt, dass es mindestens zwei Sorten gibt. Eine wird violett wenn sie reif ist, die andere bleibt hellgrün bis gelb. Wir haben uns auch schon entlang der Strassen von Feigen ernährt. Da haben wir uns aber stets auf die uns bekannten Violetten konzentriert, da wir fälschlicherweise dachten, die Grünen seien unreif 🙂

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02.10.2014 - Das Städtchen Bol mit dem goldenen Horn

Das Städtchen Bol und das dazugehörige "Golden Cape" besuchen dutzende von Cars voll mit Touristen. Man sieht das "Golden Cape" im Hintergrund. Im Prinzip ist es nur eine Land-Spitze, die ins Wasser raus ragt.

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02.10.2014 - Das "Goldene Horn"

Wir waren heute auf dem Goldenen Horn, das kann man sich nicht nehmen lassen, wenn man schon neben Bol campiert. Auf einer Tafel wird erklären, wie sich das Horn auf natürliche Weise gebildet haben soll. Ich bin ein bisschen skeptisch und glaube eher, dass ein findiger Kroate, vor vielen Jahren, als Kroatien und vor allem Bol noch nicht touristisch erschlossen waren, auf die geniale Idee kam, eine Landzunge aufzuschütten und drum herum eine Entstehungsgeschichte zu dichten 😉 Ich begründe meine Skepsis damit, dass die Landzunge, welche aus Kies besteht, gut 2m über den Meeresspiegel raus ragt und links und rechts im Meer geht es ziemlich steil runter. Ich kann nicht erkennen, wie genau dort aus den untiefen des Meeres diese Landzunge hätte entstehen sollen.

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02.10.2014 - Ein Badegast im kroatischen Kaffee

In Bol wollten wir unbedingt auf den Fischmarkt. M. hat schon lange davon geträumt, dass wir unsere eigenen Scampis braten. So sind ElMa und wir ganz früh raus, um schon ca. 7 Uhr am Hafen zu stehen, wo man ja bekanntlich den frischen Fisch mit dem Boot abliefert. Irgendwo müsste dann hoffentlich auch der Fischmarkt sein. Wir stehen also da und warten. Dazu muss man sagen, dass letzte Nacht ein richtiger Sturm getobt hat, welcher mich wieder einmal wach gehalten hat. Wir fragen in einem Restaurant nach, wo denn nun die Tonnen von Fisch verkauft werden. Die Antwort war, genau da wo wir stehen. Suuuper. Wie wir dann nach und nach begriffen haben, waren alle Fischerboote schon oder viel mehr noch immer im Hafen. Wir haben immer nach grossen Kuttern ausschau gehalten, dabei sind hier alle Nussschalen Fischerboote. Der Sturm war wohl zu stark, so dass niemand raus gefahren ist. Wir gehen leicht depremiert ins nächste Café und bestellen uns einen leckeren Morgenkaffee. Wir sitzen alle schön mit dem Gesicht in der Sonne, als El. plötzlich aufschiesst, in die Ecke rennt und etwas in die Ecke spuckt. Ich dachte erst, ihr sei schlecht und sie müsse sich übergeben. Den Grund sahen wir schnell auf dem Unterteller liegen. Eine dicke fette kroatische Fliege hat wohl letzte Nacht ihre Längen in der Milch geschwommen, bevor sie einen Schwächeanfall wegen H-Milch Unverträglichkeit erlitten hatte und elendiglich ersoffen ist. Die Reaktion vom herbei gerufenen Kellner war wieder einmal filmreif. Er hat wild gestikuliert um uns klar zu machen, dass die Fliege wohl vom Himmel direkt in die Tasse gefallen sein muss. Ja genau, sie hat sich mit doppeltem Rittberger vom Tassenrand in die braune Brühe gestürzt. Als er merkte, dass das bei uns nicht zieht, hat er die Tasse genommen und ist murrend verschwunden. Als er mit einer neuen Tasse angelaufen kam und El. nur schon beim Anblick einer Kaffee Tasse einen Würgereiz verspürt hat, haben wir dankend abgesagt. Er hat die Augen verdreht, den Kaffee wieder mitgenommen und uns wahrscheinlich zum Mond geschickt. Ich habe mir fest vorgenommen, den Kaffee nicht zu bezahlen. Am Ende, muss ich leider zugeben, weiss ich wegen der Hektik nicht, ob ich ihn nun bezahlt habe oder nicht 🙁 Auf jeden Fall hat er für seine unangepasste Reaktion keinen müden Cent Trinkgeld gekriegt.

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02.10.2014 - Diese spezielle Sicht aufs Meer bot sich uns auf der Fahrt von Bol nach Sumartin - kurz vor Sumartin, wo wir die Fähre nach Makarska nehmen.

Diese spezielle Sicht aufs Meer bot sich uns auf der Fahrt von Bol nach Sumartin – kurz vor Sumartin, wo wir die Fähre nach Makarska nehmen. Wir wurden an einen gefrorenen Bergsee erinnert.

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02.10.2014 - Auf der Höhe von Crepina, in der Gegend von Opuzen, liegt eine riesige Ebene eingebettet zwischen imposanten Bergen.

Auf der Höhe von Crepina, in der Gegend von Opuzen, liegt eine riesige Ebene eingebettet zwischen imposanten Bergen. Hier verkaufen viele ihre lokalen Produkte an kleinen Ständen…

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02.10.2014 - Mandarinen Anbau in der Ebene bei Opuzen

Wirklich imposant war die Ebene bei Opuzen. Hier werden vor allem Mandarinen angebaut. Wir haben uns gefragt, warum wohl so viele Wassergräben zwischen den Plantagen angelegt wurden – zur Bewässerung oder um eine feucht-warmes Klima zu erzeugen?

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02.10.2014 - Den ganzen Abend schon ist ein Kater bei uns auf dem Camping.

Den ganzen Abend schon ist ein Kater bei uns auf dem Camping. Ich mag den Flohbeutel nicht wirklich streicheln und schicke ihn immer weg. Als Dankeschön entscheidet er sich, die Nacht auf meiner Badehose auf dem Anhänger zu verbringen und mir die Flöhe so zu schenken :-).

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02.10.2014 - Vorgeschmack auf die albanischen Sanitäranlagen?

Hier in Neum (BiH) haben wir einen kleinen privaten Camping gefunden. Klein war nur der Camping, der Preis war, zumindest anfänglich, horrend. Sie wollten 245 Kuna, also etwa 40 CHF, für einen Standard, welcher höchsten 10 CHF wert gewesen wäre. Türen an den Klos und Duschen sucht man vergebens, warmes Wasser gab es nur bei der einen Dusche. Den Abwasch musste man im Mini Lavabo im Bad machen. Nach etwas verhandeln, haben wir 180 Kuna, ca. CHF 30 dafür bezahlt. Immer noch viel zu viel, immerhin bekommen sie das Gefühl, dass der Touri nicht einfach jeden Preis bezahlt.

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02.10.2014 - Muschelfarmen bei Peljesac

Auf der Insel Peljesac muss man einfach Muscheln essen. Im Glasklaren Wasser rund um die Insel, sind unzählige Muschelfarmen angesiedelt. Auf dem Foto sieht man einen Zweimann Muschel Betrieb, der hintere am Steuer ist zugleich auch der Taucher, welcher unter Wasser nach dem Rechten schaut. An jeder Boje hängen unzählige Muscheln.

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02.10.2014 - Chinesische Mauer in Kroatien?

Bei Ston wurde eine 6 Km lange Festungsmauer gebaut, welche heute von Touristen sehr gut besucht wird. Einen gewissen Teil kann man sogar begehen. Wir haben uns lediglich das Städtchen Bol angesehen, wir hatten keine Lust uns einzureihen, um den beschwerlichen Aufstieg auf der Mauer zu machen. Wir treiben sonst schon genügend Sport 😉

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02.10.2014 - Endlich, eine Gottesanbeterin vor der Linse

Lange musste ich warten, um diese Schönheit ablichten zu können. Ma. hat sie direkt auf der Strasse, wo wir am Camping Prapratno an der Rezeption auf Einlass gewartet haben, gesichtet. Stolz ist sie über den Teer gestiefelt, hatte etwas von einer Dame in Stöckelschuhen. Erst als sie im nahen Grün verschwunden ist, konnte sie sich wieder beruhigen. Das andere Insekt, welches ich immer mal in freier Wildbahn erleben wollte, ist das "tote Blatt". Dieses bekam ich auf dem Camping Aloa bei Bol auch zu Gesicht, aber leider nur im Mund einer kleinen verspielten Katze, welche genüsslich darauf herumgekaut hat, es wieder rausgespuckt hat, um kurze Zeit später wieder darauf rumzukauen. Alle meine Bemühungen die Katze dazu zu bewegen vom Insekt abzulassen, sind gescheitert. Am Ende war es wirklich ein totes "totes Blatt" :-(.

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02.10.2014 - Muscheln a la ElMa und PaMa

Im schönen Örtchen Ston haben wir bei einem kleinen Fischladen 4 Kilo Muscheln für 4 Personen gekauft. Das für 48 Kuna, umgerechnet gerade mal CHF 7. Ma. hat es sich später anders überlegt, so assen wir zu dritt 4 Kilo Muscheln. Übrig blieben ganze 2 Kilo Schalen. Wahnsinn. Leider hat der sehr schöne Camping nur noch heute offen, dann ist die Saison zu Ende. Aus unserem Plan hier 2-3 Tage zu bleiben, wird leider nichts, und so machen wir uns auf den Weg zur Insel Mljet.

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02.10.2014 - Ein Unfallbild?

Nein nicht ganz. Ma. hat sich lediglich ganz lang gemacht, um etwas unter dem Bett in seinem Ford Transit "Dalmatina" hervorzuholen 🙂

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02.10.2014 - Cinquecento Friedhof?

Ich kenne mich mit Autos zu wenig aus, vor allem wenn das Emblem an der Front fehlt. Das gebe ich offen zu 🙂 Für mich sieht das auf jeden Fall wie eine kleine nette Sammlung von Fiat Cinquecentos aus…

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02.10.2014 - Auto mit Kuh-Schwanz

In Pomena kam mir dieses witzige Auto im Kuhlook vor die Linse. Mit Fell und Schwanz, nur der Euter hat gefehlt… 🙂

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06.10.2014 - Oldie und Goldie verstecken sich im Busch

Die kroatische Insel Mljet ist wieder einmal ziemlich bergig, trotzdem wollen wir mit dem Bike rumkurven. Wir klappern also die möglichen Campings ab, ElMa mit dem Auto schon voraus. Der erste Camp ist geschlossen, der nächste ebenso. Wir beschliessen am Strassenrand zu warten und abzuwarten ob ElMa beim dritten und letzten Camp mehr Glück haben. Als auch dieser zu ist, beschliessen wir, Oldie und Goldie im Busch zu verstecken und auch mit dem Auto zu fahren. Ca. 30 Km später werden wir in Pomena mit einem Appartement fündig. Wir bleiben 2 Tage da und geniessen den schönen Nationalpark. Als wir Oldie und Goldie wieder aus dem Busch holen, sind wir etwas enttäuscht. Weder ein kleines Bikechen noch ein kleines Anhängerchen sind zu sehen…. 🙂 Sie waren einfach zu artig.

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06.10.2014 - Erneuerbare Energiequelle

Ich habe schon einen Beitrag über unsere Bemühungen in Norwegen geschrieben, irgendwie an mehr Energie zu gelangen. Ich glaube wir haben langsam die optimale Lösung gefunden. Sie heisst "Erneuerbare Energie". In allen bisher bereisten Balkanstaaten gab es innert nützlicher Distanz, auch am Sonntag, Nachschub der erneuerbaren Energiequelle: dem BUREK :-)… ein feines Gebäck aus Teig, welches wahlweise mit Schafskäse oder Fleisch gefüllt ist. Das Ganze wird dann noch in viel Fett gebacken, die Fettspuren kann man am Papier erkennen. TIPP: Den Burek immer in einer Plastiktüte aufbewahren, ansonsten wird alles fettig.

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06.10.2014 - Nicht dass wir 6 Eier gegessen hätten.

Nicht dass wir 6 Eier gegessen hätten. M. und ich jeweils 2, ElMa jeweils eines… hier kam unsere geliebte Crepe Pfanne zum Einsatz. Einfach super, wie nichts haften bleibt…

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06.10.2014 - In Tstreno sind wir auf ein Arboretum gestossen, welches unter anderem diese mächtige Platane beherbergt.

In Tstreno sind wir auf ein Arboretum gestossen, welches unter anderem diese mächtige Platane beherbergt. Man schätzt sie auf 450 Jahre, der Stammdurchmesser beträgt 3.8m und der Kronendurchmesser ca. 45m. Sie ist ganze 41m hoch. Wahnsinn daneben zu stehen.

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06.10.2014 - Dubrovnik - Eine Perle am Mittelmeer

Einen Besuch in Dubrovnik können wir jedem wärmstens ans Herz legen. Die Stadt wurde zwar während dem Krieg 1991 stark beschädigt, jedoch hat man sie wieder in ihren Originalzustand zurückversetzt. Speziell zu erwähnen gilt die Festungsmauer, welche auf ihrer ganzen Länge begangen werden kann. Das kann gut und gerne 3h in Anspruch nehmen. In der Stadt kriegt man wirklich das Gefühl, man sei ins Mittelalter zurückversetzt. Hierbei stören auch die in den engen Gassen beherbergten, unzähligen Geschäfte und Restaurants nicht. Gut, die Fluten von Touristen, welche auch ausserhalb der Hauptsaison noch zahlreich sind, wollen verpflegt werden. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Altstadt am Wasser liegt, die Unterkünfte meistens am Berg. So mussten wir jeden Tag ca. 500 Treppenstufen gehen, um vom Appartement in die Altstadt zu gelangen.

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06.10.2014 - Was guckst du?

Alles Original und so aus der Kartoffeltüte rausgefischt 🙂

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06.10.2014 - Jetzt heisst es Abschied nehmen von ElMa

Nach 11 Tagen heisst es Abschied nehmen von ElMa. Wir haben die Zeit zusammen sehr genossen, so sind beim Abschied auch die Tränen gekullert 🙂 Wir brechen auf zu neuen Abenteuern in Montenegro, Albanien und Griechenland, sie fahren in 2-3 Tagen wieder zurück in die Schweiz. Es war eine super Idee, die zwei letzten Tage in Dubrovnik zu verbringen. Die Stadt ist einmalig.

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Bosnien und Herzegowina (18)

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28.09.2014 - Da hat wohl jemand das Wort U-Boot falsch verstanden 🙂 Vom nicht all zu kleinen, versenkten Schiff schaute nur noch eine Antenne aus dem Wasser.

Da hat wohl jemand das Wort U-Boot falsch verstanden 🙂 Vom nicht all zu kleinen, versenkten Schiff schaute nur noch eine Antenne aus dem Wasser.

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28.09.2014 - Wir sind nach 4 Tagen am gleichen Ort, dem Zeltpla...
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28.09.2014 - Die Überfahrt nach Zadar

Endlich ist Freitag und wir können später als geplant runter von der Insel. Wir kommen am Hafen an und treffen auf ein österreichisches Fahrradpäärchen. Je näher wir der Abfahrtszeit kommen umso mehr Fahrradfahrer kommen aus ihren Löchern gekrochen… :-). Bis zum Schluss sind es sicher zwei Dutzend. Besonders fallen zwei Schweizer Tandemfahrer auf, mit welchen wir uns über unsere geplanten Routen unterhalten.

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28.09.2014 - Kroatischer Fussballfan

oder zumindest ein Abbild davon. Gesehen am Fussballstadion bei Zadar.

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28.09.2014 - Don't worry about a thing

Die Fähre kam erst um 22:45 Uhr in Zadar an, da hatten wir keine Lust mehr, noch einen Zeltplatz zu suchen und das Zelt aufzubauen. Booking.com hat uns wieder einmal gute Dienste geleistet und uns die Villa Nada vorgeschlagen. Nur zwei Kilometer vom Fährhafen und der Altstadt entfernt. Die Nacht für schlappe 32 Euro, Secret Deal nennt sich das. Auf dem Boot kommen wir mit zwei Schweizer Tandemfahrern ins Gespräch. Wir diskutieren, welche Strecke von Zadar nach Split wohl die beste sein wird. Die Küstenstrasse möchten sie meiden, sie sei zu befahren, und die Automobilisten fahren wie die Henker. Alternativ kann man mit der Fähre auf vorgelagerte Inseln hüpfen und dort fahren, oder aber man geht Inland; alles jedoch mit Mehrkilometer oder Mehraufwand verbunden. Wir sind ja schon über 2000 Km Küstenstrasse gefahren (quasi Küstenstrassenprofis) und entschliessen uns, die D8 Küstenstrasse zu probieren.
Von den Tandemfahrern erfahren wir auch, dass die heutige Fähre wahrscheinlich 10 Kilometer ausserhalb von Zadar anlegt. Hmmm. Nicht optimal, das würde 12 Kilometer Radfahren bei Nacht bedeuten. Wir legen an und gemäss Maps.me (übrigens eine App mit Offline Kartenmaterial für die ganze Welt, die ich jedem wärmstens ans Herz legen kann) legt die Fähre wirklich nicht am Altstadthafen an, jedoch auch nicht weit ausserhalb. Dank Google Maps finden wir den Weg auch bei Dunkelheit gut. Im Gespräch mit dem Vermieter erfahren wir, was wir bereits Dank der Wetter Pro App vermutet haben. Es wird sintflutartig regnen. Wir haben überhaupt keine Lust, im stärksten Regen des Jahres, die Küstenstrasse zu befahren. Wir beschliessen, dass wir zwei Nächte in der Villa bleiben. Wir kriegen ein Appartement mit voll eingerichteter Küche und kuschliger Sofaecke. Hier lässt es sich zwei Tage aushalten. M. fragt sicherheitshalber nach, ob wir das wirklich für 32 Euro kriegen 🙂 Des Vermieters Standardspruch lautet "Don't worry about a thing" (macht euch keine Sorgen). Wir fragen z.B. "Müssen wir unsere Fahrräder abschliessen?" Seine Antwort: "Don't worry about a thing, we have cameras all over." Ich denke mir, na schön, was bringt es mir, wenn ich den Hintern des Fahrraddiebes auf der Kamera sehe? Macht sich nicht besonders gut als Fahndungsbild. 😉 Ich schliesse die Fahrräder auf jeden Fall ab!

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28.09.2014 - Sonnenuntergang in Zadar

Auch in Zadar kann die Sonne ganz schön untergehen.

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28.09.2014 - Schlachtfeld im Schlafzimmer

Ich schlafe nicht wirklich gut, ich werde von Stechmücken vernascht. Am Morgen, M. ist bereits beim duschen, knöpfe ich mir die fliegenden Blutsauger vor. Ich schliesse das Fenster und verriegle die Türen, den Schlüssel ziehe ich ab und nimm ihn in die Hosentasche, nicht das noch eine entwischt. It's payback time. Jeweils einer gegen einen, wie ein fairer Kampf ausgetragen werden sollte. Ich mit meiner alten Unterhose aus dem Wäschesack bewaffnet, sie jeweils mit einem Stechrüssel. Ich hoffe, dass wenn sie mein Schlag verfehlen sollte, sie wenigstens vom Duft der Hose was abbekommen und immer etwas träger werden, bis sie um Erlösung bitten 🙂 Ich zähle mindestens sechs Mücken.
Nachdem ich mit ihnen fertig bin, sind von den Verlierern lediglich noch einige Blutflecken an den Wänden und der Decke zu sehen.
Bevor wir die nächste Nacht ins Bett gehen, diskutieren wir bereits, wie wir betreffend der Mückenplage vorgehen sollen. M. möchte unbedingt bei offenem Fenster schlafen, sie ist sich die frische Luft vom Zelten gewöhnt und schwafelt was von Platzangst und so… ich höre schon gar nicht mehr wirklich zu, ich möchte Türe und Fenster zu haben, das Zimmer wurde immerhin peinlichst genau von Moskitos gesäubert. Falls ich das mache, wird M. auf dem Sofa schlafen, teilt sie mir mit. Ok. Kein Problem. Als ich ins Zimmer gehe, ist das Fenster sperrangelweit offen. Ich kriege fast einen Herzkoller. M. meint, dass die Mücken nur bei Licht reinkommen, und wenn wir das Licht ausmachen, auch keine Mücken da sein werden. Ich mache das Fenster zu, M. legt sich trotzdem neben mich ins Bett. Na auch gut, hauptsache das Fenster und die Türe bleiben zu.
Ich wache plötzlich auf, schaue auf die Uhr, es ist knapp vor 2 Uhr, und der Ruf der Natur hat mich geweckt. Ich gehe also schlaftrunken aus dem Schlafzimmer, wie meistens mit Stöpsel im Ohr. Im Dunkeln sehe ich eine weisse Gestalt im Wohnzimmer rumgeistern, das Herz rutscht mir fast in die Hose, ich fürchte um meinen iPad, iPhone usw., ich schaue mich bereits nach einem Golfschläger um, um den Einbrecher zur Strecke zu bringen. Ich nehme die Stöpsel raus und höre M. ganz verschlafen und unschuldig sagen: "Ich hatte Hunger…" Ufff. Nochmals alles gut gegangen. Wir haben im Restaurant gegessen, ihr Fischfilet schien wohl vom Goldfisch gekommen zu sein, so klein war es. M. hat also im Dunkeln im Schalfkleidchen den Rest ihres Bureks verdrückt um ihren Hunger zu stillen.

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28.09.2014 - Die Rache der Moskitos

Auf den Gegenschlag der Moskitos musste ich nur genau eine Nacht warten. Hinterlistig wie sie sind, griffen sie im Dunkeln an. Zum Glück ist unser Mückengitter am Innenzelt immer schön geschlossen, da können die Mosis noch lange rumsurren, ist mir schnurz-piep-egal. Ich liege also schön auf meiner Matratze und träume von meiner Heldentat von letzer Nacht, da wache ich auf mit schmerzender Hüfte. Hmm. Die Luft meiner Luftmatratze ist fast raus und ich liege auf dem Boden. Ich höre es regnen und renne, also vielmehr schäle ich mich aus dem Zelt – fühlt sich irgendwie an, wie wenn ein 80-Jähriger sich aus einem tiefer gelegtem Sportauto quält, und sammle alle Sachen zusammen, welche ich zum lüften rausgehängt habe. Kaum im Innenzelt angekommen, bemerke ich den fiesen Hinterhalt. Ich bin so rasch aus dem Zelt gestürmt, dass ich vergessen habe, das Moskitonetz zum Innenzelt zu schliessen. Natürlich warteten einige Mücken hämisch grinsend auf mich im Innenzelt. Als ich die allerletzte in die ewigen Jagdgründe geschickt habe und das Licht ausmache, sehe ich wie sich eine Letze in den hintersten Winkel bei Ms. Schlafsack versteckt. Hmm. Die lasse ich leben, wird mir schon nichts antun. Das war ein grosser Fehler. Natürlich hat mir die fiese Sa. genau einen Stich ins Gesicht verpasst. Nachdem ich das Zelt fast geräumt habe, sehe ich sie auf Ms. weissen Leintuch sitzen. Zum Glück fliegt sie gleich davon um auf dem schwarzen Boden zu landen. Als ich sie platt klatsche, bleibt ein roter Blutfleck zurück. Man stelle sich Ms. Reaktion vor, wenn dieser auf ihrem geliebtem weissen Leintuch zu sehen wäre. 🙂

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28.09.2014 - Ein alter Yugo im wohlverdienten Ruhestand

Die Kroaten scheinen ein eigene Automarke zu haben. Genauer ist es eine serbische Automobilmarke – Zastava. Hier zu sehen, das Model Yugo. Ich habe aber auch schon kleinere Laster der Marke Zastava hier rumkurven sehen. Spannend…

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28.09.2014 - Die Krux mit den deutschen Namen

Auch wir sind auf den Trick reingefallen als wir die möglichen Campsites auf der Karte angeschaut haben. Wir haben uns für den mit dem deutsch klingenden Namen "Camping Klaus" entschieden, in der Hoffnung, dass er unter deutscher Führung steht und eine deutsche Mama in peinlichst genauer deutscher Gründlichkeit mindestens dreimal pro Tag das Klo schrubbt. Als wir auf dem Camping, vielmehr einem privaten Hinterhof, angekommen sind, trafen wir ausser einem Tschechen nur Deutsche an. Auch diese sind wohl dem Namenstrick auf den Leim gegangen. Eine Rezeption suchte man vergebens, dem vermeintlichen Klaus, einem kaum deutschsprechenden Kroaten, habe ich zwischen Tür und Angel 100 Kuna in die Hand gedrückt und gut wars. Unsere Pässe haben ihn nicht die Bohne interessiert. 🙂 Ach ja, es war kein Klopapier vorhanden und Seife zum Hände waschen gab es nur bei den Damen. Unser abkühlendes Bad im Hafen wurde leider durch an der Wasseroberfläche schwimmende Fäkalböötchen getrübt 🙁

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28.09.2014 - Sibenik mit dem UNESCO Weltkulturerbe

Sibenik ist definitiv einen Besuch wert. Vorallem die Kirche, welche ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe Kroatiens ist, und der dazugehörige Platz, strahlen eine angenehme Energie aus. Auch hier hat der Krieg seine Spuren hinterlassen, in einer metallenen Eisentür an der Kirche sieht man noch die Einschusslöcher.

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28.09.2014 - Wir kommen gerade rechtzeitig beim Camping in Trogir an.

Wir kommen gerade rechtzeitig beim Camping in Trogir an. Der Himmel verdunkelte sich zusehends, und die ersten Tropfen waren bereits zu spüren. Vor der Rezeption sehen wir eine Schlagen, am Fenster eine Notiz "Back in 5 Minutes". Wir möchten nur eines, das Zelt noch im Trockenen aufstellen. Ich mache also ein Foto der Stellplätze, und wir fahren einfach selber auf den Platz. Auf den "tents only" Stellplätzen sehe ich VW-Busse usw. stehen, gehe also davon aus, dass sich niemand daran hält. Wir finden einen super Platz und beginnen unser Zelt aufzubauen. Natürlich fährt 2 Minuten später ein Camper vor und sagt, ihm wurde von der Rezeption dieser Platz zugewiesen. Wir verschieben das Zelt zwischen zwei Bäume. Es windet so stark, dass uns eine Nachbarin mit Schweizer SG Nummer zu Hilfe eilt. Kaum steht das Zelt, sehe ich die junge, dunkelhaarige Dame von der Rezeption mit einem Paar im Schlepptau über den Zeltplatz laufen, sie zeigt ihnen die möglichen Stellplätze. Sie schaut nur kurz zu uns rüber, registriert dabei aber alles. Das Zelt steht und ich mache mich auf den Weg zur Rezeption. M. geht duschen. Sie sagt mit Nachdruck, ich solle darauf bestehen, dass wir dort bleiben können. Schon als ich die sichtlich gestresste und völlig unmotivierte junge Frau frage "How are you…?" schaut sie mich komisch an und sagt: ich habe euch und euer Zelt gesehen. Da könnt ihr nicht bleiben. ICH bestimme wer, wie und wo sein Zelt aufbaut. Alles "bezirzen" und schöne Geschichten erzählen fruchtet nicht. Sie sagt immer nur "bei uns geht das anders…" Wir müssen also zum zweiten Mal auf unserer Reise ein fixfertig aufgebautes und eingerichtetes Zelt verschieben und zwar in die "tents only" Zone, die ich einfach nicht gesehen habe, weil sie sich hinter der Mauer und genau am Wasser befindet. Wir treffen andere Fahrradreisende aus den USA, und wir sind uns einig, dass man hier den Kundenservice nicht wirklich lebt. In der Nacht, wir haben natürlich das Zelt wieder einmal nur mit den allernötigsten Heringen gesichert, werden wir vom krassesten Gewittersturm auf unserer Reise heimgesucht. Mehrere Stunden lang regnet, blitzt und donnert es, was das Zeugs hält. Das Zelt wird nur dank unserem Gewicht am Boden gehalten, an schlafen war nicht zu denken, die losen Zeltwände haben so einen Lärm verursacht, dass auch die Ohrstöpsel nicht mehr geholfen haben.

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28.09.2014 - Das Schmucke Fischerdörfchen Primosten

Früher war das Fischerdörfchen nur mit dem Boot zu erreichen, jetzt gibt es einen Damm über welchen man rüber kann. Im Zentrum wurde geschmackvoll sehr viel weisser Stein verbaut, was Primosten zu einem Touristenziel macht. Es gibt dementsprechend viele Restaurants und Caffees in welchen es sich sehr gut entspannen lässt.

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28.09.2014 - Granatäpfel vom Baum

Unterwegs pflücken wir wilde Granatäpfel von den Bäumen. Es ist schon beindruckend, was hier alles wächst. Es gibt riesige Rosmarin Sträucher, Salbei wächst wie Unkraut an den Strassenrändern, desweiteren Feigen, Mandarinen, Zitronen, Oliven…

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28.09.2014 - Die Altstadt von Trogir besteht aus Venezianischen Bijous und ist wirklich sehr schön erhalten...so schön, dass sie kurzerhand als Ganzes zum UNESCO W

Die Altstadt von Trogir besteht aus Venezianischen Bijous und ist wirklich sehr schön erhalten…so schön, dass sie kurzerhand als Ganzes zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Im "Frizerski Salon" hinter den beiden roten Scootern wurden meine Haare auf 5mm getrimmt. Das für schlappe CHF 10.

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28.09.2014 - Wunderbarer Markt bei Trogir

In Togir gibt es einen sehr schönen Markt, wo wir uns 1 kg Granatäpfel für lediglich 15 Kuna (d.h. Fr 1.50) gekauft haben. M. hat hier von 20 auf 15 Kuna runtergehandelt, das möchten wir uns langsam angewöhnen und nicht immer den überteuerten Touri Preis bezahlen. Leider haben wir keine Ahnung wieviel Kg er uns wirklich eingepackt hat, er hat irgendwelche Gewichte auf einer uralten Waage hin und her verschoben und dann behauptet, es seien 1 Kg. Hier sieht man mal wieder, was einen guten Verkäufer ausmacht. Er hat bereitwillig den tiefen Preis akzeptiert und uns somit als Kunden behalten, in dem Wissen, dass er uns einfach etwas weniger draufpackt… 🙂

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02.10.2014 - Wir dachten eigentlich, dass wir nicht nach Bosnien und Herzegowina (BiH) kommen würden.

Wir dachten eigentlich, dass wir nicht nach Bosnien und Herzegowina (BiH) kommen würden. Unsere geplante Route hätte uns via Insel Hopping an BiH vorbeigeführt. BiH hat lediglich einen 6 Km breiten Küstenstreifen an der Adria. Vorher und nachher wird es von Kroatien begrenzt. Leider fahren gewisse Fährverbindungen nur bis zum 28. September, so mussten wir unsere Route spontan ändern und kamen so unverhofft in den Genuss eines weiteren Landes… 🙂

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02.10.2014 - Kirchenglockengeläute auf bosnische Art

Wir haben uns gefragt, wozu wohl diese Lautsprecher an dem komplett aus Beton bestehenden Kirchenturm, welcher in Neum (BiH) steht, angebracht wurden. Wir spekulierten schon über eine gemischte Nutzung zwischen Christen und Muslimen und scherzten, ob wohl morgens um 5 der Muezzin mit dem Mikro in der Hand zum Morgengebet schreit. Um genau 20:00 Uhr wussten wir, was es geschlagen hat. Über die Lautsprecher wurde in einer mega Lautstärke das Glockengeläute abgespielt. Wenn man sich keinen richtigen Glockenturm mit Glocken und allem leisten kann, muss man es wohl so machen. Man konnte das krächzen der Lautsprecher ganz deutlich hören und wir konnten uns das Lachen nicht verkneifen. Als es dann am nächsten Morgen um 06:00 Uhr noch einmal geläutet hat, ist uns das Lachen so ziemlich vergangen 🙂

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Montenegro (12)

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06.10.2014 - Montenegro, wir kommen

Heute haben wir die Grenze nach Montenegro passiert. Diese war nochmals gut und gerne 40 Km von Dubrovnik entfernt und nicht, wie von uns fälschlicherweise angenommen, nur 6 Km. Warum Montenegro "Montenegro" heisst, erkennen wir schon sehr bald. Monte = Berg, also bergiges Gebiet. Und so ist es auch. Der Name stammt korrekterweise vom Begriff "Lofcen", was auf Montenegrisch "schwarzer Berg" bedeutet. Die Sprache ist ziemlich ähnlich wie in Kroatien, unsere 3-4 Wörter Kroatisch, z.B. Danke, Guten Tag usw. sind sogar genau gleich 🙂 In Montenegro ist der Euro die Landeswährung, so kommen wir hier endlich zu den ersehnten Euro, welche wir dann in Albanien in Lek wechseln können. In Kroatien kann man partout keine Euro am Automaten oder bei der Bank beziehen, da die Landeswährung nunmal Kuna ist. Man könnte aber z.B. bei Bankschalter Kuna beziehen und diese dann in Euro wechseln. Nur hat man dann zwei mal einen Kursverlust, und das wollten wir natürlich nicht. Die Preise sind hier nochmals billiger, einen Cappuccino kriegt man für Euro 1.50 und M. hat im Laden für ganze 3 Euro eine volle Tüte gekauft.

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06.10.2014 - Die ersten seriöseren Probleme am Bike

Die Vorderradnabe an Ms. Bike macht seit ein paar Tagen Probleme. Ich habe mich beim Aufbau der Velos absichtlich für die Shimano Deore XT Variante entschieden, da diese von der Qualität sehr gut ist und das für einen vernünftigen Preis. Klar gibt es z.B. von Chris King oder White Industries bessere, jedoch sind die recht teuer. Leider kriegte ich von der Deore XT nur noch die neue Version, die ohne richtige Staubkappe. Und genau das dürfte uns nun zum Verhängnis geworden sein. Wenn man das Vorderrad dreht, hört es sich an, als ob Sand drin ist. Leider habe ich keine Schlüssel dabei, um die Nabe zu öffnen, ansonsten wäre das eine einfache Arbeit von 15 Minuten. Somit sind wir auf einen Fahrradmechaniker angewiesen, aber diese scheinen hier eine Rarität zu sein. Auf dem Weg raus aus Dubrovnik und nach Montenegro dachte ich zweimal, ich sei fündig geworden. Im Schaufenster standen jeweils Bikes. Jedes Mal gab man mir zu verstehen, dass man sehr wohl Bikes verkauft, aber nichts vom Service wissen will. Schon komisch. Eine neue 9-fach Shimano Kette oder auch von einem anderen Hersteller sucht man vergebens. Ich wurde von Kollegen aus der Schweiz fast schon ausgelacht, als ich gesagt habe, dass ich Werkzeug und Ersatzteile mitnehmen will. Es hiess, ich fahre ja immer noch in Europa, und da kriegt man ja alles. WEIT GEFEHLT. Seit Österreich kriegt man praktisch nichts mehr und je weiter es in Süden geht, umso mehr muss man sich selber helfen. Der eine vom "Nur Verkaufsbikeladen" meinte, ich solle doch auf dem Alteisen nach einer Kette suchen gehen. Bitte was? Warum soll ich im Altmetall wühlen, wenn ich eine neue Kette brauche? 🙂 Im Moment fahren wir also weiter und hoffen, dass das Rad weiterhin ohne grossen Widerstand rollt.

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06.10.2014 - Freiheit auf der Toilette in Herceg Novi

Wir haben die Sonne bei einem Cappuccino auf der Terasse eines Hotels in Herceg Novi genossen. Bevor wir gingen, musste ich noch kurz auf die Toilette. Als ich eintrete, ist gerade die Putzfrau drin. Eine etwas peinliche Situation. Verlegenes Schweigen. Ist schaue auf die Pissoirs, sie folgt meinem Blick und schüttelt den Kopf. Sie überlegt kurz und zeigt auf die Toiletten und meint "Freedom (Freiheit)". Ich gehe also in das Toilletten Kabäuschen und geniesse die Freiheit 🙂

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06.10.2014 - Feinster Dessert - Kremita

Seit Slovenien stossen wir immer wieder auf unterschiedliche Variationen der Cremschnitten. Hier in Montenegro, genauer im Kaffee Mozart bei Budva, kriegen wir eine besonders Feine. Sie ist nicht suuuuper süss, dafür riiiiiiiesig und mit Euro 3 geradezu günstig. Wir mussten uns zu zweit anstrengen, sie zu verdrücken. Die Kalorien haben uns dann gut genutzt. Wir sind heute schon um 8:30 Uhr gestartet und gut vorwärts gekommen. So entscheiden wir beim Kaffee spontan, dass wir um 14:00 Uhr noch die gut 47 Km unter die Räder nehmen und bis Bar fahren. Auf der Küstenstrasse D8, wie wir sie z.B. aus Kroatien kennen, wäre das überhaupt kein Problem gewesen und in knapp 2h abgespult. Hier sind wir jedoch in MONTEnegro, und wir fühlen uns nach Norwegen zurückversetzt. Rauf und runter… rauf und runter… So kommen wir kurz vor Sonnenuntergang und nach 83 Km an.

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06.10.2014 - Die Verkehrsanalphabeten

Heute fuhren wir von Kamenari nach Lepetari mit einer kurzen Fährverbindung von ca. 10 Min. Für uns hat das schlappe Euro 2 gekostet. Damit haben wir uns einige Kilometer und vorallem einen Pass erspart. Auf der Fähre haben einige Passagiere unsere Goldie und Oldie bestaunt und sogar fotografiert. Unter Männern entstand eine angeregte Diskussion um die Anhänger. Die Kupplung wurde genauestens untersucht. Wir beide wurden hingegen augeblendet 🙂
Dann spricht uns aber doch noch ein älterer Herr in perfektem Deutsch an. Er kommt aus Cetinje in Montenegro, lebt aber in Augsburg. Er warnt uns von den rutschigen, montenegrinischen Strassen und den "Verkehrsanalphabeten" 🙂 Was für ein passender Ausdruck. Er hat uns erzählt, dass er gerade auf der Fahrt zur Fähre beobachtet hätte, wie fünf Mountainbiker in einen Verkehrskreisel eingefahren sind. Vier kamen heil raus, der fünfte, obwohl im Recht, wurde von einem Autofahrer abgeschossen. Wir haben anschliessend auf der Fahrt darüber sinniert, wie man in Montenegro wohl zum Führerschein kommt, und ob es überhaupt eine Fahrschule gibt? Die Frage wurde uns durch ein vorbeifahrendes Fahrschulauto mit Fahrschüler (notabene am Sonntag) beantwortet.

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06.10.2014 - Serbisch-Orthodoxe Kirche von Bar

Wir sind in Bar an der, sich noch im Bau befindenden, gigantischen Serbisch-Orthodoxen Kirche vorbei gekommen. Sie ist dem Heiligen Jovan Vladimir, dem Schutzpatron von Bar, gewidmet. Wir haben einen Blick rein werfen können, die Tür war nicht abgesperrt. Drinnen ist wirklich noch eine Baustelle mit vielen Gerüsten. In ein paar Jahren wird das sicherlich auch von Innen ein Prachtbau sein.

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06.10.2014 - Spezielle Architektur

Etwas deplatziert stehen diese drei Objekte, welche irgendwie an Beton-Hüte erinnern, in der Stadt Bar. Im Inneren befinden sich ein Einkaufszentrum, ein Ramschladen und eine Spielhöhle.

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06.10.2014 - Eine Kaffeebombe im Appartement

Was passiert wohl, wenn man eine Cafetiere mit Kaffee füllt, welcher für türkischen Kaffee gedacht ist und deshalb fein wie Puderzucker gemahlen wurde? Die Cafetiere wird zu einer Kaffeebombe. Das feine Kaffeepulver ist so fein, dass es durch das Trichtersieb gedrückt wird, zumindest teilweise, bis es stockt. Irgendwann ist der Druck so gross, dass die braune Brühe mit lautem Zischen und Spritzen den Deckel hebt uns sich in die Umgebung ergiesst 🙁 Zum Glück konnte ich gerade noch vom Frühstückstisch aufspringen, in Richtung Kochplatte hechten und die braune sprühende Fontäne in den Ausguss stellen. Wir waren heilfroh, dass nur der Teil mit Keramikplättchen verspritzt wurde und nicht der Verputz. Wie hätten wir das nur dem Vermieter erklären sollen? 🙂

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06.10.2014 - Beim inspizieren der Küche ist uns aufgefallen, dass es ein kleines Pfännchen mit langem Stiel hat.

Beim inspizieren der Küche ist uns aufgefallen, dass es ein kleines Pfännchen mit langem Stiel hat. Dies muss wohl die Kaffeepfanne für türkischen Kaffee sein. Nur wie macht man türkischen Kaffee? Na man füllt Wasser in die Pfanne und gibt das Kaffeepulver dazu und bringt das Ganze zum kochen. Dann wartet man. Und dann passiert es schon wieder. Die ganze braune Brühe hat sich wie flüssige Lava in einer Blase nach aussen gestülpt, bevor sie wie ein Pickel aufgeplatzt ist und zum zweiten Mal alles mit Kaffee versaut hat. Man darf also nicht zu viel Hitze geben und muss immer gut rühren, bis das Gebräu kurz vor dem Kochen ist, dann vom Herd nehmen. So habe ich das zumindest in einem Youtube Video gesehen. Ich muss einfach lernen, diese zu schauen bevor das Malheur passiert :-).

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13.10.2014 - Leuchtreklamen entmystifiziert

Habt ihr euch auch schon gefragt, wie eine Leuchtreklame am Strassenrand aufgebaut ist? Hier die Antwort. Zumindest in Montenegro werden handelsübliche Leuchtstoffröhren verbaut.

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13.10.2014 - Ist er nicht härzig mein neuer Trinkbecher?

Leider haben wir unsere MSR Thermotrinkbecher, welche wunderbar in das Komplettsett aus Töpfen usw. passen, bei ElMa im Auto vergessen. M. hatte schon eine kleine Keramik Tasser, ich habe mir im Supermarkt in Montenegro diese schöne Email Tasse gekauft. Zur Not kann ich diese auch direkt auf den Brenner stellen und z.B. einen Kaffee kochen.

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13.10.2014 - Kleiner Tipp Š wird wie Sch ausgesprochen...

Kleiner Tipp Š wird wie Sch ausgesprochen… 🙂

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Albanien (44)

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13.10.2014 - Albanischer Einreisestempel im Pass

Leider gab es an der Albanischen Grenze kein Schild, welches Albanien angekündigt hätte. Deshalb hier der Einreisestempel aus meinem Pass.

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13.10.2014 - Albanisches Fahrrad

Spannend, ich konnte aus der Ferne noch nicht erkennen, wie man bremst. Ziemlich sicher noch mit Rückritt. Wie funktionieren jedoch die riesen Bremshebel? Auf das Vorderrat geht auf jedenfall kein Gestänge…

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13.10.2014 - Schwarz Biene?

Kennt jemand dieses schwarze Insekt, welches blau schimmert? Ich könnte schwören, dass es eine Art Biene ist. Sie ist einfach schwarz und riesig…

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13.10.2014 - Die Geschichte, wie wir zu 100 Euro kamen

Wir sitzen einige Kilometer nach der albanischen Grenze im ersten Café, in welchem wir mit Euro zahlen können. Wir trinken also zwei "Café Express" für 100 Lek, umgerechnet ca. CHF 1.20. Auf einmal bemerkt M. einen grünen Bus, welcher auf der Strasse wendet und rückwärts einparkiert. Es ist ein Schweizer mit AG Nummer, genauer aus Oftringen. Ein gut gebräunter älterer Herr in kurzen Hosen und dem Schalk in den Augen steigt aus und kommt an unseren Tisch. Wir kommen ins Gespräch und er setzt sich zu uns. Er ist alleine unterwegs und hat unsere Fahnen an den Fahrrädern gesehen und musste einfach anhalten. "Schweizer mit Fahrrädern trifft man in Albanien nicht all zu oft" meint er. Wir erzählen ihm über unsere Tour, und er stellt interessiert Fragen. Es stellt sich heraus, dass er selbst auch schon weit herumgekommen ist. Im Moment ist er mit einem umgebauten Mercedes Sprinter unterwegs. Was uns aufhorchen lässt, ist, dass er sich mit 50 und seine Frau mit 47 haben pensionieren lassen. Hallo? Das ist unser Plan ;-), und dieser Mann hat es einfach gemacht. Wie genau können wir nicht herausfinden, die Details hütet er, wie das Geheimnis des heiligen Grals. Er meinte schon, dass es knapp wird. Als er erzählt, dass er einen neuen Töff gekauft hat, und der Mercedes 86'000 Euro gekostet hat, verstehe ich die Welt nicht mehr. Wir nehmen an, dass er nicht von dem Ersparten bis 50 lebt. 🙂 Er ist nett und lädt uns zum Kaffee ein und geht bezahlen. M. geht zur Toilette, als er vom Zahlen zurück kommt und mir einen Schein unter die Nase hält. Ich denke schon, dass er mir einen 200 LEK Schein schenken will, da wir auch darüber gesprochen hatten, dass wir noch keine LEK wechseln konnten. Als ich sehe, dass es 100 Euro sind, stockt mir kurz der Atem, und ich sage, dass ich das nicht annehmen kann. Er meinte, dass er sich so gefreut hätte uns zu treffen, dass er uns gerne einmal eine entspannte Busfahrt gönnen möchte. Es geht ein bischen hin und her, ich will nicht, er versteht nicht warum, bis ich schliesslich einwillige und mich herzlich bedanke. M. kommt raus und wir bestaunen gegenseitig unsere Gefährte. Darauf verabschiedet er sich und wünscht uns weiterhin eine gute Reise. Als ich M. die Note zeige, fallen ihr auch fast die Augen raus. Wir bedanken uns noch einmal in Gedanken bei ihm und fahren in Richtung Shkodër.

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13.10.2014 - Unser Hotel liegt am Platz der Demokratie "Sheshi Domakracia".

Unser Hotel liegt am Platz der Demokratie "Sheshi Domakracia". Und genau nebenan befindet sich die Moschee "Ebu Bekr", in ihrem Baustil an die Hagia Sofia in Istanbul erinnernd. Sie bietet Platz für 1300 Gläubige. Als wir es uns im Zimmer gemütlich machen, die Sonne legt sich soeben schlafen, steht der Muezzin auf und ruft die Gläubigen zum Abendgebet. Der Gesang dieses Muezzin ist wirklich einmalig schön. Es stört mich auch nicht gross, als er am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang nochmals Allah anpreist.

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13.10.2014 - Oldie und Goldie nächtigen im Hotel

Das gabs auf unserer Reise auch noch nie. Oldie und Goldie durften, geschützt vor möglichen Liebhabern zusammen mit den Anhängern im Hotel drinnen übernachten.

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13.10.2014 - Die Stadt Shkodër, mit 120'000 Einwohnern die viertgrösste Stadt Albaniens, ist vor allem von oben sehr spektaktulär.

Die Stadt Shkodër, mit 120'000 Einwohnern die viertgrösste Stadt Albaniens, ist vor allem von oben sehr spektaktulär. Mit dem Rad reinzufahren, benötigt schon Nerven aus Stahl.

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13.10.2014 - Die Rozafa Festung

Auf einem der Stadt Shkodër vorgelagerten Hügel, auf 130m über dem Meer, steht die eindrückliche Festung Rozafa. Von hier aus hat mein einen super Ausblick in alle Himmelsrichtungen.

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13.10.2014 - Bleidachmoschee aus dem Jahre 1774

Die Bleidachmoschee stammt aus dem Jahre 1774 und wurde Ende 2013 fertig restauriert. Da wir immer noch nicht wissen, ob Frauen Zutritt haben zu Moscheen, sehen wir von einem Besuch ab.

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13.10.2014 - Spannenden Fischfang Konstruktion

Ich nehme an, dass das quadratische Netz ins Wasser geworfen wird und so dann die Fische gefangen werden. In Aktion durften wir es nie erleben.

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13.10.2014 - Traditioneller Albanischer Lastenträger

Schweissgebadet steht das wohl älteste Lastentier in einer Kurve und wartet, bis es weitergeht. Zu bedienen ist es einfacher als ein Auto. Der Besitzer schlägt einfach mit einem Stock und schon bewegt es sich ohne Kuppeln und Gas geben. Wenn man die albanischen Fahrkünste anschaut, denke ich oft, wären sie doch bei Esel und Karren geblieben, es gelten nämlich noch die gleichen Verkehrsgesetze, wie damals. KEINE. Jeder fährt mehr oder weniger, wie es ihm gerade passt. Die Schilder bieten höchstens einen Anhaltspunkt.. 🙂 Je grösser das Auto und je verbeulter es ist, umso mehr Vortritt wird ihm gewährt, denn der kann ja was austeilen. 🙂

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13.10.2014 - Heimatgefühle

Bei diesem Nummernschild kommen bei mir Heimatgefühle auf… 🙂 Der Stern ist stellvertretend für die abertausenden Mercedes, welche hier rumfahren. 😉

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13.10.2014 - Die Albaner, ein Volk von Wäschern

Es ist unglaublich, wie viele Autowaschmöglichkeiten es in diesem Land gibt. In jedem kleineren Ort gibt es ein Möglichkeit, sein Auto zu waschen. Alles was es im einfachsten Fall dafür braucht, ist ein Behälter mit Wasser drin, den man in die Höhe stellt und einen Schlauch dran macht. Dann stellt man ein Schild auf und schreibt "Lavazha" drauf und fertig ist die Autowäsche. Da gibt es natürlich nach oben fast keine Grenzen. Den Hochdruckreiniger findet man auch schon recht oft im Einsatz.
Wie wir im Gespräch mit einem Bauernpärchen am Markt erfahren haben, waschen sie nicht nur Autos sondern benutzen z.B. ihre Restaurants am Meer um etwas anderes zu waschen 🙂
Wir kamen leider zur Erkenntnis, dass die Albaner ohne Problem ihren Mercedes auf Hochglanz polieren können; am Abfall, der sich aber neben dem Auto stapelt, daran stört sich keiner. Ich erwähne das nur einmal, dann werde ich mich nur noch auf die schönen Sachen konzentrieren. Albanien hat definitv noch ein Problem mit dem Abfall. Wir sahen uns nach Madagaskar zurückversetzt, wo die Bevölkerung den Umgang mit dem Plastik noch nicht gelernt hat. Sehr viele Gewässer sind mit Plastik verschmutzt, am Strassenrand findet man ebenfalls sehr viel Müll. Immerhin gibt es Bemühungen, denn Müll zumindest mehr oder weniger am gleichen Ort wegzuwerfen, wo ihn dann jemand einsammeln geht.

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13.10.2014 - Volkssport der Albaner

Raki brennen. Wir checken bei einem Familienhotel ein und kommen mit dem Besitzer, einem Albaner, ins Gespräch. Er lebte 10 Jahre in der Schweiz und war mit einer Bernerin verheiratet. Es muss für ihn eine schlimme Zeit gewesen sein, so erzählt er uns. Stundenlange Spaziergänge am Sonntag mit seiner Frau, gemeinsames Abwaschen usw., das hat seine Ehre verletzt. Alles was er wollte war, mit seinen Kollegen (natürlich ohne Frau) im Kaffee sitzen und Frauen nachschauen. "Weisch, ich Albaner, ich muss Fraue schaue"… 🙂
Auf jeden Fall treffen wir nach und nach seine ganze Familie, inklusive junge albanische Frau. Die Oma schliesst uns gleich ins Herz und zeigt uns, was der Herr des Hauses so treibt. Wir gehen also rüber in den privaten Teil und dort in einen kleinen Schuppen, aus dem es verdächtig qualmt. Als wir drin sind, sehen wir einen älteren Herrn im Unterhemd, wie er gerade nach dem
Holzfeuer schaut. Er ist am Raki brennen, einem Volkssport aller Albaner. Ich zeige mich interessiert an der Apparatur und am Schluss schenkt uns die Oma aus einem 8L PET Wasserkanister ein ganzes Glas voll 42% Raki ein. Wir trinken den noch warmen Raki – er schmeckt übrigens vorzüglich nach Trauben – nur zur Hälfte, wir müssen am nächsten Tag ja noch Rad fahren können.

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13.10.2014 - oder so ähnlich haben wir uns gefühlt, nachdem wir in Mamminas angekommen sind.

oder so ähnlich haben wir uns gefühlt, nachdem wir in Mamminas angekommen sind. Vorher haben wir uns am Bushof in Lezha nach einer Mitfahrmöglichkeit erkundigt und wurden mit einem Kleinbus fündig. Wir wussten, dass wir so mit 1000 LEK rechnen müssen. Der Mann, welche die Preise festlegt (diese sind zumindest für die Touris variabel), wollte gleich mal 10 Euro. Das übliche hin und her Spiel hat begonnen, und wir sind bei 5 Euro eingestiegen. Oldie und Goldie sowie die Anhänger wurden alle etwas unsanft in einen viel zu kleinen Gepäckraum gestopft. Als dabei ein Teil abgebrochen ist, welches vom Helfer sofort eingesammelt und in den Laderaum geschmissen wurde, ist mir fast das Herz in die Hose gerutscht. Die ganze Fahrt über habe ich mich gefragt, ob ich das wohl wieder reparieren könnte. Wie sich herausstellen sollte, ist nun auch noch die zweite Klingel vom "Slow Up" futsch gegangen. Uff. Also alles nicht so schlimm. Wir dachten jedenfalls, wir werden schön am Bushof in Mamminas abgeladen. Dies ist aber Albanien, da wird man, zumindest wenn man nicht bis zur Endstation fährt, einfach an der Autobahnausfahrt ausgeladen. Auch da gabs dann nochmals etwas Stress mit dem Geldmacher, als er plötzlich meinte, es wären 5 Euro pro Person gewesen. Wir wurden stur, er musste weiter, so haben wir im Endeffekt doch nur 1000 LEK bezahlt.

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13.10.2014 - Eiertransport auf Schweizer Art

In einem kleinen Supermarkt haben wir uns mit 10 Eiern eingedeckt. Wer denkt, dass man hier Eierkartons kriegt, der irrt sich. Die Eier wurden einfach so in eine Plastiktüte gesteckt. Um diese dann auf dem Fahrrad und auf albanischen Strassen zu befördern, natürlich alles andere als eine gute Idee, ausser man möchte nach Ankunft einfach den ganzen zermatschten Inhalt des Sackes gleich in eine Bratpfanne geben und braten. 🙂 Ein Albaner hatte Mitleid, als er unsere Eier und die Fahrräder gesehen hat und hat uns ein riesiges Pack Servietten geschenkt. Ob sie zum Polstern oder zum Aufwischen der Sauerei gedacht waren, wissen wir nicht. 🙂
Ich habe mich also hingesetzt und einen super Eiertransporter aus Abfällen gebastelt, welche ich gefunden habe: einem Schokoriegelkarton und einem alten Eierkarton…

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13.10.2014 - Hochzeitsfotos mit Oldie und Goldie

Wir sitzen an einem Aussichtspunkt und wollen gerade unser Mittagessen zu uns nehmen, da tauchen zwei Autos auf und halten neben uns. Aus steigt ein Brautpaar mit Fotograf. Dieser sieht in unseren Bikes gleich ein originelles Foto und die Braut fragt auf Englisch, ob sie mit den Bikes ein Foto machen dürfen. So entsteht nicht nur ein spezielles Foto für sie sondern auch für uns. 🙂

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13.10.2014 - Ist das wirklich Trinkwasser?

Bei der Kirche am Kap Rodon soll es anscheinend eine Süsswasserquelle geben. Wir filtrieren also, was das Zeug hält, und fahren zurück zum Camp. Als wir an den PET Flaschen riechen, wird uns fast schlecht. Ich fühle mich in den Chemieunterricht während meiner Schulzeit zurückversetzt. M. meint, es rieche nach Schwefel. Ich koche das Wasser also noch gut 10 Minuten. Was nach dem Abkühlen übrigbleibt, sieht man auf dem Foto. Eine gelbliche Substanz. Wie wir später von einem Albaner erfahren, ist es lediglich ein sehr hoher Eisenanteil, der dem Wasser den etwas unangenehmen Geruch verleiht. Wir benutzen das Wasser auf jeden Fall nicht zum Trinken sondern kaufen im Restaurant teures Wasser aus PET Flaschen.

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13.10.2014 - Das Bunkerparadies von "Enver Hoxha"

Albanien ist dafür bekannt, dass es ungefähr 700'000 Bunker während der Amtszeit von Enver Hoxha errichtet hat. Diese sind vielerorts noch zu sehen. Einige wurden umgenutz, als Stauräume oder zum Beispiel als Viehstall wie der Bunker ganz links. Hier zu sehen eine Bunkerinstallation beim Kap Rodon, welche fast schon etwas Inca mässig aussieht.

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14.10.2014 - Kap Rodon

Wir haben beim Kap Rodon einen wunderschönen Platz zum wild campieren gefunden, wie er uns vom hobo-team.de Team, den Verfassern unseres kleinen Albanienführers, empfohlen wurde. Wie wir später feststellen mussten, war der Ort leider gerade am Weg, welcher zur Skanderbeg Ruine und zum Kap Rodon führt. Ebenfalls wussten wir bis dahin noch nicht, dass der Hirte jeden Abend und Morgen seine Herde bei uns vorbei treibt. M. war beim Zelten nicht sehr entspannt, fragte doch jeder Zweite, welcher an unserem Zelt vorbei lief, was die Fahrräder kosten würden. Als dann der Hirte am letzen Abend noch frech 5 Euro wollte – ich habe ihn freundlich jedoch bestimmt abgewiesen – war es vorbei mit ruhig schlafen. Ich bin gerade am Zähne putzen, es ist schon dunkel, da sehe ich Autoscheinwerfer, welche sich zu uns bewegen. Der Weg ist eigentlich nicht befahrbar, die Strassen haben so tiefe Löcher, dass man ein Kind darin verlieren könnte. Ich sage also M., dass ich die Scheinwerfer sehe, und schon sehe ich sie nicht mehr. Sie hechtet praktisch in das Zelt, holt alle unsere Wertsachen raus und versteckt sie schnurstracks in einer Dornenhecke. Sie denkt sich, dass der verärgerte Hirtenjunge mit Verstärkung im Anmarsch ist und nun mehr als seine 5 Euro möchte. Als sie wieder zurück ist, hat sie den selbstgemachten Pfefferspray und mein grosses Jagdmesser in der Hand. Zum Glück kam weder das eine noch das andere zum Einsatz, es waren lediglich ein paar Jugendliche, welche Party machen wollten und sich mit dem Weg verschätzten. Sie mussten mit dem PW rückwärts wieder rausfahren, da nichts mehr ging. Zum Glück schätzen Albaner das Laufen weniger, so gab es keine Disco auf unserem Berg. Am nächsten Morgen sind wir dann aber weitergefahren.

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14.10.2014 - Unser Hilleberg, ein Schneckenparadies

Irgendwie ist unser Zelt, vorallem wenn es feucht ist, ein Paradies für Schnecken. Nirgends sonst kommen sie so schnell vorwärts wie auf dem feuchten Zeltstoff. Man kann sie runternehmen, kaum hat man sich umgedreht, sind sie schon wieder einige Zentimeter hochgekrochen. 🙂 Wer den Cartoon "Turbo" noch nicht kennt, sollte sich den mal anschauen. Passt ganz gut zur Thematik.

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14.10.2014 - Wilde Landschildkröten beim Kap Rodon

Auf dem Weg zum Kap Rodon – man muss bei den ungesicherten Passagen entlang der Steilküste schwindelfrei sein – gibt es keinerlei Sicherung und man muss sich durch Büsche und Dornen zwängen. Wir haben auf dem Steg eine schwarze Schlange und Landschildkröten gesehen. Bei der ersten Schildkröte vermutete ich, dass sie dort ausgesetzt wurde. Beim weiteren darüber nachdenken wurde mir jedoch bewusst, dass sich sicherlich kein Albaner eine Schildkröte kauft, und sie wahrscheinlich eher isst als aussetzt. 🙂 Als wir dann die zweite und dritte angetroffen haben, wurde klar, dass diese hier heimisch sind.

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14.10.2014 - Budget Pfefferspray

Wegen den streunenden Hunden, wollten wir uns eigentlich auf die Reise einen Pfefferspray mitnehmen. Leider haben wir diesen vergessen und uns erst in Villach/ Österreich wieder daran erinnert. Als wir an der Touristeninfo in Villach danach gefragt haben und das während dem Harley Davidson Treffen, wurden wir etwas komisch angeschaut. Zu kaufen gäbe es aber, zumindest offiziell, keinen. Wir haben die Thematik mit dem "100 Euro Schweizer" (siehe Beitrag vom 07.10.14) besprochen. Er meinte er benutze immer einen WD 40 oder Scheibenbremsenreinigerspray. Diese Idee haben wir aufgegriffen. Wir haben Scheibenbremsen, welche ab und zu gereinigt werden wollen. Für knapp CHF 5 habe ich diesen in Skhodër erworben. Wenn man die Warnhinweise liest, wäre es einem für das Tier fast lieber, man hätte einen richtigen Pfefferspray dabei. Den Spray habe ich mit einem am Strand gefundenen grünen Fischernetz nun auf meiner Lenkertasche montiert. Auch kam er schon einmal zum Einsatz, zum Glück nur als Abschreckung. Ein Hirtenhund hat M. angefallen, dankbarerweise hat er vor ihrem Bein halt gemacht, als wir bei einer Schafherde vorbeigefahren sind.

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14.10.2014 - "Schuh Bar" Strandkunst

Was macht Man(n), wenn es langweilig wird am Strand? Man spielt mit dem allgegenwärtigen Müll. 🙂 Wie uns von einem deutschen Diplomaten erzählt wurde, landet der Müll leider sehr oft im Meer. Albanien hat kürzlich für Italien eine Müllentsorgungsauftrag angenommen. Wo der Müll nun wirklich landet, könnt ihr euch denken. Am Strand sind z.B. "Borotalco" Flaschen, ein italienisches Produkt zu finden. 🙁

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14.10.2014 - Zugfahrt von Durrës nach Vlorë

Wir haben gestern Nacht zum ersten Mal mit warmshowers.org übernachtet. Eine Art Couchsurfing, jedoch nur für Fahrradfahrer. Wir haben so Alexander und seine kleine Familie in Durrës kennengelernt. Sie sind Deutsche Missionare und bieten ihre Couch für Fahrradfahrer an. Zum Glück wurden wir angenommen, haben wir uns doch erst kürzlich für Warmshowers registriert und hatten noch keine Referenzen. Leider gibt es in Albanien nur 2 Warmshowers Stationen, dementsprechend kriegt er viele Anfragen und unsere Zusage ist noch höher zu werten. 🙂 Wir haben bei ihnen viel über Albanien und ihre Mission erfahren. Er war es dann auch, welcher uns auf den Zug von Durrës nach Vlorë aufmerksam machte. So fahren wir nun mit einem Zug, der wegen der schlechten Schienen und Waggons nur ca. 30 Km/h fahren kann, in ca. 5h nach Vlorë. Was für ein Abenteuer! Alle Türen stehen offen, hinten könnte man glatt zum Zug rausfallen, die Türe fehlt komplett. Die alte Diesellok hupt praktisch jede Minute ohrenbetäubend, da es nur sehr wenige Bahnschranken gibt. Dafür hat die Fahrt nur gerade 800 – 900 LEK gekostet, also ungefähr 10 CHF für alles, und die Erfahrung war es auf jeden Fall wert! Die Schaffnerin nahm ihren Job sehr ernst, wir mussten im Zug für die Anhänger nachzahlen. Im deutschen Nachtzug hat die Schaffnerin noch ein Auge zugedrückt…

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20.10.2014 - Kuscheltiere an den Häusern

Sehr oft sehen wir Kuscheltiere an den Häusern. Wie wir herausfinden konnten, soll das Glück bringen.

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20.10.2014 - Ein albanisches Mittagessen

Auf dem Bild zu sehen sind ein gemischter Salat, feinstes Zicklein-Fleisch, Kartoffelschnitze, gebratene Peperoni und Zuchetti, Spinat Burek, getoastetes Brot und irgend eine undefinierbare Masse, welche aber ziemlich gut geschmeckt hat. Und ja, wir haben alles gegessen 🙂 .

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20.10.2014 - Hier ist M.

Hier ist M. im Anstieg zum Llogora Pass, welcher von Meereshöhe auf 1027 MüM hochgeht. Wie in der Ferne zu sehen, muss man in Albanien mit allem rechnen. Zum Beispiel einer Kuh, welche seelenruhig mitten in der Strasse nach einer unübersichtlichen Kurve am wiederkauen ist. Da kann ich es noch weniger verstehen, dass gewisse Individuen wie Michael Schumacher den Pass hochrasen.

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20.10.2014 - Schon vor Beginn unserer Reise haben wir über den Llogara Pass in Albanien geredet und diesen gefürchtet.

Schon vor Beginn unserer Reise haben wir über den Llogara Pass in Albanien geredet und diesen gefürchtet. Wir hatten mächtig Respekt, auch bei Gesprächen hier in Albanien wurde immer wieder erwähnt, wie schwer es mit dem Rad sein wird. Der Pass geht immerhin von Meereshöhe bis auf 1027 MüM hoch und das ohne Gnade und Verschnaufpause. Als wir überglücklich oben angekommen sind, resümieren wir. Der Pass ist dank monatelangem Training nicht wirklich eine Herausforderung gewesen. Die Fahrräder mussten wir lediglich einmal stossen, um uns vor einem streunenden Hund zu schützen. Ein forsches und lautes Auftreten sowie ein Steinwurf meinerseits hat den Hund das Weite suchen lassen. Ich hatte mir am Vortag irgendwie den Magen verdorben (Rache des Zickleins?) und bin ohne Frühstück und geschwächt den Pass hoch. Aber auch das ging. Die Fahrt runter war herrlich, die Aussicht ein Traum. Leider haben wir die Strecke nach dem Pass etwas unterschätzt, es ging immer noch rauf und runter. So kamen wir einmal mehr auf ca. 1300 Höhenmeter. Ich dachte unterwegs ein paar Mal, dass ich es nicht mehr bis Himare schaffen werde. Am Ende hat es dann trotzdem geklappt – Ende gut, alles gut 🙂

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20.10.2014 - Wilde Canyons in Albanien

Auch in Albanien gibt es wilde Canyons. Leider hatten wir keine Kraft mehr, um mit dem Rad den Umweg zu fahren.

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20.10.2014 - Wie wir bemerkt haben, wurden wohl aus Gründen der Einfachheit und vermutlich, um eine Massenbestellung aufgeben zu können, einfach nur Tafeln mit 10%

Wie wir bemerkt haben, wurden wohl aus Gründen der Einfachheit und vermutlich, um eine Massenbestellung aufgeben zu können, einfach nur Tafeln mit 10% Gefälle/Steigung bestellt. Wir haben bisher noch nie, wirklich nie, eine andere Zahl als 10 gesehen. 🙂 Wir verstehen das Schild nun so, dass es lediglich eine Steigung ankündigt.

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20.10.2014 - Wir geniessen ganze drei Tage hier auf dem Camping Kranea in Himare.

Wir geniessen ganze drei Tage hier auf dem Camping Kranea in Himare. Ich kuriere mich etwas vom verstimmten Magen aus und M. geniesst das Bad im Meer. Es ist ca. 25 Grad warm und die Sonne scheint. Wir kommen mit vielen Campinggästen ins Gespräch, die meisten sprechen deutsch. Mit Ma. und Pe. unterhalten wir uns besonders gut und geniessen die nächsten zwei Abende den Dessert (deutsche Süssigkeiten in bio-Qualität…da ist M. nicht mehr zu halten) ihn ihrem "Carthago Wohnmobil Schlachtschiff". Sie bieten uns an, unser Gepäck von Himare bis nach Ksamil mitzunehmen. Wie nett!!! Wir nehmen dankbar an und fühlen uns geschmeichelt, dass unsere Taschen von einem Mobil 1. Luxusklasse transportiert werden. Der Weg, 70 Km und 1300 Höhenmeter ist ziemlich beschwerlich und die Sonne brennt unerbittlich herunter. M. klagt über Kopfschmerzen. Kurz vor dem Eindunkeln kommen wir auf dem Campingplatz an. Mit Gepäck hätten wir es wohl nicht geschafft.
An dieser Stelle ein grosses DANKESCHÖN an Ma & Pe für das gesamte Verwöhnprogramm 🙂

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20.10.2014 - Einbrecherschutz auf Albanisch

Immer mal wieder sieht man Glasscherben auf den Mauern, um die Grundstücke vor möglichen Langfingern zu schützen. Zuvor hatten wir diesen unerbittlichen Schutzmechanismus in Madagaskar beobachtet, kann mir aber vorstellen, dass es auch noch in anderen Ländern usus ist.

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20.10.2014 - Albanische Strassensperrung

Wie sperre ich eine Strasse in Albanien, wenn sie neu geteert wurde? Mit vielen grossen weissen Steinen… 🙂

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20.10.2014 - Das Carthago Schlachtschiff

Dass es in diesem 4.5 Tonnen schweren und fast 7.5m langen Wohnmobil Chic Line der Firma Carthago sehr gemütlich ist, kann man ziemlich sicher auch schon von aussen erkennen. 🙂 Die Dimensionen sind gewaltig. Es geht soweit, dass selbst ein virtueller Hund im Inneren zur Abwehr von Langfingern bellt, inklusive dem auf der Fahrerseite ersichtlichen "Warnung vor dem Schäferhund" Schild. Hier drin durften wir jeweils unseren Gute-Nacht Kaffee geniessen.

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20.10.2014 - Zwei Tage mit dem Jeep durch Albanien

Wir haben uns, wie früher schon einmal erwähnt, den Albanien Führer von hobo-team.de besorgt. Martina und Günther durften wir nun gestern in Ksamil persönlich kennenlernen. Es war ein sehr herzliches aufeinander treffen. Sie haben uns eine Zwei-Tages-Tour durch Albanien mit einem Jeep organsiert. Ok, es ist nicht wirklich ein Jeep sondern vielmehr ein "Jeeplein", aber das reicht vollkommen, um M. bereits an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Ich geniesse es natürlich mit dem 4×4, übrigens mit Geländeuntersetzung, auf den albanischen Landstrassen rumzukurven. Wir suchen also eine Sehenswürdigkeit, als M. plötzlich damit droht, nur noch zu Fuss weiterzugehen. Es wird ihr langsam zu viel. Die Strasse ist wirklich schlecht, und ich bin froh immerhin einen Mini-Jeep zu haben. Just in diesem Moment kommt ein Albaner mit seinem NORMALEN und sicher 20-jährigen Mercedes Benz um die Kurve "ge-eiert". Er sieht unser Auto, sieht die Werbung des Autovermieters und weiss augenblicklich, die haben sich verfahren. 🙂 Er verhilft uns wieder auf den richtigen Weg und gurkt mit seiner Feinstaubschleuder weiter die "bumpy road" entlang. Ich schaue ihm ungläubig nach und lobe die deutsche Wertarbeit, welche zumindest zu der Zeit bei Mercedes Benz geleistet wurde. Es wird noch besser. Auf der Rückfahrt kreuzt uns ein uralter Mercedes Benz LASTWAGEN. Ich glaube ich spinne und muss das als Video festhalten. Im ersten Gang, unter Ausstoss von Unmengen an pechschwarzem Dieselrauch kämpft er sich die Strasse hoch, welche definitiv nicht für PWs gedacht ist. 🙂

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24.10.2014 - Den Weg zur Russan Moschee mussten wir uns mehrmals erfragen.

Den Weg zur Russan Moschee mussten wir uns mehrmals erfragen. Das Hinweisschild war leider nicht wie angedeutet am Strassenrand montiert, sondern lag neben dem Eingang zur Moschee…:-)

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24.10.2014 - Ein Fiat Panzer... das muss wohl ein Witz sein

In der Burg Gjirokastër sind u.a. viele Kanonen und Geschütze ausgestellt. Bei diesem Exponat handelt es sich um einen Leicht Panzer von FIAT, ja genau, der italienische Automobilhersteller FIAT. Von dem L6/40 wurden zwischen 1941 und 1943 nur gerade 283 Stück gefertigt. Ich musste beim Anblick etwas schmunzeln. Da kann man ja gleich mit einer Seifenkiste und einer "Käpseli-Pistole" in den Krieg ziehen 🙂 In diesem fahrenden Sarg haben zwei Personen Platz gefunden. Muss wohl für die kleinen Italiener gebaut worden sein; der Platz ist minimal. Dieser Panzer scheint mir also mit seiner 20mm Kanone nur gegen Kugeln eine Sicherheit zu bieten. Bei Granaten bietet er ebenso wenig Schutz wie ein Fiat Panda bei einem Frontalaufprall mit einem 40 Tönner…

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24.10.2014 - Die beindruckende Burganlage von Gjirokastër

Die Burganalage von Gjirokastër hat wirklich etwas Mystisches. Im Hintergrund sieht man den Glockenturm und im Vordergrund eine Veranstaltungsbühne, welche im Jahre 1984 erbaut wurde. Dem Zustand dieser nach zu urteilen, könnte sie aber genau so alt sein wie die Burg. 🙂 Im Hintergrund sieht man eine beeindruckende Bergkette. Albanien ist wirklich bergig…

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24.10.2014 - Zum letzen Mal Sex bevor er stirbt?

Bei der albanischen Ausgrabungsstätte Antigonea habe ich einige Gottesanbeter Fangheuschrecken gesehen. Hier in Albanien gibt es besonders viele. Eine hatte gerade ein Gelege fertiggestellt und sich aus dem Staub gemacht; die anderen waren mitten in der Aktion Nachwuchs zu produzieren – und das erst noch über Kopf hängend. Ob das wohl den nötigen Kick vermittelt? 🙂 Wie man sehen kann, ist das Männchen viel kleiner als das Weibchen. Die unterschiedliche Farbe schein keine Rolle zu spielen, zur Paarung kam es trotzdem. Es scheiden sich die Meinungen, ob das Weibchen das Männchen nach der Befruchtung verspeist. Es gibt wohl beides. Hoffen wir mal, dass dieser Kerl verschont geblieben ist 🙂

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24.10.2014 - Syri i Kaltër, "Blaues Auge", der Haaaammmmer

Die Karstquelle mit dem passenden Namen "Blaues Auge" zählt mit 6 m3/s zur wasserreichsten Quelle Albaniens. Das Wasser hat lediglich 10 Grad, was jedoch die Urlauber zumindest im Sommer nicht davon abhält, von der Aussichtsplattform reinzuspringen. Vor dem Hintergrund des hellen Kalksteines hat das Wasser im Sonnenlicht eine tiefblaue Farbe, was ihr auch den Namen verleiht. Das die Quelle umgebende Schutzgebiet ist mit seinen Platanen- und Eichenhainen sehr mystisch.

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24.10.2014 - Es sollte in Albanien tunlichtst vermieden werden, sich mit seinen neuen Nachbarn zu verkrachen.

Es sollte in Albanien tunlichtst vermieden werden, sich mit seinen neuen Nachbarn zu verkrachen. Ansonsten kann es sein, dass eines Morgens der Neubau nicht mehr ganz im Lot steht 🙂 (Wurde uns so von der Campingbesitzerin erzählt)

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24.10.2014 - Fast hätten wir das letzte Highlight Albaniens verpasst: Butrint, die Ruinenstadt 20 Km südlich von Sarandë.

Fast hätten wir das letzte Highlight Albaniens verpasst: Butrint, die Ruinenstadt 20 Km südlich von Sarandë. Wir waren so auf die am gleichen Ort verkehrende Pontonier Fähre fokussiert, dass wir den unscheinbaren Eingang nicht gesehen haben. Zum Glück war die Fähre gerade losgefahren, und so kamen wir mit einem jungen Albaner ins Gespräch. Der meinte, er habe gerade Butrint besucht und zeigt hinter uns auf eine Parkanlage. Erst konnte ich es gar nicht glauben, doch er hatte recht. Wir machten also rechts umkehrt und verbrachten die nächsten 3 Stunden mit dem Bestaunen von Ruinen. Butrint zählt heute zu den beliebtesten Touristenzielen Albaniens, da war es gut, dass wir so früh dort ankamen. Wir waren wiedereinmal praktisch alleine bei einer Sehenswürdigkeit. Als wir das Gelände verlassen hatten, warteten sicher ein dutzend Busse, welche vorallem englisch sprechende Touristen abgeladen haben.

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24.10.2014 - Bye Bye Albanien

Wir verlassen heute Albanien mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vorallem M. fühlte sich in Albanien etwas unfrei. Sobald wir die Grenze überschritten haben, hat sich der Zustand schlagartig verbessert. Allerdings möchte ich betonen, dass alle Bedenken, welche wir gegenüber Albaniens Bevölkerung hatten, sich als falsch herausgestellt haben. Die Menschen hier sind in aller Regel sehr herzlich. Wir haben uns z.B. in einem Dorf nach dem Weg erkundigt, da kam ein Mann aus dem Garten und hat uns zwei Granatäpfel überreicht. Oder ein anderes Mal sind wir am Gemüsemarkt einkaufen gegangen, und der Verkäufer gab uns noch extra Gemüse gratis dazu. Auf dem Weg von Mamminas zum Kap Rodon sitzen wir in einem Kaffee und geniessen unseren "Express", als der Kellner vorbei kommt und meint, der Mann von nebenan hätte unseren Kaffee bezahlt. Es heisst, dass sich viele Albaner am sogenannten "Kanun", einem archaischen und mündlich übermittelten "Gewohnheitsgesetz" orientieren, in dem die Ehrenstellung des Gastes betont wird.
Abschliessend können wir sagen, dass uns das Land und die Menschen begeistert haben, lediglich mit den streunenden Hunden und dem Müll hatten wir unsere liebe Mühe.

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Griechenland (59)

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24.10.2014 - Wir sind in Griechenland angekommen

Heute sind wir nun endlich in Griechenland angekommen. Wir haben uns mit Albanien viel Zeit gelassen und wollten auch noch das warme Wetter geniessen. Wie wir der Wettervorhersage entnehmen können, sollen die Temperaturen nun 5-10 Grad kälter werden. Vielleicht können wir nun endlich auch mal unsere warmen Kleider gebrauchen, ansonsten hätten wir diese ja vergebens mitgeschleppt 🙂 Leider war die Begrüssung in Griechenland, vor allem in Igoumenitsa überhaupt nicht nach unseren Vorstellungen. Es gibt nur schon in dieser Stadt mehr streunende Hunde als wir in gesamt Albanien erlebt haben. Wir wurden heute ein paar Mal von mehreren Hunden verfolgt. Das Schlimme dabei ist, dass sie sich gegenseitig anstacheln. Wir konnten aus der Ferne beobachten, wie zwei Hunde bellend und Zähne fletschend auf einen FUSSGÄNGER zugerannt sind. Dieser hatte einen gehörigen Schock. Normalerweise greifen sie nur Velofahrer an. Sobald wir also eine Hundemeute erblickt haben, sind wir vom Velo abgestiegen und ich habe den Budget-Pfefferspray in die Hand genommen, um gleich lossprühen zu können. Als es dann auch noch langsam dunkel wurde, hatten wir es sehr eilig eine Unterkunft zu finden.

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24.10.2014 - Griechenland, das Land der Tausend Mini Kirchen

Spannend, entlang der Strassen findet man immer wieder diese Miniaturkirchen. Manchmal findet man auch Opfergaben wie z.B. Honig oder Raki drin, dann auch wieder Portraitfotos. Vielleicht ist das die Art der Griechen einem Familenmitglied, welches bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, ein Denkmal zu setzen. Auf den Küstenstrassen von Slowenien, Bosnien und Kroatien haben wir unzählige Kreuze und Denkmäler tödlich verunfallter, meistens sehr junger Männer, gesehen.

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24.10.2014 - Sonnenuntergang hinter der Insel Korfu

Die Sonne geht hinter der nur gerade 3 Km entfernten und wohl jedermann bekannten griechischen Insel Korfu unter. Irgendwie kam mir das Ganze etwas komisch vor, ging die Sonne doch gemäss meinem iPhone fast eine 1h später unter. Ich hätte höchstens ein paar Minuten erwartet, da wir nun etwas südlicher sind. Am nächsten Morgen sollte ich Klarheit erlangen…

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24.10.2014 - Langsam aber sicher müssen wir uns andere Übernachtungsmöglichkeiten als Camping überlegen.

Langsam aber sicher müssen wir uns andere Übernachtungsmöglichkeiten als Camping überlegen. Wir sind heute Abend bereits beim ersten angestanden, der seit dem 15. Oktober geschlossen ist. Der Camping Elena Beach, den wir anschliessend angefahren sind, hat auch nur noch eine Woche offen. Ich habe also alle Profile bei warmshowers.org (Nur für Biker), airbnb.com und couchsurfing.org auf Vordermann gebracht, wir werden diese zusammen mit booking.com in Zukunft wohl etwas häufiger brauchen müssen.
Wir kommen also auf dem Camping Elena Beach schon fast im Dunkeln an und freuen uns darüber, dass man hier auch gleich noch was essen kann. Der Campingbesitzer ist ein witziger Kerl. Wir sagen, dass wir heute von Albanien angefahren sind. Er fragt nach: "Albanien?" Er schnüffelt und sagt: "Ab unter die Duschen..!" und lacht herzlich. Das Zelt ist nach über 100 Tagen campen schnell aufgebaut, und wir geniessen das feine Essen. Schon bald gehen wir müde ins Bett.
Wir haben uns den iPhone Wecker um 06:00 gestellt, so dass wir früh starten können. Der Wetterbericht hat seit laaaaangem wieder einmal Regen angesagt. Da wir unterdessen sonnenverwöhnt sind, wollten wir vor dem Regeneinbruch im Trockenen sein. Wir kommen am Morgen gut voran, das Zelt ist "furztrocken" und kann sofort verstaut werden. Als wir beim Frühstück sind, stehen immer mehr Leute auf und gehen zum Bad. Ich denke schon, dass das alles Frühaufsteher sind. Wir fahren gemäss iPhone um 08:30 Uhr los, neuer Rekord, und somit sollten wir zeitig ankommen. Als ich nochmals aufs GPS schaue, ist es 09:30! Hae? Und dann kam das: Ahhhhhaaaa. Jetzt erst erinnere ich mich an die Diskussion mit Ma. und Pe., dass die Uhr in Griechenland eine Stunde vorgestellt werden muss. Beim iPhone war die automatische Ermittlung der Zeitzone per GPS leider ausgeschaltet, somit sind wir effektiv erst um 07:00 Uhr aufgestanden 🙁 . Stockdunkel war es zu der Zeit aber noch, und wir hätten gar nicht viel früher starten können. Gebraucht haben wir trotzdem nur 2h 30, das ist und bleibt Rekord, falsche Zeitzone hin oder her 🙂

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24.10.2014 - Man merkt augenblicklich, dass Griechenland ein wohlhabenderes Land ist als Albanien.

Man merkt augenblicklich, dass Griechenland ein wohlhabenderes Land ist als Albanien. Die Landschaft sieht nach der Grenze natürlich noch sehr ähnlich aus. Jedoch fällt einem sofort auf, dass die Strassen in viel besserem Zustand sind und fast gar kein Müll mehr rumliegt. Das sagt uns als Velofahrer sehr zu. Da die Saison zumindest hier im Norden Griechenlands vorbei ist, sind die sonst stark befahrenen Strassen fast menschenleer. Das Wetter hat zum Glück gut mitgespielt, Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad sind die Regel. Leider wird ein Wetterwechsel mit kälteren Temperaturen, Regen und Wind angesagt.

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24.10.2014 - Das Vogelspanner Paradies

Das Sumpfgebiet von Koloni ist ein Paradies für die Volgelspanner, auch Ornithologen genannt. Es handelt sich hier um ein riesiges, überflutetes Gebiet, welches von einer Vielzahl von Vögeln bevölkert wird. Was nach einer gelben Wiese aussieht, sind Wasserpflanzen, welche den See bedecken.

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24.10.2014 - Die Aussicht vom Balkon der Residenz ist wirklich gigantisch.

Die Aussicht vom Balkon der Residenz ist wirklich gigantisch. Wir mussten sie uns jedoch verdienen! Wir haben via booking.com gebucht, da kriegt man auch immer schön einen Anfahrtsweg geliefert, welchen man z.B. mit Google Maps anzeigen lassen kann. Natürlich war just in der Minute mein Daten Roaming Abo alle, somit konnten wir die Karte nicht nutzen. Der leichte Regen, welcher seit kurzem eingesetzt hat, entspannte die Lage nicht wirklich. Auch hier sind die Strassen bei Regen glatt, als ob sie mit Schmierseife eingeseift worden wären. Wir fragen uns also durch, leider vergewissern wir uns nicht noch einmal, wie die Unterkunft heisst. Wir wissen Sun (Sonne) kommt im Namen vor. Wir fragen den ersten und werden zum "Sunshine Hotel" gelotst. Ich merke bald, dass das die falsche Seite im Städtchen ist. Das Haus muss am Strand stehen. Wir fragen noch einmal und werden zur "Sunset Lodge" geschickt. Doch auch das ist falsch. Wie wir bald realisieren, gibt es mehrere Unterkünfte mit Sun. Hätten wir uns ja auch denken können :-). Ich krame also nun doch mein iPhone aus der Tasche und vergewissere mich, wie das Haus nun wirklich heisst. Das ist manchmal schon komisch. Ein Blick aufs iPhone würde genügen und man(n) hätte Gewissheit, man hat aber dann auf einmal zur unpassendsten Zeit den Anspruch, nur mit der Kraft seiner grauen Zellen den richtigen Weg zu finden. Als wir dann endlich den Weg zu unserem Appartment dem "Sunrise House" in Erfahrung bringen konnten, bin ich schon wieder am "wettern" wie ein Rohrspatz. Warum mussten wir genau die Unterkunft aussuchen, welche in ganz Parga für Fahrräder am ungeeignesten ist? Wir müssen ersteinmal knapp einen Kilometer hoch fahren, und zwar zu den Ruinen der alten Venezianischen Burg. Oben angekommen, empfängt uns der Besitzer und führt uns eine steile und schmale Gasse nach unten. Die Räder und Schuhe rutschen, was in der angespannten Situation nicht wirklich hilfreich ist. Als er uns zu verstehen gibt, dass wir über weitere steile Treppen und schmale Gässchen gehen müssen, bin ich kurz davor die ganze Übung abzubrechen und irgendwo unten im Städtchen was zu suchen. Zum Glück haben wir die Strapazen auf uns genommen, die Aussicht entschädigt für vieles. Wie sich herausstellen sollte, bleiben wir hier gleich 3 Nächte. Zum einen wollte ich die ganze Mühe mit der Anfahrt nicht für nur eine Nacht betrieben haben, und zum anderen haben wir uns wohl beim Jeep fahren mit offenem Verdeck etwas erkältet. Wir gehen das Ganze auf jeden Fall langsam an, es ist noch nicht einmal Ende Oktober, und es gibt nur noch knapp 500 Km zu radeln. Wir liebäugeln mit dem Gedanken, zwei bis drei Wochen in Athen zu bleiben. Mal schauen, ob wir uns das leisten können 🙂

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24.10.2014 - Der Albtraum jedes Fotografen

Ich war bisher mit meiner kleinen Canon S100 Kamera sehr zufrieden. Die Fotos sind sehr schön, und ich habe meistens auch GPS Koordinaten zum Bild gekriegt, was es mir erlaubt, später das Bild dem Aufnahmeort zuzuweisen. Das ganze wird durch die Möglichkeit in RAW zu fotografieren und viele Einstellungen manuell vorzunehmen abgerundet. Seit einiger Zeit jedoch macht sie keine Bilder mehr, wenn ich den Auslöser drücke. Ich habe schon alles Mögliche versucht, ohne wirkliche Besserung. So kann ich leider einige gute Fotos nicht schiessen. Schnappschüsse gehen schon gar nicht mehr. Ab und zu lässt sie sich doch zu einem Bild überreden, nur das permanente fokussieren bis sie mal auslöst, leert den Akku im nu. Zum Glück habe ich 3 Akkus dabei, wenn sie jedoch nicht geladen sind, hilft das auch nicht wirklich weiter 🙂 Online Recherchen haben ergeben, dass ich nicht der Einzige bin mit diesen Problemen. Canon streitet jedoch ein generelles Problem ab. Jetzt bin ich etwas im Dillema, eine neue Cam kaufen (nur wo?) oder aber mit dieser weiter rumhampeln… ihr werdet es erfahren.

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25.10.2014 - (Ohne Titel)
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28.10.2014 - Weltuntergang in Parga

Wie schon berichtet, bleiben wir wegen Regen und Erkältung insgesamt 3 Tage im Sunrise House, welches wir nur zum Einkaufen verlassen. Kochen können wir dank unserer mobilen Küche auf dem Balkon. Als wir beim Check-out mit der Vermieterin ins Gespräch kommen, erfahren wir, dass es in ganz Griechenland, vor allem aber in Piräus nahe Athen, sintflutartig geregnet hat und in der Gegend der Notstand ausgerufen wurde. Später werden wir wir Bilder im TV von in den Wassermassen treibenden Autos sehen. Sie meint dann in ihrem gebrochenen Englisch auch noch, dass es letzte Nacht ein Erdbeben in Griechenland gegeben hätte. All das und natürlich die Geschichte mit Ebola hat sie dann wohl dazu bewegt, uns eine ungewollte Kurzeinführung ins Buch der Offenbarung zu geben, um uns darüber zu unterrichten, dass es bald mit der Menschheit zu Ende sein wird. Zum Abschluss drückt sie uns noch eine Broschüre der Zeugen Johovas in die Hand mit der Bemerkung, diese zu studieren, unser Leben hinge davon ab. Ich habe ein "Hello, I'm Jan from Denmark" Flashback (siehe Beitrag vom 26.07.14) und bin froh, dass wir gehen dürfen. 🙂

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28.10.2014 - Wir sind mit einem blinden Passagier unterwegs

Man glaubt es kaum. Wir halten an um die Getränke Bidons mit Wasser zu füllen. Als ich zum Anhänger gehe, schrecke ich zurück. Was ist denn das? Wow! Ein blinder Passagier. Wir taufen die kleine männliche Gottesanbeter Fangheuschrecke "Fangi". Dass er schon viel rumgekommen ist, sieht man an seiner gut gebräunten Farbe. Er dreht seinen dreieckigen Kopf zu mir und schaut mich mit seinen Facettenaugen an. Ich stelle mir vor wie er singt: "On the road again…." 🙂 Ich fahre los und er geniesst den Fahrtwind zwischen seinen Fühlern. Nach ca. 30 Min Fahrt verabschiedet er sich und lässt sich auf den Boden fallen. Zeit für ihn, ein neues Territorium unsicher zu machen und den bleichen, respektive hellgrünen Weibsbildern mal zu zeigen, zu was so ein gutgebräunter Gigolo alles fähig ist… erst noch kopfüber… 😮

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28.10.2014 - Ich habe mich im Albanien Beitrag vom 07.10.14 gefragt, wie wohl die Bremse des Fahrrades funktioniert.

Ich habe mich im Albanien Beitrag vom 07.10.14 gefragt, wie wohl die Bremse des Fahrrades funktioniert. Hier in Griechenland habe ich die Lösung an der Decke hängen sehen. Es führt ein Gestänge unter dem Tretlager vorbei und betätigt zwei Bremsklötze, die (ebenfalls wie bei uns üblich) auf die Felgen drücken. Einfach etwas anders. 🙂

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28.10.2014 - Schafmilchprodukte zu Hauf

Hier in Griechenland kriegt man eine Vielzahl an Produkten aus entweder Schaf oder Ziegenmilch. Bei uns ist das Angebot eher klein und vor allem sehr teuer. So schlemmen wir hier nun so oft es geht von diesen Delikatessen. Den griechischen Joghurt, so richtig mit viel Fettanteil, und Honig kennt wahrscheinlich jeder.

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28.10.2014 - Hier ein griechisch fachmännisch verdrahtetes Telefon.

Hier ein griechisch fachmännisch verdrahtetes Telefon. Zumindest bei uns gab es früher den sogenannten "Klingelstrom", der wurde benötigt um die alten Glocken zu betätigen. Dieser führte gut und gerne 40 Volt. Wenn auf diesem blanken Draht 40 Volt anliegen, möchte ich ihn nicht unbedingt berühren. 🙂

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28.10.2014 - Ein nicht mehr ganz top modernes Hotelradio

In besseren Zeiten war das wohl mal ein Highlight, und die Zimmer gingen nur wegen des audiophilen Vergnügens weg wie warme Semmeln. Heute fällt das Dingens schon selber auseinander und bietet höchstens noch den Holzwürmern ein Vergnügen… 🙂

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28.10.2014 - Wie wir festgestellt haben, ist unser Griechenland Fahrradführer sicher schon über 13 Jahre alt.

Wie wir festgestellt haben, ist unser Griechenland Fahrradführer sicher schon über 13 Jahre alt. Er referenziert noch eine Fähre, welche 2001 abgeschafft wurde. Inzwischen gibt es von Preveza nach Aktio einen Tunnel, nur dieser ist für Fahrräder gesperrt. Was macht man in so einem Fall? Man fährt die Strasse entlang und wartet, bis die Leute vom Strassendienst einen erblicken. Dann wird man mit ihrem Auto inkl. Anhänger die gut 2 Km mitgenommen, das erst noch kostenlos. Wir sagen Danke und freuen uns über die "Gratis Kilometer".

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28.10.2014 - Wie ich schon ein paar Mal geschrieben habe, ist es hier in Griechenland ein permanentes Problem mit den freilaufenden Hunden.

Wie ich schon ein paar Mal geschrieben habe, ist es hier in Griechenland ein permanentes Problem mit den freilaufenden Hunden. Warum muss auch jeder Grieche einen Hund haben und diesen dann frei rumrennen lassen? Auf jeden Fall, haben wir uns aufgerüstet. Neben dem bereits vorgestellten Budgetpfefferspray haben wir nun eine Aludose mit Steinen gefüllt, welche zur Lärmerzeugung und Abschreckung geworfen wird. Desweiteren haben wir einen 1 m langen Bambusstab sowie eine Steinschleuder (rechts am Lenker mit Klett befestigt), welche ich für 4 Euro 50 beim Strassenhändler gekauft habe. Viel mehr als 4 Euro ist das China Teil auch nicht wert, beim ersten Mal richtig spannen ist mir gleich der Gummi um die Ohren gezischt. 🙂 Wann immer wir eine kleine Pause mache, schiesse ich auf Ziele.. 🙂 Interessant ist, seit wir bis an die Zähne bewaffnet sind, kommen uns keine Kläffer mehr zu nahe. Bellen tun sie immer noch wie wild. Wahrscheinlich strahlen wir nun mehr Selbstvertrauen aus, und das merken die Flohbeutel.
Wenn die kleinen oder abgemagerten Hunde bellen ist es für mich in Ordnung, wenn dann aber die muskelbebackten Viecher Marke Rottweiler Strassenmischung wie blöde den Zaun entlang rennen, dann hoffe ich immer, dass der Besitzer das Tor auch wirklich geschlossen hat. Ansonsten wüsste ich nicht was machen, wenn das Tier zähnefletschend vor mir stünde. 🙁

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28.10.2014 - Change the battery pack

Welcher Fotograf kennt sie nicht, die Angst vor dem rot blinkenden Batteriesymbol auf seiner Digicam, welches unmissverständlich zu verstehen gibt, dass es nun an der Zeit wäre, einen neuen Akku einzulegen. Meine Digicam hat die dumme Angewohnheit, dass sie den Füllstand immer als voll anzeigt und von den 3/3 – 2/3 – 1/3 Anzeigen nicht gebrauch macht. Nach 3/3 kommt gleich schon das rot blinkende 1/3 Symbol. Heute wollte ich einen riesigen Schwarm Stare fotografieren, der sich in der Luft fast wie ein eigenständiges Lebewesen bewegt. Bei jedem Richtungswechsel ist eine neue Farbe zu sehen. Einfach einmalig bei sowas dabei zu sein! Ich zücke die Kamera und möchte eine Filmaufnahme machen. Doch alles, was ich sehe ist die Meldung "Change the battery pack" (Bitte neue Batterie einlegen)…. Damn it…. Bis ich zur Lenkertasche gelaufen bin und den neuen Akku eingelegt habe, hat sich der Schwarm in Luft aufgelöst… wieder eine verpasste Chance… 🙁

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28.10.2014 - Südlich von Preveza gibt es einen super schönen Küstenabschnitt, es macht uns richtig Spass auf der nahezu autofreien Strasse dahin zu gleiten...

Südlich von Preveza gibt es einen super schönen Küstenabschnitt, es macht uns richtig Spass auf der nahezu autofreien Strasse dahin zu gleiten… Das Wetter ist wieder sonnig und bis zu 20 Grad warm, ideal also zum biken.

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28.10.2014 - Das nenne ich ein kompaktes Bad

Auf nicht einmal 2 qm wurden Toilette, Dusche und Lavabo untergebracht. Am besten immer erst auf Toilette gehen bevor man duscht, denn sonst ist alles nass gesaut. Einen Duschvorhang sucht man nämlich vergeblich. Wir nehmen es mit Humor, solche Toiletten hätten wir eher in Albanien erwartet.

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28.10.2014 - M.

M. hat diese fette Raupe als erste erblickt. Sie, also die Raupe und nicht M. :-), war mindestens so dick wie ein Männerdaumen und ca. 10 cm lang. Ich habe sie dann sicher auf die andere Strassenseite befördert und war erstaunt über ihr Gewicht. Keine Ahnung was aus diesem Vieh mal wird. Ein Vogel vielleicht? 🙂

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28.10.2014 - Selbstbedienungsbuffet für Fischesser

Mir sind die roten Abdeckungen der Fischfarmen im tiefblauen ionischen Meer schon von Weitem aufgefallen. Mit dem Grün der Vegetation und dem Weiss der Wolken entsteht ein schöner Farben Mix. Witzig zu beobachten war, dass jede Menge Vögel, schätzungsweise eine Reiherart, auf den Ringen sitzen und sich gemütlich ab und zu einen Fisch aus dem prallvollen Becken schnappen, gerade wie an einem Selbstbedienungsbuffet… 🙂

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18.11.2014 - Die weissen Pyramiden von Eratini

Ich erkenne auf dem GPS, dass wir nun an einem vielverzweigten Kanalsystem entlang radeln. Wir fahren vorbei an riesige Seen, welche gerade am Meer anliegen und nur noch einen Wasserpegel von ein paar Zentimeter Meerwasser haben. Plötzlich sehen wir ein Gruppe von Flamingos in ihrem zartrose Kleid, den Kopf unter Wasser haltend um nach Nahrung zu suchen. Ich wusste gar nicht, dass es hier in Griechenland diese schönen Wasservögel gibt. Wusstet ihr eigentlich, dass sie ihre Rosa Farbe dadurch erlangen, dass sie Schalentiere fressen und der darin enthaltene rote Farbstoff Karotin sie rosa färbt? Ohne diese Nahrung sind sie schneeweiss wie ein Schwan. Da kommt mir gerade der Song vom Schweizer "Star" Musiker Göla in den Sinn. "Ä Schwan so wiis wie Schnee". 🙂 Ein bisschen später sehe ich von weitem schon eine weisse Pyramide, da wird mir klar, es handelt sich hier um eine Anlage um Meersalz zu gewinnen. Man läss das Meerwasser in seichte Teiche fliessen und lässt die Sonne den Rest tun. Sie verdunstet das Wasser, zurück bleibt das Salz. Es muss natürlich erst noch richtig und mehrfach gereinigt werden, das Salz ist ersteinmal noch stark mit Schlamm verschmutzt.

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18.11.2014 - Weisse "Schäfchen-Sträucher"?

In der Nähe von Nafpaktos sehe ich immer wieder weisse Wollfetzen an den Sträuchern entlang der Strasse hängen. Da wir gerade an einer Schaffarm vorbei gefahren sind, meine ich, eine Ladung Wolle wurde nicht gut gesichert und einen Teil hat sicherlich der Wind davon getragen. Die Wollknäuel haben aber immer so harte Partikel drin, komisch. Die Menge scheint mir dann doch etwas viel zu sein. Dann fahren wir an einem Feld vorbei, dass aussieht, als ob viele weisse Schäfchen an Büschen hängen. Wir halten an und inspizieren die Lage. Dieses Feld könnte immerhin vielen Schlaflosen helfen besser einzuschlafen, Schäfchen zu zählen gäbe es genügend 🙂 Wir wir rausfinden, handelt es sich hierbei ganz einfach um Baumwolle. Wir haben vorher beide noch nie Baumwolle gesehen und sind fasziniert davon. Die harten Teile im Wollknäuel sind die Samen, der Wind trägt sie mit dem Wollknäuel davon. Wieder haben wir etwas gelernt, Griechenland produziert auch Baumwolle.

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18.11.2014 - Die Brücke auf den Peloponnes

Zwischen Andirrio auf dem griechischen Festland und Rio auf dem Peloponnes wurde eine knapp 3 Km lange Schrägseilbrücke gebaut. Je nach Blinkwinkel ergeben sich wunderbare geometrische Formen. Leider war das Wetter so schlecht, dass ich die Kamera nicht rausnehmen wollte, als sich sehenswerte geometrische Formen gezeigt haben. Einen Schnappschuss der Brücke vom Hotel eigenen Strand aus konnte ich mir bei besserem Wetter trotzdem nicht nehmen lassen.

Hier ein Auszug aus Wikipedia

Die Rio-Andirrio-Brücke oder offiziell Charilaos-Trikoupis-Brücke ist eine Straßenbrücke in Griechenland über die Meerenge von Rio-Andirrio, die den Eingang zum Golf von Korinth bildet.

Adresse: Gefira Charilaos Trikoupis
Gesamtlänge: 2.880 m
Lichte Höhe: 52 m
Längste Spannweite: 560 m
Baubeginn: 1999
Architektonische Höhe: 164 m
Ort: Andirrio, Rio

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18.11.2014 - Ein Bild vom "sicheren" Festland aus genügt...

Ein Bild vom "sicheren" Festland aus genügt… 🙂

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18.11.2014 - Eisenerz Förderung bei Itea

Schon von weitem sehe ich das riesige Frachtschiff, welches vor einem rötlich braunen Hintergrund angelegt hat. Als wir näher kommen, bemerken wir Aktivitäten mit sehr schweren Maschinen. Riesige gelbe Lastwagen mit mindestens 2.5m hohen Rädern, welche dunkel schwarzen Rauch ausspucken und jedem Greenpeace Aktivisten schlaflose Nächte bereiten, Pneulader mit riesigen Schaufeln, ebenfalls nicht gerade frische Alpenluft versprühend, fahren mit ohrenbetäubendem Lärm in der Grube rum. Wenn ich das hier sehe, frage ich mich schon, was man immer auf den Privaten rumhackt, wenn es um Umweltschutz geht. Man sollte besser mal in der Industrie ansetzen. Schlechtes Gewissen hin oder her, einem Mann wird einfach warm ums Herz, wenn er diese grossen Männerspielzeuge in Action sieht. Erinnerungen an die Sandkastenzeit kommen hoch 🙂 Das ganze Spektakel hat den Zweck, das hier Eisenerz abgebaut wird, welches, als wir vorbeifuhren, gerade auf ein Schiff verladen wurde.

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18.11.2014 - Riesige Olivenhaine bei Itea

Die Einwohner von Itea verdienen ihr Geld offensichtlich nicht nur im Eisenerz Abbau, sondern vielmehr auch mit dem Anbau von Oliven. Auf dem Foto zu sehen, sind riesige Olivenhaine, welche sich ins ganze Tal ausbreiten. Mein Objektiv war leider zu wenig "weitwinklig" als dass ich alles hätte erfassen können. Auf der Fahrt durch die Haine konnte ich einfach nicht widerstehen und habe in ein pralle schwarze Olive gebissen. Es fühlte sich an, als würde man in eine pralle Kirsche beissen, auch war der Saft etwas rötlich. Hmm.. köstlich dachte ich noch immer an Zuger Kirschen denkend. Tja…dann aber berührt der Saft die Geschmacksknospen der Zunge und.. wäääääääkkkk…… Das Gehirn registriert nun den bitteren Geschmack, welcher einen die Olive in weitem Bogen und mit ordenlicher Untermalung nicht gerade jugendfreier Ausdrücke ausspucken lässt. Ich hatte mir noch selten, zumindest als Erwachsener, freiwillig so etwas ekliges in den Mund gesteckt. 😉 Da frage ich mich schon, wie die Oliven weiter verarbeitet werden müssen, damit sie geniessbar werden. Der Geschmack bleibt leider noch lange im Mund, auch Ausspülen mit Wasser hat nicht wirklich geholfen. Ein Raki oder hier in Griechenland wohl eher ein Ouzo würde sicher helfen, ist aber leider keiner gerade zur Hand.

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18.11.2014 - na kein Wunder, es ist ja auch griechisch geschrieben...

na kein Wunder, es ist ja auch griechisch geschrieben… 🙂
Im Deutschen kennen wir den Ausdruck: "Das kommt mir Spanisch vor". Im Englischen heisst es wörtlich übersetzt: "Es kommt mir Griechisch vor"…irgendwie passend, in Griechenland, finde ich. Zum Glück sind zumindest die Wegweiser immer noch in lateinischen Buchstaben geschrieben, siehe blaues Schild im Hintergrund. Wir brauchen beim Entziffern der griechischen Buchstaben meistens so lange, dass das Schild schon wieder vorbei ist. Ich bin erstaunt, wie M. Dank der Mathematik zwar wie ein Erstklässler aber immerhin die Schilder alle lesen kann. Auf dem Schild steht also oben Athina und unten Delfoi oder eben Athen und Delfi. Beim lesen des Schildes wird uns langsam aber sicher klar, dass wir unserem Ziel Athen immer näher kommen. Wenn alles klappt, sollten wir bis am zweiten November in Athen sein.

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18.11.2014 - Die Strasse rauf nach Delfi kann es ohne Probleme mit einer Schweizer Passstrasse aufnehmen.

Die Strasse rauf nach Delfi kann es ohne Probleme mit einer Schweizer Passstrasse aufnehmen. Wie man erkennen kann, hat es sogar eine 360 Grad Kurve wie bei der "Sauschwänzle Bahn" 🙂

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18.11.2014 - Delfi, Sanctuary of Apollo

Und wieder ein UNESCO Weltkulturerbe auf unserer Reise. Wir haben uns vor der Reise nicht speziell darauf fokussiert und trotzdem sind wir mindestens an 5 vorbei gekommen. Wahnsinn. Die riesige Anlage bei Delfi hat die Auszeichnung auf jeden Fall verdient. Auf vielen hundert Quadratmetern können Ruinen des "Apollo Heiligtums" besichtigt werden. Auf diesem Gelände steht der Apollo Tempel, auf dem Bild nur noch durch die 3 Säulen und den ganzen Bau hinter dem runden Kreis des Atriums erkennbar. Vom höchsten Punkt des Atriums hat man einen super Ausblick ins Tal runter. Einfach der Hammer. Schon im 14 bis 11 Jh vor Christus wurden hier die ersten Götter verehrt. Richtig bekannt wurde Delfi jedoch erst durch sein Orakel. Das kann man sich in etwa so vorstellen: Eine Frau wäscht sich begleitet von mehreren Priestern nackt in einer Quelle und wird anschliessend in den Tempel von Apollo geführt. In einem Raum, in welchem aus einer Felsspalte austretende Dämpfe der guten Frau die Sinne vernebeln, gibt sie in ihrer Trance nur noch unverständliche Laute von sich, welche dann von den Priestern gedeutet und den Bittstellern in verständlicher Sprache übermittelt werden. Man stelle sich einmal diese Machtposition der Priester vor.
Die offizielle Geschichte kann in folgendem Wikipedia Artikel nachgelesen werden: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Delphi

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18.11.2014 - den "Griechischen Wind"...

den "Griechischen Wind"… ah Moment, das war ja der "Griechische Wein" 🙂
Wir haben auf jeden Fall mit dem "Griechischen Wind" Bekanntschaft gemacht. Vorallem auf der leichten Passtrasse runter zur Brücke nach Rio war der Wind heftiger, als wir ihn sonst wo auf dem Velo erlebt haben. Es ging soweit, dass ich regelrecht an die zum Glück vorhandene Strassenabsperrung gedrückt wurde. Ohne diese, wäre ich wohl im mehrere hundert Meter tiefer gelegen Meer schwimmen gegangen. Wir sind auf jeden Fall im Schneckentempo die Strasse runter gefahren, der anhaltende leichte Regen hat auch nicht gerade zur Entspannung der Lage beigetragen.

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18.11.2014 - Markantes Kriegsdenkmal

Von Delfi sind wir weiter hoch gefahren bis ins fast 1000 MüM gelegen Arachova. Das Dorf hätte ohne Probleme irgendwo in den Alpen stehen können. Es gab Winterkleider zu kaufen und Skier zu mieten. Wir konnten jedoch keine Skipisten ausfindig machen. Uns fiel auf, dass alle Bewohner in ihren Daunenjacken unterwegs waren. Wir haben uns entschieden dort schön Mittag zu essen. Als wir wieder rauskamen war uns klar, warum alles so gekleidet waren. Nun abgekühlt, konnten wir die vielleicht 10-11 Grad am eigenen Körper spüren. Wir hatten uns natürlich nicht auf so kaltes Wetter eingestellt und die warmen Sachen in den Taschen gelassen. Angezogen wurde alles Greifbare, Mann schreckte auch nicht vom T-Shirt aus dem, aus Gründen der möglichen Kontamination, aussen angebrachten Wäschesack zurück und so konnte man sich auf die 13 Km lange Abfahrt freuen. Unten angekommen, sind wir dann an diesem grossen Kriegsdenkmal vorbei gefahren. Ich konnte leider nicht in Erfahrung bringen, um was es sich genau handelt.

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28.11.2014 - Am Sonntag wird scharf geschossen

Nach dem wir bei eisigen Temperaturen unser Zelt abgebaut haben, geht es auf Nebenstrassen in Richtung Athen. Immer wieder hören wir auf dem Weg Schüsse und fragen uns, was hier wohl vor sich geht. Ich sehe am Strassenrand ganze Berge von Schrottmunition, da wird mir klar, die Griechen sind am Jagen. Wie wir schon bald sehen, stehen diese mit ihren 4×4 Fahrzeugen irgendwo am Strassenrand und knallen mit ihren Schrottflinten irgendwelche Vögel in der Grösse von Elstern ab. M. sieht zweimal, wie ein Vogel zu Boden fliegt, ich sehe lediglich blutige Spuren auf der Strasse. Es scheint sich hierbei um einen sonntaglichen Volkssport zu handeln. Soweit wir das beurteilen können, werden die Vögel lediglich abgeknallt, jedoch anschliessend nicht eingesammelt.

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28.11.2014 - Letztes Mal unfreiwilliges Wildcampen

Heute durften wir zum letzten Mal unfreiwillig wildcampen. Es gab einfach keine Unterkunft, in einer mit dem Velo machbaren Distanz. Zum Glück haben wir das schon erwartet und uns somit mit Essen und Trinkwasser eingedeckt. So war es dann nur noch ein sich an die kalten Temperaturen gewöhnen, die in der Nacht bis auf 3 Grad gesunken sind. Wenn alles klappt, sind wir morgen übrigens bereits in Athen, fast 4 Wochen früher als geplant. Wir freuen uns darauf, es wurde zunehmend schwieriger offene Hotels und vor allem Zeltplätze zu finden. Ich empfehle Griechenland bis Ende Oktober durchfahren zu haben, sonst wird es zu einem logistischen Problem.

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28.11.2014 - Griechenland kann auch sehr kalt sein

Es scheint, als ob wir an unserem letzten Biketag nochmals alle Eindrücke hätten durchleben sollen, damit wir uns auch ja daran erinnern. Es ist sehr anspruchsvoll. Wir befinden uns auf einer Hochebene auf ca. 500 MüM, der Himmel ist wolkenbedeckt und das Thermometer zeigt lediglich 9 Grad. Mit "wind-chill Faktor" sind das wahrscheinlich nur gerade 6 Grad. Auch heute habe ich wiedereinmal meine warmen Sachen in der Tasche, so fahre ich mit kurzen Hosen, immer etwas fröstelnd. Kurz vor Stefani werden wir noch einmal von fünf bis sechs Hunden verfolgt, zum Glück kann der Bauer sie zurückpfeiffen. Als wir dann vor einer Bäckerei halt machen, ich noch immer wie auf Nadeln nach der Attacke, fallen auch noch unsere beiden Velos um. Die Stimmung ist irgendwie am Nullpunkt, und ich freue mich, dass uns die junge Bedienung extra zwei Stühle aus der Backstube besorgt und uns in der Bäckerei etwas zu Kräften und Wärme kommen lässt. Sie offeriert uns auch zwei Tees, obwohl sie diesen eigentlich nicht im Angebot hat. Sie spricht nur wenig Englisch, trotzdem können wir uns einiges erzählen. Wir erfahren von ihr, dass unsere geplante Route so nicht befahrbar ist, da dort eine Rally stattfindet. So machen wir uns auf die letzten Höhenmeter, um anschliessend über 500 Höhen Meter wieder runter ans Meer zu fahren. Die Stimmung hebt sich wieder, das Wetter wird schöner und vorallem wieder fast 20 Grad warm.

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28.11.2014 - Heute ist wohl die ganze fahrradfahrende Bevölkerung von Athen auf den Strassen.

Heute ist wohl die ganze fahrradfahrende Bevölkerung von Athen auf den Strassen. Sie absolvieren das "ΕΛΛΝΗΙΚΟ Brevet". 200 Km Radfahren an einem Tag, inklusive vieeeeele Passfahrten. D.h. 9-12h im Sattel sitzen. Alle Achtung. Es sind aber vorallem wir, die von den auf den mit dünnen Reifen beschlagenen Carbonrössern daherbrausenden Heerscharen Beachtung gekriegt haben. Ein gutes Gefühl am letzten Tag auf dem Bike. 🙂

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28.12.2014 - (Ohne Titel)
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28.12.2014 - Unser persönlicher Athen Bike Guide

Wir fahren runter vom Berg und halten kurz an, um zu beraten, wo wir jetzt hinfahren, damit wir nicht auf die Autobahn gelangen. Wir werden dabei von einem Griechen in erstaunlich gutem Deutsch angesprochen. Er erzählt uns, dass seine Mutter Österreicherin ist und sein Vater Grieche, und er deshalb Deutsch spricht. Wir fragen ihn nach dem Weg nach Athen, er meint wir sollen ihm nachfahren. Er trifft sich mit einem Freund im Kaffee, der die Gegend gut kennt. Der Freund erklärt uns den Weg, wir bedanken uns bei Beiden und düsen los. Als wir an der besagten Kreuzung ankommen, ist es die Abzweigung auf die dreispurige Autobahn nach Athen. Na suuuper. Der Dödel hat wohl nicht kapiert, dass unsere Fahrräder keine Motorräder sind. Wir suchen selber vergebens nach einem Weg und kommen wieder zur Autobahnauffahrt. Ich frage einen Automobilisten, der gerade in sein Auto einsteigt, ob es erlaubt sei mit dem Fahrrad auf der Autobahn zu fahren. Er weiss es nicht, meint aber eher nein. So stehen wir da und wissen nicht weiter. Da hält neben uns ein Polizeiauto. Was für ein Glück. Der Polizist meint, es sei nicht erlaubt, er wisse aber auch nicht, wie wir mit dem Fahrrad nach Athen kommen. Wir sind natürlich enttäuscht. 🙁 So machen wir uns auf, einen anderen Weg zu verfolgen, welchen M. auf der Karte gefunden hat. An einem Kiosk sehe ich einen Rennradfahrer und frage zum dritten Mal nach dem Weg. Wer sagt nochmals, dass nur Frauen nach dem Weg fragen. 😉 Er bietet uns gleich von seinen getrockneten Mangos an. Wie nett. Er meint, dass er uns den Weg nach Athen zeigen wird, er möchte auch nach Athen rein. Als er sich dann beim Kioskverkäufer nach dem Weg erkundigt, schaue ich M. schon etwas fragend an. Hat er nicht gerade gesagt, dass er den Weg kennt? Ich ahne Schlimmes und entschuldige mich bei ihr, nicht ihren Weg gefahren zu sein und erneut nach dem Weg gefragt zu haben. Wir fahren also im Schlepptau von V. in die Richtung, welche er vom Kioskverkäufer erfahren hat. Ich sehe auf dem GPS, dass wir auf dem gleichen Weg zurück sind. Hmmm. Vielleicht hat er ja genau die Strasse erklärt bekommen, welche wir nicht gefunden haben. Als wir wieder an der grossen Kreuzung mit dem Abzweiger auf der Autobahn stehen, könnte ich mir echt eine scheuern. Wir erklären ihm, dass wir hier bereits einmal waren und es nur die Autobahn gibt. Er meint nur: "Aha.. " und schaut alle Wegweiser an. Wir fahren ersteinmal über die Kreuzung, um uns zu beraten. Da kommt ein Radrennfahrer von der Autobahn runter gebraust und wartet am Lichtsignal. V. redet kurz mit ihm und meint dann, wir können ohne Probleme auf die Autobahn und düst los. Meinen Protest höre nur ich… so fahren wir zum x-ten Mal auf unserer Reise mit dem Fahrrad auf einer Autobahn. Einem "gesetzes-hörigen" Schweizer fällt es natürlich sehr schwer, mit dem Fahrrad auf die Autobahn zu fahren. In der Schweiz wäre man innerhalb von Minuten im Radio und kurz später auch schon von der Polizei sicher von der Autobahn geleitet mit dem anschliessenden Affentheater. Wie konnte es anders kommen, als dass uns eine Gruppe von Motorradpolizisten überholt. Mir rutscht das Herz in die Hose. Als die erniedrigende in "Handschellen Legung" inklusive Verbrennung der Schweizerflagge am Strassenrand ausbleibt, erzähle ich V. davon, dass ich mich bei einem Polizisten erkundigt habe, ob man auf der Autobahn fahren darf, und er es verneint habe. V. meinte dann nur, ob ich die Polizei gefragt habe, oder ob sie es von sich aus gesagt haben. Da wurde mir der kleine feine Unterschied bewusst. Offiziell ist es nicht erlaubt, wenn man es jedoch macht, interessiert es Keinen. Ich fühlte mich irgendwie nach Albanien zurückversetzt. 🙂 V. hat uns auf jeden Fall sicher und mit einer Engelsgeduld (wir radelten mit unseren schweren Anhängern um einiges langsamer als er mit seinem 7-8 Kg Carbon Rad) nach Athen reingeführt. Wir waren beide heilfroh, mussten wir einfach nur ihm folgen und nicht noch selber nach dem Weg suchen. Athen, welches mit seinen Vororten längst verschmolzen ist, zählt ca. 3.5 Mio Einwohner. Und nicht wenige davon fahren in der Stadt mit ihrem Auto rum. Wir kamen nach einer kleinen Rast und mehr als 70 Km nur ca. 30 Min zu spät zum Übergabetermin der Wohnung. V. hat uns gleich noch geholfen, die ganzen Sachen hochzutragen. Wir haben Telefonnummern ausgetauscht und uns für einen Kaffee verabredet. Dies war der Anfang einer besonderen Freundschaft.

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28.12.2014 - Unser Nest mitten in Athen

Was für ein Luxus, unser "Blooming Nest", welches wir dank AirBnB in Athen gefunden haben. Alles super stylisch und M. erfreut sich an den Blumenmustern und Farben, ich am doch eher flotten WLAN. 🙂 So sind die Bedürfnisse nach mehreren Monaten auf dem Bike doch etwas unterschiedlich. 🙂
Hier bleiben wir also bis Ende November, wenn es dann weitergeht nach Costa Rica. Wir können es noch gar nicht glauben, dass unsere Bikereise nun doch schon vorüber ist. Ich bin jedoch bereits etwas ungeduldig, muss ich doch noch Einiges vorbereiten, bis die Räder und Anhänger wieder einwandfrei zu Hause sind.

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28.12.2014 - Den letzten Berg, den wir noch bezwingen müssen

Am gleichen Abend formiert sich der wohl letzte Berg vor unseren Augen, den wir in Athen noch bezwingen müssen. Unser Wäscheberg. 🙂 Die nächsten Tage werden wir mit Wäsche und Ausrüstung waschen verbringen. Jetzt wo wir noch so viel Zeit haben, macht es Sinn, alles hier schon zu waschen und nicht zu warten, bis wir wieder in der Schweiz sind.

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29.01.2015 - THE END... hier spricht M.

Ich habe die Ehre, den letzten Bericht unserer Veloreise zu verfassen. Es ist ein Resumé, und wie kann dieses anderes als statistisch sein 😉

Los gehts….

Ja / Ikke / Takk (Norwegen)
Ja / Ingen / Tack (Schweden)
Ja / Ingen / Tak (Dänemark)
Ja / Nein / Danke (Deutschland)
Ja / Nein / Danke (Österreich)
Si / No / Grazie (Italien)
Da / Ne / Hvala (Slovenien)
Da / Ne / Hvala (Kroatien)
Da / Ne / Hvala (Bosnien)
Da / Ne / Hvala (Montenegro)
Po / Jo / Faleminderit (Albanien)
Ναι / Οχι / Ευχαριστο (Griechenland)

Total Gewicht:
P: 60 Kg (anfänglich noch viel mehr)
M: 38 Kg

Wir werden diese Reise mit all ihren Erfahrungen von "sehr anstrengend", i.e, Grenzerfahrung , bis hin zu "beflügelnd" und mit ihren unzähligen, wunderbaren Begegnungen immer als ein Geschenk in unserem Herzen bewahren.

An dieser Stelle möchte ich ein riesiges DANKESCHÖN an P. ausrichten! Er hat mit diesem Blog nicht nur Euch sondern laufend auch mir eine grosse Freude bereitet. Beim einen oder anderen Bericht habe ich Tränen gelacht und bin mir sicher, dass ich das viele Jahre später auch noch tun werde…
Was für ein Erinnerungsstück!

Die Berichterstattung über die Veloreise ist somit abgeschlossen, es werden möglicherweise noch einige Beiträge über den restlichen Monat in Athen und die 6-Wochen in Costa Rica folgen. Wer mag, darf weiterhin lesen, ansonsten bedankt sich P. schon mal fürs Lesen.

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29.01.2015 - Schon spannend, dass es hier wirklich noch Schafsjoghurt in Tongefässen zu kaufen gibt.

Schon spannend, dass es hier wirklich noch Schafsjoghurt in Tongefässen zu kaufen gibt. Ist wahrscheinlich sogar ökologisch sinnvoller als Plastikbecher mit Aludeckel zu verwenden. Und schmecken tut er…. hmmmm… mit einer richtig dicken Schicht Rahm obenauf, bevor er etwas weicher wird. Zusammen mit Honig und Nüssen… ein Traum. Hatten wir das nicht schon einmal? 🙂

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29.01.2015 - Demonstrationen in Griechenland

Was hier in Athen betreffend Demos und Protesten abgeht, wird in den westlichen Medien wohl kaum erwähnt.
http://rt.com/news/206359-greece-clashes-us-embassy/
Bereits in der ersten Woche bin ich in einen Protestzug gelangt. Dazu gleich mehr.
Wir wollten uns in einem Shopping Center eindecken, da ist uns schon aufgefallen, dass die meisten Schaufenster verbarrikadiert waren. Ich dachte mir erst, dass das eine Auswirkung der Wirtschaftskrise ist und es sich nicht mehr lohnt, alle Schaufenster herzurichten. Wir sind also rein und ich schon bald wieder raus. Es ist ein Einkaufszenter im englischen Stil, viele kleine Kleiderboutiquen auf einer grossen Fläche verteilt. Extrem unübersichtlich. Ich warte also draussen auf M., ist eh viel interessanter die Leute zu beobachten. Da fällt mir auf, dass sich viele Polizisten in "Vollmontur", also mit Helm, Schild, Schlagstock und Schutzkleidung wie fürs Motorradfahrern aufgestellt haben. Jetzt wurde mir erst so richtig bewusst, dass die Polizei, welche in Athen zumindest im Zentrum allgegenwärtig ist, immer in "Vollmontur" rumsteht. Das ist bei uns höchstens der Fall, wenn Krawalle und wüste Schlägereien zu erwarten sind. Ich fand das etwas überreagiert. Ich sollte mich täuschen. Die Polizei muss hier wirklich jeden Tag mit Ausschreitungen rechnen. Während unserem Aufenthalt werden noch viele unschöne Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestierenden passieren.
Ich beobachte den Security Menschen des Einkaufszentrums, welcher mit einer Schussweste rumsteht, als plötzlich sein Funkgerät krächzt. Er scheucht sofort die qualmenden Angestellten durch den Haupteingang, um ihn kurz dananch mittels eines massiven Rolltors zu verriegeln. Ich hätte reingehen können, draussen wird es aber sicher spannender. Schon kurz darauf sind die ersten Sprechchöre zu hören und wenig später ziehen viele Protestierende, vorallem Jüngere vorbei. Mir wird schon etwas mulmig ums Herz. Da die Banner in griechisch geschrieben sind, kann ich nicht viel verstehen. Ich lese jedoch das Wort "Nazi", kann mir jedoch nichts darunter vorstellen. Ein paar Minuten später ist der Spuk auch schon vorbei, dieses Mal verlief alles zum Glück friedlich. Das Rolltor geht hoch und ich schaue M. direkt in die Augen. Ich denke mir "Und hier kommt ihr Herzblatt…" 😉 Ich lache schelmisch, als ob ich etwas Verbotenes gemacht habe in dem ich draussen gewartet habe.

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29.01.2015 - Ich staune nicht schlecht, als ich auf der Strasse einen gelben Lastwagen mit der Braun Möbel Center Werbung sehe.

Ich staune nicht schlecht, als ich auf der Strasse einen gelben Lastwagen mit der Braun Möbel Center Werbung sehe. Ich fühle mich gleich wieder in meine Jugend zurückversetzt, habe ich doch dort meinen ersten Tisch und Stühle gekauft, welche ich übrigens immer noch besitze. Ich sehe schon bald, dass natürlich griechische Nummernschilder angebracht wurden, man sich jedoch nicht darum geschert hat, dass noch die Werbung vom Vorbesitzer drauf war. Auch das haben wir vorallem in Albanien beobachtet, da fuhren einige Kleinbusse mit deutscher, österreichischer und auch Schweizer Werbung rum. 🙂

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29.01.2015 - Der Supermarkt, da wo die Superhelden einkaufen

Das nenne ich mal eine originelle Idee… 🙂

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29.01.2015 - Ein etwas anderes Schaufenster

Die farbigen Zettel im Schaufenster haben mich fasziniert. Alles andere als übersichtlich aber irgendwie doch originell.

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29.01.2015 - In Athen wurde ich auf ein Filmplakat aufmerksam, mit einer Szene, welche mir sogleich den Angstschweiss auf die Stirn trieb.

In Athen wurde ich auf ein Filmplakat aufmerksam, mit einer Szene, welche mir sogleich den Angstschweiss auf die Stirn trieb. Ein Fahrradfahrer, der von einer Hundemeute davon fährt. Ich wusste gar nicht, dass unsere Reise bereits verfilmt wurde. 🙂

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29.01.2015 - Es gibt sie doch, die "Robi-Dogs"

Nur leider werden sie nicht nachgefüllt, so dass sich bereits Spinnweben ansetzen. Die Hundehalter sind so zumindest teilweise freizusprechen. 🙂 Im Attiko Alsos Park habe ich zum ersten Mal einen Hunde-Kacka-Säckchen-Spender gesehen, in Athen sucht man die Dinger vergebens. Das Ergebnis sieht man auf den Strassen. Man muss immer gut aufpassen, wo man hintritt, sonst kann schon mal eine weiche Überraschung auf einen warten.

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29.01.2015 - Sonnenuntergang über Athen

Hier kriegt man den Eindruck, dass die Sonne in ein weisses Meer taucht. Athen und seine Vororte sind so gross, dass man nur ein Häusermeer sieht, soweit das Auge reicht. Links sieht man übrigens ganz klein noch die Akropolis im Hintergrund. Schon verblüffend, wie man diese von fast jedem Winkel in Athen sehen kann.

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29.01.2015 - V.

V. hat uns in eine stilechte Taverna ausgeführt, was für ein Glücksfall. Mit einem Einheimischen Essen zu gehen ist immer eine andere Erfahrung, als wenn man als Tourist irgendwo hingeht. Hierhin verirrt sich so gut wie nie ein Touri. Je weiter südlich man geht, umso später geht man Essen. Und Athen ist sehr südlich. 😉 Wir haben uns gegen 22:00 Uhr verabredet, bis wir in der Taverna waren, war es gegen 23:00 Uhr. Irgendwie spannend, die Pünktlichkeit scheint auch mit jedem Längengrad gegen Süden abzunehmen. 🙂 Aber wir haben ja sonst nichts zu tun, da wartet man gerne. V. hat als erstes Mal eine kleine Flasche Ouzo bestellt. Was für ein Start. Ich war schon nach dem beschnuppern des 40% starken Getränkes fast besoffen, das ist jedoch erst der Anfang, es sollten noch einige Krüge Wein an unseren Tisch gebracht werden. 🙂 Auf dem Teller zu sehen sind gegrillte Tintenfische in einer schmackhaften Sauce. Diese werden sozusagen mit Haut und Haar verspiesen.

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29.01.2015 - Griechischer Wein

Endlich treffen wir ihn, den griechischen Wind… aeh Wein. 🙂
Der Grieche trinkt bekanntlich immer nur einen Wein… den 56ten… dann den 57ten…. (Insiderwitz), so erzählt uns dass zumindest der Wirt Cristos.

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29.01.2015 - Dass die Griechen ein anderes Temperament als wir Zentraleuropäer haben, sollte bekannt sein.

Dass die Griechen ein anderes Temperament als wir Zentraleuropäer haben, sollte bekannt sein. Was sich aber zur späten Stunde in dieser Taverne zugetragen hat, habe ich noch nie gesehen. Die beiden Musiker spielen mit Leib und Seele griechische Musik und immer wieder singen die Gäste mit. Wie cool ist das… Es kam soweit, dass die Griechinnen am Nachbartisch erst um den Tisch tänzelten und dann schon bald auf dem Tisch ihre, nicht unbedingt schmalen Hüften, kreisen liesen…. 🙂

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29.01.2015 - Velo mit selbstgebautem Nachbrenner

Ich bin begeistert, was sich die Griechen so alles einfallen lassen. Nicht unbedingt "Touren tauglich" aber für den Stadtverkehr sicher eine Alternative zu den Möfis…

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29.01.2015 - Zur Not wühlt man(n) halt im Müll...

Zur Not wühlt man(n) halt im Müll…

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29.01.2015 - Ich wollte unsere Fahrräder und vorallem die Anhänger mit Schaumstoff schützen.

Ich wollte unsere Fahrräder und vorallem die Anhänger mit Schaumstoff schützen. Den Schaumstoff zu kriegen ist in Griechenland gar nicht mal so einfach. Unser einheimischer Freund V. wusste nicht einmal das griechische Wort dafür. 🙂 Auf einem Spaziergang habe ich am Strassenrand ein altes Sofa gesehen. Klar war ich beim Eindunkeln bewaffnet mit Taschenmesser und einer Plastiktüte wieder dort und habe den Schaumstoff rausgeschnitten. M. war das Ganze ziemlich peinlich. 🙂 Den restlichen Schaumstoff haben wir von einer Möbelpolsterei erhalten bei welcher ich im Schaufenster Schaumstoffreste habe rumliegen sehen. Einmal freundlich nachfragen und wir wurden mit Schaumstoffresten überhäuft. Dem "Verhüllungsprojekt" stand somit nichts mehr im Wege und ich konnte wieder eine Punkt von meiner ToDo Liste streichen.

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29.01.2015 - Da ich keine Lust hatte unsere Fahrräder stundenlang fürs Verpacken in Kartonschachteln vorzubereiten, habe ich mich über alternative Möglichkeiten in

Da ich keine Lust hatte unsere Fahrräder stundenlang fürs Verpacken in Kartonschachteln vorzubereiten, habe ich mich über alternative Möglichkeiten informiert. Die Variante, die Fahrräder in dicken Plastik zu verpacken, schien mir die Beste zu sein. So merken die Mitarbeiter am Flughafen gleich, dass es sich um ein Fahrrad handelt und behandeln es hoffentlich auch dementsprechend. Wir sind wieder einmal "zufällig" an einem Geschäft vorbeigelaufen, wo sie den dicken Plastik verkauft haben. Das graue "Panzerband" konnte ich in einem anderen Geschäft organiseren. Dieses Klebeband ist wirklich Gold wert und klebt Alles bombenfest.

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29.01.2015 - Unser Abschiedsessen mit V. und E. in Athen

Unseren Abschied aus Athen haben wir mit V. und E. in einem griechischen Restaurant gefeiert. Was auf den Tisch kommt, wenn gleich zwei Griechen dabei sind, könnt ihr auf dem Bild sehen.. Das war jedoch nur ein Teil… 🙂 Beim definitiven Abschied vor dem Appartement wurden dann schon die Äuglein etwas feucht, wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen.

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29.01.2015 - Oldie und Goldie wurden ohne Probleme für den Flug angenommen.

Oldie und Goldie wurden ohne Probleme für den Flug angenommen. Das Flugzeug nach Frankfurt ist zum Glück genügend gross. Die Frage ob ich die Luft aus den Reifen rausgelassen habe bejahte ich natürlich brav und mit einem Pokerface, auch wenn mir gerade eingefallen ist, dass ich dies nur bei M.s Rad gemacht habe. Es wird einem sowieso empfohlen, nur ganz wenig Luft rauszulassen, damit die Felge nicht beschädigt wird. Von Frankfurt werden die grossen Taschen und die Fahrräder mit Hermes nach Hause geschickt. Es war alles ganz genau geplant, leider sollte sich rausstellen, dass wir mit Hermes noch 1 Woche (selbst aus Costa Rica) streiten müssen, da die Fahrräder nicht wie geplant im Hotel abgeholt wurden.

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